Bisamratte – Ondatra zibethicus

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Deutscher Name: Bisamratte
Wissensch. Name: Ondatra zibethicus
(Linnaeus, 1766)
Weitere deutsche Namen: Bisam
Großgruppe: Säugetiere
Taxonomie: Ordnung Rodentia / Familie Cricetidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Neozoon

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Schwanz seitlich abgeplattet
  • keine Schwimmhäute
Die Bisamratte hat eine gedrungene, rattenartige Gestalt. Der Kopf ist eher spitz. Das Fell ist meist dunkelbraun bis cremefarben. Der Schwanz ist fast nackt und seitlich abgeplattet. Die Ohren sind im Fell versteckt. Die Schnurhaare sind dunkel. Sie hat Schimmborsten an den Füßen. Während des Schwimmens schauen Kopf, Nacken und Rücken aus dem Wasser. Die Spuren zeigen fünf leicht gespreizte Krallen, der Fersenballen ist nicht immer sichtbar.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Nutria Die Nutria sind deutlich größer. Sie haben einen runden Schwanz. Die Schnurhaare sind weiß. Am fünften Zeh fehlt die Schwimmhaut. Nutria:  Christian Fischer,CC BY-SA 3.0
Europäischer Biber Der Biber ist deutlich größer. Er hat einen kellenförmigen Schwanz. Während des Schwimmens schauen nur Kopf und Nacken aus dem Wasser. Zwischen allen Zehen befinden sich Schwimmhäute. Europäischer Biber:  Tocekas, CC BY-SA 3.0


Mensch und Stadt

Die Bisamratte ist an Fließ- und Stillgewässer als Lebensraum gebunden. Man findet sie an Teichen, Seen und Flüssen.

Sie ist eher scheu und nachtaktiv. In einer störungsfreien Umgebung kann sie auch tagaktiv sein. Sie verursacht Wühl- und Fraßschaden und wird daher oft als Schädling bezeichnet.

Wissenswertes

  • Herkunft: Die Bisamratte stammt ursprünglich aus Nordamerika. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es sie auch in Europa. Damit gehört sie zu den nicht-einheimischen Tieren (Neozoa).
  • Sie kann bis zu zehn Minuten lang tauchen.
  • Eigentlich gehört sie nicht zu den Rattenarten, sondern zu den Wühlmäusen.
  • Sie ist ein guter Schwimmer und nutzt dafür ihre Schimmborsten als paddelartige Unterstützung.
  • Ihren Namen verdankt die Bisamratte einem stark duftenden Sektret, das die Männchen absondern. "Bisam" ist ein anderes Wort für Moschus.
  • Die starke Ausbreitung der Bisamratte soll darauf zurückzuführen sein, dass es wenig Konkurrenz um den beanspruchten Lebensraum gab.
  • Sie kann Zwischenwirt für den Fuchsbandwurm sein, da sie zu den Beutetieren des Fuchses gehört.

Quellen, Literatur, Weblinks