Bestimmungsschlüssel für die Gattung Aconitum in Deutschland (Dr. Walter Starmühler)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Walter Starmühler (Graz) beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Starmühler, W. 2012. Bestimmungsschlüssel für die Gattung Aconitum in Deutschland. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​web/​Bestimmungsschlüssel_​für_​die_​Gattung_​Aconitum_​in_​Deutschland_​(Walter_​Starmühler)


Inhaltsverzeichnis


Schlüssel


Artbeschreibungen

Aconitum ×acuminatum Reichenbach 1827, Illustratio specierum Aconiti generis: 68 (A. degenii × A. napellus) – Scharfspitziger Eisenhut

Staude; 50-150 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 3-5-7-teilig, Abschnitte lanzettlich, lang zugespitzt, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand einfach oder mit Seitentrauben; Blütenstiele über den Brakteolen dicht gerade abstehend drüsig behaart, nach unten hin krumm behaart; Brakteolen 4-6 mm lang, lanzettlich, allseits behaart, kurz vor der Blüte sitzend; Blüten tiefblau bis violett; Tepalen außen dicht gerade abstehend drüsig und drüsenlos krumm behaart; Helm etwa so hoch wie breit; Nektarblätter kahl oder schwach behaart, ihre Stiele stark gebogen, ihre Sporne kopfig, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil dicht abstehend behaart; Karpelle 3, kahl oder allseits behaart, steril; blüht von August bis September.


Aconitum ×acutum Reichenbach 1820, Monographia generis Aconiti: 93, t. 15, 2 pro species (A. tauricum × A. variegatum) – Scharfer Eisenhut

Staude; 30-100 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 3-5-7-teilig, Abschnitte schmal-lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand meist einfach; Blütenstiele kahl oder mit wenigen krummen Haaren; Brakteolen 3-5 mm lang, linealisch, unterseits kahl, kurz vor der Blüte sitzend; Blüten tiefblau bis violett; Tepalen außen kahl; Helm etwa so hoch wie breit; Nektarblätter meist kahl, ihre Stiele schwach gebogen, ihre Sporne stark kopfig oder geknickt, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter kahl oder im oberen Teil abstehend behaart; Karpelle 3, kahl, selten an der Bauchnaht behaart, steril; blüht von August bis September.


Aconitum ×austriacum Mucher 1993, Carinthia II 183/103: 524 (A. pilipes × A. variegatum) – Österreichischer Eisenhut

Staude; 50-150 cm hoch; Wurzel kugelig verdickt; Stängel meist aufrecht, von Knoten zu Knoten zickzackförmig gebogen; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte keilig-rhombisch, 3 oder 5 Abschnitte bis zum Grund eingeschnitten, Netznervatur deutlich hervortretend; Blütenstand meist mit mehreren Seitentrauben; Blütenstiele zumindest über den Brakteolen schlängelig drüsig behaart, meist lang, aufrecht abstehend; Brakteolen spatelig, meist direkt unter der Blüte sitzend, meist allseits krummhaarig; Blüten meist hellviolett; Tepalen außen kahl; Helm deutlich höher als breit; Nektarblätter meist kahl, ihre Stiele aufrecht, ihre Sporne zurückgerollt, den Helmgipfel nie erreichend; Filamente der Staubblätter kahl oder im oberen Teil behaart; Karpelle (3-) 5, meist allseits gerade aufrecht anliegend behaart, fertil; Samen braun, mit 4-6 häutigen Querlamellen an einer Seitenfläche; blüht von August bis September.


