Acker-Schöterich – Erysimum cheiranthoides

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Deutscher Name: Acker-Schöterich
Wissensch. Name: Erysimum cheiranthoides
(L.)
Weitere deutsche Namen: Gänsesterbe, Ruderal-Goldlack
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Brassicales / Familie Brassicaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • giftig
  • kleine Blüten
  • kantiger Stängel
Der Acker-Schöterich kann bis zu 60 Zentimeter hoch werden. Blatt: Die dunkelgrünen Blätter sind lanzettlich, ganzrandig bis leicht gezähnt. Sie haben anliegende Haare und fühlen sich daher rau an. Die Blätter sitzen immer einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Sprossachse: Der Stängel wächst aufrecht und meist verzweigt. Er ist kantig. Blüte: Die eher kleinen Blüten haben vier gelbe Blütenblätter. Sie stehen in Trauben am oberen Ende des Stängels. Während die alten Blüten sich schon in Früchte verwandeln, entstehen an der Spitze immer neue Blüten. Frucht: Die Früchte sind lange, schmale Schoten. Sie sind vierkantig.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Ruten-Schöterich Die Blüten sind größer.

Biologie: Die Bestäubung des Acker-Schöterich erfolgt über Insekten- und Selbstbestäubung. Seine Ausbreitung erfolgt durch Selbst- und Windausbreitung. Blütezeit: Mai bis September Lebensraum: Der Acker-Schöterich wächst vor allem auf lockeren, feuchten Böden. Er erträgt Schatten. Er ist ein Zeiger für einen hohen Stickstoffgehalt im Boden. Verbreitung: Er ist in weiten Teilen Europas bis in den Westen Asiens verbreitet. Außerdem wurde er durch den Menschen in Nordamerika, Argentinien, Neuseeland und Japan eingeführt.

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Der Acker-Schöterich ist ein häufiger Vertreter in Wildkrautbeständen und wächst in der Stadt bevorzugt auf Äckern, Brachflächen,an Ufern und Wegesrändern. Er wächst vor allem auf lockeren, feuchten Böden und erträgt Schatten. Er ist ein Zeichen für einen hohen Stickstoffgehalt im Boden.

Wegen seiner langen Blütezeit wird er gelegentlich auch als Zierpflanze in Gärten angepflanzt.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Acker-Schöterich ist in Europa heimisch.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Der Acker-Schöterich ist giftig. Die Samen enthalten herzwirksame Glycoside, die in der Naturheilkunde gegen Herzschwäche, Krampfhusten und Hautausschläge genutzt werden.
  • Ein weiterer deutscher Name des Acker-Schöterich ist "Gänsesterbe". Er bezieht sich auf die Giftigkeit der Pflanze.
  • Die Blütezeit ist von Mai bis September.
  • Er ist eine einjährige Pflanze, d.h. er blüht nur für einen Sommer und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
  • Die Bestäubung erfolgt über Insekten- und Selbstbestäubung.
  • Seine Ausbreitung erfolgt durch Selbst- und Windausbreitung.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen. Bern: Haupt Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari, Claus, Caspari, Stefan (2015): Der illustrierte BLV Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG.
  • Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Seite „Acker-Schöterich“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Juli 2017, 19:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Acker-Sch%C3%B6terich&oldid=167622676 (Abgerufen: 1. Februar 2018, 15:39 UTC)