Alpen-Kammmolch – Triturus carnifex

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Deutscher Name: Alpen-Kammmolch
Wissensch. Name: Triturus carnifex
(Laurenti, 1768)
Weitere deutsche Namen: Italienischer Kammmolch
Großgruppe: Amphibien
Taxonomie: Ordnung Caudata / Familie Salamandridae

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • verwaschene weiße Granulierung an den Flanken
Der Alpen-Kammmolch ist auf seiner Oberseite grau, gelblich oliv oder dunkelbraun mit großen schwarzen, runden Flecken gefärbt. Der Bauch ist orange mit großen schwarzen Flecken und die Kehle mit weißen Punkten gesprenkelt. An Land ist er generell dunkler gefärbt als im Wasser. Die bis zu 16 cm lang werdenden Männchen haben in der Wassertracht einen sehr spitz gezackten Rückenkamm und seitlich am Schwanz ein silbrig glänzendes Band. Die Weibchen können bis zu 18 cm lang werden und besitzen, ebenso wie die Jungtiere, eine gelbe Mittellinie, die vom Nacken über den Rücken und die Schwanzoberseite reicht.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Kammmolch Männchen ähneln dem Kammmolch. Die Flanken des Alpen-Kammmolchs sind hingegen nur schwach weiß granuliert und seine Haut ist feinkörniger. Oft laufen auch die Zacken des Rückenkamms spitzer zu als beim Kammmolch.
Bergmolch Jungtiere ähneln dem Bergmolch. Dieser hat jedoch einen fleckenlosen orangenen Bauch.

Verhalten: Über die Lebensweise ist noch vieles unbekannt. Vermutlich ähnelt diese stark denen des Kammmolchs, allerdings lebt der Alpen-Kammmolch häufiger auf dem Land. In südlichen Verbreitungsgebieten halten die Tiere eine Sommerruhe und werden erst im Herbst wieder aktiv.

Lebensweise und Fortpflanzung: Auch die Fortpflanzung ähnelt der dem Kammmolch. Je nach Region paaren sich Alpen-Kammmolche von Dezember bis Juni. Über mehrere Wochen legen die Weibchen ihre Eier in das Wasser ab. Durch den unterschiedlichen Legezeitpunkt und die unterschiedlichen Entwicklungszeiten ist der Zeitpunkt der Metamorphose bei den Tieren von August bis Oktober gestreckt.

Lebensraum: Der Alpen-Kammmolch besiedelt eine große Brandbreite verschiedener Lebensräume, mit einem Schwerpunkt auf Grünlandflächen, Auwälder, Laub- und Mischwälder. Er kommt neben Tief- und Hügelland auch in Gebiete höherer Lagen, bis zu 1900 m vor.

Verbreitung: Der Alpen-Kammmolch kommt vor allem in Italien, den österreichischen Alpen, westlichen Jugoslawien und in einem kleinen Vorkommen in Süddeutschland vor. Sie wurden zudem an verschiedenen Stellen in Europa künstlich angesiedelt, so z.B. in Genf, England, den östlichen Niederlanden und auch auf der Azoreninsel São Miguel. Dies hatte in einigen Teilen die Verdrängung des natürlich vorkommenden Kammmolches zur Folge. In Überlappungszonen von Kammmolch und Alpen-Kammmolch kommt es zur Vermischung beider Arten, wobei die Hybride Merkmale beider Arten aufweisen.

Mensch und Stadt

Der Alpen-Kammmolch bevorzugt Gewässer mit starkem Pflanzenbewuchs. So besiedelt er z.B. Altarme, Tümpel, Teiche oder Wassergräben. Fehlen diese Gewässer mit entsprechender Größe und Tiefe, werden auch seichte Kleingewässer wie Felswannen oder Gartenweiher besiedelt. So sind sie auch in der Nähe von Siedlungen und Gärten anzutreffen.

Wissenswertes

  • Giftigkeit: Zur Abwehr von Feinden sondert der Alpen-Kammmolche ein säuerlich riechendes, milchiges Hautsekret ab, das beim Menschen Schleimhautreizungen hervorrufen kann.
  • In südlichen Verbreitungsgebieten halten die Tiere eine Sommerruhe und werden erst im Herbst wieder aktiv.
  • Durch den unterschiedlichen Legezeitpunkt und die unterschiedlichen Entwicklungszeiten ist der Zeitpunkt der Metamorphose bei den Tieren von August bis Oktober gestreckt.
  • Der Alpen-Kammmolch wurden an verschiedenen Stellen in Europa künstlich angesiedelt, so z.B. in Genf, England, den östlichen Niederlanden und auch auf der Azoreninsel São Miguel. Dies hatte in einigen Teilen die Verdrängung des natürlich vorkommenden Kammmolches zur Folge.
  • In Überlappungszonen von Kammmolch und Alpen-Kammmolch kommt es zur Vermischung beider Arten, wobei die Hybride Merkmale beider Arten aufweisen.
  • Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

Quellen, Literatur, Weblinks