Aconitum ×bavaricum Starmühler 2001, Ber. Bayer. Bot. Ges. 71: 105 (A. napellus × A. plicatum) – Bayerischer Eisenhut

Staude; 50-180 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 3-5-7-teilig, Abschnitte lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand einfach oder mit wenigen Seitentrauben; Blütenstiele krumm behaart; Brakteolen 2-5 (-8) mm lang, fädig, linealisch oder lanzettlich bis spatelig (besonders die der untersten Blüten) und sogar geteilt, wenig von der Blüte entfernt sitzend, allseits krummhaarig; Blüten violett; Tepalen außen mäßig krumm behaart; Helm breiter als hoch; Nektarblätter kahl oder abstehend behaart, ihre Stiele stark gebogen, ihre Sporne schwach kopfig, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil dicht behaart; Karpelle 2-3, kahl bis mäßig dicht krumm behaart, fertil; Samen schwarz, an den Seitenflächen glatt bis runzelig; blüht von Juli bis August.

  • nsubsp. bavaricum (A. napellus subsp. napellus × A. plicatum) – Bayerischer Eisenhut i.e.S.
    Karpelle kahl.
  • nsubsp. lusenense Starmühler 2001, Ber. Bayer. Bot. Ges. 71: 106 (A. napellus subsp. lobelii × A. plicatum) – Lusen-Eisenhut
    Karpelle am Rücken zerstreut bis mäßig dicht behaart.

Aconitum ×cammarum Linnaeus em. Fries 1828, Novitiae Florae Suecicae: ed. 2: 171 (Bastard von bislang unbekannter Genese) – Garten-Eisenhut

Staude; 60-150 (-200) cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte breit-lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand mit vielen Seitentrauben; Blütenstiele über den Brakteolen mit wenigen krummen, schlängeligen oder gerade abstehenden Haaren; Brakteolen 4-6 mm lang, spatelig, unterseits kahl, kurz vor der Blüte sitzend; Blüten blau, violett oder weiß-blau gescheckt; Tepalen außen kahl; Helm etwa so hoch wie breit; Nektarblätter kahl, ihre Stiele schwach gebogen, ihre Sporne geknickt, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil abstehend behaart; Karpelle 3, kahl, steril; blüht von Juli bis August.


Aconitum carmichaelii Debeaux 1879, Actes Soc. Linn. Bordeaux 33: 87 – Carmichael-Eisenhut

Staude; 150-250 (-300) cm hoch; Wurzel kugelig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 5-teilig; Abschschnitte keilig-rhombisch;, mit deutlicher Netznervatur; Blütenstand mit vielen, aufrechten Seitentrauben; Blütenstiele dicht krumm behaart; Brakteolen eiförmig zugespitzt; Blüten lilablau; Tepalen außen krumm behaart; Helm etwa so hoch wie breit oder etwas höher; Nektarblätter kahl, ihre Stiele aufrecht, ihre Sporne zurückgerollt, den Helmgipfel meist nicht erreichend; Filamente der Staubblätter gezähnt, kahl; Karpelle 5, fertil; blüht von September bis November.


Aconitum degenii Gáyer 1906, Mag. Bot. Lap. 5: 123 – Degen-Eisenhut

Staude; 100-200 (-300) cm hoch; Wurzel kugelig verdickt; Stängel meist übergebogen, von Knoten zu Knoten zickzackförmig gebogen; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte keilig-rhombisch, 3 Abschnitte bis zum Grund eingeschnitten, Netznervatur deutlich hervortretend; Blütenstand rispig; Blütenstiele meist lang und bogig aufrecht abstehend; Brakteolen fädig bis linealisch, etwa in der Mitte des Blütenstiels sitzend; Blüten meist hellviolett, selten lila; Tepalen außen kahl oder gerade abstehend drüsig behaart; Helm etwa so hoch wie breit; Nektarblätter kahl oder behaart, ihre Stiele gebogen, ihre Sporne kopfig oder geknickt, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter ungezähnt, kahl oder im oberen Teil behaart; Karpelle 3, kahl, fertil; Samen braun, mit 4-6 häutigen Querlamellen an einer Seitenfläche; blüht von August bis September.

