Bestimmungshilfe für in Mitteleuropa heimische und kultivierte Pappelarten und -Sorten (Michael Koltzenburg)

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Kurzfassung: Ein Bestimmungsschlüssel für in Mitteleuropa heimische und kultivierte Arten und Sorten der Gattung Populus L. wird im wesentlichen auf der Grundlage von Literaturangaben erstellt.

Abstract: A determination key for species and cultivars of the gender Populus L. which are native or cultivated in central europe is presented. It is constructed mainly on the basis of literature.

Keywords: Populus L., determination key

Einleitung

Mehrfach sind bislang gattungsumfassende oder insbesondere die Sektion Aigeiros Duby betreffende Bestimmungsschlüssel für Arten der Gattung Populus L. erstellt worden. Beim Studium der einschlägigen Literatur fallen aber Ungereimtheiten und Widersprüche auf, die mit dem hier vorgeschlagenen Schlüssel zumindest reduziert werden sollen.

Der vorliegende Schlüssel erschien in einer früheren Version in Böcker & Koltzenburg (1996) und wird hier nach Rückmeldungen und Erscheinen neuerer Literatur in einer stark überarbeiteten und erweiterten Version präsentiert. Der (Haupt-) Schlüssel und der eingefügte Hilfsschlüssel bei P. ×canadensis wurden (außer mit Studien in den Herbarien des Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart und im Botanischen Institut der Universität Tübingen) fast ausschließlich nach Literaturangaben erstellt, ersterer im wesentlichen auf der Grundlage von Duty (1986), indem die verschiedenen Angaben verglichen, sprachlich und nomenklatorisch homogenisiert sowie ggf. korrigiert und ergänzt wurden.

Es wurde anfangs gezögert, ob diese Arbeit ohne breite praktische Anwendungstests veröffentlicht werden sollte. Auch war der erste Bericht (Böcker & Koltzenburg 1996) nach für eine derartige systematische Arbeit relativ kurzer Vorbereitungszeit entstanden. Um die Erkenntnisse in dieser diffizilen Materie (hoffentlich!) voranzubringen, soll nun unter Hinzuziehung weiterer Quellen eine korrigierte und aktualisierte Diskussionsgrundlage geboten werden. Im Hinblick auf eine sukzessive Optimierung bedarf es dennoch weiterhin des wissenschaftlichen Austauschs.

Wichtig wäre eine Fortsetzung der Aufarbeitung sämtlicher Sorten in Forstkultur, also neben P. ×canadensis auch der Cultivare von P. tremula und P. ×canescens (vgl. z. B. Baumeister et al. 1979), P. trichocarpa (vgl. z. B. Hoffmann et al. 1977) sowie neueren Züchtungen. Die Gruppe um P. suaveolens [1] könnte ggf. in einem Schlüssel näher zusammengerückt werden, ebenso die um P. deltoides [2][3] nach der endgültigen Klärung der Zusammenhänge.

Die u. a. in Böcker & Koltzenburg (1996) auf Vorschlag der Commission Internationale du Peuplier (1950) P. ×euramericana (Dode) Guinier 1950 genannten Hybriden aus P. nigra und P. deltoides müssen nach der Prioritätsregel P. ×canadensis Moench 1785 heißen. Boom (1957) führt hierfür den Beweis, benennt einen Neotypus und verwirft P. euramericana als nomen illegitimum. Allerdings wird in FAO (1979) zu bedenken gegeben, daß zum einen der Name irreführend sei, weil er fälschlich eine geographische Herkunft suggeriere, und besonders zum zweiten, daß der Autor (Moench) die Herkunft der von ihm beschriebenen Pappeln nicht als Hybriden spezifiziert habe. Dieser Disput läßt sich immer noch im Gebrauch beider Namen weithin durch die Literatur verfolgen. Welche Unterarten beider Elternarten, evtl. auch unter Vereinnahmung von P. fremontii, zu welchen Cultivaren führ(t)en, ist bislang offenbar nur ansatzweise geklärt und wird in der Literatur meist nur unzureichend differenziert. P. ×robusta gehört wegen anderer Eltern nicht zu P. ×canadensis, es sei denn, P. angulata wird als Unterart von P. deltoides (vgl. [2]) angesehen.

Diverse weitere nomenklatorische Korrekturen wurden vorgenommen. Beachtung fanden auch insbesondere die Artikel aus Greuter et al. (1995): H.3A.1 (kein Leerzeichen vor „ד bei nachfolgenden Artnamen), H.4 (Hybriden und Folgegenerationen derselben Elterntaxa haben denselben Namen) sowie aus Brickell et al. (1980): 13, 14, 15 (Namen von Hybriden). Die korrekte Endung der Artnamen auf „-i“ (wie im Index Kewensis) sollte nach Greuter et al. (1995) 60C.1b „-ii“ lauten: P. fremontii, P. sieboldii. Nach Greuter et al. (1995) 60C.2 sollte P. wislizenii nach F.A. Wislizenus (1810-1889) korrekterweise P. wislizeni heißen. Die Kreuzungsrichtung der Pappelhybriden im Sinne von Greuter et al. (1995) H.2A.1 wird in der Literatur oft nicht einheitlich angegeben, so daß die Kreuzungsformeln hier gewöhnlich alphabetisch aufgeführt werden, es sei denn, die Elterngeschlechter sind eindeutig vermerkt.

Problematisch ist die Tatsache, daß v. a. in der Aigeiros-Gruppe offenbar ständig neue Typen entstehen können. An Flußufern, auf Deponien, Industriebrachen, Halden, Bahngelände u. ä. findet man häufig Pappeln, die sich nicht klar zuordnen lassen. Nach Beobachtungen von Loos in Nordrhein-Westfalen spielen dabei als Eltern eine Rolle: Populus nigra subsp. nigra, P. nigra ‘Italica’ (und wohl auch ‘Gigantea’ und ‘Plantierensis’), P. ×canadensis in verschiedenen Klonen (v. a. ‘Marilandica’, ‘Serotina’, ‘Regenerata’), P. ×berolinensis, P. ×jackii und evtl. auch P. trichocarpa sowie P. ×’Androscoggin’, P. ×’Oxford’ und P. ×’Rochester’ (Loos 1997, schriftl. Mitt.). Die reinrassige Schwarzpappel (P. nigra s. str.) ist durch Hybridisierung und die Verdrängung durch Hybriden mittlerweile stark zurückgegangen.

Eine andere Gruppe von Kreuzungen bilden die mittlerweile auch häufiger gepflanzten Balsam-Pappeln, zum einen um die verbreitet kultivierten P. trichocarpa- und P. balsamifera × P. trichocarpa-Klone[4], die miteinander, aber z. T. auch mit P. ×berolinensis hybridisieren (vgl. Jagel & Loos 1995). Eine Vielfalt von künstlichen intra- und intersektionellen Kreuzungen bewirkt neben den natürlichen eine immer schwieriger zu überschauende Zunahme der Formenvielfalt.

Natürliche intersektionelle Kreuzungen zwischen nordamerikanischen Arten der Sektionen Aigeiros und Tacamahaca werden auch in einem von Eckenwalder (1984) übernommenen und hier übersetzten Nebenschlüssel 2 am Ende des Hauptschlüssels angefügt, weil einige Formen (v. a. P. ×acuminata, P. ×generosa, P. ×jackii) auch in Europa kultiviert werden.

Danksagungen

Der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg sei für die freundliche Genehmigung zur erneuten Veröffentlichung des zuerst im Handbuch Wasser 2, 30 (Böcker & Koltzenburg 1996) erschienenen Bestimmungsschlüssels gedankt. Mein besonderer Dank gilt Herrn Prof. Dr. Reinhard Böcker, Hohenheim, für die konstruktive Zusammenarbeit, zahlreiche Hinweise und Lesen eines Manuskripts. Nadia Talent, Toronto/Kanada, und Götz H. Loos, Kamen-Methler, machten zahlreiche ausführliche Korrektur- und Ergänzungsvorschläge, insbesondere zur Nomenklatur, und gaben Literaturhinweise, die hier mit herzlichem Dank gerne übernommen werden.

Herr Prof. Dr. Hans-Friedrich Joachim, Eberswalde, schickte Informationen zu P. nigra. Prof. Dr. Siegmund Seybold, Stuttgart, Manfred Bauer, Stuttgart, Anette Rosenbauer, Korntal, Armin Stärr, Tübingen, Arend Mittwollen, Bremen, Dr. Simon M. Landhäusser, Edmonton/ Kanada, Dr. Bettina Braun, Stuttgart und Michaela Strohmayer, München, Jürgen Frantz, Tübingen, steuerten wichtige Details oder Literaturhinweise bei. Material der Herbarien des Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart und des Botanischen Instituts der Universität Tübingen konnte verwendet werden. Den genannten Personen und Institutionen danke ich.

Systematik

(Verändert nach: Baumeister et al. 1979, Cooper 1990, DeBell 1990, Demeritt 1990, Duty 1986, Eckenwalder 1984, 1996, Fitschen 1994, Franco 1964, Fröhlich et al. 1964, Fröhlich & Grosscurth 1973, Gesellschaft für Forstl. Arbeitswissenschaft 1947, Hattemer 1966, Haverbeke 1990, Hesmer 1951, Hillier 1984, Hoffmann et al. 1976, 1977, Houtzagers 1937, 1941, Index Kewensis 1844-1990, Jagel & Loos 1995, Joachim 1995 schriftl. Mitt., Johnson 1990, Krüssmann 1977, Laidly 1990, Loos 1997 schriftl. Mitt., Martens & Kemmler 1865, Meikle 1984/1996, Müller 1974, Müller & Sauer 1957-1961, 1958, Neumann 1969, Oberdorfer 1994, OECD 1998, Perala 1990, Quinger 1990, Röhrig 1959, Roloff & Bärtels 1996, Schenck 1939, Stace 1997, Wettstein 1944, Zasada 1990, Zsuffa 1975)

Populus L. 1753

In der Regel zweihäusige Bäume. Winterknospen mit einigen Knospenschuppen. Blüten windbestäubt, in hängenden gestielten Kätzchen, vor den sommergrünen Blättern erscheinend; mit gezähnten oder tiefgeteilten Tragblättern, becherförmiges Perianth; Nektarien fehlend, Staubblätter 4 bis ca. 60; Kapsel 2-4-klappig; zahlreiche windverbreitete winzige Samen mit langen seidigen Haaren. Charakteristisch sind jeweils der allgemeine Habitus des Baumes und die Blattumrisse an Kurzsprossen bzw. Langsprossen; auch Blätter der Wurzelbrut oder an Schößlingen sind oft sehr unterschiedlich dazu. Das Geschlecht kann für die Bestimmung wichtig sein.

Zur Bestimmung von Pappeln empfiehlt sich die Erfassung von möglichst vielen Merkmalen, um bei Verzweigungen im Schlüssel leichter Entscheidungen treffen zu können. Dabei können je nach Jahreszeit der Zustand des Baums oder die Erreichbarkeit von Blättern und Blüten ein Problem darstellen. Besonders braucht man ausgewachsene Blätter, evtl. auch abgefallene vorjährige. Beste Jahreszeit zur Bestimmung ist das späte Frühjahr, wenn Behaarung und Farbe der Sprosse, das Geschlecht und die Baumsilhouette erkennbar sind. Am Herbarbeleg sollten die nur im Gelände erkennbaren Eigenschaften notiert werden.

Weithin anerkannt sind die Sektionen Turanga, Leucoides, Aigeiros, Tacamahaca, Populus (= Leuce; auch unterteilt in die Subsektionen Trepidae und Albae) und Abaso, insgesamt mit zwischen etwas über 20 bis 85 Arten. Die jüngste, im vorliegenden Schlüssel zwar berücksichtigte, aber nicht immer übernommene Klassifikation unterscheidet 29 Pappel-Arten[5]; diese werden hier aber nicht durchweg verschlüsselt, weil sie nicht alle für den Bezugsraum relevant sind. Natürliche Hybriden werden mit hochgestelltem „N“ gekenzeichnet[6].

Sektion Populus L. (syn. Sektion Leuce Duby; Subsekt. Trepidae (Hartig) Gombocz und Albidae)

Borke glatt, nur am Fuß alter Stämme rauh; Winterknospen filzig, kahl oder klebrig; Blattstiele zusammengedrückt bis fast stielrund; Blätter filzig oder kahl.

Verschlüsselte Arten und Hybriden:

  • P. adenopoda Maximowicz 1879 → 4’
  • P. adenopoda Maximowicz 1879 → 4’
  • P. alba L. 1753 → 2
  • P. caspica Bornmüller 1939[7] → 2
  • P. grandidentata Michaux 1803 → 4
  • P. sieboldii Miquel 1867 → 5
  • P. tremula L. 1753 → 7
  • P. tremuloides Michaux 1803 → 7’
  • P. ×canescens N (W. Aiton) J.E. Smith 1804 → 3
  • P. ×tomentosa Carrière 1867 N (P. adenopoda × P. alba) → 4’
  • P. ×wettsteinii Hämet-Ahti 1989 (P. tremula × P. tremuloides)→ 7’’

Nicht verschlüsselt:

  • P. davidiana (Dode 1905) Schneider
  • P. gamblei Haines 1906
  • P. guzmantlensis Vasquez & Cuevas 1989
  • P. monticola T.S. Brandegee 1890
  • P. simaroa Rzedowski 1975
  • P. ×heimburgeri Boivin 1966 N (P. alba × P. tremuloides)
  • P. ×rouleauana Boivin 1966 N (P. alba × P. grandidentata)
  • P. ×smithii Boivin 1966 N (syn. P. ×barnesii W.H. Wagner 1970; P. grandidentata × P. tremuloides)

Sektion Leucoides Spach 1872

Borke alter Stämme rauh, schuppig; Blätter der Lang- und Kurztriebe kaum verschieden, Blattstiele nur an der Spitze etwas zusammengedrückt, sonst stielrund; Winterknospen kegelförmig, kahl, etwas klebrig.

Verschlüsselte Arten und Hybriden:

  • P. glauca Haines 1906 (P. wilsonii Schneider 1916) → 15
  • P. heterophylla L. 1753 → 5’
  • P. lasiocarpa Olivier 1890 → 16’’
  • P. violascens Dode 1921 → 36
  • P. ×kornicensis (P. glauca × P. lasiocarpa) → 16’’’

Sektion Tacamahaca Spach 1872

Stammborke rissig; Winterknospen groß, sehr klebrig, stark aromatisch duftend; Blätter unterseits meist weißlich, ohne durchscheinenden Rand; Blattstiele stielrund bis 4kantig, oben gefurcht.

Verschlüsselte Arten und Hybriden:

  • P. angustifolia James ex Torrey 1823 → 34
  • P. balsamifera L. 1753 [4] → 29
  • P. cathayana Rehder 1931[1] → 16’
  • P. koreana Rehder 1922[1] → 28
  • P. laurifolia Ledebour 1833 → 33
  • P. purdomii Rehder 1922 → 16
  • P. maximowiczii A. Henry 1913[1] → 16
  • P. simonii Carrière 1867 → 31
  • P. suaveolens Fischer 1842[1] → 29’’
  • P. szechuanica Schneider 1917 → 32’
  • P. trichocarpa Torrey et A. Gray ex Hooker 1852[4] → 35
  • P. tristis Fischer 1842 → 27
  • P. yunnanensis Dode 1905 → 32’
  • P. ×’Androscoggin’ Houtzagers (P. maximowiczii × P. trichocarpa) → 39
  • P. trichocarpa × P. balsamifera[4] → 29’
  • P. ×wobstii Schroeder ex Dippel 1892 (P. laurifolia × P. tristis) → 33

Nicht verschlüsselt:

  • P. ciliata (Wallich) Royle 1839
  • P. ×brayshawii Boivin 1966 N (P. angustifolia × P. balsamifera)

Sektion Aigeiros Duby

Borke alter Stämme rissig; Winterknospen klebrig; Blätter beiderseits mit Spaltöffnungen und durchscheinendem Rand, meist 3eckig bis eirhombisch, mehr oder weniger grob kerbig gesägt; Blattstiele meist seitlich zusammengedrückt, oben nicht gefurcht, abgeflachter Abschnitt mehr als zweimal so hoch wie breit.

Verschlüsselte Arten und Hybriden:

  • P. afghanica (Aitchison & Hemsley) C.K. Schneider 1916 ‘Thevestina’ → 12
  • P. angulata W. Aiton 1789[2] → 10
  • P. deltoides Bartram ex Marshall 1785 s.l.[3] → 10’
  • P. deltoides subsp. monilifera (W. Aiton) Eckenwalder 1977 (syn. P. sargentii Dode 1905) → 10’’
  • P. deltoides subsp. wislizeni (S. Watson) Eckenwalder 1977 (syn. P. wislizeni (S. Watson) Sargent 1902)[8]12’
  • P. deltoides ‘Heidemij’ → N3
  • P. fremontii S. Watson 1875 → 12’’
  • P. nigra L. 1753 [9] → 12
  • P. ×charkowiensis R. Schroeder 1902 (P. nigra × P. nigra ‘Italica’) → 13’
  • P. ×lloydii Henry 1913 (P. angulata × P. nigra subsp. betulifolia) → 23
  • P. ×robusta C.K. Schneider 1904 (P. angulata f. cordata ×P. nigra ‘Plantierensis’)[2] → 23, N13
  • P. ×canadensis Moench 1785 (syn. P. ×euramericana (Dode) Guinier 1950; P. deltoides × P. nigra) → 17ff

Hauptschlüssel:

  • P. ×canadensis ‘Erseta’ → 20’
  • P. ×canadensis ‘Eugenei’ Simon-Louis 1872 → 19’

Haupt- und Nebenschlüssel 1:

  • P. ×canadensis ‘Brabantica’ Houtzagers 1937 → 22, N11
  • P. ×canadensis ‘Gelrica’ Houtzagers 1937 → 22’, N21
  • P. ×canadensis ‘Jacometti 78B’ → 22’’
  • P. ×canadensis ‘Löns’ Houtzagers 1937 → 23’, N7’, N9’
  • P. ×canadensis ‘Marilandica’ Bosc ex Poiret 1816 → 19, N7
  • P. ×canadensis ‘Regenerata’ Henry 1913 → 20’, N24
  • P. ×canadensis ‘Serotina’ Hartig 1852 incl. ‘Selys’ → 21’, N12

Nebenschlüssel 1:

  • P. ×canadensis ‘Allenstein’ → N3’
  • P. ×canadensis ‘Drömling’ → N19’
  • P. ×canadensis ‘Eckhof’ → N19
  • P. ×canadensis ‘Flachslanden’ → N25’
  • P. ×canadensis ‘Grandis’ → N17
  • P. ×canadensis ‘Harff’ → N25
  • P. ×canadensis ‘Leipzig’ → N24’
  • P. ×canadensis ‘Lingenfeld’ → N2
  • P. ×canadensis ‘Neupotz’ → N10
  • P. ×canadensis ‘Tardif de Champagne’ → N17’
  • P. ×canadensis ‘Virginiana de Frignicourt’ → N9

Zum Handel in Deutschland zugelassene P. ×canadensis-Sorten, aber hier nicht verschlüsselt[10]:

  • P. ×canadensis ‘Bietigheim’ → Anhang an N
  • P. ×canadensis ‘Blanc du Poitou’ → Anhang an N
  • P. ×canadensis ‘Büchig’ → Anhang an N
  • P. ×canadensis ‘Dolomiten’ → Anhang an N
  • P. ×canadensis ‘I 214 Casale’ → Anhang an N
  • P. ×canadensis ‘Lampertheim’ → Anhang an N
  • P. ×canadensis ‘Ostia’ → Anhang an N
  • P. ×canadensis ‘Rintheim’ → Anhang an N
  • P. ×canadensis ‘Tannenhoeft’ → Anhang an N

Nicht verschlüsselt:

  • P. ×inopina Eckenwalder 1982 (P. fremontii × P. nigra)

Sektion Turanga Bunge

Antheren verlängert, zugespitzt; Diskus der weiblichen Blüten tief gelappt oder zerteilt. Blätter der Jung- und Adultpflanzen stark unterschiedlich: jung linealisch, adult breiter; Diskus der weiblichen Blüten hinfällig. Blätter ganzrandig oder mit wenigen groben Zähnen. Fruchtblätter (2-) 3, > 30 Samenanlagen pro Plazenta.

Verschlüsselte Art:

  • P. euphratica Olivier 1807 → 27’

Nicht verschlüsselt:

  • P. ilicifolia (Engler) Rouleau 1945
  • P. pruinosa Schrenk 1845

Sektion Abaso Eckenwalder 1977

Antheren verlängert, zugespitzt; Diskus der weiblichen Blüten tief gelappt oder zerteilt. Blätter der Jung- und Adultpflanzen stark unterschiedlich: jung linealisch, adult breiter; Diskus der weiblichen Blüten hinfällig. Blätter fast durchgehend fein gesägt. Fruchtblätter 2 (-3), < 15 Samenanlagen pro Plazenta.

