Bestimmung von Süßgräsern (Poaceae) des nordwestdeutschen Flachlandes nach vegetativen Merkmalen, Teil 6 (Lars Neugebohrn)

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Dies ist eine vorläufige, nicht vollständig korrigierte Version. Siehe auch die Hinweise auf der Hauptseite für diesen Schlüssel! Dieser Teil enthält auch die ursprünglich getrennten Teile 8, 9 und 10.


Quelle: Lars Neugebohrn 2007. Schlüssel zur Bestimmung von Süßgräsern (Poaceae) und Schmetterlingsblütlern (Fabaceae) des nordwestdeutschen Flachlandes nach vegetativen Merkmalen: Vorbemerkungen. Berichte des Botanischen Vereins zu Hamburg, Heft 23 (2007): 121-124. (Fassung hier leicht überarbeitet). (Autorisierte Zweitpublikation)
Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Lars Neugebohrn beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!


Bestimmungsschlüssel der Süßgräser mit nicht borstlich schmalen Blättern, ± gut entfaltbar, bis 5 mm breit (siehe auch Hauptschlüssel)
Von: Lars Neugebohrn
Geographischer Geltungsbereich: Nordwestdeutschland — Quelle: Lars Neugebohrn 2007. Schlüssel zur Bestimmung von Süßgräsern (Poaceae) und Schmetterlingsblütlern (Fabaceae) des nordwestdeutschen Flachlandes nach vegetativen Merkmalen: Vorbemerkungen. Berichte des Botanischen Vereins zu Hamburg, Heft 23 (2007): 121-124. (Fassung hier leicht überarbeitet). — Zielgruppe: Experten — Mitarbeit begrenzt auf: Lars Neugebohrn
1a
Knospenlage gefaltet   ► 2
s .a. Ab (Teil 5), D (Teil 27)
1b
Knospenlage gerollt   ► 4
s. a. Ab (Teil 5), Cb (Teil 17)
1c
Pflanze stets klein, unter 5 cm, Blattscheide aufgeblasen, Blattspreite kurz, unter 2 cm, stark gerollt, schwer entfaltbar, Ligula lang und spitz 
 Frühe Haferschmiele  –  Aira praecox
2a
Junge Blätter bis auf Doppelrille ungerieft, alt schwach gerieft, manchmal auch fehlend (P. nemoralis), scharf gekielt, kahnförmige Spitze, keine Öhrchen 
  Teil 7: Poa
2b
Blatt mit deutlicher Doppelrille, aber auch sonst (evtl. schwach) gerieft, oder nur eine Rille, scharf gekielt, keine Öhrchen   ► 3
2c
Blatt ohne Doppelrille, deutlich gerieft, mit oder ohne Öhrchen   ► 7
Wenn Blattscheide ohrenförmig hochgezogen, s. a. Ab3 (Teil 5)
3a
Blatt mit stärkerer Doppelrille aber auch sonst gerieft, gefaltete Knospenlage, Blattscheiden behaart oder kahl, Haarkranz statt Ligula, Anastomosen im Blatt 
 Dreizahn  –  Danthonia decumbens
3b
Ähnlich, aber gerollte Knospenlage mit sehr breiten Blättern 
 Schilf  –  Phragmites
3c
Blattscheiden kahl, nur junge Triebe mit bis zu 5 mm breiten Blättern, Blätter sonst breiter   ► 6
Wenn auch junge Blatt breiter als 5 mm, s. a. C (Teil 16)
4a
Riefen deutlich höher als breit   ► 5
s. a. Ab3 (Teil 5), Cb1 (Teil 19)
4b
Riefen so hoch wie breit 
  Teil 12
s. a. Ab3 (Teil 5), Cb21 (Teil 20)
4c
Riefen flach, niedriger als breit, oder nur ± Doppelrille, z. T. kahnförmige Spitze 
  Teil 14
s. a. Cb3 (Teil 22)
5a
Alle Riefen im Querschnitt dreieckig, spitz, z. T. abgerundet   ► 8
5b
Alle Riefen im Querschnitt abgerundet, 
  Teil 11
wenn ± Öhrchen und z. T. kurze Haare auf der Blattscheide s. a. Ab3 (Teil 5)
6a
Nur ganz junge Triebe bis 5 mm breit, sonst breiter, Triebe flach, keine Öhrchen, keine Anastomosen im Blatt, manchmal aber dunkle Flecken, nur 1 tiefe Rille, Ligula lang und spitz, reitet auf dem Rücken des folgenden Blattes 
 Gewöhnliches Knäuelgras  –  Dactylis glomerata
nicht mit Poa oder Glyceria verwechseln, s. a. Ca2 (Teil 16), D (Teil 27)
6b
Nur ganz junge Triebe bis 5 mm breit, sonst breiter, oder Pflanzen auf ungünstigem Standort, Anastomosen im Blatt, ± Doppelrille 
 Schwaden  –  Glyceria
Wenn so, aber gerollte Knospenlage: Phalaris arundinacea, Rohr-Glanzgras. Wenn so, aber 3-zeilige Blattstellung: Cyperaceae, Sauergräser (nur teilweise verschlüsselt).
7a
± Öhrchen besonders an den unteren Blättern, manchmal fehlend, Sproßbasis oft rot-violett, Ligula kragenförmig, Blattrückseite blank, Blatt dunkelgrün 
 Ausdauerndes Weidelgras  –  Lolium perenne
7b
keine Öhrchen, Sproßbasis gelb, Ligula kragenförmig mit Seitenhöcker, Blatt hellgrün, Blattrückseite stumpf 
 Wiesen-Kammgras  –  Cynosurus cristatus
7c
Knospenlage gerollt, scheinbar gefaltet, wenige Riefen, diese höher als breit oder so hoch wie breit 
  s. Ab3 (Teil 5) Festuca rubra / F. ovina
8a
Blatt oft mit < 10 durchscheinenden Tälern, Ligula lang und spitz, manchmal auch in der Mitte eingesenkt, Blattoberseite rauh   ► 9
8b
Blätt mit vielen > 10 durchscheinenden Tälern, meist alle Riefen scharfkantig, oberseits glatt, mittlere Riefen nicht scharfkantig, Ligula lang und spitz, Pflanze der tidebeeinflul. Elbufer, Endemit 
 Elbe-Schmiele  –  Deschampsia wibeliana
9a
alle Riefen scharfkantig, Oberseite rauh 
 Rasen-Schmiele  –  Deschampsia cespitosa
Blatt mit durchscheinenden Tälern, Pflanze hart, dunkelgrün, Blätter oberseits rauh, Obergras
9b
Riefen ungleichmäßig, z. T. scharfkantig, Blattoberseite weich 
 Knick-Fuchsschwanzgras oder Rotgelbes Fuchsschwanzgras  –  Alopecurus geniculatus oder Alopecurus aequalis
Pflanze weich, hellgrün, Blätter oberseits glatt, Knoten rot, Blatt meist mit mehr als 7 durchscheinenden "Tälern", Halm knickig aufsteigend; Untergras. Hinweis: A. geniculatus oder A. aequalis sind ähnlich, nur am Blütenstand zu unterscheiden
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Bestimmung von Süßgräsern (Poaceae) des nordwestdeutschen Flachlandes nach vegetativen Merkmalen, Teil 6 (Lars Neugebohrn) (Zuletzt geändert:
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12 März 2012 13:47:11). Abgerufen am 12. September 2017, 06:02 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Bestimmung_von_Süßgräsern_(Poaceae)_des_nordwestdeutschen_Flachlandes_nach_vegetativen_Merkmalen,_Teil_6_(Lars_Neugebohrn)