  • subsp. paniculatum (Arcangeli) Mucher 1993, Phyton (Horn, Austria) 33 (1): 58 – Rispen-Eisenhut
    Blütenstiel und Tepalen außen dicht gerade abstehend drüsig behaart.
  • var. laxiflorum (Reichenbach) Mucher 1993, Phyton (Horn, Austria) 33 (1): 60 – Lockerblütiger Eisenhut
    Nektarblätter kahl; Filamente der Staubblätter kahl.
  • var. turrachense (Mucher) Mucher 1993, Phyton (Horn, Austria) 33 (1): 63 Turracher Eisenhut
    Nektarblätter behaart oder kahl, wenigstens die Filamente der inneren Staubblätter abstehend behaart.
  • subsp. rhaeticum Starmühler 1996, Fritschiana 7: 2 – Bündner Eisenhut
    Blütenstiel und Tepalen außen kahl.
  • nsubsp. lippertianum Starmühler 1996, Fritschiana 7: 11 (A. degenii subsp. paniculatum × subsp. rhaeticum) – Lippert-Eisenhut
    Blütenstiel nur über den Brakteolen schwach gerade abstehend drüsig behaart; Tepalen außen alle kahl oder nur die seitlichen außen schwach gerade abstehend drüsig behaart.

Aconitum ×exaltatum Bernhardi ex Reichenbach 1827, Illustr. Spec. Aconiti gen.: LXXII, pro species (Aconitum plicatum Köhler ex Reichenbach × A. variegatum Linnaeus) – Hoher Eisenhut

Staude; 40-120 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht oder zickzackfömig gebogen; Stängelblätter 5 (-7)-teilig, Abschnitte lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand einfach oder mit wenigen Seitentrauben; Blütenstiele nur über den Brakteolen schwach krumm behaart; Brakteolen 2-5 mm lang, dreieckig bis linealisch; Blüten tiefblau bis hellviolett; Tepalen außen kahl; Helm etwa so hoch wie breit; Nektarblätter meist kahl, ihre Stiele schwach gebogen, ihre Sporne kopfig oder geknickt, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil schwach behaart; Karpelle 3, kahl oder zerstreut behaart, steril; blüht im August.


Aconitum ×hebegynum A.P.Candolle 1817, Regni vegetabilis systema naturale 1: 376. pro species (A. degenii × A. variegatum) – Flaumfrüchtiger Eisenhut

Staude; 50-250 cm hoch; Wurzel kugelig verdickt; Stängel aufrecht bis übergebogen, von Knoten zu Knoten zickzackförmig gebogen; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte keilig-rhombisch, 3 Abschnitte bis zum Grund eingeschnitten, Netznervatur deutlich hervortretend; Blütenstand meist mit mehreren Seitentrauben; Blütenstiele zumindest über den Brakteolen gerade abstehend drüsig behaart, meist lang, aufrecht abstehend; Brakteolen lanzettlich bis spatelig, meist direkt unter der Blüte sitzend, allseits krumm bis abstehend behaart; Blüten meist blau bis hellviolett; Tepalen außen kahl; Helm wenig höher als breit; Nektarblätter meist kahl, ihre Stiele schwach gebogen, ihre Sporne geknickt oder halb zurückgerollt, den Helmgipfel meist erreichend; Filamente der Staubblätter kahl oder im oberen Teil schwach behaart; Karpelle 3-5, kahl, hauptsächlich an der Bauchnaht oder allseits behaart, fertil; Samen braun, mit 4-6 häutigen Querlamellen an einer Seitenfläche; blüht von August bis September.


