Steinhummel – Bombus lapidarius (Linnaeus 1758)

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(Apidae)

Taxon-Baum

Umgangssprachlicher Name: Steinhummel   Namensherkunft/Etymologie: Der Name „Bombus“ leitet sich ab von < lat.: der dumpfe Ton und „lapis“ von < lat.: der Stein, Grenzstein.  

Beschreibung: Eine sehr häufige Art im Süden Großbritaniens, mit großen Königinnen, kurzem Rüssel, die früh im Frühling auftritt und unter der Erdoberfläche nistet (manchmal auch über der Erdoberfläche unter Objekten oder über der Erdoberfläche in Höhlen). Die Männchen dieser Art haben eine relativ kurze Aktivitätsperiode, in der sie sehr häufig sind. In ihrer Neststruktur beschreibt Sladen (1912) sie als ‚Pollenlagerer‘. Die Kolonien sind meist groß. Unterscheidung ähnlicher Arten: Anders als B. ruderarius haben B. lapidarius Königinnen und Arbeiterinnen 1.) komplett schwarze, lange Haare an den Pollensammelapparaten (corbiculae) der Hinterbeine und 2.) ist der Hinterleib gebogen und ohne Stachel; die Männchen haben 1.) ein hell-gelbes Gesicht und 2.) kurze Fühler (Prys-Jones & Corbet 1987, 1991). Anders als B. cullumanus, haben die B. lapidarius-Königinnen und Arbeiterinnen viele kurze, orange, gefiederte Haare an der Außenseite des Hinterleibs (Prys-Jones & Corbet 1987, 1991); die Männchen haben meist ein helles zitronen-gelbes Gesicht und Streifen. Im Unterschied zu B. pomorum und der dunklen Form von B. sylvarum haben die B. lapidarius-Königinnen und Arbeiterinnen einen gebogenen Hinterleib ohne Stachel (Prys-Jones & Corbet 1987, 1991); und Männchen haben kurze Fühler.Williams NHM o.J.Hentschel & Wagner 1996Sauermost 1994


Vorkommen

Habitat  Habitat: Gärten, Ackerland, Waldlichtungen und -ränder, Grasland, Heide, seltener im Hochland, in Marschen und Mooren.

Globus  Geographische Verbreitung: Europa und nördliches Afrika, im Osten bis zum Ural, möglicherweise sogar bis zum Ob.
Karte gleicher Flächen: Arten von Paul Williams bestimmt, Literaturdaten, erwartet
Weltweite Verbreitung von Bombus lapidarius

Buch/Veröffentlichung Literatur

Hentschel, E. J. & Wagner, G. H. 1996: Zoologisches Wörterbuch. 6. Auflage. Gustav Fischer Verlag, Jena.
Prys-Jones, O. E. & Corbet, S. A. 1987: Bumblebees. Cambridge, S. 86.
Prys-Jones, O. E. & Corbet, S. A. 1991: Bumblebees. 2. Auflage. Slough, S. 92.
Sauermost, R. (Hrsg.) 1994: Lexikon der Biologie. Bd. 1-9, Spektrum Akademischer Verlag, ISBN 3-86025-156-2.
Sladen, F. W. L. 1912: The humble-bee, its life history and how to domesticate it, with descriptions of all the British species of Bombus and Psithyrus. London (http://www.archive.org, abgerufen am 16. November 2010).
Williams, P. : Bombus. ─ Bumblebees of the world. (Kein Datum. Nur das des NHMhttp://www.nhm.ac.uk).

Anmerkungen

  1. Königinnen und Arbeiterinnen mit einem hellen Streifen am vorderen Ende der Brust sind selten und treten meist nur nach rauem Wetter auf.