Im Sektionsschlüssel verschlüsselt:

  • P. mexicana Wesmaël 1868

Intersektionelle Hybriden:

Verschlüsselt:

  • P. ×acuminata Rydberg 1893 N (syn. P. ×andrewsii Sargent 1913; P. angustifolia × P. deltoides)[11] → 34’, A2
  • P. ×berolinensis N (K. Koch 1865) Dippel 1892 (P. laurifolia × P. nigra ‘Italica’) → 13
  • P. ×generosa A. Henry 1914 N (syn. P. ×interamericana Brockh.; P. deltoides × P. trichocarpa)[4] → 38, A3
  • P. ×hinckleyana Correll 1960 N (P. angustifolia × P. fremontii) → A2’
  • P. ×jackii Sargent 1913 N (P. balsamifera × P. deltoides subsp. monilifera) → 28’, A5
  • P. ×jackii ‘Gileadensis’ Rouleau 1948 N? [12] (syn. P. candicans auct. non W. Aiton 1789, P. candicans Michaux 1813; P. balsamifera × P. deltoides subsp. deltoides) → 28’’, A5’
  • P. ×parryi Sargent 1919 N (P. fremontii × P. trichocarpa) → A4
  • P. ×petrowskiana Schroeder ex Dippel 1893 [13] (P. deltoides × P. laurifolia) → 13
  • P. ×rasumowskiana Schroeder ex Dippel 1893 [13] (P. ?laurifolia × P. nigra) → 13
  • P. ×’Rochester’ (P. maximowiczii × P. nigra ‘Plantierensis’) → 39’
  • P. ×’Oxford’ (P. ×berolinensis × P. maximowiczii) → 37’

Nicht verschlüsselt[14]:

  • P. ×’Max’ (P. maximowiczii × P. nigra; zum Handel in Deutschland zugelassene Sorte)
  • P. ×bernardii Boivin 1966 N (P. deltoides var. occidentalis × P. tremuloides)
  • P. ×dutillyi Lepage 1961 N (P. balsamifera var. subcordata × P. tremuloides)
  • P. ×polygonifolia Bernard 1968 (P. balsamifera × P. deltoides × P. tremuloides N (Tribybrid))
  • P. ×sennii Boivin 1966 N (P. angustifolia × P. tremuloides)
  • P. balsamifera × P. deltoides × P. angustifolia N (Tribybrid)
  • P. ×jackii × P. nigra

Kommentar zu P. ×canadensis Moench 1785[15]

Nach Muhle-Larsen (1960, zit. Zsuffa 1975) geht die Geschichte der P. deltoides × P. nigra-Hybriden 300 Jahre zurück in die Zeit, als die ersten Eastern Cottonwood-Bäume (P. deltoides subsp. deltoides) von Südostkanada nach Frankreich importiert wurden. Dort kreuzten sie frei mit der einheimischen Schwarzpappel (P. nigra) und verursachten Hybridsämlinge, bei denen man schnelles Wachstum, ‘gute’ Form und leichte vegetative Vermehrbarkeit von Stecklingen feststellte. Die Beschreibung des frühesten Cultivars dieser Hybriden stammt von 1775 (P. serotina). Bald folgten Beschreibungen anderer Hybriden und der Name P. ×canadensis Moench 1795 wurde veröffentlicht. Sie breiteten sich schnell als Zierbäume, in Pflanzungen und zur Holzproduktion in vielen Ländern aus. Das Interesse an Pappeln wuchs (Zsuffa 1975).

[Anm.: P. deltoides ♀ und P. nigra ♂ kreuzen erheblich leichter als umgekehrt (Zsuffa 1975). Eine Aufhebung der Kreuzungsinkompatibilität in der F2-Generation wird vermutet.]

Es existieren zahlreiche Klone in Kulturen, die oft forstwirtschaftlich bedeutsam sind. Hier werden nur die wichtigsten beschrieben. Ihre genaue Bestimmung ist nur an 1-3jährigen, durch Steckholz vermehrten Pflanzen möglich.

Die Gruppe der euramerikanischen Hybridpappeln aus der Sektion Aigeiros wird unten mit zwei Schlüsseln erfaßt, und zwar im Hauptschlüssel und einem eingeschobenen Nebenschlüssel 1; an den Nebenschlüssel 1 wird eine unverschlüsselte Übersicht über weitere zugelassene Sorten angeschlossen; die jeweils erfaßten Klone sind in der Übersicht oben zusammengestellt. Sie wurden in der Praxis oft auch mit anderen Namen belegt, die hier aber nur vereinzelt erwähnt werden können.

Für den Winterzustand gibt es keine Merkmale, die ein sicheres Ansprechen der 16 deutschen Aigeiros-Altsorten gestatten. Zur Beurteilung der Blattform dürfen nur Normblätter, am besten aus der Region vom 6. bis 10. vollentwickelten Blatt und im Monat August, herangezogen werden. Als sehr wertvolles und in allen Fällen gut erkennbares Unterscheidungsmerkmal hat sich das Verhältnis von Blattstiellänge zur Hauptaderlänge (× 100; Stielquotient) herausgestellt. Das Verhältnis von Hauptaderlänge zur Blattbreite (× 100; Spreitenquotient) ist ein weitgehend umweltstabiler Faktor. Da Untersuchungen ergeben haben, daß die Blätter des oberen Teils des Mittelschaftes bei ein und derselben Pflanze sehr wenig variieren, die Blätter verschiedener Pflanzen ein und desselben Klons jedoch in sicherbarem Rahmen, empfiehlt es sich, um Fehlschlüssen vorzubeugen, von etwa 10-20 verschiedenen Pflanzen desselben Klons je ein Normblatt zu entnehmen und den gemittelten Wert für die Hauptaderlänge mit den gemittelten Werten für die Blattstiellänge und die Blattbreite ins Verhältnis zu setzen. Das Verfahren erscheint auf den ersten Blick zwar etwas umständlich, ist aber bei einiger Routine einfach durchzuführen und bringt der Bestimmung weitgehende Sicherheit. Allerdings ist bei der Berechnung dieses Merkmals peinlich darauf zu achten, daß alle ausgewählten Pflanzen auch tatsächlich einem Klon angehören und daß untypisch verändernde Umweltbedingungen (Standraum; pilzliche, tierische Schädigungen; atmosphärische Einflüsse u. a.) ausgeschlossen werden können. Die Nebenblätter können mit ihrer Form und Verteilung am Schaft weitere Merkmale sein (z. B. Nebenblattquotient: Verhältnis Hauptaderlänge zu Breite × 100).

Wermutstropfen: Leider variieren die Maßangaben zu den verschiedenen Klonen in der Literatur wohl wegen der unterschiedlichen Herkunftslokalitäten oder auch Vegetationsperioden, so daß die im Schlüssel angegebenen Maße bis zu einer Verifizierung nur als Anhaltswerte dienen sollten.

Eine Zuordnung wird einfach, wenn ein Klon über spezielle, sortentypische Merkmale verfügt. In der Mehrzahl stimmen die Sorten jedoch in verschiedenen Merkmalen überein; erst das Zusammenspiel signifikanter Werte und Beobachtungen prägt das sortentypische Bild. Eine endgültige Bestimmung ist nur im Vergleich mit anderen Sorten möglich, wofür z. B. Sortensammlungen mit lebendem Material geeignet sind (Müller 1974, Hoffmann et al. 1964, 1976).

  • Spreitenquotient = Hauptaderlänge/Blattbreite × 100 (Richtwerte)
  • Stielquotient = Blattstiellänge/Hauptaderlänge × 100 (Richtwerte)
  • Blattflächenprodukt = Blattbreite (cm) × Blattlänge (cm, Entfernung Spitze – Basistangente; Richtwerte)

Bestimmungsschlüssel für die Sektionen

(Nach Eckenwalder 1977)

Bestimmungsschlüssel für die Sektionen von Populus
Von: Michael Koltzenburg
(Geltungsbereich nicht angegeben) — Zusammenarbeit: offen
A
Antheren verlängert, zugespitzt; Diskus der weiblichen Blüten tief gelappt oder zerteilt.   ► B
A
Antheren kurz und breit, stumpf oder ausgerandet; Diskus der weiblichen Blüten bleibend, ganzrandig, leicht buchtig gelappt oder klein gezähnt.   ► D
B
Blätter der Jung- und Adultpflanzen stark unterschiedlich: juvenil linealisch, adult breiter; Diskus der weiblichen Blüten hinfällig.   ► C
B
Pflanzen ohne ausgeprägte heteroblastische Blattentwicklung, sowohl juvenil als auch adult breit eiförmig; Diskus der weiblichen Blüten bleibend oder nur spät abfallend. 
  Sektion Leucoides Spach
C
Blätter ganzrandig oder mit wenigen groben Zähnen. Fruchtblätter (2-) 3, > 20 Samenanlagen pro Plazenta. 
  Sektion Turanga Bunge
C
Blätter fast durchgehend fein gesägt. Fruchtblätter 2 (-3), < 15 Samenanlagen pro Plazenta. In Mitteleuropa wohl noch nicht kultiviert. Hier: P. mexicana Wesmaël 1868 subsp. mexicana; P. mexicana subsp. dimorpha (T.S. Brandegee) Eckenwalder 1977 
  Sektion Abaso Eckenwalder 1977
D
Winterknospen nur leicht klebrig oder dicht filzig behart. Blütentragblätter bewimpert. Staubblätter 5-12 (20). Diskus der weiblichen Blüten eng becherförmig, gewöhnlich deutlich schief. Narben 2-3-lappig, Abschnitte linear; 2 Fruchtblätter. 
  Sektion Populus L. (syn. Leuce Duby)
D
Winterknospen stark klebrig, wenn behaart, dann nicht filzig. Blütentragblätter nicht bewimpert. Staubblätter (8-) 20-60 (80). Diskus der weiblichen Blüten breit becherförmig oder reduziert, nur wenig schief. Narben zweilappig, Abschnitte breit, manchmal gebogen; 2-4 Fruchtblätter.   ► E
E
Blätter im allgemeinen nicht deltoid, Seiten deutlich verschieden; Oberseite glänzend dunkelgrün, ohne einen schmalen durchscheinenden Rand; Unterseite weißlich bis blaugrün, oft mit einem Anflug von orangefarbenem Harz. Blattstiele rund, oft oberseits gefurcht. 
  Sektion AigeirosTacamahaca Spach
E
Blätter ± deltoid, Seiten ähnlich: sowohl Ober- als auch Unterseite hellgrün, mit einem schmalen durchscheinenden Rand, unterseits nicht deutlich blaugrün, manchmal mit einem Anflug von milchigem Harz. Blattstiele am Spreitenansatz seitlich zusammengedrückt (oder wenn Tacamahaca in einigen Kriterien ähnelnd, dann Blätter deutlich deltoid). 
  Sektion Aigeiros Duby

Sektionen und ihre morphologischen Charakteristika

(Nach Eckenwalder 1996)

Sektion Abaso Turanga Leucoides Aigeiros Tacamahaca Populus
Fruchtblätter 2 3 2-4 2-4 2-4 2
Samen 5-15 20-40 4-12 4-25 2-30 2-15
Diskus hinfällig
zerteilt
unregelmäßig
hinfällig
zerteilt
unregelmäßig
bleibend
gelappt
regelmäßig
bleibend
ganzrandig
regelmäßig
bleibend
ganzrandig
regelmäßig
bleibend
ganzrandig oder gezähnt
schief
Staubblätter 15-40
zugespitzt
25-30
zugespitzt
15-35
zugespitzt
12-60
ausgerandet
10-50
ausgerandet
5-25
stumpf
Blüten-
tragblätter
schmal
nicht gewimpert
schmal
nicht gewimpert
breit
nicht gewimpert
breit
nicht gewimpert
breit
nicht gewimpert
breit
gewimpert
Blätter unifacial unifacial bifacial unifacial oder bifacial bifacial bifacial
fein gezähnt ganzrandig oder grob gezähnt fein gezähnt fein oder grob gezähnt fein gezähnt ganzrandig, fein gezähnt,
buchtig oder grob gezähnt
Knospen gelb
trocken
gelb
trocken
braun
leicht harzig
gelbbraun oder rot
harzig
rotbraun
harzig
braun
leicht harzig