Aconitum lycoctonum Linnaeus em. Koelle 1788, Spicilegium observationum de Aconito: 23 – Wolfs-Eisenhut

Staude; 40-180 (-200) cm hoch; Wurzelstock nicht knollig verdickt; Stängel steif aufrecht oder seltener etwas übergebogen; Stängelblätter 5 (-7)-teilig, Abschnitte breit, nie bis zum Grund eingeschnitten, mit deutlicher Netznervatur; Blütenstand einfach oder mit Seitentrauben; Blütenstiele krumm (in Götz 1967 als Kräuselhaare bezeichnet) oder gerade abstehend behaart; Brakteolen (3-) 4-8 mm lang, fädig oder linealisch, stets etwas von der Blüte entfernt sitzend, behaart; Blüten hellgelb; Tepalen außen krumm oder gerade abstehend behaart; Helm zylindrisch, 2,5-3mal so hoch wie breit; Nektarblätter kahl, ihre Stiele aufrecht, ihre Sporne schneckenförmig eingerollt; Filamente der Staubblätter meist kahl; Karpelle 3, kahl oder behaart, fertil; Samen schwarz, mit 6-7 häutigen Querlamellen an den Seitenflächen; blüht von Ende Mai bis August.

  • subsp. lycoctonumWolfs-Eisenhut i.e.S.
    Blütenstiel krumm behaart; Tepalen außen ± dicht krumm behaart; Karpelle kahl oder krumm behaart.
  • subsp. vulparia (Reichenbach ex Sprengel) Nyman 1889, Conspectus Florae Europaeae Supplementum 2 (1): 13 – Fuchs-Eisenhut
    Blütenstiel gerade abstehend behaart, oft mit eingemengten kurzen Drüsenhaaren; Tepalen außen gerade abstehend und/oder kurz drüsig behaart; Karpelle kahl, kurz drüsig und/oder aufrecht abstehend behaart.

nsubsp. spetaianum Starmühler (A. lycoctonum subsp. lycoctonum × subsp. vulparia) – Speta-Eisenhut

Die Hybride besitzt eine den Eltern intermediäre Behaarung am Blütenstiel und an der Außenseite der Perigonblätter; der Blütenstiel ist zumeist überwiegend krumm behaart mit wenigen gerade abstehenden Haaren und manchmal noch mit kurzen Drüsenhaaren. An der Außenseite der Blüte können von den drei Haartypen auch die kurzen Drüsenhaare oder die gerade abstehenden Haare dominieren.


Aconitum ×mielichhoferi Reichenbach 1827, Illustratio specierum Aconiti generis: 65 (A. degenii × A. tauricum) – Mielichhofer-Eisenhut

Staude; 30-120 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter mit meist sehr schmalen Abschnitten; Blütenstand einfach oder verzweigt; Blütenstiele zumindest über den Brakteolen dicht gerade abstehend drüsig behaart, nach unten verkahlend oder mit wenigen Krummhaaren; Brakteolen fädig bis spatelig, meist lanzettlich, 5-8 mm lang, meist kurz unter der Blüte sitzend, unterseits meist kahl; Blüten violett; Tepalen außen zerstreut bis dicht gerade abstehend drüsig behaart; Helm etwa so hoch wie breit oder etwas breiter; Nektarblätter stets behaart, ihre Stiele stark gebogen, ihre Sporne kopfig, den Helmgipfel erreichend; Filamente der Staubblätter kahl bis dicht behaart; Karpelle meist 3, kahl bis dicht behaart, steril; blüht von Mitte Juli bis Mitte September.


Aconitum napellus Linnaeus em. Skalický 1982, Preslia 54: 117 – Echter Eisenhut

Staude; 30-200 (-250) cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 3-5-7-teilig, Abschnitte schmal bis breit lanzettlich, 3-5 Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand einfach oder mit Seitentrauben; Blütenstiele krumm behaart, aufrecht abstehend; Brakteolen linealisch bis lanzettlich, seltener spatelig, meist direkt unter der Blüte sitzend, allseits krumm behaart; Blüten meist violett, sehr selten lila oder weiß; Tepalen außen krumm behaart; Helm breiter als hoch; Nektarblätter abstehend behaart, ihre Stiele stark gebogen, ihre Sporne schwach bis stark kopfig, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil dicht behaart; Karpelle 3, kahl oder behaart, fertil; Samen schwarz, an den Seitenflächen glatt bis runzelig; blüht von Juli bis August.

