Bärlauch – Allium ursinum

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Deutscher Name: Bärlauch
Wissensch. Name: Allium ursinum
(L.)
Weitere deutsche Namen: Knoblauchspinat, wilder Knoblauch
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Amaryllidaceae / Familie Allioideae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: vom Erlöschen bedroht
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • starker Knoblauchgeruch
  • Blätter mit Stiel
  • Achtung: stark giftige Verwechslungsarten
Der Bärlauch kann eine Wuchshöhe von bis zu 50 Zentimetern erreichen. Blatt: Die Blätter haben einen deutlichen Stiel und sind elliptisch bis lanzettlich. Die Mittelrippe steht deutlich hervor. Die Oberseite ist glänzend und die Unterseite matt. Sie riechen, wie die ganze Pflanze, stark nach Knoblauch. Sprossachse: Der Stängel entspringt einer schlanken, länglichen Zwiebel. Er ist meist dreikantig und hat nur am Grund Blätter. Blüte: Der mehr oder weniger kugelige Blütenstand besteht aus zahlreichen Einzelblüten mit sechs weißen Blütenblättern. Frucht: Die Früchte sind dreiteilige Kapseln.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Maiglöckchen Achtung stark giftig! Die Blätter haben keinen Stiel. Die Blüten sind breitglockig geformt. Der typische Knoblauchgeruch des Bärlauchs fehlt. Maiglöckchen:  Josef Schlaghecken, CC BY-NC-SA 3.0 DE
Gefleckter Aronstab Achtung stark giftig! Die Blätter sind pfeilförmig und meist gefleckt. Die Blüten werden von einem weißen Hochblatt umhüllt. Der typische Knoblauchgeruch des Bärlauchs fehlt.
Herbstzeitlose Achtung stark giftig! Die Blätter sind schmal, länglich-lanzettlich und sie entspringen einer braunschuppigen Sprossknolle. Der typische Knoblauchgeruch des Bärlauchs fehlt. Im Frühjahr sind keine Blüten vorhanden.

Blütezeit: April - Mai Lebensraum: Feuchte und schattige Standorte mit nährstoffreichen Böden werden bevorzugt. Verbreitung: Europa bis Kaukasus

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

In der Stadt ist der Bärlauch häufig in Laubwäldern oder an Bächen zu finden. Er bevorzugt feuchte und schattige Standorte mit nährstoffreichen Böden.

Anfang April wird der Bärlauch gesammelt und frisch genossen oder weiter verarbeitet. Es ist höchste Vorsicht geboten, da die Blätter leicht mit den Blättern der giftigen Pflanzen Maiglöckchen, Herbstzeitlosen oder Aronstab verwechselt werden können.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Der Bärlauch ist eine bekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Blätter können zum Würzen oder zur Herstellung von Pesto verwendet werden.
  • Bärlauch ist in einigen Bereichen Deutschlands, zum Beispiel in Berlin und Brandenburg, vom Aussterben bedroht.
  • Er blüht von April bis Mai.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Needon, Christoph und Petermann, Johannes (1991): Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig Jena Berlin: Urania-Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.
  • Seite „Bärlauch“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. Oktober 2016, 17:58 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=B%C3%A4rlauch&oldid=158530308 (Abgerufen: 20. Oktober 2016, 09:50 UTC)