Bestimmungsschlüssel für Populus Arten

Bestimmungsschlüssel für Pappelarten (Populus) (Salicaceae)
Von: Michael Koltzenburg
(Geltungsbereich nicht angegeben) — Zusammenarbeit: offen
rege
1
Blätter unterseits oder beiderseits oder Triebe weißfilzig bis wollig behaart oder wenigstens juvenil graufilzig bis stark seidig behaart und später oft ± verkahlend. Tragblätter meist behaart oder bewimpert.   ► 2
1
Blätter allenfalls in der Jugend anliegend behaart, sonst nur am Rande behaart oder ± kahl. Triebe stets kahl oder nur spärlich behaart. Tragblätter kahl.   ► 6
2
Blätter unterseits bleibend weißfilzig 
 Silber-Pappel, Weiß-Pappel, White Poplar u.&nbsp,a.  –  P. alba L. 1753
Blattstiel rund oder nur im oberen Teil abgeflacht, länger als die Hälfte der Hauptader lang; Blätter der Kurztriebe eiförmig-rundlich, grob gezähnt, unterseits gräulich, die der Langtriebe oder Lohden meist lappig, eckig, ± tief 3-5-lappig, 6-12 cm lang und breit, unterseits weiß, oberseits dunkelgrün und mit weißen Flocken; Blattspreitenbasis am Stielansatz ohne Drüsen, quer, fehlender oder schwacher Einzug. Knospen weißfilzig behaart, nicht klebrig. Trieb grün, stark weißfilzig. Kätzchen ♀ 5 cm lang; Tragblätter nicht oder schwach eingeschnitten, mit wenigen, kurzen, unregelmäßigen Zähnen, zottig bewimpert; Narben 2, gelb bis gelbgrün; ♂ 8-10 cm lang, Staubblätter 6-8 (-10); III-IV. Rinde weiß bis grau. Wuchs: Bis 30 m hoher Baum mit ausladender Krone, reichlich Wurzelbrut.
Mittel-, Ost- und Südosteuropa (wild v. a. Rhein-, Donau-, Odergebiet), Nordafrika, West- und Zentralasien; häufig auch angepflanzter Baum.
a1
Abänderungen:[7] Langtriebblätter handförmig fünflappig mit ausgesprochen breiten und kurzen Lappen. 
  P. alba var. europaea Bugala
Mitteleuropa.
a2
Langtriebblätter schmal, nur ausgesprochen dreilappig. 
  P. alba var. subintegerrima Lange
Pyrenäen-Halbinsel, N-Afrika.
a3
Langtriebblätter handförmig, fünflappig, mit schmalen spitzen Lappen. Außerdem bleibend weißhaarig auf Knospen, Langtrieben und Blattunterseiten. Vegetativ vermehrte Jugendform. 
 Silver Poplar  –  P. alba var. nivea (Willd.) Gombocz
(= syn. P. alba var. genuina Wesmaël nom. illeg.)
Mittelmeergebiet, Balkan, Kleinasien, Kaukasus. In Mitteleuropa angepflanzt.
a4
Schmal säulenförmig; Blätter an Kurztrieben etwas gröber gezähnt, unten oft verkahlend. 
 Pyramiden-Silber-Pappel.  –  P. alba var. pyramidalis Bunge
a5
Blätter goldgelb oder goldfarben panaschiert 
  P. alba ‘Richardii’
a6
Siehe auch 
  P. alba ‘Globosa’
a7
Siehe auch 
  P. alba ‘Intertexta’
a8
Blätter der Langtriebe nicht gelappt: vgl. P. ×tomentosa, 4’  
2
Blätter nur jung unterseits ± filzig oder seidig flockig oder seidig dichthaarig, später ± stark bis ganz verkahlend.   ► 3
3
Blätter rund oder rundlich, nur an Langtrieben oder Lohden eirhombisch bis ± regelmäßig gelappt, nicht tief 3-5-teilig 
 Grau-Pappel, Grey Poplar  –  P. ×canescens (W. Aiton) J.E. Smith 1804 N (P. alba × P. tremula)
Blätter meist grob ausgeschweift gezähnt, am Rande gewellt und leicht bewimpert; Blätter zuerst beiderseits dicht weiß oder graufilzig, später oberseits immer kahl, dunkelgrün, unterseits je nach Stellung am Zweig unten völlig kahl und zur Zweigspitze hin ± verkahlend bis locker graufilzig; Blattspreitenbasis quer bis seicht herzförmig, an Kurztrieben rundlich bis eiförmig, Einzug fehlend bis keilförmig oder auch steil; am Stielansatz mit 0-4 Drüsen; Blattstiel 1-7,5 cm lang, zwischen 1/3 und 2/3 der Hauptaderlänge, rund bis abgeflacht. Kätzchen ♀ 2-4 cm lang, Narben 2, purpurrot. Tragblätter ± zerschlitzt, lange Wimperhaare; ♂ 6-10 cm lang, Staubblätter 8-16. Knospen dünn graufilzig behaart. Zweige später auch bis dunkelgrau oder oliv. Triebe grün bis rötlich, weißfilzig bis schwach behaart; früh (IV). Rinde gelbgrau mit waagrechten Lentizellenbändern. Wuchs: Bis 46 m hoher Baum mit runder, aufgelöster Krone und etwas hängenden Zweigen.
Öfter gepflanzt, in der Rheinaue vielleicht hier und da spontan entstanden; überhaupt in den Flußauen auch indigen, aber recht selten. West-, Mittel- und Südeuropa. Kreuzungstypen!
Hybridschwarm. Die Hybriden variieren stark und neigen sortenabhängig mal zu dem einen, mal zu dem anderen Elter (ca-, ct-Typ) oder sind intermediär ausgebildet (cc-Typ). Rückkreuzungen liegen ebenfalls vor; diejenige mit P. tremula z. B. wird als P. ×hybrida M. Bieb. bezeichnet, ist nach Art. H.4 der ICBN (Greuter et al. 1995) aber nomenklatorisch nicht von P. ×canescens zu trennen. Ein Klon aus P. tremula ♀ ×P. alba ♂ wird als P. nicardii hort. nom. nudum (= P. ambigua Beck) bezeichnet. Eine Abtrennung einer P. ×canescens f. denudata mit total verkahlenden Blättern erscheint nicht sinnvoll. Krüssmann (1977) zählt vier Ziersorten auf (P. ×canescens ‘Aureovariegata’, P. ×canescens ‘Pyramidalis’, P. ×canescens ‘Macrophylla’, P. ×canescens ‘Pendula’); es sind zahlreiche weitere Sorten als Forstbaum in Kultur, z. B. P. ×canescens ‘Schleswig 1’ ♂ (cc), P. ×canescens ‘Rudolf Schmidts Graupappel’ ♂ (ct), P. ×canescens ‘Schylp Marsch’ ♂ (cc), P. ×canescens ‘Enniger’ ♂ (cc), P. ×canescens ‘Ingolstadt 3a’ ♀ (ct), P. ×canescens ‘Honthorpa’ ♂ (cc) (Loos 1997 schriftl. Mitt., Baumeister et al. 1979, Schulzke et al. 1990).
3
Blätter eiförmig-zugespitzt oder deltoid-zugespitzt.   ► 4
4
Blattstiel zusammengedrückt und darauf an der Blattspreitenbasis 2-4 Drüsenhöcker (oft rötlich); Blätter an Langtrieben oft buchtig und sehr groß ± deltoid, 6-10 cm lang; an Kurztrieben eiförmig-spitz und grob großgezähnt; an der Spreitenbasis abgerundet, gestutzt; oberseits dunkelgrün; jung unterseits graufilzig, später kahl bis ± hell-grau-blau; Blattstiel 2,5-6 cm, zum Ansatz hin etwas abgeflacht. Triebe ziemlich dick, zuerst graufilzig und später kahl und glänzend braunrot, rundlich. Knospen eiförmig zugespitzt, graufilzig. Kätzchen ♂ 3,5-6 cm lang, Tragblätter gelappt und lang gefranst, Staubblätter 6-12. ♀ Kätzchen 4-6-12 cm lang, Narben 4; Diskus am Grunde der Blüte behaart. Wuchs: Bis 24 m hoher Baum mit relativ schmaler Krone und glattem Stamm. 
 Großzähnige Pappel, Großzähnige Espe, Bigtooth Aspen, Largetooth Aspen  –  P. grandidentata Michaux 1803
Nordöstliche USA, südöstliches Kanada.
4
Blattstiel zusammengedrückt, Blätter der Langtriebe eiförmig und lang zugespitzt; 7-10 (-15) cm lang; Basis gestutzt bis herzförmig, mit 2 hervortretenden Drüsen; Rand kerbig gesägt, die Spitzen der Zähne einwärts gekrümmt und mit Drüsen; oberseits meist kahl, unten heller und mindestens juvenil grau behaart; Blätter der Kurztriebe kleiner, mehr eiförmig bis eirundlich, 5-8 cm lang, Blattstiele 1,5-3 (-6) cm lang. Triebe dünn, in der Jugend behaart, später graubraun bis braun. Knospen spitz, kegelförmig, kahl. Kätzchen 6-10 cm lang; Tragblätter tief gelappt und lang bewimpert; Fruchtkätzchen 12-16 cm lang, Fruchtkapseln kurz gestielt. Wuchs: Bis über 25 m hoher Baum. Mittel- und West-China. Selten gepflanzt. 
 Chinesische Aspe  –  P. adenopoda Maximowicz 1879
Hierher auch P. ×tomentosa Carrière 1867 N (P. adenopoda × P. alba) Peking-Pappel, Chinesische Silber-Pappel, Chinese white Poplar: Ähnlich, Blätter der Langtriebe nicht gelappt. Nordchina. Sehr selten in Mitteleuropa kultiviert.
4’’
Blattstiel rundlich oder zusammengedrückt.   ► 5
5
2 Drüsen an der Blattspreitenbasis oder am Stielansatz stets deutlich rundlich. Blattstiel rundlich bis zusammengedrückt, behaart, 1-4 cm lang; Blätter eirund, kurz zugespitzt, Blattgrund abgerundet bis keilförmig, dick, 4-8 cm lang, jung beiderseits, später nur noch unterseits weißseidig behaart oder zuletzt grauzottig bis fast kahl; am Rand fein und gleichmäßig gesägt. Zweige ziemlich dick, bis zum Sommer filzig. Knospen filzig behaart, nicht klebrig. Wuchs: Bis 20 m hoher Baum, angebaut oft nur 6-9 m. 
 Siebold-Grau-Pappel, Siebold Aspen, Japanese Aspen  –  P. sieboldii Miquel 1867
Japan, Korea, Ostsibirien.
5
Drüsen an der Blattspreitenbasis oder am Stielansatz groß (wie 2 Läppchen), beckenförmig; Blattstiel drehrund, 6-8 cm lang, juvenil unterseits weiß-wollig, später grau; Blätter breit eiförmig, 10-18 cm lang, 8-15 cm breit, Rand außer am Grund regelmäßig gesägt, an der Spitze rund, Basis herzförmig; Schößlingsblätter fast deltoid-herzförmig, an der Spreitenbasis mit 2 Läppchen (Loben); Blätter von Kurztrieben rundlich-herzförmig, an der Spreitenbasis nur schwach geöhrt; oberseits dunkelgrün, unterseits bleichgrün; Hauptader gelb. Zweige rund, dick, zuerst sehr filzig, dann trübbraun und kahl, Mark orange. Knospen schwach klebrig. Kätzchen ♂ 5-10 cm lang, 12-20 Staubblätter, ♀ 5-15 cm lang, 2-3 Narben, Frucht gestielt. Wuchs: Bis 30 m hoher Baum (selten höher), selten angebaut, dann oft nur strauchförmig. 
 Verschiedenblättrige Pappel, Swamp Cottonwood  –  P. heterophylla L. 1753
Östliches und mittleres Nordamerika.
6
Blätter ± kreisrund, bandaderig; Blattstiel flach zusammengedrückt. Rinde am Stamm lange glatt bleibend, erst spät borkig und oft typisch quergezont. Tragblätter zottig.   ► 7
6
Blätter anders geformt. Tragblätter kahl oder bewimpert.   ► 8
7
Blätter grob und stumpf ausgeschweift, gezähnt; im Austrieb fein seidenhaarig, rasch verkahlend, hellgrün; später oberseits mattgrün, unterseits graugrün bis ± blaugrau, mit weißlichem (viel hellerem!) Adernetz, im Herbst leuchtend gelb verfärbend; rundlich bis breit eiförmig-rundlich, 3-5 cm Durchmesser, an Schößlingen und Langtrieben größer und buchtig und anders geformt, deltoid-rundlich, an Schößlingen zudem stark behaart; Blätter da bis 15 cm lang; Blattstiel 3-7 cm lang, dünn, zusammengedrückt senkrecht zur Spreite, wesentlich länger als die Spreiten, stark beweglich; Blattränder ohne einen scharf abgesetzten, durchsichtigen Saum; Basis gestutzt oder schwach herzförmig, Einzug breitkeilförmig; meist 2 Petiolardrüsen. Zweige oliv bis schwärzlich grau, mit wenig Lentizellen, rund und glatt. Rinde anfangs gelbbraun und glatt, später schwarzgrau, nur unten längsrissig werdend, oft typisch querzonig. Kätzchen 8-10 (reif bis 12) cm lang, Tragblätter tief eingeschnitten, mit langen seidigen Haaren; Staubblätter 5-15, Fruchtkätzchen bis 12 cm lang. Knospen kugelig bis spindlig, braun, kahl, anliegend, erst zu Frühjahrsbeginn klebrig. Triebe stielrund, kahl, glänzend, gelbbraun-rötlich. Wuchs: Niedriger, selten bis 30 m hoher, breitkroniger Baum, reichlich Wurzelbrut. 
 Zitterpappel, Espe, Aspe, European Aspen  –  P. tremula L. 1753
Europa, Nordafrika, Kleinasien, Nord-, Zentral- und Ost-Asien.
Sehr variabel, z. B.: – P. tremula f. gigas Nilson-Ehle: Pflanze in allen Teilen auffallend kräftig und groß, Spreite 7-10 cm lang. Triploid. – P. tremula f. microphylla Hartmann Spreite 1-1,5 cm lang. Nordisch. – P. tremula ‘Pendula’ Zweigenden kurz herabhängend. – P. tremula ‘Erecta’ Wuchs straff aufrecht, schmal säulenförmig. – P. tremula var. villosa Lang: Blätter zuerst beiderseits anliegend, seidig behaart. – Hierher auch die Sorten P. tremula ‘Tapiau’, P. tremula ‘Ahle’, P. tremula ‘Mölmke’, P. tremula ‘Olbe’ (vgl. Schulzke et al. 1990, Baumeister et al. 1979).
7
Blätter klein, Blattrand gleichmäßig fein gesägt und anfangs bewimpert, kurz und scharf zugespitzt; eirundlich, 3-7 cm lang, an starkwüchsigen Langtrieben größer; an der Spreitenbasis gestutzt bis breit-keilförmig; oberseits lebhaft grün, glänzend, unterseits heller bis ± blaugrau, beiderseits kahl; Blattstiel 3-9 cm lang, abgeflacht; im Herbst nur fahlgelb verfärbend. Triebe stets nur kurz behaart, bald kahl und ± dunkel bis rotbraun, mit orangefarbigen Lentizellen. Rinde jung heller als bei P. tremula, auch an älteren Stämmen ± glatt. Knospen spitz, kahl, abstehend und vor dem Austrieb bereits klebrig, rot bis gelbbraun. Kätzchen 4-8 cm lang, schlanker als bei P. tremula, ♀ reif bis 10 cm lang; III-IV, früher und später blühende Klone. Wuchs: Bis 35 m hoher Baum, stets schlank. 
 Amerikanische Zitterpappel, Amerikanische Espe, Quaking Aspen u.&nbsp,a.  –  P. tremuloides Michaux 1803
Nördliches und westliches Nordamerika.
Kultiviert auch für Arzneigewinnung. Hierher auch P. tremuloides ‘Pendula’: Zweige hängend und zierlicher als bei P. tremula.
7’’
Blätter seichter gezähnt, sonst P. tremula sehr nahestehend. Neuerdings häufiger in verschiedenen Sorten angebaut (v. a. in Skandinavien), dann meist hochwüchsig und gerade. 
  P. ×wettsteinii Hämet-Ahti 1989 (P. tremula × P. tremuloides)
Hierher auch die Sorten P. ×’Astria’ ♀, P. ×’Münden’, P. ×’Vaake’, P. ×’Beberbeck’, P. ×’Holsatia’, P. ×’Vorwerksbusch’, P. ×’Großhansdorf’ (vgl. Schulzke et al. 1990, Baumeister et al. 1979). P. tremula ‘Pendula’ × P. tremuloides ‘Pendula’ wird nach Hillier (1984) als ‘Hiltingbury Weeping’ bezeichnet.
8
Blattstiel stark seitlich zusammengedrückt, Blattrand meist hell gesäumt; Blätter unterseits und oberseits grün, unterseits nur wenig heller, im Austrieb auch rötlich bis braun.   ► 9
8
Blattstiel rund oder nur oberseits schwach zusammengedrückt (quer-oval), oberseits oft rinnig; Blattrand nicht durchscheinend gesäumt; Blätter unterseits viel heller, weißlich oder blaugrau. Knospen und junge Blätter ± stark balsambedeckt und duftend, wohlriechend („Balsampappeln“) oder bei sehr schmalem, weidenartigem Blatt unterseits nur hell.   ► 24
9
Blätter 10-28 cm lang; Blattrand dicht und fein bewimpert; Blattspreitenbasis am Blattstielansatz immer mit Drüsen. Staubblätter 30-60 pro Blüte. Narben (2-) 3-4, auf langen, voneinander abstehenden Griffeln.   ► 10
9
Blätter 7-12 cm lang, im Alter völlig kahl, am Blattrand nicht oder sehr kurz, zerstreut wimprig, nie dicht steifhaarig bewimpert; Blattspreitenbasis am Stielansatz mit oder ohne Drüsen. Staubblätter 15-30 pro Blüte. Narben sitzend oder auf sehr kurzen Griffeln.   ► 11
10
Triebe und Zweige flügel- (Kork) bis scharfkantig, dick, kahl; junge unverholzte Triebe grün mit langen weißen Lentizellen; einjährige Zweige grünbraun bis glänzend braun; zweijährige grünlich, klebrig; Langtriebe mit hervorstehenden Leisten. Blätter 9-18 (-28) cm lang und bis zu 7-11 cm breit; Hauptader bis zu 30 cm; eiförmig bis verlängert elliptisch, plötzlich kurz zugespitzt, Spreitenbasis gestutzt bis leicht herzförmig, mit 2 oder mehr deutlichen Drüsen; oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits hellgrün, nur jung zerstreut behaart; Blattrand ± durchscheinend hell, kerbig und dicht bewimpert; zwischen dem untersten Paar der großen Fiederadern und dem basalen Blattrand gehen von der Hauptader meist 2 Paar feine Adern ab. Nebenblätter lanzettlich. Knospen grünlich, schwach klebrig, lang scharf zugespitzt, anliegend oder mit der Spitze etwas abgebogen (9-11 mm lang). Kätzchen Tragblätter kerbzähnig, nicht zerschlitzt; ♂ 7-10 cm lang, 30-60 Staubblätter je Blüte; ♀ 5-7 cm, reif 10-20 cm lang, 2-4 Narben, Früchte kurzgestielt oder sitzend, 2-4-klappig. Wuchs: Baum bis 20 (25) m Höhe, breitkronig, starkastig, Stamm braun, Rinde lange glatt, Äste ± waagrecht abgehend, zwei- und mehrjährige Äste mit vielen kurzbleibenden Seitenzweigen. Östliches und südliches Nordamerika, selten angepflanzt. 
 Karolina-Pappel, Carolina Poplar.  –  P. angulata W. Aiton 1789 [2]
Überwiegend in ♀ Sorten. Hierher auch P. angulata var. cordata (David ex Thomas) Rehder: Blätter noch größer, mit herzförmigem Rand; gut winterhart; ♂.
10
Triebe und Zweige (außer ± kantigen Lohden und kräftigen Langtrieben) nur leicht kantig oder fast rund. Tragblätter geschlitzt; Triebe kahl, grün bis lehmfarben, meist nur schwach (sonnenseitig) gerötet; mit langen linienförmigen weißen Lentizellen; junge verholzte Zweige bräunlich, zweijährige grau. Austrieb IV, Vergilbung spät. Knospen kahl, bräunlich, anliegend, klebrig, duftend und scharf zugespitzt. Blätter 10-12-18 cm lang, mit Blattstiel bis > 30 cm, derb, deltoid bis delto-eiförmig oder rhomboid, an der Spreitenbasis flachkeilig oder gestutzt, meist aber (schwach) herzförmig am Stiel, plötzlich zugespitzt; mit grob-bogig bis körnig gezähntem, dicht bewimpertem Rand; Blattzähne beim Austrieb deutlich rundlich mit kurzer stumpfer vorwärtsgerichteter, am Ende knorpeliger Hakenspitze; oberseits dunkelgrün ± glänzend, unterseits hellgrün, beiderseits kahl; an der Blattspreitenbasis am Stielansatz mit 2-4 rötlichen Drüsen; zwischen dem untersten Paar großer Fiederadern und dem Blattrand gehen von der Hauptader nur 1 Paar feine Adern ab; Blattstiel 4-6-10 cm lang, kahl, wie Hauptader grün bis blaßrötlich bis rot. Kätzchen ♀ reif 20-30 cm lang, Narben 2-4, Kapseln kurzgestielt 2-4-klappig; ♂ 5-13 cm lang, 30-60 Staubblätter je Blüte, rötlich; Tragblätter farnförmig zerschlitzt. Rinde hell grüngelb. Wuchs: Rasch wachsender, bis 30 m (-58 m) hoher Baum, Stamm durchgehend schlank, gerade bis schwach gebogen, Krone relativ breit und offen, Äste stark, spitzwinklig nach oben gerichtet. Geringe Krankheitsanfälligkeit. Südöstliches Nordamerika; selten angepflanzt. 