  • subsp. napellusEchter Eisenhut i.e.S.
    Stängel 30-200 (-250) cm hoch; Infloreszenz mit meist vielen Seitentrauben; Brakteolen 4-8 (-15) mm lang, linealisch bis lanzettlich, selten geteilt; Sporne der Nektarblätter schwach bis stark kopfig; Karpelle (2-) 3, kahl.
  • subsp. formosum (Reichenbach) Gáyer 1912 in Hegi, Illustrierte Flora von Mitteleuropa 3: 498 – Schöner Eisenhut
    Stängel 30-150 cm hoch; Infloreszenz meist einfach oder nur wenigen kurzen Seitentrauben; Brakteolen zumindest der untersten Blüten der Endtraube 1-2 (-3) mm lang, linealisch bis dreieckig; Sporne der Nektarblätter nur angedeutet bis schwach kopfig; Karpelle 2 (-3), kahl.
  • subsp. lobelii Mucher 1991, Phyton (Horn, Austria) 31 (1): 130 – Mariazeller Eisenhut
    Stängel 40-160 (-200) cm hoch, manchmal mit Bulbillen in den Achseln der unteren Stängelblätter; Infloreszenz meist einfach oder nur mit wenigen kurzen Seitentrauben; Brakteolen (3-) 5-8 (-20) mm lang, linealisch bis lanzettlich; Sporne der Nektarblätter kopfig; Karpelle (2-) 3, am Rücken oder gänzlich, ausgenommen die Bauchnaht, behaart.
  • nsubsp. hinterhuberi Starmühler 1999, Fritschiana 18: 12 – (A. napellus subsp. formosum × subsp. napellus) – Hinterhuber-Eisenhut
    Stängel 30-150 cm hoch; Infloreszenz meist einfach oder mit nur wenigen kurzen Seitentrauben; Brakteolen (2-) 3 (-4) mm lang, linealisch; Sporne der Nektarblätter schwach kopfig; Karpelle 2-3, kahl.
  • nsubsp. polatschekii Mucher ex Starmühler 1999, Fritschiana 18: 13 – (A. napellus subsp. formosum × subsp. lobelii) – Polatschek-Eisenhut
    Stängel 30-150 cm hoch; Infloreszenz meist einfach oder mit nur wenigen kurzen Seitentrauben; Brakteolen 2-3 (-4) mm lang, linealisch; Sporne der Nektarblätter schwach kopfig; Karpelle 2-3, am Rücken zerstreut behaart.

nsubsp. seitzii Mucher ex Starmühler 1999, Fritschiana 18: 14 – (A. napellus subsp. lobelii × subsp. napellus) – Seitz-Eisenhut
Stängel 50-150 (-200) cm hoch; Infloreszenz einfach oder mit wenigen Seitentrauben; Brakteolen (3-) 4-8 mm lang, lanzettlich; Sporne der Nektarblätter kopfig; Karpelle (2-) 3, am Rücken zerstreut behaart.


Aconitum napellus Linnaeus em. Skalický × A. pilipes (Reichenbach) Gáyer Staude; 40-140 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 5 (-7)-teilig, Abschnitte meist schmal-lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand einfach oder mit Seitentrauben; Blütenstiele über den Brakteolen dicht schlängelig drüsig behaart, nach unten hin krumm behaart; Brakteolen 4-6 mm lang, lanzettlich, allseits behaart, kurz unter der Blüte sitzend; Blüten tiefblau bis violett; Tepalen außen dicht schlängelig drüsig und drüsenlos krumm behaart; Helm etwa so hoch wie breit; Nektarblätter meist behaart, ihre Stiele schwach gebogen, ihre Sporne kopfig oder geknickt, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil dicht abstehend behaart; Karpelle 3, kahl oder allseits behaart, steril; blüht von August bis Anfang September.


