Acker-Hellerkraut – Thlaspi arvense

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Deutscher Name: Acker-Hellerkraut
Wissensch. Name: Thlaspi arvense
(L.)
Weitere deutsche Namen: Acker-Täschelkraut
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Brassicales / Familie Brassicaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Früchte mit geflügeltem Rand
  • Knoblauch-Geruch
Das Acker-Hellerkraut kann bis zu 40 Zentimeter hoch werden. Blatt: Die Blätter wachsen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Sie sind meist länglich bis schmal verkehrt-eiförmig. Der Blattrand ist grob gekerbt oder gezähnt. Die oberen Blätter umfassen den Stängel. Die unteren Blätter haben einen Stiel. Zerriebene Blätter riechen nach Knoblauch. Sprossachse: Der Stängel ist aufrecht, meist verzweigt, kahl und kantig. Blüte: Die Blüten stehen zahlreich in einer Traube. Die Einzelblüten haben vier weiße Blütenblätter. In der Blütenmitte sind vier lange und zwei kürzere Staubblätter. Frucht: Die runden, platten Früchte (Schötchen) haben einen breiten Flügelrand, der an der Spitze eingeschnitten ist.

Bilder


Beschreibung

Biologie: Der Flügelrand der Früchte dient der Windausbreitung. Blütezeit: April - August Lebensraum: Hackäcker, Getreidefelder, Schuttplätze. Verbreitung: Europa, Asien, Nordamerika.

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

In der Stadt ist das Acker-Hellerkraut vor allem an Schuttplätzen oder auf Ödland zu finden.

Wissenswertes

  • Name: Der deutsche Name „Hellerkraut“ leitet sich von Form der Schötchen ab, die wie Taler aussehen. Der Gattungsname "Thlaspi" lässt sich aus dem Griechischen Wort "thlaein" = "zerquetschen" ableiten, was ebenfalls auf die Form der Früchte zurückzuführen ist.
  • Der breite Saum der Früchte dient als Windfang. So können die Samen sehr gut mit dem Wind ausgebreitet werden.
  • Die Blütezeit ist von April bis August.
  • Das Acker-Hellerkraut ist einjährig, d.h. die Pflanze blüht nur für einen Sommer und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Eggenberg, Stefan und Möhl, Adrian (2007): Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, 1. Aufl., Bern Stuttgart Wien: Haupt Verlag.
  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Jäger, Eckehart J. (2011): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland, 20. Aufl., Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen: Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, 1. Aufl., Bern: Haupt Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.