 Kanada-Pappel, Amerikanische Schwarz-Pappel  –  P. deltoides Bartram ex Marshall 1785 s.l. [3]
Unterart: P. deltoides Bartram ex Marshall 1785 subsp. deltoides, Eastern Cottonwood, Southern Cottonwood, Carolina Poplar u. a. Zum Handel in Deutschland zugelassene Klone[16] sind z. B.: – P. deltoides ‘Lincoln’: Baumschulpflanze; Schaft olivgrün, Spitze krautig, an Spitze kräftig rot; Blätter vorwiegend hängend, flache bis tiefe Herzbasis, auch Querbasis, Einzug sehr tief, immer übergreifend. Stamm schwach gebogen; Astquirle. ♂. – P. deltoides ‘Marquette’: Baumschulpflanze; Schaft olivgrün, Spitze krautig, oliv-rötlich, Spätsommer bis olivbräunlich, orange Leisten und rote Spitze; Blätter mit schwacher Herz- bis Querbasis, Einzug flach. Stamm gerade. ♀. – P. deltoides ‘Peoria’: Baumschulpflanze; Schaft zur Spitze zunehmend rot, Spitze krautig, Spätsommer bräunlich; Blätter steil kräftige Herzbasis, Einzug tief teilweise parallel bis übergreifend. Stamm gerade. ♀. – P. deltoides ‘Heidemij’: vgl. N3
10’’
Ähnlich P. deltoides, aber: junge Zweige auffallend hell gefärbt; unverholzte Triebe gelbgrün mit langen weißen Lentizellen; ältere Zweige grau; deutliche Leisten auf dem grauen dreijährigen Holz. Knospen kurz, ziemlich stumpf, anliegend, bisweilen etwas behaart. Blätter rhombisch, am Grund abgestumpft oder keilförmig, lang zugespitzt, breiter (7-10 cm) als lang (5-9 cm), hellgrün; am Rand mit weniger und mit gröberen, stumpferen Zähnen, mehr gelbgrün; Blattstiel kürzer, rot. Kätzchen ♀ bis 12 cm. Wuchs: Stamm selten gerade, mehrfach gekrümmt. Kleiner als P. angulata und P. deltoides subsp. deltoides. Nordamerika, selten angepflanzt. 
 Plains Cottonwood, Texas Cottonwood u.&nbsp,a.  –  P. deltoides subsp. monilifera (W. Aiton) Eckenwalder 1977
(= syn. P. sargentii Dode 1905)
Auch P. deltoides var. occidentalis Rydberg 1900 , syn. P. deltoides var. monilifera (W. Aiton) A. Henry , syn. P. texana Sargent 1919 (Talent 1998 schriftl. Mitt., vgl. z. B. auch Demeritt 1990).
11
Triebe rundlich, ohne Korkrippen, hell oder gelbgrün. Blattaustrieb (hell-)grün; Blätter unterseits und oberseits grün, rasch völlig verkahlend, ohne Drüsen an der Blattspreitenbasis am Stielansatz.   ► 12
11
Triebe stets (±) kantig, grün, oliv, grau oder rötlich bis braun. Blätter im Austrieb oft rötlich; viele Blätter mit 1-2 Drüsen an der Spreitenbasis.   ► 14
12
Blätter rhomboid-eiförmig, Spitze oft stärker ausgezogen, an der Blattspreitenbasis meist keilförmig, grob gesägt; Blattrand nicht dicht bewimpert, einzelne Wimpern möglich, manchmal durchschimmernd; Blätter bis 12 cm lang und 8 cm breit, deutlich kleiner als bei Schwarzpappel-Hybriden; Blattstiel flach und dünn, nicht bzw. kaum behaart. Wolterson-Effekt[17]: Das erste Hauptnebenaderpaar entspringt direkt am Übergang vom Blattstiel zur Blattspreite; nicht ganz sicheres Merkmal. Knospen klebrig, braunrot, lang zugespitzt, anliegend, am Scheitel bisweilen etwas nach außen gebogen, kaum behaart. Triebe und Zweige rund; auf zwei- und mehrjährigem Holz kurze Seitenästchen; einjährige Triebe häufig rot, aber auch grün; zweijährige Triebe bleigrau mit gelblichem Ton; auch junge Triebe nicht behaart. Lentizellen rund. Kätzchen ♀ 10-15 cm lang, Griffel sehr kurz, Narben 2, Kapsel zweiklappig; ♂ 4-8 cm lang, 20-30 Staubblätter je Blüte, purpurfarbig; III-V, vor der Blattentfaltung. Äste und Stamm oft mit Maserknollen besetzt. Rinde in den oberen Stammteilen und der Krone weißgrau; Borke stark ausgebildet, auch in mittleren und höheren Regionen des Stammes, meist netzartig tief zerfurcht, mit auffallenden horizontalen Korkwülsten (ähnlich Robinie; bei Schwarz-Pappel-Hybriden in der Regel vertikaler Furchenverlauf). Wuchs: Krone dicht geschlossen, teils besenförmig, im Vergleich zu anderen Altpappeln relativ schmale Krone, später starkastig, mit zunehmendem Alter äußere Äste stark allseitig überhängend; relativ geringer Höhenzuwachs; Wurzelbrut selten. 20-30 (36) m hoch werdend. 
 Schwarzpappel, Black Poplar  –  P. nigra L. 1753
Gliederung der Art im wesentlichen nach Bugala (1967). Ergänzt bzw. verändert durch Loos (1997 schriftl. Mitt.). Zur Problematik und Bestimmung der „reinrassigen“ P. nigra vgl. Böcker & Koltzenburg (1996: 40 ff). Mittlerweile werden auch z. B. in den Niederlanden Zuchten zur Förderung von P. nigra s.str. unternommen, wo mehrere Klone (z. B. ‘Loenen’, ‘Vereecken’) für den Wirtschaftsanbau anerkannt worden sind (NPC 1984, zit. Joachim 1991).
a1
Breitkronig; junge Blätter und Blattstiele unbehaart. 
  P. nigra subsp. nigra
Mitteleuropa, Südosteuropa, Osteuropa, Westsibirien, Kaukasus.
a2
Blätter klein, birkenähnlich, Spreite und Stiel anfangs behaart, später kahl; junge Zweige anfangs behaart, braunorange. ♂, ♀. 
 Manchester Poplar  –  P. nigra subsp. betulifolia (Pursh) Wettst. 1952
Westeuropäisch, erreicht in Westdeutschland die Ostgrenze der Verbreitung.
a3
Stamm mit straff aufrechten Ästen, eine sehr schmale, schlanke, säulige bis pyramidale Krone bildend. Blätter meist mehr rhomboid und kleiner, 2-3 Wochen früher austreibend und in den ersten Tagen bräunlich. Austrieb fast rein grün. Nur ♂, oft gepflanzt in Alleen, Reihen; leicht wipfeldürr. 25-30 m hoch. Frostempfindlich. 
 Pyramiden-Pappel, Italienische Pappel, Lombardy Poplar  –  P. nigra ‘Italica’ Münchh. 1770 [9]
a4
Mit behaarten Trieben und Zweigen. ♂, ♀. Krone steil, aber breiter als bei P. nigra ‘Italica’. Selten in Kultur. 
  P. nigra ‘Plantierensis’ Schneider (P. nigra subsp. betulifolia × P. nigra ‘Italica’)
a5
Krone breiter als bei ‘Italica’ und ‘Plantierensis’. Orangefarbene Zweige. ♀. 
  P. nigra ‘Gigantea’
(= syn. P. nigra ‘Femina’)
a6
Ähnlich, Stamm gerade, weißrindig, betuloid, später flachborkig und dunkel. 
  P. afghanica (Aitchison & Hemsley) C.K. Schneider 1916 ‘Thevestina’
Herkunft Zentralasien[18], selten in Mitteleuropa kultiviert, als Stecklinge verbreitet. ♀.
12
Blätter an der Spreitenbasis rund oder quer abgestutzt, am Stielansatz manchmal schwach herzförmig; deltoid oder fast ± rundlich und plötzlich zugespitzt, 5-10 cm breit und meist etwas weniger lang; fest, kahl und oberseits ± glänzend; Blattrand grob und unregelmäßig gezähnt, beiderseitig mit 5-12 wellig-runden, meist spitzenlosen Zähnen, selten zahnlos, nur sehr fein und zerstreut bewimpert, der durchsichtige Saum sehr schmal, fast nicht erkennbar; Blattstiel zusammengedrückt, ohne Drüsen, 3-5 cm lang, kahl. Triebe dunkler und brauner als bei P. fremontii, älter und an zweijährigen Zweigen bald grau, rund, kahl. Knospen schwach klebrig, fein behaart, stumpf. Kapseln 1 cm, 3-4-klappig, Stiele 15 mm lang. Austrieb hell- bis gelbgrün, selten etwas rötlich. Wenig belaubter Baum. Wuchs fastigiater als P. fremontii, bis 30 m hoher, stark- und breitästiger Baum. 
 Nordamerikanische Ufer-Pappel, Rio Grande Cottonwood  –  P. deltoides subsp. wislizeni (S. Watson) Eckenwalder 1977
(= syn. P. wislizeni (S. Watson) Sargent 1902 [8])
Nordamerika.
12’’
Blätter junger Bäume nierenförmig, mit einem gegen den Blattstiel bisweilen keilförmig auslaufenden Blattgrund, bei älteren Bäumen mehr rhombisch mit abgestumpftem Grund, ca. 5-10 cm lang und breit, oft etwas breiter als lang, hellgrün, am Scheitel zugespitzt, gesägt oder gezähnt, Zähne grob und gebogen, Hauptader gelblich-grün; Blattstiele 3-5 cm lang, gelb, ohne Drüsen. Junge Triebe glatt, rund, im oberen Teil braungrau, im unteren wie die zweijährigen Zweige bleigrau, grün mit kurzen, rundlichen weißen Lentizellen. Kätzchen 5-10 cm lang, ♀ 3-4 Narben, Frucht 3-4-klappig und 5 mm lang, Fruchtstiele 6 mm lang; ♂ ca. 60 Staubblätter, Staubbeutel dunkelrot. Knospen kahl, anliegend, ziemlich stumpf. Wuchs: Früh verzweigender Stamm mit hoher wuchtiger Krone. 
 Kalifornische Pappel, Arizona-Pappel, Fremont Cottonwood  –  P. fremontii S. Watson 1875 subsp. fremontii
Nordamerika.
Nah verwandt zu P. wislizeni. Hierher auch P. fremontii S. Watson 1875 subsp. mesetae Eckenwalder 1977
12’’’
Blattrand juvenil mit zerstreuten Wimpern; Blätter unterseits grünlich bis ± blaugrau. Stamm meist ohne Borke, weißlich bis grüngelb, breitaufstrebend und vielgestaltig. Winterhart, meist ♀.   ► 13
13
Blätter eben, eiförmig bis rhombisch, lang zugespitzt, an der Spreitenbasis keilig bis ansetzend herzförmig, 7-12 × 4-7 cm; mit oder ohne Drüsen; oberseits dunkelgrün, unterseits blaßgrün bis weißlich, beiderseits bald kahl; sehr schmaler, durchscheinender, oft welliger, nicht bewimperter Rand, unregelmäßig kleinkerbig-zähnig; Blattstiele rund, zerstreut behaart. Kätzchen ♂, 4-7 cm lang; Blüten sehr dicht, Tragblätter blaßgrün; 40-60 Staubblätter je Blüte mit sehr kurzen Staubbeuteln; auch ♀. Knospen groß, spitz, grünlich, klebrig. Triebe leicht kantig, behaart, im 2. Jahr gelblich-grau. Anfällig für Rindenerkrankungen. Wuchs: Bis 33 m hoher Baum; breit säulenförmig, Äste ansteigend; keine Wurzelbrut bildend. 
 Berliner Pappel, Berlin Poplars, Russian Poplars  –  P. ×berolinensis (K. Koch 1865) Dippel 1892 (P. laurifolia × P. nigra ‘Italica’)
Züchtung, gepflanzt.
a1
Ähnlich P. ×berolinensis, doch Zweige mehr kantig und kahl. Knospen zugespitzt, klebrig. Blätter an kräftigen Trieben eirundlich, bis 14 cm lang, an der Basis abgerundet bis etwas herzförmig, oben in eine lang zugespitzte, drüsig gezähnte Spitze ausgezogen; fast ganz kahl; Rand drüsig gekerbt, nicht bewimpert; Blattstiel drehrund, oben gefurcht. Kleiner Baum, Apfelbaum-Form mit herabhängenden Ästen. 
  P. ×rasumowskiana Schroeder ex Dippel 1893 [13] (P. ?laurifolia × P. nigra)
14
Blätter groß, Blattrand nicht bewimpert; stets mit deutlich herzförmiger Spreitenbasis.   ► 15
15
Triebe rund, kahl, dick, steif, anfangs rötlich, später grün oder graubraun, stielrund. Blätter herzförmig-rundlich bis herzförmig-eiförmig, abgestumpft, dünn; oberseits matt bläulich-grün (blaugrau), unterseits hell- bis blaugrün, jung weißfilzig, beiderseits bald ganz kahl, auffallend groß, (7-) 10 (-18) cm breit und (8-) 15-18 (-22) cm lang; Basis herzförmig oder abgerundet; Blattrand fein gesägt, wellig; Austrieb hellbraun bis rötlich (Hauptader und Blattstiel nicht gerötet!); unterseits bräunlich behaart; Blattstiel rot, rund, 4-11 (-15) cm lang. Kätzchen 7 cm, reif bis 15 cm lang, anfangs wollig, Kapseln 3-4-klappig, IV-V. Knospen groß, glänzend, kahl, etwas klebrig, mit stark verdickten Blattnarben, Schuppen ungekielt, nicht riechend; Endknospen 2-2,5 cm lang, eirund. Wuchs: Bis 25 m hoher Baum mit dichter kegelförmiger Krone, kahlen dicken und starren Zweigen. 
 Wilsons Großblatt-Pappel, Wilson Poplar  –  P. glauca Haines 1906
(= syn. P. wilsonii Schneider 1916)
SW-China. In Europa nur ♀.
15
Triebe und einjährige Zweige behaart. Oft an den Blattstielen und Blättern behaart.   ► 16
16
Blätter derb, mittelgroß, fast rund oder breit elliptisch, 6-12 cm lang und 5-10 cm breit; an der Spreitenbasis abgerundet oder herzförmig, plötzlich kurz zugespitzt mit verdrehter Spitze; Blatt etwas gewellt, oberseits stumpf dunkelgrün und runzlig, unterseits weißlich oder rostfarbig-grün; Blattadern beiderseits behaart; Blattrand feindrüsig gesägt-gezähnt und bewimpert; Blattstiel 1-4 cm lang, flaumig behaart. Knospen rot, lang, anliegend, spitz, stark klebrig und aromatisch duftend. Triebe rund, dicht behaart, anfangs rötlich, später grau. Borke grau, tiefrissig. Kätzchen ♂ 5-10 cm lang, 30-40 Staubblätter; ♀ reif 18-25 cm lang, 3 Narben. Wuchs: Bis 30 m hoher breitkroniger Baum. 
 Maximowicz-Pappel, Japanische Balsam-Pappel, Japanese Poplar  –  P. maximowiczii A. Henry 1913
NO-Asien bis N-Japan.
16
Blätter der Kurztriebe eiförmig oder schmal eiförmig, 6-10 cm lang, 3,5-7 cm breit, zugespitzt, am Grunde abgerundet, selten schwach herzförmig, kleinere breitkeilig, drüsig gekerbt-gesägt, kahl, oberseits leuchtend grün, unterseits weißlich mit 5-7 gebogenen,unterseits stärker erhabenen Adern; Blätter der Langtriebe 10-20 cm lang, oft schwach herzförmig; Blattstiele kahl, 2-6 cm lang, an Langtrieben 1-3 cm. Triebe rund, jung olivgrün, später orangegelb bis graugelb. Knospen gestreckt. Kätzchen ♂ 5-6 cm, ♀ 10-20 cm lang; Kapseln kahl, ziemlich entfernt, fast sitzend, eiförmig, zugespitzt, 7-9 mm lang, 3-4-, selten 2-klappig. Wuchs: Bis 30 m hoher Baum; aufrechte Zweige. 
  P. cathayana Rehder 1931
NW-China, Mandschurei, Korea.
Nah verwandt: P. purdomii Rehder 1922 mit gröber drüsig gesägten Blättern, NW-China.
16’’
Blätter auffallend groß und lang gestielt, 15-35 cm lang und bis 26 cm breit, eiförmig zugespitzt, fest, fast ledrig, an der Spreitenbasis stets herzförmig; Rand drüsig-gekerbt, oberseits glänzend hell- bis grau-grün, anfangs behaart, später kahl, unterseits hellgrün und ± deutlich nur auf den Blattadern behaart, später Hauptader unterseits meist gerötet; Blattstiel rund, gerötet und behaart, 5-10 cm lang. Triebe eckig-kantig und dichtfilzig behaart. Zweige olivfarbig, auffällig dick und starr und leicht verästelt. Knospen auffallend groß, lang zugespitzt, weit abstehend, leicht harzig-klebrig, aber nur schwach riechend; Endknospen oft über 2 cm lang; Knospenschuppen gekielt. Kätzchen ♂ bis 10 cm lang, Staubblätter 30-40, ♀ reif 15-24 cm lang, Kapseln 3-4-klappig, graufilzig, kurzgestielt; IV-V; normalerweise einhäusig und selbstfertil! Wuchs: Baum bis 20 m hoch, langsamwüchsig, Krone locker, rundlich. 
 Großblatt-Pappel, Chinese (necklace) Poplar  –  P. lasiocarpa Olivier 1890
M-, W-, SW-China.
16’’’
Blattdimensionen extrem, Blätter ca. 30-40 : 20-30 cm. Seltene Hybride. 
  P. ×kornicensis (P. glauca × P. lasiocarpa)
P. ×canadensis Moench (angeschlossen auch P. ×robusta und P. deltoides ‘Heidemij’)
17
Einjährige Triebe und Zweige kahl.   ► 18
17
Einjährige Triebe und mitunter Zweige behaart (hier aber auch ‘Löns‘).   ► 23
18
Blätter an der Spreitenbasis meist keilförmig. (Stamm nicht wipfelschäftig, oft kurz und dick.)   ► 19
18
Blätter an der Spreitenbasis gerade, etwas rund oder herzförmig. (Stamm wipfelschäftig, bis zur Spitze durchlaufend).   ► 20
19
Blätter groß rhomboid-oval, länger als breit, hell bis gelbgrün, lang zugespitzt, Spitze ungezähnt, am Grund keilförmig; Blattseiten wenig gerundet, Spitze nicht scharf abgesetzt; Spreitenquotient 86-109, Stielquotient 33-46, Blattflächenprodukt 154-242; Blattrand gewellt; Blatt oberseits stark geadert; bei der Entfaltung vorwiegend an den Spreitenseiten blaß rötlich-braun-hellrot gefärbt, längs der Hauptader aber bleich oder grün bleibend, im Herbst leuchtend goldgelb; Blattstiel grün, später rötlich. Austrieb IV4-V1. Einjährige Zweige hellfarbig grau bis graugrün, sehr biegsam, mit kleinen runden Lentizellen. Triebe 5- oder 6-kantig, kahl (glatt) bis zum Herbst grün (Unterscheidungsmerkmal zu Serotina), dicht mit hellgelben Balsamkörnchen besetzt. Borke wird bald gebildet, bräunlich; Borkenleisten korkig weich. Knospen 7-10-11 mm, spindelförmig, mit aufgesetzter Spitze, anliegend, rotbraun (ohne Balsam!). Kätzchen 6-7 cm, reif bis 20 cm lang, 2-4 Narben und Klappen an der gestielten Frucht; IV2-3. Wuchs: Früh scheinquirlig mittelastig verzweigender, bogiger Stamm mit hoher, sehr wuchtiger Krone; obere Äste meist stark gekrümmt, ausladend, untere Äste ± hängend; stark lichtwendig. Nur ♀. Anfällig für Marssonia-Befall und Rindenerkrankungen. 
 Altstammsorte Marilandica, Mai-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Marilandica’ Bosc ex Poiret 1816 (P. ×canadensis ‘Serotina’ × P. nigra subsp. nigra)
19