Aconitum pilipes (Reichenbach) Gáyer 1911, Mag. Bot. Lap. 10: 200 – Raustieliger Eisenhut

Staude; 30-150 cm hoch; Wurzel kugelig verdickt; Stängel aufrecht, nur selten übergebogen, von Knoten zu Knoten zickzackförmig gebogen; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte keilig-rhombisch, 3 oder 5 Abschnitte bis zum Grund eingeschnitten, Netznervatur deutlich hervortretend; Blütenstand einfach oder mit wenigen Seitentrauben; Blütenstiele schlängelig drüsig und krumm behaart, meist lang, aufrecht abstehend; Brakteolen spatelig, meist direkt unter der Blüte sitzend, allseits krumm und drüsig behaart; Blüten meist blau bis hellviolett; Tepalen außen schlängelig drüsig behaart; Helm deutlich höher als breit; Nektarblätter meist behaart, ihre Stiele aufrecht, ihre Sporne zurückgerollt, den Helmgipfel nie erreichend; Filamente der Staubblätter krumm bis gerade abstehend behaart; Karpelle (3-) 5, allseits behaart, fertil; Samen braun, mit 4-6 häutigen Querlamellen an einer Seitenfläche; blüht von August bis September.


Aconitum pilipes (Reichenbach) Gáyer × A. tauricum Wulfen Staude; 30-80 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 5 (-7)-teilig, Abschnitte meist schmal-lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand meist einfach; Blütenstiele besonders über den Brakteolen schlängelig drüsig behaart; Brakteolen 3-5 mm lang, linealisch, am Rand gewimpert, kurz unter der Blüte sitzend; Blüten violett; Tepalen außen schlängelig drüsig behaart; Helm etwa so hoch wie breit; Nektarblätter kahl, ihre Stiele stark gebogen, ihre Sporne kopfig, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil kahl oder abstehend behaart; Karpelle 3, kahl oder zerstreut behaart, steril; blüht von August bis Anfang September.


Aconitum ×pilosiusculum (Seringe) Gáyer 1911, Mag. Bot. Lap. 10: 200, pro species (A. degenii × A. pilipes) – Mischhaariger Eisenhut

Staude; 30-100 cm hoch; Wurzel kugelig verdickt; Stängel aufrecht bis übergebogen, von Knoten zu Knoten zickzackförmig gebogen; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte keilig-rhombisch, 3 Abschnitte bis zum Grund eingeschnitten, Netznervatur deutlich hervortretend; Blütenstand meist einfach oder mit wenigen Seitentrauben; Blütenstiele gerade abstehend und schlängelig drüsig behaart und krumm, aufrecht abstehend; Brakteolen lanzettlich bis spatelig, meist direkt unter der Blüte sitzend, allseits krumm bis abstehend behaart; Blüten meist blau bis hellviolett; Tepalen außen schlängelig und gerade abstehend drüsig behaart; Helm wenig höher als breit; Nektarblätter meist abstehend behaart, ihre Stiele schwach gebogen, ihre Sporne geknickt oder halb zurückgerollt, den Helmgipfel meist erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil behaart; Karpelle 3-5, kahl bis allseits behaart, fertil; Samen braun, mit 4-6 häutigen Querlamellen an einer Seitenfläche; blüht von August bis September.


Aconitum plicatum Köhler ex Reichenbach 1819, Uebersicht der Gattung Aconitum: 29 –Klaffender Eisenhut

Staude; 30-150 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter (3-) 5-teilig, Abschnitte schmal-lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand einfach oder mit nur wenigen kurzen Seitentrauben; Blütenstiele kahl oder nur mäßig dicht krumm behaart; Brakteolen 1-2 (-3) mm lang, linealisch oder dreieckig, stets etwas von der Blüte entfernt sitzend, kahl oder behaart; Blüten tiefblau bis violett; Tepalen außen kahl oder nur schwach krumm behaart; Helm breiter als hoch; Nektarblätter kahl oder abstehend behaart, ihre Stiele stark gebogen, ihre Sporne schwach kopfig, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil dicht behaart; Karpelle 2 (-3), meist ganz kahl, fertil; Samen schwarz, an den Seitenflächen glatt bis runzelig; blüht von Ende Juli bis Anfang September.

