Campanulaceae (Mitteleuropa)

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Gattungsschlüssel Campanulaceae (Glockenblumengewächse, Asterales)
Von: Peter Hein
Die Campanulaceae sind hier einschließlich der Lobelioideae gefasst. Der Bestimmungsschlüssel umfasst die Arten aus folgenden Ländern: Belgien, Dänemark, Deutschland, Liechtenstein, Luxembourg, Niederlande, Österreich, Polen (westliche und nördliche Gebiete), Schweiz, Südtirol, Tschechien (westliche und nördliche Gebiete). Das entspricht den kombinierten Arealen des aktuellen „Schmeil-Fitschen“ (Seybold 2009), des „Rothmalers“ (Jäger & Werner 2005), sowie der Exkursionsflora von Österreich (Fischer & al. 2008).
Geographischer Geltungsbereich: Mitteleuropa — Quelle: Überarbeitet nach Fischer et al. (2008), Garcke (1972), Haeupler & Muer (2000), Jäger & Werner (2005), Lauber & Wagner (1996), Oberdorfer (1983), Rosenbauer (1996), Schmeil-Fitschen (2009), Wißkirchen & Haeupler (1998) sowie eigenen Daten. — Zusammenarbeit: offenMitwirkende: Peter Hein
1
Blüten gleichmässig radiärsymmetrisch, Filamente verwachsen (connat)   ►► 2
  Campanuloideae
1*
Blüten 2-seitig symmetrisch (zygomorph), Filamente frei (nur die Antheren manchmal verbunden) 
  Lobelioideae (Lobelia und Downingia)
2
Blüten in kompakteren Blütenständen (Köpfe, Dolden, kopfige Ähren), mit gemeinsamer Hülle; Kronblätter schmal linealisch, frei bis fast zum Grund, ihre Spitzen an der Spitze verbunden, meist sich später öffnend   ► 3
2*
Blüten in meist lockeren Blütenständen (Trauben, Ähren, Rispen), ohne gemeinsame Hülle; Kronblätter höchstens bis leicht über die Hälfte in eiförmige oder dreieckige Zipfel zerteilt, nie an der Spitze verbunden   ► 5
3
Kapsel sich seitlich an der Mitte mit 2–3 Poren öffnend 
 Sandglöckchen  –  Jasione
3*
Kapsel sich an der Spitze mit einem Schlitz [bzw. 2 Poren] öffnend   ► 4
4
Blüten deutlich und groß, 16–20 mm lang, in „Knäueln“, ihre Hochblätter deutlich (ein seltener Kalkfelsspalten-Bewohner der Südalpen) 
 Schopfteufelskralle  –  Physoplexis
4*
Blüten deutlich kleiner, in Köpfchen und Ähren vereint, Hochblätter nicht sehr deutlich (Pflanzen andere Habitate bewohnend) 
 Teufelskralle  –  Phyteuma
5
Pflanze einjährig, Fruchtknoten und Fruchtstiel länglich -stielförmig; die Blütenkrone radförmig, kürzer als der Fruchtknoten 
 Venusspiegel, Frauenspiegel  –  Legousia
5*
Pflanze ausdauernd, Fruchtknoten anders geformt, Blütenkrone glockenförmig   ► 6
6
Pflanze mit niederliegenden, schlaffen, fadenartigen Sprossen, Blüten einzeln, glockenförmig, lang gestielt (eine seltene Art feuchter Orte) 
 Moorglöckchen  –  Wahlenbergia
6*
Pflanze mit aufrechten Sprossen (teilweise sehr kurz), Blütenkrone glocken- bis trichterförmig, gestielt oder sitzend   ► 7
7
Griffel mit Narbe deutlich länger als Blütenkrone; Griffel am Grund mit Drüsenring umgeben 
 Becherglocke  –  Adenophora
7*
Griffel mit Narbe etwa so lang wie die Blütenkrone; Griffel am Grund ohne Drüsenring   ► 8
8
Staubbeutel zur Blütezeit untereinander frei 
 Glockenblume  –  Campanula
8*
Staubbeutel zur Blütezeit röhrenförmig um den Griffel herum verwachsen 
 Ringglockenblume  –  Symphyandra

Gattungsliste der Campanulaceae (in dieser Bearbeitung ist neben den Campanulaceae die ehemalige Familie Lobeliaceae mit den Gattungen Lobelia und Downingia eingeschlossen)

  • Adenophora (Becherglocke, 1 Art im Gebiet)
  • Campanula (Glockenblume, ca. 50 Taxa (Arten und Unterarten) im Gebiet dieses Schlüssels
  • Downingia (Scheinlobelie, 1 Art im Gebiet)
  • Jasione (Sandglöckchen, 2 Arten im Gebiet)
  • Legousia (Venusspiegel, Frauenspiegel, 2 Arten im Gebiet)
  • Lobelia (Lobelie, 3 Arten im Gebiet)
  • Physoplexis (Schopfteufelskralle, 1 Art im Gebiet)
  • Phyteuma (Teufelskralle, ca. 20 Taxa im Gebiet),
  • Symphyandra (Ringglockenblume, 1 Art im Gebiet)
  • Wahlenbergia (Moorglöckchen, 1 Art im Gebiet)
Quelle: http://offene-naturfuehrer.de/web/Campanulaceae_(Mitteleuropa)
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