Blätter zart, frischgrün mit gerader bis keiliger Spreitenbasis und groß-geschweift-zähnigem Blattrand; mit breitem, hell durchscheinendem Blattrand, rhomboid oder deltoid, schlank zugespitzt; „nigra“-ähnlich, relativ klein; Blattstiel unregelmäßig bewimpert, grün und oberseits schwach gerötet; Stielquotient 37-48, Blattflächenprodukt 117-169. Unverholzte Triebe grün, oft oben und an den Blattknospen rötlich angelaufen. Einjährige Zweige anfänglich braun, weniger biegsam, kurze linienförmige Lentizellen; später bleigrau. Kätzchen ♂, 3-5 cm lang, 15-20 Staubblätter mit ziemlich langen, dünnen Filamenten; meist auch sterile ♀ Blüten im Kätzchen; IV2. Knospen 6-7 mm lang, anliegend. Austrieb rötlich. Wuchs: Zartkroniger Baum mit unregelmäßiger Beastung; die unteren Knospen treiben zu Langtrieben aus und prägen so einen charakteristischen Habitus; sonst Wuchs oft schmal mit durchgehendem Stamm, doch ausgebreiteten Zweigen. 
 Westeuropäische Altstammsorte, Carolina Poplar  –  P. ×canadensis ‘Eugenei’ Simon-Louis 1872 (P. ×canadensis ‘Regenerata’ × P. nigra ‘Italica’)
20
Pflanze nur ♂ (hier aber auch ‘Jacometti 78B’, ♀).   ► 21
20
Pflanzen nur ♀, demzufolge im Winter mit vielen dicklichen Knospen, diese 6-7 (-9) mm lang. Blätter frisch- bis lichtgrün, bei der Entfaltung (IV4-V1) etwas rötlich-braun, hauchgetönt; Blattadern bleich, selten fleischfarben; Spreitenseiten stark gerundet mit aufgesetzter Spitze (etwa kurzspitzig); ausgeprägte Herzbasis mit tiefem und steilem Einzug; Blattstiel grün, oberseits rötlich; Spreitenquotient 90-95, Stielquotient 37-48, Blattflächenprodukt 154-227; später Laubfall. Kätzchen 6 cm, reif bis 20 cm lang, 2 (3) Narben; Kapsel ± 1 cm lang, 2(3)klappig, lang zugespitzt, kurz gestielt; Tragblätter in sehr lange, gekräuselte, faserförmige rote Zipfel auslaufend. Einjährige Zweige fein und dünn, braun, kahl; runde und kurze linienförmige Lentizellen; anfällig für Rindenerkrankungen. Wuchs: Krone schmal bis mittelbreit besenförmig, sehr dicht beblättert; Stamm schwach gebogen; Zweige der untersten Äste meist hängend, an der Spitze oft aufwärts gebogen; Äste mittelstark, scheinquirlig; alte Stämme oft mit auffallend starker Wurzelbildung. 
 Altstammsorte Forndorf, Graue West-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Regenerata’ Henry 1913 (P. ×canadensis ‘Serotina’ × P. nigra subsp. nigra)
Unterscheidet sich durch eine sehr tiefe und steile, gegen die Spreitenbasis noch abgesetzte Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels von Brabantica, Drömling, Eckhof, Virginiana de Frignicourt, Gelrica, Grandis, Löns, Marilandica, Neupotz und Serotina; durch den hauchgetönten Austrieb von Harff und Flachslanden; durch den rot überlaufenen Trieb und die bleichen Blattadern von Leipzig. Hierher auch P. ×canadensis ‘Erseta’ Stamm hellfarbig (weißrindig) mit steif aufrechten Ästen. Blattstiel rot, schnellwüchsig.
21
Rinde auffallend sehr hell, schon im 2. Jahr silbergrau. Blätter frisch grün. (Hier auch Jacometti 78B)   ► 22
21
Blätter nach dem Austrieb dunkelgrün, bei der sehr späten Entfaltung (V2-3) tief rotbraun gefärbt; nur im Alter ± oberseits glänzend, deltoid, fast ledrig, bis in die Spitze gesägt, kurz scharf zugespitzt, nie buchtig; an der Spreitenbasis gestutzt bis flach herzförmig, fast stets ohne deutliche Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels; Blätter relativ klein, Spreitenquotient 86-100, Stielquotient 37-50, Blattflächenprodukt 108-187; Blattstiel oberseits tief rosenrot, unterseits meist hellrot; Blattadern mit Ausnahme eines roten Flecks am Blattstielansatz und selten auftretender ‘roter Inseln’ bleich; nur an ganz kräftigen Blättern eine Andeutung eines grünen Verbindungsrings am Blattstielansatz; Blätter anfällig für Blattrostpilze. Kätzchen nur ♂, 7-10 cm lang, Tragblätter fadenförmig zerschlitzt, 20-30 Staubblätter pro Blüte, IV2-3. Knospen 6-9 mm lang, spitz, kahl, anliegend, rötlich, durch gelben Balsam klebrig. Triebe meist glatt oder nur schwach kantig, mit Lentizellen, mindestens an der Sonnenseite tiefrot; Zweige an der Oberseite tiefrot, selten nur lehmfarbig oder zweifarbig, d.h. im oberen Teil braun und unten grau bis schwärzlich; Lentizellen rund bis kurz linienförmig. Borkenbildung setzt spät ein, die Borkenleisten sind hart, dick und tief gefurcht; anfällig für Rindenerkrankungen. Wuchs: Krone nur im Freiland breiter und flacher, sonst regelmäßig oval-pyramidal, schlank-geschlossen oder locker, Stamm schwach gebogen, Zweige der untersten Äste steif, viele aufrecht; Äste fein, scheinquirlig, sparrig; bis 40 m hoch. 
 Altstammsorte Serotina, Spät-Pappel, Black Italian Poplar  –  P. ×canadensis ‘Serotina’ Hartig 1852 (P. deltoides × P. nigra subsp. nigra)
Hierher auch – P. ×canadensis ‘Serotina Aurea’ (syn. P. ×canadensis ‘Van Geertii’), Golden Poplar: Wuchs pyramidal, schmalere Krone, Blätter im Frühling und Frühsommer goldgelb oder panaschiert, später gelbgrün und im Herbst wieder goldgelb. – P. ×canadensis ‘Selys’, schnellerwüchsig; Krone sehr schmal, säulig, Äste aufrecht, Stamm gerader, weißer, behält lange seine glatte Rinde; juvenil Zweige meist nur grün. Knospen 9 mm lang. Spreitenquotient 85-100, Stielquotient 40-50, Blattflächenprodukt 129-187.
22
Häufig krebsbefallen. Nur ♂. Blätter sehr groß, Blattflächenprodukt 170-272; etwas länger als breit, spitz auslaufend, oft verdreht; Stielquotient 38-50; Spreitenbasis der Frühjahrsblätter geschweift gezähnt, schwach herzförmig bis gestutzt, mit 2 kräftigen Drüsen; Blattstiel nur oberseits rötlich überlaufen, unterseits bleich bis hauchgetönt; ist an kräftig entwickelten Blättern zur Spreite mit einem grünen Verbindungsring am Stielansatz versehen, durch den sich die Sorte von fast allen anderen Altstammsorten unterscheidet; Blattadern fleischfarben bis rötlich, selten grün oder bleich; an zweijährigen und älteren Pflanzen mastige Blätter bisweilen mit herzförmiger Spreitenbasis und Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels. Knospen 6-10-11 mm lang, kegelförmig, Spitze stumpf, anliegend; Balsam dünn absickernd. Rinde und Borke auffallend hell mit großen schwarzen Krebsknollen. Kätzchen ± 7 cm lang, 20-30 Staubblätter pro Blüte, IV2. Austrieb aufallend grünlich-rot bis violett-hellbraun. Wuchs: Stamm schwach gebogen, oft schräg, Krone breit ausladend, mittelastig, scheinquirlig. 
 Altstammsorte Brabantica, Brabanter-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Brabantica’ Houtzagers 1937 (P. ×canadensis ‘Marilandica’ × P. ×canadensis ‘Serotina’)
22
Baum nicht von Krebs befallen. Meist ♂. Blätter nach der Entfaltung frisch und rein grün, seltener gelbgrün, bei der frühen Entfaltung (IV) jedoch braunrot; eirund bis dreieckig, Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels auch an älteren Blättern meist flach und weit; Blattstiel grün, nur oberseits rot; Hauptader grün bis rötlich; leicht dachförmig abgewölbte Spreite; Winkel zwischen Hauptader und 1. Nebenader ca. 90°; Spreitenquotient 96-115, Stielquotient 45-51, Blattflächenprodukt 136-232. Vergilbung früh, Auffallend gleichmäßig gelbe Herbstfärbung. Junge Triebe schon kantig, kahl; Schaft in der unteren Hälfte olivbraun, dann kräftig rot, Spätsommer bis braunrot. Kätzchen ♂ 7-10 cm lang, 20-30 Staubblätter je Blüte, IV2-3; ♀ seltener, einige Tage später blühend, 3 (2) Narben und Kapselklappen. Knospen 7 mm lang, nicht scharf zugespitzt, abstehend und nach außen gebogen. Einjährige Zweige grau-grün, zweijährige grau; Lentizellen linienförmig, kurz. Rinde auffällig hell, weißlich, mit hellen Borkenplatten, lange glatt bleibend. Wuchs: Stamm leicht gebogen; Krone mittelbreit, pyramidal und dicht, Zweige der untersten Äste steif, viele aufrecht, Äste mittelstark, quirlig, aufgebogen bis steilwinklig, dadurch die Krone oft besenartig. 
 Altstammsorte Gelrica, Geldern- oder Holland-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Gelrica’ Houtzagers 1937 (P. ×canadensis ‘Marilandica’ × P. ×canadensis ‘Serotina’)
Kräftig schmutzig-rotbrauner Trieb als Unterscheidungsmerkmal zu allen anderen Altstammsorten sowie längere Blattstiele und intensiver gefärbter Austrieb als Unterscheidungsmerkmal zu Grandis.
22’’
♀; Winkel zwischen Hauptader und 1. Nebenader ca. 90° und mehr. Blätter mit ausgeprägter Herzbasis und steilem, tiefem Einzug; Blattstiel grün bis blaßrötlich, Hauptader hellrot; Vergilbung spät. Schaft grasgrün mit schwach rötlichen Flecken im oberen Drittel, später Mittelschaft olivbräunlich, zur Spitze weinrot. Wuchs: Stamm besonders gerade; Krone mittelbreit; mittelstarke, quirlig bis scheinquirlig gestellte aufgebogene Äste. 
  P. ×canadensis ‘Jacometti 78B’
23
Triebe schwach kantig oder kantenlos, fein behaart (Lupe; Unterscheidung zu allen anderen Altstammsorten), braungrün. Unverholzte Triebe rotbraun, mit rundlichen, nur z. T. linienförmigen Lentizellen; einjährige Zweige glänzend braun bis grünbraun, auf den zwei- und mehrjährigen Zweigen viele kurze abstehende Ästchen; ältere Zweige spröde und brüchig. Knospen 9-10 mm lang, anliegend, die obere Hälfte leicht abstehend, braun, spitz und glatt, glänzend, ohne Balsam. Blätter dick, etwas ledrig, dunkelgrün und oberseits glänzend, deltoid mit flacher Spreitenbasis und kurzer Spitze; 10-12 cm lang; Spreitenquotient 88-106, Stielquotient 43-50, Blattflächenprodukt 165-263; Blattrand fein gezähnt, anfänglich bewimpert; die untere Hälfte der Hauptader fleischrot; Spreitenbasis am Blattstielansatz mit 1 Drüse; Stiel rötlich, oberseits mit feinen Haaren bedeckt. Austrieb früh (IV), rotbraun. Kätzchen nur ♂, 7-10 cm lang, ± 20 Staubblätter je Blüte, III4-IV1. Wuchs: Stamm auffallend gerade, Krone schmal bis mittelbreit, Äste mittelstark, regelmäßig quirlig, steil aufrecht bis aufgebogen, fein verzweigt; Seitenäste die Spitze öfter überragend; raschwüchsig. Anfällig für Blattrostbefall und Rindenerkrankungen. 
 Altstammsorte Robusta, Schöne Stark-Pappel, False Lombardy Poplar  –  P. ×robusta C.K. Schneider 1904  [2] (P. angulata f. cordata × P. nigra ‘Plantierensis’)
Hierher auch P. ×lloydii Henry 1913 (P. angulata × P. nigra subsp. betulifolia): ♀, Blätter kleiner. Keine kurzen Ästchen. Krone sehr ausladend. Triebe und Blattstiele dunkel.
23
Triebe bis zu 9-kantig, grün bis schwach rötlich überlaufen, mit auffallend rotem Fleck über jeder Knospe. Schaft auffallend hellgrün, Spätsommer bräunlich mit schwach rötlicher Spitze. Knospen 8-9 mm lang, kegelförmig, meist grün oder nur ganz leicht rot überhaucht; Balsam wenig bis fehlend. Blätter mittelgroß, breiter als lang; Blattseiten stark gerundet, an der Spreitenbasis schwach keilig bis schwach herzförmig, Blatt mit kurz auslaufender Spitze; mattgrün, Blattadern grün bis schwach fleischfarben, Hauptader rot; Spreitenquotient 95-98, Stielquotient 57-63, Blattflächenprodukt 144-200; grüner Verbindungsring am Blattstielansatz bisweilen vorhanden; Blattstiel meist ganz grün, bisweilen auf der Oberseite hauchgetönt bis rötlich. Nebenblätter abgespreizt. Austrieb spät. Rinde lange glatt, mäßig dunkel. Wuchs kräftig, Stamm leicht schräg oder schwach gebogen, Krone mittelbreit, mittelstarke bis starke aufgebogene Äste in scheinquirliger Stellung. Nur ♂. Anfällig für Marssonia-Befall. @Nachfrage:@HIER Löns ausgeschlüsselt, aber gleichzeitig auf den gesamten Unterschlüssel für „Nebenschlüssel 1 für P. ×canadensis“ verwiesen? Wo schließt Nebenschlüssel 1 an? VERWEIS EINBAUEN@@ 
 Altstammsorte Löns, Löns-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Löns’ Houtzagers 1937
24 (8)
Einjährige Triebe und Zweige rund (ohne vorspringende Leisten, Rippen usw.), nur kräftige Lohden oder Langtriebe sind oft etwas kantig.   ► 25
24
Einjährige Triebe stets deutlich fühlbar kantig, oft sogar scharfkantig bis geflügelt (mit 2-4-9 Kanten).   ► 30
25
Blattstiele und Blätter anfangs deutlich behaart, die Spreitenbasis ist meist herzförmig oder rundlich ausgebildet.   ► 26
25
Blattstiel und meist auch Blätter kahl (Blätter am Rand manchmal bewimpert oder zerstreut behaart, dann aber Blattspreitenbasis nicht herzförmig!).   ► 29
26
Hoher Strauch oder niedriger Baum (4-5 m). Blätter ± deutlich länger als breit, nur Bäume mit rundlichen Blättern.   ► 27
26
(Meist) Bäume von 10-25 m Höhe. Blätter ± breit.   ► 28
27
Blätter rhomboid-lanzettlich, deutlich länger als breit, lang zugespitzt, an der Spreitenbasis flachkeilig bis abgerundet-herzförmig; Blätter derb, oberseits ausgewachsen glänzend und auffallend dunkel bis schwarzgrün (juvenil unterseits auf den Adern behaart), unterseits rötlich oder weißlich, Blattrand mit großen Sägezähnchen und bewimpert; 7-12 cm lang, 5-8 cm breit, an der Spreitenbasis mit 2 Drüsen; Schößlingsblätter fast dreieckig, an der Spreitenbasis herzförmig; Blattstiel 1,5-4 cm, behaart; die abgestorbenen Blätter bleiben noch lange an den Trieben hängen. Einjährige Zweige rund, fein behaart; später ± glänzend dunkel-rotbraun. Knospen groß 15-25 : 5-8 mm, spitz, anliegend, mit 3-4 bewimperten Schuppen, sehr klebrig, oft mit gegenüberstehenden bleibenden eiförmigen Nebenblättchen. Schößlinge stielrund. Nebenblätter deutlich breit dreieckig. Kätzchen ♂ Blüten mit 8-12 Staubblättern, Tragblätter der Blüten zerschlitzt; Fruchtknoten und Kapsel kahl. Wuchs: Strauchförmig, selten niedriger Baum mit sparrigem, breitem Wuchs. 
 Strauch-Pappel, Dunkelblättrige Pappel  –  P. tristis Fischer 1842
M-, NO-Asien.
Hierher auch P. ×wobstii Schroeder ex Dippel 1892 (P. laurifolia × P. tristis), vgl. 33
27
Blätter an strauchförmigen Exemplaren und Schößlingen schmal „weidenartig“, gräulich, kurz gestielt, lanzettlich bis schmal lanzettlich, zugespitzt, ganzrandig oder entfernt gezähnt; Blätter von älteren baumförmigen Exemplaren lang gestielt ovoid bis breit rundlich, gezähnt; Blätter juvenil behaart. Junge Zweige fein hell behaart, später verkahlend, gelbbraun, an Schößlingen rötlich. Knospen bis ca. 7 mm lang, nur zweischuppig, kahl. Kätzchen Diskus der Blüten hinfällig, bis etwa zur Mitte geteilt, mit spitzen Zähnen; ♂ Blüte mit ca. 8-12 Staubblättern, ♀ mit 3 großen karminroten Narben. Wuchs: Strauchförmig oder kleiner Baum. N-und E-Afrika bis China, Mongolei. 
 Euphrat-Pappel  –  P. euphratica Olivier 1807
28
Von allen Pappeln frühester Austrieb (III/IV); Art deshalb frostgefährdet und nur in warmen Lagen. Blätter elliptisch-eiförmig bis rhomboid-oval, an der Spreitenbasis abgerundet, zuweilen schwach herzförmig oder breit keilförmig, kurz zugespitzt, an Langtrieben bis 8-17 cm lang, 4-10 cm breit, an Kurztrieben 4-10 cm lang und schmaler; fein drüsig gezähnt; oberseits dunkelgrün, kahl und runzlig, ± gewölbt, unterseits weißlich und kahl; mit deutlichem grünlichem Adernetz, Hauptader meist rötlich; Blattstiel 0,5-2 cm lang, rissig, verkahlend (nur oberseits etwas wimprig bleibend). Triebe stielrund, braunrot bis bleichbraun, anfangs klebrig, kahl. Zweige kahl oder nur an den Nodien schwach behaart, später hellbraun, rund, auch an den Schößlingen keine Leisten oder Kanten. Rinde hellgrau. Knospen glänzend grün, sehr lang, zugespitzt, anliegend oder in der oberen Hälfte nach außen gebogen, stark klebrig, aromatisch duftend. Wuchs: Bis 25 m hoher Baum, Krone kegelförmig bis breit-säulenförmig. Korea, Japan. 
 Korea-Pappel, Koreanische Balsam-Pappel, Korean Poplar  –  P. koreana Rehder 1922
28
Spät austreibende Art (IV2/V). Blätter deltoid-oval, kurz zugespitzt, (2,5) 4,5-8 (11,5) cm lang, (2) 3,5-7 (10) cm breit, kurz zugespitzt, an der Spreitenbasis abgerundet oder ± herzförmig; oberseits locker bis spärlich behaart, glänzend und dunkelgrün (ausgewachsen), unterseits bleichgrün-blaugrau, am ziemlich grob gezähnten Rand behaart, ± drüsig behaart bleibend; oft mit 2 (3) Drüsen an der Spreitenbasis; Blattstiel 3-5-7 cm lang, rinnig, kahl, meist rötlich. Zweige rundlich, behaart, rot oder purpur-braun, kahl oder behaart, oft mit harzigen Ausscheidungen überzogen; an Schößlingen finden sich schwache Leisten. Rinde graubraun mit orangefarbenem Anflug, am Stamm gefurcht. Knospen rötlich, bis 15 mm lang, zugespitzt, kahl oder leicht borstig, sehr klebrig, aromatisch duftend. Kätzchen ♀ auffallend groß, reif 16-20 cm lang, Narben und Kapselklappen 2, Frucht gestielt; ♂ 25-40 Staubblätter. Wuchs: Krone breit und dicht, doch unregelmäßig; der ausladende Baum erreicht Höhen bis 30 m; ausgewachsene Bäume bilden Wurzelbrut. Parkbaum. Nordamerika und W-China. 
 Ontario-Balsam-Pappel, Jack’s Poplar  –  P. ×jackii Sargent 1913  N[19] (P. balsamifera × P. deltoides subsp. monilifera)
28’’
Größere, stärker deltoid-ovale Blätter mit herzförmigerer Basis, bis 17 cm lang und 15 cm breit; Blattstiele dicht behaart, Blattadern stärker eingesenkt. ♀. 
 Balm-of-Gilead Poplar  –  P. ×jackii ‘Gileadensis’ Rouleau 1948 (P. balsamifera × P. deltoides subsp. deltoides)
(= syn. P. candicans auct. non W. Aiton 1789, P. candicans Michaux 1813 N?[12])
