Ameisen-Sackkäfer – Clytra laeviuscula

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Deutscher Name: Ameisen-Sackkäfer
Wissensch. Name: Clytra laeviuscula
(Ratzeburg, 1837)
Weitere deutsche Namen: Ameisen-Blattkäfer
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Blattkäfer (Chrysomelidae)
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • schwarzer Schulterfleck
  • schwarze Binde
Der Ameisen-Sackkäfer ist walzenförmig. Die Deckflügel sind rötlich orange bis orangegelb. Er hat einen kleinen schwarzen Fleck an der Schulter und eine breite, schwarze Binde auf der Mitte der Deckflügel. Das Halsschild und der übrige Körper sind schwarz.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Der Ameisen-Sackkäfer hat eine Körperlänge von 7-11 mm. Das Halsschild ist glatt und hat einen sehr schmalen, rinnenförmigen Seitenrand.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Vierpunkt-Ameisenblattkäfer Der Vierpunkt-Ameisenblattkäfer hat deutlich kleinere Flecken auf den Deckflügeln und wirkt eher gelblich rot. Sein breites Halsschild hat einen runzeligen Rand. Vierpunkt-Ameisenblattkäfer:  Daniel VILLAFRUELA,CC-BY-SA-4.0


Lebensweise und Fortpflanzung: Die Paarung der Käfer erfolgt in der Nähe von Ameisennestern. Dabei werden die Eier mit Schuppen aus Kot beklebt und danach fallen gelassen. Die Eier werden von den Ameisen als vermeintliches Nestmaterial in ihr Nest getragen. Die Käferlarven ernähren sich von der Ameisenbrut und deren Abfällen. Die Larven fertigen nach dem Schlüpfen eine Hülle aus der Eischale und Kot, welche sie vor Ameisen schützt. Im Ameisennest erfolgt ebenso die Verpuppung. Erst wenn die Aushärtung des Chitinpanzers erfolgt, schlüpfen die Imagines und verlassen das Nest. Diese Entwicklung dauert zwei oder mehr Jahre. Das Nahrungsspektrum der Imagines umfasst Weißdornen, Eschen und Weiden, auf denen sie auch meist anzutreffen sind. Bei einem Angriff von Tieren stellen sie sich vermeintlich tot (Thanatose).

Mensch und Stadt

Der Ameisen-Sackkäfer besiedelt vielfältige Lebensräume. Dazu gehören Parks, sonnige Waldränder, Trockenhänge und auch Flussauen.

Wissenswertes

  • Die Larven entwickeln sich in Ameisennestern und ernähren sich dort von der Nahrung der Ameisen, Abfällen und teilweise der Ameisenbrut.
  • Die Paarung erfolgt in der Nähe von Ameisennestern. Die Eier werden von den Ameisen als vermeintliches Nestmaterial in ihr Nest getragen.
  • Das Nahrungsspektrum der ausgewachsenen Käfer umfasst Weißdornen, Eschen und Weiden. Auf diesen Bäumen sind sie auch oft anzutreffen.
  • Bei einem Angriff stellen sie sich tot.
  • Sie kommen von Mai bis August häufig vor.

Quellen, Literatur, Weblinks