  • subsp. plicatum var. plicatum – Klaffender Eisenhut i.e.S.
    Blütenstiele behaart.
  • subsp. plicatum var. clusianum Mitka & Starmühler 2003 in Mitka, The genus Aconitum L. (Ranunculaceae) in Poland and adjacent countries – a phenetic-geographic study: 74.- Kraków. – Clusius-Eisenhut
    Blütenstiele kahl.

Aconitum ×schneebergense Gáyer 1909, Mag. Bot. Lap. 8: 189 (A. napellus × A. variegatum) – Schneeberg-Eisenhut

Staude; (30-) 60-200 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte breit-lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand mit meist vielen Seitentrauben; Blütenstiele über den Brakteolen ± dicht krumm behaart, nach unten hin verkahlend; Brakteolen 5-7 mm lang, lanzettlich bis spatelig, allseits krumm behaart, kurz vor der Blüte sitzend; Blüten tiefblau bis violett; Tepalen außen kahl; Helm etwa so hoch wie breit; Nektarblätter meist kahl, ihre Stiele schwach gebogen, ihre Sporne stark kopfig oder geknickt, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil dicht abstehend behaart; Karpelle 3-4, kahl oder besonders an der Bauchnaht behaart, steril; blüht von August bis September.


Aconitum tauricum Wulfen in Koelle 1788, Spicilegium observationum de Aconito: 15 – Tauern-Eisenhut

Staude; (10-) 15-60 (-100) cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte meist schmal-lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand meist einfach; Blütenstiele kahl oder nur über den Brakteolen mit einzelnen ± abstehenden Haaren; Brakteolen fädig bis linealisch, direkt unter der Blüte sitzend, kahl oder am Rand gewimpert; Blüten violett; Tepalen außen kahl; Helm breiter als hoch; Nektarblätter kahl oder abstehend behaart, ihre Stiele stark gebogen, ihre Sporne nur angedeutet bis schwach kopfig, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter kahl oder im oberen Teil behaart; Karpelle (2-) 3, meist kahl, fertil; Samen schwarz, an den Seitenflächen glatt bis runzelig; blüht von August bis September.

  • subsp. tauricum var. tauricumTauern-Eisenhut i.e.S.
    Blütenstiel kahl; Sporne der Nektarblätter nur angedeutet; Karpelle kahl.
  • fo. tauricumTauern-Eisenhut i.e.S.
    Nektarblätter und Staubblätter kahl.
  • fo. taurericum (Reichenbach) Gáyer 1909, Mag. Bot. Lap. 8: 145 – Koelle-Eisenhut
    Nektarblätter und Staubblätter behaart.
  • nsubsp. hayekianum (Gáyer) Grinţescu in Savulescu 1953, Flora Reipublicii Populare Române 2: 475, pro subspecies (A. tauricum subsp. latemarense × subsp tauricum (Reichenbach) Gáyer) – Hayek-Eisenhut
    Blütenstiel über den Brakteolen mit wenigen ± abstehenden, meist sezernierenden Haaren; Sporne der Nektarblätter nur schwach kopfig; Karpelle meist kahl, selten wenige Haare an der Bauchnaht.

Aconitum ×teppneri Mucher ex Starmühler 2001, Ber. Bayer. Bot. Ges. 71: 107 (A. napellus × A. tauricum) – Teppner-Eisenhut