29 (25)
Zweige rund, dunkelpurpurbraun, kahl, rund, später grün, danach grau und am Ende mit meist charakteristischer Drehung; junge Zweige mit deutlichen Lentizellen. Triebe stielrund oder leicht kantig, behaart. Blätter und Blattstiele stets kahl; Blätter eiförmig bis rhomboid-lanzettlich (5-) 8-13 lang, (3-) 5-9 cm breit, ± lang zugespitzt, an der Spreitenbasis abgerundet bis schwach herzförmig; Blattrand fein körnig gesägt und sehr fein bewimpert; sehr dick, kräftig ledrig, juvenil klebrig, behaart und unterseits hellrötlich, später auffallend blaugrau (-weiß; seltener rostfarben), Spaltöffnungen ± fehlend, oberseits dunkelgrün, metallisch glänzend, kahl; Blattrand schwach bewimpert; Blattstiel 3-5 cm lang, dünn, rund, höchstens im unteren Drittel abgeflacht. Knospen bis 2,5 cm groß, anliegend, zugespitzt, stark klebrig, mit gelblichem, duftendem Harz, mit 3-5 Schuppen. Kätzchen IV-V, ♂ 5-10-14 cm lang, 12-30 Staubblätter je Blüte; Tragblätter tief handförmig zerschlitzt; Diskus am Grunde der Blüten schief abgeschnitten, ganzrandig; ♀ Kätzchen 5-9, reif bis 15 cm lang; Fruchtknoten kahl, Narben 2, fast sitzend, Kapsel eiförmig, gestielt, 2-klappig. Wuchs: Baum 15-30 m hoch; Umriß relativ schmal pyramidal, einige untere Zweige ausgebreitet oder hängend, sonst ansteigend; oft reichlich Wurzelbrut bildend. Nördliches Nordamerika. 
 Großblättrige Balsam-Pappel, Indianer-Pappel, Balsam Poplar  –  P. balsamifera L. 1753 var. balsamifera
(= syn. P. tacamahaca Mill. [4])
Hierher auch P. balsamifera L. var. subcordata Hylander, Ontario-Pappel: Einjährige Triebe leicht kantig, schwach behaart, rotbraun bis olivbraun. Blätter breit herzeiförmig oder dreieckig, kurz zugespitzt, unten weißlichgrün, besonders auf den Adern behaart, 12-16 cm lang; Blattstiel 2-6 cm lang, oben rinnig, gerötet, stark behaart. Ost-Kanada.
29
Bäume schmal pyramidal, untere Zweige 45° aufsteigend, mit wenigen oder keinen hängenden Zweigen. Blätter ähneln denen von P. balsamifera. Stellenweise sehr häufig gepflanzt. Keine Wurzelbrut. ♀. Bis über 30 m hoch. Nordamerika. 
 Hybrid-Balsam-Pappel, Hybrid Balsam-Poplar  –  P. balsamifera × P. trichocarpa  [4]
29’’
Zweige ± deutlich gelb bis lehmfarben oder gelbbraun, jung nur an den Blattnarben (und Knoten) schwach behaart und nicht klebrig. Blätter derb, eiförmig bis eilanzettlich 5-12 : 3-6 cm, plötzlich zugespitzt; Spitze häufig gedreht, an der Spreitenbasis rundlich bis breit-keilig mit 3-5 Hauptadern; oberseits frischgrün, etwas runzlig, unterseits weißlich, behaart; Spreitenbasis drüsenlos; Blattrand bewimpert, später verkahlend, ansonsten körnig gesägt; Blattstiele (0,5-) 1-4 cm lang, oberseits rinnig, nur jung behaart. Knospen oliv, 8-20 mm lang, wenig zugespitzt, klebrig, ± anliegend, (3-) 4-5 schuppig. Kätzchen ♂ auffallend kurz, nur 2-4 (-5) cm, Staubblätter 18-25; ♀ 6-8 cm, reif bis 10-13 cm lang, 3 Narben, Frucht beinahe sitzend. Wuchs: Baum bis 15 m Höhe. Ostsibirien, Mandschurei, Korea, N-Japan. 
 Duftende Balsam-Pappel, Sibirische Balsam-Pappel, Mongolian Poplar  –  P. suaveolens Fischer 1842 [1]
30 (24)
Blattstiele kurz, (0,5-) 8-13 (-30) mm (wenn nicht so, Blätter verkehrt eiförmig). Zweige ± stark flügelkantig, kahl.   ► 31
30
Blattstiele meist (2-) 3-7 cm lang; Blätter länger als breit. Zweige und Triebe ± kantig.   ► 33
31
Blätter meist in oder über der Mitte am breitesten, manchmal auffällig umgekehrt stumpf-eiförmig oder verkehrt rautenförmig 
 Simon’s Balsam-Pappel, Birken-Pappel, Simon Poplar  –  P. simonii Carrière 1867
Blätter (3-) 6-12 (-16) : 3-8 cm, , am Rande fein, stumpfkörnig gesägt; Basis breitkeilförmig bis abgerundet; sehr kurz zugespitzt; oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits lichtgrün bis weißlich, beiderseits kahl; ledrig; Blattstiel 0,5-1,5 (-2,5) cm, meist rot. Knospen 7-10 (-15) mm lang, spitz, kahl, klebrig. Kätzchen ♂ 2-3 cm lang, 8 Staubblätter, ♀ 2,5-6 cm lang zur Fruchtreife bis 15 cm lang. Austrieb sehr früh. Rinde grüngrau; anfällig für Rindenerkrankungen. Triebe und Zweige mit reichlich weißen Lentizellen; Starktriebe scharfkantig geflügelt, höckrig, Triebe sonst dünn, stielrund, kahl, rötlichbraun und später ± überhängend. Wuchs: Niedriger Baum oder hoher Strauch, 12-15 m hoch, schmale Krone. Parkbaum. W-China, Mandschurei, Korea.
a1
Strauchförmig, Blätter kleiner und wellrandig, dunkelgrün, oben breit abgerundet, fast spitzenlos, unten keilförmig ausgezogen, sehr kurz gestielt. Wuchs oft säulig. 
  P. simonii var. fastigiata Schneider 1904
a2
Zweige ± hängend. 
  P. simonii f. pendula Schneider 1904
31
Blätter am breitesten unterhalb der Mitte.   ► 32
32
Zweige ± kantig, meist dick und mit wenigen großen zerstreuten Lentizellen, grünlich-oliv bis gelb-braun, kahl; Triebe aber oft nur schwachkantig, juvenil zuerst rötlich überlaufen und etwas behaart bis kahl, geringe Leistenbildung. Knospen 15-18 mm lang, spitz, anliegend, kahl, klebrig, streng riechend, purpurn. Blätter an kräftigen Trieben 18-30 cm lang, 12-20 cm breit, sonst 8-10 cm lang, 5-6 cm breit, eirundlich-keilförmig-lanzettlich, größte Breite unterhalb der Mitte, zugespitzt, etwas runzlig, Spreitenbasis abgerundet bis schwach herzförmig; Blätter an kurzen Trieben oft kleiner; Blattrand drüsig-gekerbt-gesägt; Blätter oberseits dunkelgrün, im Austrieb rötlich, unterseits lichtgrün bis hellweißlich ± blaugrau; Adernetz unterseits behaart, wie der 2-4 (-7) cm lange Blattstiel ± rot, kahl. Fruchtkätzchen bis 16 cm lang; 3 Narben, Kapseln 3-4-klappig. Wuchs: In der Heimat bis 40 m hoher Baum, ± pyramidalkronig, hier schwachwüchsiger. West-China. 
 Chinesische Balsam-Pappel, Szechwan Poplar  –  P. szechuanica Schneider 1917
32
Triebe kantig, kahl, im Austrieb stark gerötet, zuletzt braun. Knospen rund, spitz auslaufend, kahl, klebrig. Blätter breit-elliptisch bis lanzettlich, am Grund breit keilförmig, in der Mitte oder der oberen Hälfte am breitesten, lang spitz zulaufend, oft nach links oder rechts eingebogen; oberseits frischgrün, unterseits weißlich, mit roter Hauptader, im Austrieb gerötet; an Langtrieben spitz eiförmig, 6-15 cm lang, kerbig gesägt; Blätter der Fruchtzweige mehr eiförmig, bis 15 cm lang, Basis mehr herzförmig; Blattstiele 0,5-2,5 cm, rund, rot. Fruchtkätzchen 10-15 cm lang, 3-4 Narben und Kapselklappen. Baum. China. 
 Yunnan-Pappel, Yunnan Poplar  –  P. yunnanensis Dode 1905
33
Triebe deutlich flügelkantig mit Leisten, ± hell graugelb, kahl oder nur teilweise behaart (zur Spitze hin), mit vielen unauffälligen Lentizellen. Knospen lang, etwas abstehend, dunkel, selten spitz, stark klebrig und aromatisch duftend. Junge Blätter klebrig, z. T. behaart, später oberseits glänzend grün, unterseits weißlich-grün, deutlich netzadrig; oval-lanzettlich, lang zugespitzt, bis 12 cm lang und 2-5 cm breit, am breitesten etwa in der Mitte, Rand fein und regelmäßig drüsig gesägt, Basis abgerundet; Blätter im unteren Teil der Zweige stets länger gestielt (5-7 cm) und dort mit glattem Rand; sonst Blattstiel 1-3-5 cm, behaart; Blattadern unterseits auch länger behaart bleibend; Blätter an Lohden oder Langtrieben eiförmig-lanzettlich bis lanzettlich und lang zugespitzt; schmaler, bis 15 cm lang. Nebenblätter häufig bleibend. Kätzchen ♂ 5 cm lang, Tragblätter groß, behaart, Staubblätter 20-30. ♀ 3 Narben. Wuchs: 15-20 m hoher Baum. NW-Indien bis NO-Sibirien (Altai) und Japan. 
 Lorbeer-Pappel, Lorbeerblättrige Balsam-Pappel, Laurel Poplar  –  P. laurifolia Ledebour 1833
a1
Blätter schmaler, an Langtrieben meist lanzettlich, an Kurztrieben meist schmal elliptisch, Basis rund bis breit keilförmig, Saum meist wellig. 
  P. laurifolia Ledebour 1833 f. lindleyana (Carrière) Rehder
a2
Baum, sehr ähnlich P. laurifolia, aber einjährige Triebe leicht gerippt, kahl. Blätter breit lanzettlich, in der Mitte am breitesten, Spitze kurz, 8-10 cm lang, 4-5 cm breit, Blattrand bewimpert, oberseits frischgrün; Blattstiel <1 cm. 
  P. ×wobstii Schroeder ex Dippel 1892 (P. laurifolia ×P. tristis)
a3
Siehe auch 
  P. ×rasumowskiana Schroeder ex Dippel 1893  [13] (P. ?laurifolia × P. nigra), 13
a4
Siehe auch 
  P. ×petrowskiana Schroeder ex Dippel 1893  [13] (P. deltoides × P. laurifolia) 13
33
Zweige meist nur (sehr) schwach, Triebe spürbar kantig oder leistig.   ► 34
34
Blätter auffällig schmal (weidenartig), oft nur 1-2 (-3,5) cm breit, eiförmig-lanzettlich oder elliptisch-lanzettlich und 6-9 (-12) cm lang (an Lohden bis 15 cm); stets lang zugespitzt, an der Spreitenbasis keilig bis gerundet; im untersten Drittel am breitesten; Blattrand gleichmäßig und feindrüsig gesägt, umgerollt; Blätter oberseits frischgrün, unterseits hellgrünlich-grau, nicht weißlich; Blattstiel 1-4 (-7) cm lang, ohne Drüsen, sehr fein behaart. Triebe rund, kahl, ausgereift orangefarben. Knospen klein, scharf zugespitzt, stark klebrig und aromatisch duftend. Kätzchen ♂ 2-6 cm lang, Blüten mit 12-20 Staubblättern; ♀ reif 5-10 cm lang; IV-V; Narben und Kapselklappen 2, klein; Früchte ± aufrecht. Rinde auch im Alter nur schwach gefurcht. Baum schmalkronig, bis 20 m hoch. Westliches Nordamerika. 
 Schmalblättrige Balsam-Pappel, Narrowleaf Cottonwood  –  P. angustifolia James ex Torrey 1823
34
Blätter rhombisch-lanzettlich bis eiförmig-lanzettlich, lang zugespitzt, 5-10 cm lang, 3-6 cm breit, am Grund breit keilförmig, gekerbt-gesägt; einfarbig grün, kahl; Blattstiel 2-4,5 cm lang, am Spreitenansatz leicht zusammengedrückt; Hauptader unterseits stark hervortretend. Kapsel 3- oder 2-klappig. Triebe stielrund, gelblichbraun, später graubräunlich, kahl. Knospen braunrötlich, zugespitzt, harzig, bis 14 mm lang. Kätzchen 6,5-9 cm lang, fruchtend bis 16,5 cm; Kapseln 2-3-klappig; ♂ mit 25-40 Staubblättern. Wuchs: Baum 10-20 m hoch, Äste waagrecht bis leicht absteigend, Krone rundlich. Selten gepflanzt. Westliches Nordamerika. 
 Lanceleaf Cottonwood  –  P. ×acuminata Rydberg 1893 (P. angustifolia × P. deltoides)
(= syn. P. ×andrewsii Sargent 1913[11])
34’’
Blätter anders.   ► 35
35
Blätter stets auffallend groß, eiförmig bis länglich-rautenförmig oder deltoid-oval, lang ausgezogen spitz; (8-) 10-15 (-25) : (6-) 10 cm, größte Breite etwa in der Mitte, Spreitenbasis gestutzt, gerundet oder schwach herzförmig; derb und fest bis ledrig, oberseits satt-dunkelgrün ± glänzend, unterseits weißlich bis silbrig-blaugrau oder rostfarbig, genetzt und auf den Adern behaart; Rand fein kerbig, körnig gesägt, bewimpert; Blattstiel 3-6 cm, rot angelaufen, wie auch auf der Hauptader mit harzigen Abscheidungen. Triebe leicht kantig, ± fein behaart, braunrot, später kahl, grün, danach hellbraun-grau, mit hellen Lentizellen. Knospen (9-) 12-15 mm lang, spitz, braungelb, anliegend, wie juvenile Blätter stark klebrig und stark duftend, kahl. Die dunkle Rinde schilfert in papierartigen Schichten ab, die sich oft einrollen. Kätzchen ♂ 3,5-8 cm lang, Staubblätter 30-60, früh (III-IV), ♀ schlank, 6-8 cm, reif bis 20 cm lang, IV; Früchte kugelig; die 3-4-klappige Kapsel dicht behaart (gegen alle übrigen Arten!). Wuchs: Großer und schnellwüchsiger Baum bis 20-25 m (Heimat 40-60 m!); Krone breit aufstrebend, einige untere Zweige ausgebreitet oder hängend; Wurzelbrut nur spärlich. Sortenreiche Sippe. Westliches Nordamerika. 
 Westliche Balsam-Pappel, Haarfrüchtige Balsam-Pappel, Black Cottonwood u.&nbsp,a.  –  P. trichocarpa Torrey et A. Gray ex Hooker 1852 [20] [4]
Hierher auch P. balsamifera × P. trichocarpa [4] vgl. 29’; P. ×generosa A. Henry 1914 [4] (P. deltoides × P. trichocarpa), vgl. 38; P. ×’Androscoggin’ Houtzagers (P. maximowiczii × P. trichocarpa), vgl. 39
35
Blätter meist nur mittelgroß, 5-11 cm (an Seitentrieben auch länger); Blattstiel mit 1-2 Drüsen oder ohne Drüsen. Früchte meist kahl.   ► 36
36
Zweige dünn, rötlich-violett, jung behaart. Knospen klein, 5-7 mm lang. Blätter im Austrieb schön violettrot, später oberseits mattgrün mit roten Adern, unterseits metallartig weiß mit etwas rosafarbenem Widerschein; eielliptisch, an Seitentrieben eiförmig, 10-22 cm lang, 6-12 cm breit, lang zugespitzt, Adern unterseits behaart, an der Spreitenbasis herzförmig, mit 2-3 (-6) cm langem, violettem Blattstiel. Selten angebaut. 
  P. violascens Dode 1921
China.
36
Zweige kräftiger. Blätter 5-10 cm lang und 4-8 cm breit, ledrig bis derb, unterseits bläulich grau.   ► 37
37
Triebe nicht oder kaum behaart, grün. Blattspreite höchstens wenig gewellt. Krone breiter.   ► 38
37
Einjährige Triebe deutlich borstig behaart, grün, über der Mitte rötlich bis fleckig, im Spätsommer deutlich rot. Treibt früh bis mittel (Ende IV) und wirft spät das Laub. Blätter breit-eirund, in kurze Spitze auslaufend, seitlich gedreht, asymmetrisch; derb ledrig; Blattspreite stark gewellt; Blattrand gröber gekerbt bis gesägt; Einzug der Blattspreitenbasis flach; unterseits bläulich grau; Hauptader rot bis etwa zur Hälfte der Spreite; oberseits matt grün; Blattstiel 4-5 cm lang, rund, stark rot angelaufen, dicht behaart. Knospen schmal, spitz, klebrig, anliegend, rot bis rotbraun. Wuchs: Ziemlich gerader Stamm mit schmaler bis mittelbreiter Krone, aufgebogene starke scheinquirlige Äste. ♀. 
  P. ×’Oxford’ (P. ×berolinensis × P. maximowiczii)
38
Blätter länglich-eirund, langgezogen zugespitzt; Spreitenbasis gestutzt bis herzförmig; frühe Blätter rhombisch-oval, 7-10 cm lang, 3,5-7 cm breit, späte Blätter breit deltoid-eiförmig, 12-15 cm lang, 8-13 cm breit; ± glänzend grün, unterseits hell-blaugrau, mit oft rotem Adernetz; etwas ledrig; Blattrand gleichmäßig fein gesägt bis gezähnt, mit nach der Blattspitze zu umgebogenen Sägezähnen, trüb durchscheinend, bewimpert; Blattstiel 4-5 cm lang, unten ganz rund, nach oben etwas abgeplattet und schwach gefurcht, nicht oder kaum behaart, oberseits mit 1-2 Drüsen, vor allem in der Jugend rötlich angelaufen. Knospen rötlich, bis 22 mm lang, scharf zugespitzt, anliegend oder mit der Spitze etwas abgebogen. Unverholzte einjährige Zweige dunkelrot, bis zum dritten Jahr braun werdend, kahl bis dicht steifhaarig; auf dem zweijährigen Holz typische kurze Seitenästchen. Triebe nicht oder kaum behaart. Früchte ± behaart. Kätzchen ♂ 2,5-5 cm lang, 30-40 Staubblätter; ♀ unbekannt? Wuchs: aufsteigende Äste bilden schmale, zylindrische Krone; 15-25 (35) m hoch; stark belaubt; keine Wurzelbrut. 
 Generosa-Pappel, Interamerican Poplars  –  P. ×generosa A. Henry 1914 (P. deltoides × P. trichocarpa)
(= syn. P. ×interamericana Brockh. N[4])
38
Blätter breiter, eirund bis rhombisch, Spitze kurz; Einzug der Blattspreitenbasis tief, z. T. parallel; Blattrand fein gekerbt bis gesägt; Blattspreite flach bis etwas gewellt.   ► 39
39
Blätter rundlich, ei-elliptisch bis rhombisch-oval, 6-10 cm lang und 5-8 cm breit, juvenil behaart, Spitze asymmetrisch, breit; derb, ledrig; an der Spreitenbasis abgerundet bis schwach herzförmig; unterseits bläulich grau; Hauptadernetz rötlich, später verblassend; oberseits meist dunkelgrün ± glänzend; Blattrand fein ± drüsig-gesägt bis körnig-gezähnt, ± dicht und kurz bewimpert; Blattstiel (1-) 2-4 cm lang, rund, rot angelaufen, ± behaart; Blattspreite flach oder kaum gewellt. Einjährige Triebe grün, scharf kantig bis leistig, fein-behaart (Lupe), z. T. borstliche Haare. Treibt früh (IV) und wirft spät das Laub. Fruchtkapseln behaart. Knospen spindelförmig spitz, anliegend, dünn überzogen von Balsamharz, klebrig, über 10 mm lang, bewimpert, dunkelrot-braun. Rinde silber- bis hellgrün. Wuchs: Sehr raschwüchsig, aufstrebende Krone, kegelförmig bis fast säulig, gerader Stamm mit wenigen, geraden, starken, breit ausladenden scheinquirligen Ästen. ♂. 
 Holländische Balsam-Pappel  –  P. ×’Androscoggin’ Houtzagers (P. maximowiczii × P. trichocarpa)
39
Blätter breit-eirund, sehr kurze stumpfbreite Spitze; derb ledrig; Einzug an der Spreitenbasis tief und übergreifend; unterseits bläulich grau; Hauptadernetz am Grund etwas rot, sonst grün; oberseits dunkelgrün; Blattrand fein gekerbt bis gesägt; Blattstiel 2-4 cm lang, rund, grün; Blattspreite etwas gewellt. Einjährige Triebe grün, unten rund und darüber schwach kantig. Knospen spitz, klebrig, am Scheitel etwas abstehend, grün bis braungrün. Treibt früh (IV) und wirft spät das Laub. Wuchs: Ziemlich gerader Stamm mit starken, leicht aufgebogenen bis ausladenden scheinquirligen Ästen, sehr breite Krone. ♀. 
  P. ×’Rochester’ (P. maximowiczii × P. nigra ‘Plantierensis’)

Nebenschlüssel für P. ×canadensis Sorten

Nebenschlüssel für Populus ×canadensis
Von: Michael Koltzenburg
Nach Müller & Sauer (1957-1961), Müller (1974). In diesem Nebenschlüssel sind Verzweigungen mit „N“ gekennzeichnet.
(Geltungsbereich nicht angegeben) — Zusammenarbeit: offen
N1
Lentizellen unter den Blattnarben deutlich gehäuft, einzelne mindestens über 5 mm lang. Austrieb tiefviolett-rötlich bis mittelviolett, bei Lingenfeld kräftig olivfarben.   ► N2
N1
Lentizellen unter den Blattnarben nicht oder nur undeutlich gehäuft; wenn gehäuft, dann stets kleiner als 5 mm oder Austriebsfarbe hauchgetönt.   ► N4
N2
Gestutzte bis leicht gerundete keilförmige Blattspreitenbasis; Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels fehlend oder nur schwach angedeutet; Blattspreiten im Bereich der größten Blattbreite kaum gerundet, lang in die Spitze verschmälert; Hauptader und Blattstiel weinrot bis rotviolett; Spreitenquotient 111-125, Stielquotient 44, Blattflächenprodukt 139-212. Auffallend lange Lentizellen unter den Blattnarben. Knospen 8-9 mm lang. Einjährige Triebe im oberen Drittel behaart (Lupe). Austrieb kräftig olivfarben bis violett-hellbraun, wie Vergilbung früh. Stamm gerade bis schwach gebogen, mittelbreite Krone mit scheinquirlig gestellten mittelstarken und ausladenden Ästen. Nur ♂. 
 Neusorte Lingenfeld  –  P. ×canadensis ‘Lingenfeld’
N2
Blattspreitenbasis herzförmig. Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels deutlich, flach oder steil; Blattspreiten im Bereich der größten Blattbreite mehr oder weniger gerundet; Spitze zum Teil aufgesetzt, wenig betont. Blatt wenig länger als breit, Spreitenquotient 100-111.   ► N3
N3
Lentizellen sehr lang (oft über 5 mm), Häufung unter den Blattnarben stets deutlich, Unterscheidungsmerkmal zu allen anderen Altstammsorten. Trieb grün, nur im jüngsten Teil über den Knospen bisweilen mit einem roten Fleck. Austrieb sehr früh, tiefviolett-rötlich. Schwache bis mittlere Herzbasis, Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels steil; Spreitenquotient 86-102, Stielquotient 43-51, Blattflächenprodukt 186-251; anfällig für Blattrostbefall. Knospen 9-10 mm lang. Stamm schwach gebogen, mittelbreite Krone mit feinen bis mittelstarken, quirlig gestellten aufgebogenen Ästen. Nur ♂. 
 Altstammsorte Heidemij  –  P. deltoides ‘Heidemij’
(= syn. P. deltoides var. missouriensis, ‘Missouriensis Holland’ [3])
N3
Lentizellen unter den Blattnarben, weniger groß, nur wenige über 5 mm lang, Häufung schwächer ausgeprägt. Trieb im jüngeren Teil stets, wenn auch nur schwach, rötlich überlaufen. Austriebsfarbe mittelviolett. Blätter deltoid, starke Randwelle; runde Quer- bis mittlere Herzbasis; Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels flach; Spreitenquotient 90-100, Stielquotient 49, Blattflächenprodukt 159-232. Knospen 9 mm lang. Wuchs: relativ gerade, Krone ziemlich schmal, Äste mittelstark, aufgebogen, quirlig. Nur ♀. 
 Neusorte Allenstein  –  P. ×canadensis ‘Allenstein’
N4
Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels fehlend, flach oder keilförmig. N5 
N4
Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels stets deutlich, flach bis sehr tief, teilweise steil.   ► N13
N5
Nebenblätter sehr hinfällig.   ► N6
N5
Nebenblätter sehr lange erhalten.   ► N19
N6
Trieb rein grün, nur an den Knospen bisweilen etwas rot (ab Mitte September sich an der Sonnenseite rötend).   ► N7
N6
Trieb oberwärts deutlich rot oder rötlich überlaufen.   ► N8
N7
Blätter beim mittelspäten Austrieb vorwiegend an den Spreitenseiten blaß rötlich-braun-hellrot gefärbt, längs der Hauptader aber bleich oder grün bleibend; Blattseiten wenig gerundet, lang zugespitzt. Spreitenquotient 86-109, Stielquotient 33-46, Blattflächenprodukt 154-242. Ältere Blätter mit keilförmiger Blattbasis. Knospen 7-10-11 mm lang, spindelförmig, aufgesetzte Spitze. Anfällig für Marssonia-Befall und Rindenerkrankungen. Nur ♀. 
 Altstammsorte Marilandica, Mai-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Marilandica’ Bosc ex Poiret 1816
N7
Beim späten Austrieb grün und hauchgetönt. Blattseiten stark gerundet, Spitze scharf abgesetzt (kurzspitz); Spreitenquotient 95-98, Stielquotient 57-63, Blattflächenprodukt 144-200. Knospen 8-9 mm lang, kegelförmig. Nur ♂. 
 Altstammsorte Löns, Löns-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Löns’ Houtzagers 1937 vgl. N9’
N8
Blattseiten sehr stark gerundet; Spitze meist stumpf, wenig betont, aus den Seiten hervorgehend (kurzspitz); Hauptader < Blattbreite. Austrieb hauchgetönt.   ► N9
N8
Blattseiten weniger stark gerundet; Spitze deutlicher; Hauptblattader > Blattbreite.   ► N10
N9
Blattadern rötlich, grüner Verbindungsring am Blattstielansatz niemals vorhanden; Blattstiel sehr lang, stark rot überlaufen, auch an der Unterseite oft rötlich; Spreitenquotient 97-112, Stielquotient 45-59, Blattflächenprodukt 112-185. Trieb sehr unregelmäßig gefärbt; auf giftig grünem Grund finden sich in Intensität und Häufigkeit stark variierende Flecken von reiner tiefroter Farbe; bisweilen ist der Trieb auch ganz rot. Knospen 7-8 mm lang, meist braunrot. Korkleisten des Triebes sich im Gegensatz zu Serotina deutlich in den Blattstiel fortsetzend, so daß bis zum Spreitenansatz an beiden Seiten eine deutliche Leiste zu erkennen ist. Krone sehr breit, Stamm stark gebogen, Äste stark, scheinquirlig, breit ausladend. ♀. 
 Altstammsorte Eukalyptus  –  P. ×canadensis ‘Virginiana de Frignicourt’
Außerordentlich stark gerundete Blattspreiten im Bereich der größten Blattbreite und kaum betonte Spitze als als Unterscheidungsmerkmal zu Flachslanden, Grandis, Marilandica, Neupotz und Serotina; fleckig rot überlaufener Trieb als Unterscheidungsmerkmal zu Löns und Leipzig; eine flache bis fehlende Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels als Unterscheidungsmerkmal zu Harff.
N9
Blattadern grün bis schwach fleischfarben; grüner Verbindungsring am Blattstielansatz bisweilen vorhanden; Blattstiel meist ganz grün, bisweilen auf der Oberseite hauchgetönt bis rötlich. Trieb bis 9-kantig, vorwiegend grün, nur sehr schwach rötlich überlaufen, auffallend roter Fleck über jeder Knospe. Knospen meist grün oder nur ganz leicht rot überhaucht, kegelförmig, 8-9 mm lang. Anfällig für Marssonia-Befall. Nur ♂. 
 Altstammsorte Löns, Löns-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Löns’ Houtzagers 1937 vgl. N7’
N10
Spreitenquotient 84-108, Stielquotient 52-63, Blattflächenprodukt 137-189. Blattseiten wenig gerundet, Querbasis, langspitz. Knospen 8 mm lang. Austrieb tiefviolett. Laub hellgrün. Stamm leicht bogig, mittelbreite Krone mit mittelstarken aufgebogenen Ästen in scheinquirliger Stellung. Nur ♀. Langer Blattstiel als Unterscheidungsmerkmal zu Marilandica und Serotina. 
 Altstammsorte Neupotz  –  P. ×canadensis ‘Neupotz’
(= syn. P. ×canadensis ‘Durlacher Weibliche’)
N10
Stielquotient 40-50. Austrieb violett-hellbraun.   ► N11
N11
Blattstiel nur oberseits rötlich überlaufen, unterseits bleich bis hauchgetönt; Blattadern fleischfarben bis rötlich, selten grün oder bleich; kräftig entwickelte Blätter mit einem grünen Verbindungsring am Stielansatz; an zweijährigen und älteren Pflanzen mastige Blätter bisweilen mit herzförmiger Spreitenbasis und Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels; Blätter sehr groß, Blattflächenprodukt 170-272; Spreitenquotient 90-106, Stielquotient 38-50. Trieb im oberen Drittel rötlich überhaucht. Nur ♂. 
 Altstammsorte Brabantica, Brabanter-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Brabantica’ Houtzagers 1937
N11
Blattstiel oberseits tief rosenrot, unterseits meist hellrot; Blattadern mit Ausnahme eines roten Flecks am Blattstielansatz und selten auftretender ‘roter Inseln’ bleich; nur an ganz kräftigen Blättern eine Andeutung eines grünen Verbindungsrings am Blattstielansatz; an der Spreitenbasis gestutzt bis flach herzförmig, fast stets ohne deutliche Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels; Blätter sehr klein, Blattflächenprodukt 108-187. Trieb mindestens an der Sonnenseite sowie Zweige an der Oberseite tiefrot.   ► N12
N12
Seitenäste sparrig abstehend. Spreitenquotient 85-100, Stielquotient 37-50, Blattflächenprodukt 108-179. Anfällig für Blattrostpilze und Rindenerkrankungen. Nur ♂. 
 Altstammsorte Serotina, Spät-Pappel, Black Italian Poplar  –  P. ×canadensis ‘Serotina’ Hartig 1852
N12
Seitenäste in die Höhe gerichtet. Spreitenquotient 85-100, Stielquotient 40-50, Blattflächenprodukt 129-187. 
  P. ×canadensis ‘Selys’
N13
Trieb im oberen Drittel nebst der Oberseite der Blattstiele mit feinen Haaren bedeckt (Lupe!), oft relativ schwach leistig. Spreitenquotient 88-106, Stielquotient 43-50, Blattflächenprodukt 165-263. Nur ♂. 
 Altstammsorte Robusta, Schöne Stark-Pappel, False Lombardy Poplar  –  P. ×robusta C.K. Schneider 1904  [2] (P. angulata f. cordata × P. nigra ‘Plantierensis’)
N13
Trieb ganz kahl. Blattstiel selten zerstreut bewimpert (wenn so, s. auch Allenstein).   ► N14
N14
Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels weit, offen, wenn auch bisweilen tief. Blätter meist mit gestutzter bis flach herzförmiger Spreitenbasis (Ausnahme: Gelrica).   ► N15
N14
Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels steil bis parallel. Blätter meist mit tief herzförmiger Spreitenbasis.   ► N23
N15
Austrieb hauchgetönt bis schwach getönt. Nebenblätter ziemlich hinfällig. Blattstiel wenig länger bis kürzer als die halbe Länge der Hauptader (wenn wesentlich länger: schwach entwickelte Pflanzen von Harff).   ► N16
N15
Austrieb kräftig olivfarben bis tiefviolett. Nebenblätter sehr lang erhalten bis hinfällig.   ► N18
N16
Trieb rein grün, selten nur ganz schwach rötlich überhaucht.   ► N7
N16
Trieb deutlich rötlich oder bräunlich überlaufen.   ► N17
N17
Blätter mit flach herzförmiger Spreitenbasis, nur an noch nicht voll entwickelten Blättern gestutzte Basis; Blattseiten gerundet; Hauptader bleichgrün; Blattspitze etwa breitbogig; Spreitenquotient 84-101, Stielquotient 38-44, Blattflächenprodukt 132-186. Knospen 7 mm lang. Stamm gerade bis schwach gebogen, oft nicht lotrecht, mittelbreite Krone mit scheinquirliger Stellung mittelstarker aufgebogener Äste. Meist sehr viele, mäßig lange Seitenzweige mit vielen, kleinen hellgrünen,dachziegelartig hängenden Blättchen. Nur C. Nicht keilförmige Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels und rötlicher oder bräunlicher Trieb als Unterscheidungsmerkmal zu Leipzig. Kurzer Blattstiel als Unterscheidungsmerkmal zu Neupotz und Harff. Rötlicher oder bräunlicher Trieb als Unterscheidungsmerkmal und stets deutlich vorhandene Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels als Unterscheidungsmerkmal zu Löns und Marilandica. Stets deutlich vorhandene Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels und grünliche Seitenäste als Unterscheidungsmerkmal zu Serotina. 
 Altstammsorte Grandis  –  P. ×canadensis ‘Grandis’
N17
Ziemlich breite, stets gestutzte Spreitenbasis; Blattseiten kaum gerundet; Spitze etwa breitgerade, Blatt daher im Umriß dreieckig erscheinend; Stielquotient 44-49, Blattflächenprodukt 169-260; Blattstiel grün bis blaßrötlich, Hauptader bleichgrün. Knospen 7-8 mm lang. Austrieb spät, schwach oliv. Stamm ziemlich bogig, mittelbreite Krone mit mittelstarken, scheinquirlig gestellten aufgebogenen Ästen. ♂. 
 Neusorte  –  P. ×canadensis ‘Tardif de Champagne’
(= syn. P. ×canadensis ‘Serotina de Champagne’, P. ×canadensis ‘Keppels Glorie’)
N18
Nebenblätter sehr lange erhalten.   ► N19
N18
Nebenblätter sehr hinfällig.   ► N20
N19
Sehr lange am Trieb erhaltene Nebenblätter als Unterscheidungsmerkmal zu Brabantica, Virginiana de Frignicourt, Gelrica, Grandis, Leipzig, Marilandica, Neupotz und Serotina sowie grüner, oberseits nur an der Sonnenseite schwach rotfleckiger Trieb und fleischfarbene bis rötliche Adern als Unterscheidungsmerkmal zu Drömling. Blätter mit mittlerer Herzbasis; Spreitenquotient 88-112, Stielquotient 44-53, Blattflächenprodukt 144-206. Knospen 7 mm lang. Nur ♀. Stamm schwach gebogen, mittelstarke Äste, aufgebogen, scheinquirlig, Krone mittelbreit. 
 Altstammsorte Eckhof  –  P. ×canadensis ‘Eckhof’
N19
Sehr lange am Trieb erhaltene Nebenblätter als Unterscheidungsmerkmal zu Brabantica, Virginiana de Frignicourt, Gelrica, Grandis, Leipzig, Marilandica, Neupotz und Serotina sowie rötlicher Trieb und meist völlig bleiche, selten fleischfarbene Blattadern (vor allem bei schwach entwickelten einjährigen Pflanzen) als Unterscheidungsmerkmal zu Eckhof. Blätter mit breitbogiger Spitze und deutlicher Querbasis; Spreitenquotient 83-106, Stielquotient 41-58, Blattflächenprodukt 176-251. Knospen 9 mm lang. Stamm lichtwendig, bogig; Krone breit; scheinquirlig gestellte, starke ausladende Äste. Nur ♀. 
 Altstammsorte Drömling  –  P. ×canadensis ‘Drömling’
(= syn. P. ×canadensis ‘Régénéré de Suisse’ u. a.)
N20
Blattspreitenbasis keilförmig, gestutzt oder ganz seicht herzförmig.   ► N22
N20
Blattspreitenbasis tief herzförmig.   ► N21
N21
Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels auch an älteren Blättern meist flach und weit; Spreitenquotient 96-115, Stielquotient 45-51, Blattflächenprodukt 136-232. Jungpflanzen kaum beastet. Kräftig schmutzig-rotbrauner Trieb als Unterscheidungsmerkmal zu allen anderen Altstammsorten sowie längere Blattstiele und intensiver gefärbter Austrieb als Unterscheidungsmerkmal zu Grandis. Nur ♂. 
 Altstammsorte Gelrica, Geldern- oder Holland-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Gelrica’ Houtzagers 1937
N21
Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels recht steil, wenn auch manchmal nicht sehr tief. Trieb grün oder rötlich überlaufen, niemals einen tief schmutzig rotbraunen Eindruck machend. In mindestens einem weiteren der bei Gelrica genannten Merkmale abweichend.   ► N23
N22
Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels nur an sehr mastig ausgebildeten älteren Blättern vorhanden.   ► N6
N22
Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels an allen Blättern deutlich.   ► N23
N23
Austrieb hauchgetönt. Hauptader wesentlich länger als die doppelte Länge des Blattstiels, Stielquotient 40-48.   ► N24
N23
Austrieb kräftig olivfarben bis tiefviolett. Blattstiel etwa so lang bis wesentlich länger als die halbe Länge der Hauptader, Stielquotient 49-65.   ► N25
N24
Trieb deutlich rot überlaufen. Blattadern bleich, selten fleischfarben; Spreitenseiten stark gerundet mit aufgesetzter Spitze (etwa kurzspitzig); Spreitenquotient 90-95, Stielquotient 37-48, Blattflächenprodukt 154-227. Nur ♀. 
 Altstammsorte Forndorf, Graue West-Pappel  –  P. ×canadensis ‘Regenerata’ Henry 1913
N24
Trieb grün bis hauchgetönt. Blattadern rötlich, seltener bleich bis fleischfarben; Spreitenseiten weniger stark gerundet, Spitze wenig betont (etwa breitgerade); ausgeprägte Herzbasis; Spreitenquotient 98-110, Stielquotient 36-48, Blattflächenprodukt 161-243; stark anfällig für Taphrina und Rindenerkrankungen. Knospen 5-6 mm lang. Stamm schwach gebogen, mittelbreite Krone, scheinquirlige feine Äste. Nur ♀. 
 Altstammsorte Leipzig  –  P. ×canadensis ‘Leipzig’
N25
Austrieb tief violett (bei schwach entwickelten einjährigen Pflanzen oft nur mitteloliv). Blattadern meist bleich mit nur schwach ausgebildetem rotem Farbfleck am Blattstielansatz. Spreitenquotient 97-111, Stielquotient 53-65, Blattflächenprodukt 143-212. Laub tief dunkelgrün. Knospen 7-8 mm lang. Stamm mit deutlichen Biegungen (Harff-Knick), Krone schmal bis mittelbreit, mit feinen, scheinquirlig gestellten steilen bis aufgebogenen Ästen. Nur ♀. 
 Altstammsorte Harff  –  P. ×canadensis ‘Harff’
(= syn. P. ×canadensis ‘Regenerata D[eutschland]’ u. a.)
Stets deutlich vorhandene oder tief herzförmige Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels als Unterscheidungsmerkmal zu Marilandica, Serotina und Neupotz.
N25
Austrieb kräftig olivfarben bis rötlich-oliv. Blattadern fleischfarben mit meist ausgeprägtem rotem Farbfleck am Blattstielansatz. Spreitenquotient 93-103, Stielquotient 44-54, Blattflächenprodukt 148-203. Laub mittelgrün. Stamm relativ gerade bis schwach gebogen; Krone schmal, im Alter breiter; scheinquirlige, aufgebogene mittelstarke Äste. Nur ♀. 
 Altstammsorte Flachslanden  –  P. ×canadensis ‘Flachslanden’
Steile, meist aber nicht sehr tiefe Einkerbung der Spreite am Ansatz des Blattstiels als Unterscheidungsmerkmal zu Gelrica, Grandis, Löns, Marilandica, Neupotz und Serotina. Kräftig olivfarbener bis rötlich oliver und nicht hauchgetönter Austrieb als Unterscheidungsmerkmal zu Leipzig. Kräftig olivfarbener und nicht tief violett gefärbter Austrieb sowie intensiver gefärbte Blattadern mit rotem Fleck und kürzere Blattstiele als Unterscheidungsmerkmal zu Harff.


Weitere Sorten, nicht an die Schlüssel angeschlossen:

Deutliche Aufwellungen zwischen den Blattadern:

P. ×canadensis ‘Bietigheim’ (syn. P. ×canadensis ‘Baden 513’): Blätter groß und breit, breitgerade Spitze; gerundete,schwache bis mittlere Herzbasis; Blattstiel relativ kurz, rötlich bis rot; Hauptader grün bis zart rötlich, zunehmend rot (-violett); Stielquotient 42, Blattflächenprodukt 125-214. Knospen 7 mm lang. Austrieb früh, mittel bis kräftig oliv-violett. Stamm relativ gerade, mittelbreite bis breite Krone, mittelstarke bis starke, quirlig gestellte aufgebogene Äste. Nur ♀.

P. ×canadensis ‘Büchig’ (syn. P. ×canadensis ‘Baden 408’): Blätter groß, deltoid, weich; Quer- bis schwache Herzbasis; Blattstiel und Hauptader rötlich bis rotviolett; anfällig für Blattrostbefall. Austrieb früh, leuchtend oliv-rötlich. Stamm gerade bis leicht gebogen, Krone mittelbreit mit mittelstarken, aufgebogenen Ästen in quirliger Stellung. Nur ♂.

Siehe auch P. ×canadensis ‘Rintheim’

Auffallend unregelmäßige und teilweise recht zahlreiche (1-5) Drüsen an der Spreitenbasis:

P. ×canadensis ‘Blanc du Poitou’ (syn. P. ×canadensis ‘Serotina du Poitou’): Blätter breit mit kurzer Spitze, hängend, Quer- bis flache Herzbasis; Blattstiel rötlich, Hauptader grün bis blaß rötlich. Austrieb sehr spät, oliv-hellbraun. Stamm leicht gebogen, Krone breit mit starken, ausladenden Ästen in unregelmäßiger Stellung. Nur ♂.

Schalenförmige Blätter:

P. ×canadensis ‘I 214 Casale’: Blätter groß, breit, hängend, Blattstiel und Hauptader grün bis blaßrötlich; mit abgerundeter Quer- bis schwacher Herzbasis. Austrieb sehr früh, kräftig oliv-bräunlich bis leuchtend violett. Stamm schräg, geschlängelt bis bogig; Krone breit mit starken ausladenden Ästen in scheinquirliger Stellung; extrem schnellwüchsig. Nur ♀.

P. ×canadensis ‘Ostia’ (syn. P. ×canadensis ‘Pinseque’): Blätter breit mit kurzer Spitze; Blattstiel und Hauptader grün bis blaßrötlich; gerundete Querbasis. Austrieb früh, auffallend kräftig leuchtend olivbraun. Stamm gerade, selten lotrecht, mittelbreite bis breite Krone, dünne bis mittelstarke, aufgebogene bis ausladende Äste in scheinquirliger Stellung. Nur ♀.

Einjährige Triebe im oberen Drittel behaart (Lupe):

P. ×canadensis ‘Lampertheim’: Blätter mit deutlicher Querbasis; Blattstiel und Hauptader rötlich bis rot; Stielquotient 53, Blattflächenprodukt 152-274; anfällig für Blattrostbefall. Knospen 9-10 mm lang. Austrieb früh, olivgrün, nur wenig bräunlich bis violett getönt. Stamm sehr gerade mit schmaler bis mittelbreiter Krone, feine aufgebogene, in Quirlen angeordnete Äste. Nur ♂.

P. ×canadensis ‘Rintheim’ (syn. P. ×canadensis ‘Baden 431’): Blätter mit flacher bis mittlerer Herzbasis, weich, mit starken Aufwellungen zwischen den Blattadern. Blattstiel und Hauptader blaßrötlich bis rot, später bis rotviolett; anfällig für Blattrostbefall. Austrieb früh, leuchtend olivrot. Stamm gerade, mittelbreite Krone mit dünnen bis mittelstarken, steil aufgebogenen, in Quirlen angeordneten Ästen. ♂.

Sonstige:

P. ×canadensis ‘Dolomiten’: Blätter mit Querbasis, Blattstiel grün bis rötlich, Hauptader rötlich bis rot. Austrieb mittel, oliv-helbraun. Stamm gerade, Krone schmal bis mittelbreit, mittelstarke, aufgebogene, in Quirlen angeordnete Äste. Nur ♀.

P. ×canadensis ‘Tannenhoeft’: Nur ♂. Weitere Merkmale unklar.


Nebenschlüssel 2 für Hybriden zwischen nordamerikanischen Arten der Sektionen Aigeiros und Tacamahaca

(nach Eckenwalder 1984, dort auch weitere Details)

Einjährige Zweige rötlich braun. Blätter unterseits deutlich heller als oberseits; Rand früher Blätter mit über 20 Zähnen, die größten kleiner als 2,5 mm tief; abgeflachter Abschnitt des Blattstiels weniger als zweimal so hoch wie breit, manchmal oberseits leicht gefurcht. Winterknospen rot.

Nebenschlüssel für Populus Hybriden zwischen nordamerikanischen Arten der Sektionen Aigeiros und Tacamahaca
Von: Michael Koltzenburg
In diesem Nebenschlüssel sind Verzweigungen mit „A“ gekennzeichnet.
(Geltungsbereich nicht angegeben) — Zusammenarbeit: offen
A1
Blattspreiten meist lanzettlich bis ovallanzettlich, mindestens 1,5x so lang wie breit; Zähne nur im mittleren Randabschnitt. Reife Knospen gewöhnlich 6-10 mm lang.   ► A2
A1
Blattspreiten meist eiförmig bis deltoid-eiförmig, weniger als 1,5x so lang wie breit; Zähne entlang fast des ganzen Randes. Reife Knospen gewöhnlich über 10 mm lang.   ► A3
A2
Frühe Blätter auf halber Länge gezähnt; lang zugespitzt. Diskus der ♀ Blüten unter 3 mm breit. Triebe kahl (weitere Details im Hauptschlüssel unter 34’). 
 Lanceleaf Cottonwood  –  P. ×acuminata Rydberg 1893 N (P. angustifolia × P. deltoides)
(= syn. P. ×andrewsii Sargent 1913 [11])
A2
Frühe Blätter auf mindestens 2/3 der Länge gezähnt; kurz zugespitzt. Diskus der ♀ Blüten über 3 mm breit. Triebe dicht behaart. Blätter oberseits gelblichgrün, unterseits etwas bleicher; schmal bis breit eiförmig oder rund; frühe Blätter (1) 3-7 (10,5) cm lang und (1,5) 2,5-5 (8) cm breit, späte Blätter (3,5) 5-8 (12) cm lang und (1,5) 3,5-8 (8,5) cm breit; Basis abgerundet oder stumpf, manchmal mit 1-2 (4) Drüsen; Blattstiel 1,5-4 (6) cm lang, am Spreitenansatz leicht zusammengedrückt, flach oder oberseits leicht gefurcht. Knospen rötlich, lanzettlich-oval, sehr klebrig, behaart, bis 11 mm lang. Kätzchen ♀ 3-7 cm, fruchtend 12 cm lang, Kapseln 2-3-klappig; ♂ mit 20-35 Staubblättern. Triebe rötlich orange, im 3. Jahr heller werdend. Rinde grau-gelblichbraun, am Stamm gefurcht. Wuchs: 10-20 (25) m hoch, Äste waagrecht bis leicht absteigend, eine schmale zylindrische Krone bildend. 
  P. ×hinckleyana Correll 1960 N (P. angustifolia × P. fremontii)
A3
Frühe Blätter schmal eiförmig, Basis keilförmig, lang zugespitzt, gewöhnlich 7-10 cm lang; späte Blätter deltoid, 9-15 cm lang (weitere Details im Hauptschlüssel unter 38). 
 Generosa-Pappel, Interamerican Poplar  –  P. ×generosa A. Henry 1914 (P. deltoides × P. trichocarpa)
(= syn. P. ×interamericana Brockh. N [4])
A3
Frühe Blätter breit-eiförmig bis deltoid, kurz zugespitzt, gewöhnlich 5-8 cm lang.   ► A4
A4
Diskus der ♀ Blüte über 3 mm breit, Kapsel schwach behaart. Blätter oberseits graugrün, unterseits bleicher, eiförmig bis breit deltoid-eiförmig, gesägt-gezähnt entlang der mittleren ¾ des Randes, kurz zugespitzt, an der Basis gerundet bis schwach herzförmig (selten keilförmig); frühe Blätter (2,5) 4,5-8 (9,5) cm lang, (2) 4,5-7,5 (8,5) cm breit, späte Blätter (3,5) 6-9 (10,5) cm lang und (3,5) 5,5-8 (10,5) cm breit; Spreitenbasis manchmal mit 2 Drüsen; Blattstiel am Spreitenansatz leicht zusammengedrückt, oberseits flach oder schwach gefurcht. Knospen rötlich, schmal eiförmig, sehr klebrig, reichborstig, bis 20 mm lang. Kätzchen (3) 6,5-9 cm, ♀ fruchtend bis 15 cm lang, Kapseln 3-4-klappig; ♂ mit 20-30 Staubblättern. Triebe rötlich-braun, im 3. Jahr bräunlichgelb, behaart. Rinde bräunlichgelb, am Stamm gefurcht. Wuchs: 10-20 (30) m hoch, Äste ausladend, eine breit verkehrt eiförmige Krone bildend. 
  P. ×parryi Sargent 1919 N (P. fremontii × P. trichocarpa)
A4
Diskus der ♀ Blüte unter 3 mm breit, Kapsel kahl.   ► A5
A5
Blattstiele kahl (weitere Details unter 28’). 
 Ontario-Balsam-Pappel, Jack’s Poplar  –  P. ×jackii Sargent 1913  N [19] (P. balsamifera × P. deltoides subsp. monilifera)
A5
Blattstiele dicht steifhaarig (weitere Details unter 28’’). 
 Balm-of-Gilead Poplar  –  P. ×jackii ‘Gileadensis’ Rouleau 1948 (P. balsamifera × P. deltoides subsp. deltoides)
(= syn. P. candicans auct. non W. Aiton 1789, P. candicans Michaux 1813 N? [12])

Literatur

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Anschrift des Verfassers:
Dipl. Biol. Michael Koltzenburg
Wahlhau 36
D-72070 Tübingen

Anhang: Abbildungen

Es wurde versucht, Abbildungen zu möglichst vielen Arten und Sorten zusammenzutragen, um ergänzende Informationen für den Bestimmungsschlüssel zu liefern. Zwischen den verschiedenen Quellen lässt sich eine gewisse Variabilität feststellen, dennoch sind Tendenzen, z. B. bei Blattformen der Schwarzpappelhybriden, festzustellen. Die Abbildungen sind untereinander nicht maßstabsgerecht.