Staude; 15-150 cm hoch; Wurzel rübenförmig verdickt; Stängel steif aufrecht; Stängelblätter 3-5-7-teilig, Abschnitte lanzettlich, Abschnitte fast oder ganz bis zum Grund eingeschnitten, ohne deutliche Netznervatur; Blütenstand einfach oder mit nur wenigen kurzen Seitentrauben; Blütenstiele nur schwach krumm und/oder abstehend behaart; Brakteolen 1-6 mm lang, linealisch bis lanzettlich, unterseits stets kahl, am Rand meist gewimpert; Blüten tiefblau bis violett; Tepalen außen kahl oder nur zerstreut krumm behaart; Helm breiter als hoch; Nektarblätter abstehend behaart, seltener verkahlend, ihre Stiele stark gebogen, ihre Sporne schwach kopfig, den Helmgipfel stets erreichend; Filamente der Staubblätter im oberen Teil abstehend behaart; Karpelle (2-) 3, kahl oder zerstreut behaart, fertil; Samen schwarz, an den Seitenflächen glatt bis runzelig; blüht von Ende Juli bis Anfang September.

  • nsubsp. teppneri (A. napellus subsp. napellus × A. tauricum subsp. tauricum) – Teppner-Eisenhut i.e.S.
    Blütenstiel nur zerstreut krummhaarig; Karpelle kahl.
  • nsubsp. goetzii Mucher ex Starmühler 2001, Ber. Bayer. Bot. Ges. 71: 108 (A. napellus subsp. lobelii × A. tauricum subsp. tauricum) – Götz-Eisenhut
    Blütenstiele nur zerstreut krummhaarig; Fruchtblätter zerstreut anliegend behaart.

Aconitum variegatum Linnaeus 1753, Species Plantarum ed. 1. 1: 532. – Bunter Eisenhut. Staude; 25-150 (-250) cm hoch; Wurzel kugelig verdickt; Stängel aufrecht oder übergebogen, von Knoten zu Knoten zickzackförmig gebogen; Stängelblätter 5-7-teilig, Abschnitte rhombisch, 3 oder 5 Abschnitte bis zum Grund eingeschnitten, Netznervatur deutlich hervortretend; Blütenstand nur in höheren Lagen unverzweigt, sonst mit meist vielen und langen Seitentrauben; Blütenstiele kahl, meist lang und aufrecht abstehend; Brakteolen spatelig bis eiförmig, manchmal auch geteilt, meist in der oberen Hälfte des Blütenstiels sitzend; Blüten meist dunkelblau, selten lila oder blau-weiß gescheckt; Tepalen außen kahl; Helm deutlich höher als breit; Nektarblätter kahl, ihre Stiele aufrecht, ihre Sporne zurückgerollt, den Helmgipfel nie erreichend; Filamente der Staubblätter ungezähnt oder gezähnt, kahl oder im oberen Teil schwach behaart; Karpelle 3-5, fertil; Samen braun, mit 4-6 häutigen Querlamellen an einer Seitenfläche; blüht von August bis September.

  • subsp. variegatum var. variegatumBunter Eisenhut i.e.S.
    Blütenstiel kahl; Brakteolen spatelig bis eiförmig, unterseits stets kahl; Karpelle (3-) 5, an der Bauchnaht dicht aufrecht anliegend behaart.
  • subsp. nasutum (Fischer ex Reichenbach em. Ruprecht) Götz 1967, Feddes Repertorium 76 (1-2): 36 – Geschnäbelter Eisenhut
    Blütenstiel kahl; Brakteolen spatelig, unterseits stets kahl; Karpelle 3, kahl.
  • nsubsp. podobnikianum Mucher 1993, Carinthia II 183/103: 522 (A. variegatum subsp. nasutum × subsp. variegatum) – Podobnik-Eisenhut
    Blütenstiel kahl; Brakteolen spatelig, unterseits stets kahl; Karpelle 3, mit nur wenigen Haaren an der Spitze der Bauchnaht.




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Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Bestimmungsschlüssel für die Gattung Aconitum in Deutschland (Walter Starmühler) (Zuletzt geändert:
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8 Oktober 2015 11:08:37). Abgerufen am 22. September 2017, 21:24 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Bestimmungsschlüssel_für_die_Gattung_Aconitum_in_Deutschland_(Walter_Starmühler)