Abbildungen (Namen alphabetisch)

  • P. adenopoda → Tafel 6
  • P. alba → Tafel 1
  • P. angulata → Tafel 24
  • P. angustifolia → Tafel 8
  • P. balsamifera → Tafel 10
  • P. balsamifera var. subcordata → Tafel 10
  • P. caspica → Tafel 1
  • P. cathayana → Tafel 9
  • P. deltoides → Tafel 24
  • P. deltoides subsp. deltoides → Tafel 24
  • P. deltoides subsp. monilifera (P. sargentii) → Tafel 24
  • P. deltoides subsp. wislizenii (P. wislizenii) → Tafel 24
  • P. deltoides ‘Heidemij’ → Tafel 20
  • P. deltoides ‘Lincoln’ → Tafel 25
  • P. deltoides ‘Marquette’ → Tafel 25
  • P. deltoides ‘Peoria’ → Tafel 25
  • P. euphratica → Tafel 11
  • P. fremontii → Tafel 23
  • P. fremontii subsp. fremontii → Tafel 23
  • P. fremontii subsp. mesetae → Tafel 23
  • P. glauca → Tafel 7
  • P. grandidentata → Tafel 6
  • P. heterophylla → Tafel 7
  • P. koreana → Tafel 9
  • P. lasiocarpa → Tafel 7
  • P. laurifolia → Tafel 8
  • P. maximowiczii → Tafel 9
  • P. mexicana → Tafel 20
  • P. nigra → Tafel 13
  • P. nigra ‘Italica’ → Tafel 14
  • P. nigra ‘Plantierensis’ → Tafel 14
  • P. nigra subsp. betulifolia → Tafel 14
  • P. sieboldii → Tafel 6
  • P. simonii → Tafel 8
  • P. simonii var. fastigiata → Tafel 8
  • P. suaveolens → Tafel 9
  • P. szechuanica → Tafel 8
  • P. tremula → Tafel 3
  • P. tremula ‘Tapiau’ → Tafel 4
  • P. tremuloides → Tafel 6
  • P. trichocarpa → Tafel 11
  • P. trichocarpa ‘Brühl’ → Tafel 12
  • P. trichocarpa ‘Muhle-Larsen’ → Tafel 12
  • P. trichocarpa ‘Scott Pauley’ → Tafel 12
  • P. tristis → Tafel 8
  • P. violascens → Tafel 7
  • P. yunnanensis → Tafel 8
  • P. ×acuminata → Tafel 7
  • P. ×’Androscoggin’ → Tafel 9
  • P. ×berolinensis → Tafel 26
  • P. ×canadensis ‘Allenstein’ → Tafel 17
  • P. ×canadensis ‘Bietigheim’ → Tafel 17
  • P. ×canadensis ‘Blanc du Poitou’ → Tafel 18
  • P. ×canadensis ‘Brabantica’ → Tafel 22
  • P. ×canadensis ‘Büchig’ → Tafel 20
  • P. ×canadensis ‘Dolomiten’ → Tafel 20
  • P. ×canadensis ‘Drömling’ → Tafel 21
  • P. ×canadensis ‘Eckhof’ → Tafel 22
  • P. ×canadensis ‘Eugenei’ → Tafel 22
  • P. ×canadensis ‘Flachslanden’ → Tafel 21
  • P. ×canadensis ‘Gelrica’ → Tafel 17
  • P. ×canadensis ‘Grandis’ → Tafel 18
  • P. ×canadensis ‘Harff’ → Tafel 20
  • P. ×canadensis ‘214 Casale’ → Tafel 21
  • P. ×canadensis ‘Jacometti 78B’ → Tafel 17
  • P. ×canadensis ‘Lampertheim’ → Tafel 21
  • P. ×canadensis ‘Leipzig’ → Tafel 22
  • P. ×canadensis ‘Lingenfeld’ → Tafel 19
  • P. ×canadensis ‘Löns’ → Tafel 19
  • P. ×canadensis ‘Marilandica’ → Tafel 16
  • P. ×canadensis ‘Neupotz’ → Tafel 19
  • P. ×canadensis ‘Ostia’ → Tafel 18
  • P. ×canadensis ‘Regenerata’ → Tafel 22
  • P. ×canadensis ‘Rintheim’ → Tafel 19
  • P. ×canadensis ‘Serotina’ → Tafel 15
  • P. ×canadensis ‘Tardif de Champagne’ → Tafel 18
  • P. ×canadensis ‘Virginiana de Frignicourt’ → Tafel 22
  • P. ×canescens → Tafel 2
  • P. ×canescens ‘Enniger’ → Tafel 5
  • P. ×canescens ‘Honthorpa’Tafel 5
  • P. ×canescens ‘Ingolstadt 3a’ → Tafel 5
  • P. ×canescens ‘Rudolf Schmidts Graupappel’ → Tafel 5
  • P. ×canescens ‘Schleswig 1’ → Tafel 5
  • P. ×canescens ‘Schylp Marsch’ → Tafel 5
  • P. ×generosa → Tafel 7
  • P. ×hinckleyana → Tafel 7
  • P. ×jackii → Tafel 26
  • P. ×’Oxford’ → Tafel 27
  • P. ×parryi → Tafel 7
  • P. ×rasumowskiana → Tafel 26
  • P. ×robusta → Tafel 23
  • P. ×’Rochester’ → Tafel 27
  • P. ×wettsteinii ‘Astria’ → Tafel 14
  • P. ×wobstii → Tafel 8

Ohne Abbildungen

  • P. afghanica ‘Thevestina’
  • P. purdomii
  • P. trichocarpa × P. balsamifera
  • P. ×canadensis ‘Erseta’
  • P. ×canadensis ‘Tannenhoeft’
  • P. ×charkowiensis
  • P. ×kornicensis
  • P. ×petrowskiana
  • P. ×tomentosa

und die nicht verschlüsselten Arten.

Quellen für die Abbildungen

  • 1 : verändert nach Hesmer (1951)
  • 2 : verändert nach Houtzagers (1941)
  • 3 : verändert nach Hoffmann et al. (1976)
  • 4 : verändert nach Hoffmann et al. (1977)
  • 5 : verändert nach Baumeister et al. (1979)
  • 6 : verändert nach Fröhlich et al. (1964)
  • 7 : verändert nach Krüssmann (1977)
  • 8 : verändert nach Roloff & Bärtels (1996)
  • 9 : verändert nach Meikle (1984/1996)
  • 10 : verändert nach Fitschen (1994)
  • 11 : verändert nach Becker (1983)
  • 12 : verändert nach Wolterson (1961)
  • 13 : verändert nach Wettstein(1944)
  • 14 : verändert nach Phillips (1998)
  • 15 : verändert nach Willkomm (1875)
  • 16 : Original; ein Beispiel, Heterophyllie!
  • 17 : verändert nach Eckenwalder (1984)
  • 18 : verändert nach Eckenwalder (1977)

Tafeln als Scan von Originalen des Autors

Tafeln als Scan aus der gedruckten Publikation

Endnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Nach Eckenwalder (1996, zit. OECD 1998 und Talent 1998 schriftl. Mitt.) und Zsuffa (1975) werden unter P. suaveolens Fischer auch P. cathayana Rehder , P. koreana Rehder und P. maximowiczii Henry subsummiert, die hier im Schlüssel in Anlehnung an Duty (1986) aber zumindest vorläufig noch getrennt behandelt werden.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 P. angulata wird von manchen Autoren auch als Unterart P. deltoides subsp. angulata, als Klon von P. deltoides Bartram ex Marshall 1785 var. deltoides oder als P. deltoides subsp. deltoides aufgefaßt (vgl. Demeritt 1990, Eckenwalder 1977 und nächste Fußnote bei P. deltoides). Dann wäre auch P. ×robusta (=P. angulata f. cordata ×P. nigra ‘Plantierensis’) P. ×canadensis zuzuordnen. Zu P. ×robusta werden gelegentlich auch P. ×’Bachelieri’ und P. ×’Vernirubens’ A. Henry 1930 gestellt.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Die Gliederung dieses Komplexes ist noch nicht völlig geklärt. Neben P. deltoides subsp. deltoides, P. deltoides subsp. monilifera und P. deltoides subsp. wislizeni werden auch die Unterarten P. deltoides subsp. angulata, P. deltoides subsp. missouriensis [vielleicht syn. P. angulata var. missouriensis A. Henry ] unterschieden , wobei letztere auch als in P. deltoides subsp. deltoides aufgegangen interpretiert werden (Cooper 1990, FAO 1979; Eckenwalder 1977, 1996). Nah verwandt sind P. fremontii, P. wislizeni und P. sargentii, wobei nur erstere ziemlich sicher als eigene Art aufzufassen ist.
  4. 4,00 4,01 4,02 4,03 4,04 4,05 4,06 4,07 4,08 4,09 4,10 4,11 Brayshaw (1965, zit. Eckenwalder 1984) behandelt P. balsamifera und P. trichocarpa als Unterarten einer Art. Dieses Verwandtschaftsproblem ist offenbar noch nicht gelöst, aber wenn sich diese Sichtweise bestätigen sollte, müßte z. B. auch P. ×generosa in P. ×jackii integriert werden. Nach Hillier (1984) sind auch ♀ bekannt.
  5. Eckenwalder (1996), auch zit. in OECD (1998), Synonyme vgl. Zsuffa (1975). P. ciliata wird in OECD (1998) der Sektion Tacamahaca und von Zsuffa (1975) der Sektion Leucoides zugeordnet. Die ostafrikanische P. ilicifolia wird auch der Sektion Tsavo Browitz 1966 zugeordnet, hier aber wie bei Eckenwalder (1996) in der Sektion Turanga erfaßt. Eigenartigerweise bestehen Beziehungen zwischen P. nigra und einigen Balsampappeln der Sektion Tacamahaca sowie P. alba; eine Abtrennung der nordamerikanischen Cottonwoods von der Sektion Aigeiros wird diskutiert (vgl. Eckenwalder 1996).
  6. Nach OECD (1998)
  7. 7,0 7,1 P. alba werden einige säulenförmig-schmalkronige Ausbildungen (als ‘Bolleana’, ‘Raket’ und ‘Pyramidalis’) zugeordnet, die jedoch möglicherweise auch zu P. caspica Bornmüller 1939 zu zählen sind, die sonst in Mitteleuropa nicht vorkommt (vgl. hierzu Neumann 1969, FAO 1979). P. caspica ist der sinnvolle Name für die anderswo (z. B. Bugala 1960) als P. alba var. bachofenii Hartig (= P. bachofenii Wierzb.) bezeichnete Sippe (Loos 1997 schriftl. Mitt., vgl. FAO 1979).
  8. 8,0 8,1 Nach anderen Autoren ergibt sich z. B. folgende Nomenklatur: P. fremontii var. wislizeni S. Watson 1878 oder P. fremontii subsp. wislizeni (S. Watson) E. Murray 1983 u. a.
  9. 9,0 9,1 Die Pyramidenpappel P. nigra ‘Italica’ ist durch eine natürliche Mutation der Schwarz-Pappel entstanden. Die Form ist Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts in Norditalien entstanden. Nach Mitteleuropa kam sie wohl um die Mitte des 18. Jahrhunderts; 1745 war sie angeblich in der Lombardei, 1749 in Frankreich und 1758 in England anzutreffen. Viele der in Mittel- und Ostdeutschland kultivierten Bäume sollen von einem männlichen Exemplar, das aus der Lombardei nach Wörlitz bei Dessau eingeführt wurde, abstammen. Nach anderen Berichten sollen die am Mittelrhein wachsenden Bäume hingegen französischer Herkunft sein; sie wurden bereits um 1740 aus Italien nach Deutschland eingeführt. Napoleon I. ließ sie zur Markierung der großen Heer- und Poststraßen (besonders für den Winter) quer durch Deutschland überall anpflanzen. Zum ersten Mal wurde sie bildlich von dem italienischen Maler Bagetti (1764-1831) dargestellt. Bei gelegentlichen Meldungen von weiblichen Bäumen handelt es sich höchstwahrscheinlich um Hybriden zwischen P. nigra ‘Italica’ und P. nigra s.str. (oder einigen anderen Arten) oder um Fehlbestimmungen von P. uzbekistanica Komarov 1934 ‘Afghanica’; auf letzteren beruhen auch die Herkunftsvermutungen Afghanistan oder Himalaja. In relativ kurzer Zeit wurde die Pyramidenpappel weit verbreitet (z. B. Polen 1787, Ukraine, Krim, Kaukasus, 1784 Philadelphia, 1797 Massachusetts) (Bugala 1967, Gesellschaft für Forstl. Arbeitswissenschaft 1947, Hecker 1995, Hesmer 1948, Houtzagers 1941, Martens & Kemmler 1865, Meikle 1984, Quartier 1978, Rossmässler 1971, Vonhausen 1879). Ein Bestimmungsschlüssel für P. nigra-Säulenpappeln findet sich in Fröhlich & Grosscurth (1973: 152f).
  10. Nach Weisgerber (1974), Hoffmann et al. (1976), Schulzke et al. (1990). Die genannten Sorten werden mit einigen Merkmalen im Anschluß an den Nebenschlüssel zusammengestellt. Darüberhinaus gibt es sehr zahlreiche weitere gezüchtete Sorten, die hier weder aufgezählt noch verschlüsselt werden.
  11. 11,0 11,1 11,2 Nach OECD (1998). Nach Krüssmann (1977) ist P. ×acuminata Rydberg 1893 eine Kreuzung von P. angustifolia × P. sargentii und P. ×andrewsii Sargent 1913 eine Kreuzung von P. ×acuminata × P. sargentii. Eckenwalder (1984) nennt keine Synonyme.
  12. 12,0 12,1 12,2 Rouleau (1948) aktualisierte die Nomenklatur dieses Klons. Nach Eckenwalder (1984) ist P. ×jackii ‘Gileadensis’ (neben P. ×jackii ‘Northwest’) wegen seiner medizinischen Nutzung verbreitet worden; der Ursprung dieses ♀ -Klons ist unbekannt, möglicherweise ist er natürlich entstanden. In Großbritannien wird der Klon P. ×jackii ‘Aurora’ häufig gepflanzt. Krüssmann (1977) interpretierte die ‘Balm-of-Gilead’ als einen sterilen Klon von P. balsamifera var. subcordata, der in NO-USA und SO-Kanada seit langem in beträchtlichem Umfang angebaut werde. — Der Name „Balm-of-Gilead“ ist insofern irreführend, als es sich hierbei eigentlich um ein aromatisches, medizinisch genutztes Harz (Mekka-Balsam, Echter Balsam u. a.) von Commiphora opobalsamum (L.) Engl. var. gileadensis (syn. Balsamodendron gileadense Kunth; Burseraceae; Arabien, Syrien, Ägypten, Somalia) handelt. Weitere Arten der Familie produzieren verwandte Substanzen wie z. B. Weihrauch (Boswellia sacra Flueckiger) oder Myrrhe (Commiphora abyssinica Engl. , C. molmol Engl. u. a.) (Heywood et al. 1982, Sandved et al. 1993). Auch Harze anderer Bäume werden fälschlicherweise als Balm-of-Gilead bezeichnet, z. B. von Abies balsamea Mill. (Rindenharze; „Kanadabalsam“) oder von P. nigra, P. balsamifera, P. candicans = P. × jackii ‘Gileadensis’ (im Frühjahr vor dem Öffnen gesammelte, frische oder getrocknete Blattknospen) (Hagers Handbuch ... 1972, 1973, 1977, 1992).
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 Nach OECD (1998) haben P. ×berolinensis, P. ×rasumowskiana und P. ×petrowskiana dieselben Eltern, nämlich P. laurifolia und P. nigra; nach den Nomenklaturregeln wären sie dann alle unter P. ×berolinensis zusammenzufassen.
  14. Schulzke et al. (1990). Es gibt zahlreiche weitere natürliche und künstlich erzeugte Hybriden. Als sog. Stout-Schreiner -Züchtungen (Stout & Schreiner 1933) seien zusätzlich zu den obengenannten P. ×’Androscoggin’, P. ×’Rochester’ und P. ×’Oxford’ genannt: P. laurifolia × P. nigra: Frye Poplar, Strathglass Poplar, Rumford Poplar; P. nigra × P. trichocarpa: Roxbury Poplar; P. ×berolinensis × P. maximowiczii: Geneva Poplar; P. nigra subsp. betulifolia × P. trichocarpa: Andover Poplar; P. ×berolinensis × P. candicans (=?P. ×jackii): Maine Poplar. – Über die systematische Stellung von P. digitata Halbr. 1975 können aufgrund bislang nur lückenhafter Diagnosen (Halbritter 1975) keine Angaben gemacht werden.
  15. Nach Müller & Sauer (1957-1961), Müller (1974), Fröhlich et al. (1964), Roloff & Bärtels (1996) u. a.
  16. Zugelassene Klone nach Weisgerber (1974), Schulzke et al. (1990). Es gibt auch die Cultivare ‘Harvard’, ‘Lux’ und ‘Onda’ aus Italien sowie ‘Alcinde’ aus Frankreich u.v. a. (FAO 1979).
  17. Wolterson (1961)
  18. Nach Neumann (1969); Hinweis von Loos (1997 schriftl. Mitt.).
  19. 19,0 19,1 Neben P. deltoides subsp. monilifera ist vielleicht auch eine Zwischenform zwischen den Unterarten deltoides und monilifera ein Elter (Eckenwalder 1977, zit. in 1984). Aus England ist eine Hybride P. ×jackii × P. nigra bekannt geworden (Stace 1997).
  20. Auch beschrieben als P. balsamifera subsp. trichocarpa (vgl. Demeritt 1990). Zum Handel zugelassene Sorten, aber hier nicht weiter verschlüsselt: P. trichocarpa ‘Brühl’ ♂ ♀, ‘Muhle-Larsen’ ♀, ‘Scott Pauley’ ♀, ‘Fritzi Pauley’ ♀, ‘Columbia River’ ♂ (nach Weisgerber 1974, Hoffmann et al. 1977, Schulzke et al. 1990). Auch bei dieser Art gibt es zahlreiche weitere Cultivare.

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Quelle: Bestimmungsschlüssel für in Mitteleuropa heimische und kultivierte Pappelarten (Populus spec.) und -Sorten. Florist. Rundbriefe, Beih. 6: 1-53 + 28 Tafeln (1999) (die Fassung von 1999 ist auch als PDF-Datei verfügbar). Die Veröffentlichung erfolgt mit Genehmigung der Floristischen Rundbriefe. Dies ist eine leicht überarbeitete und fehlerbereinigte Fassung der Arbeit von 1999. (Autorisierte Zweitpublikation)
Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Michael Koltzenburg beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Zitiervorschlag: M. Koltzenburg 2010. Bestimmungshilfe für in Mitteleuropa heimische und kultivierte Pappelarten und -Sorten. http://www.offene-naturfuehrer.de/wiki/Bestimmungshilfe_für_in_Mitteleuropa_heimische_und_kultivierte_Pappelarten_und_-Sorten_(Michael_Koltzenburg)
Dieser Beitrag stammt von einem Mitglied der Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands (GEFD).
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Bestimmungshilfe für in Mitteleuropa heimische und kultivierte Pappelarten und -Sorten (Michael Koltzenburg) (Zuletzt geändert:
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22 März 2017 21:38:08). Abgerufen am 18. November 2017, 19:56 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Bestimmungshilfe_für_in_Mitteleuropa_heimische_und_kultivierte_Pappelarten_und_-Sorten_(Michael_Koltzenburg)