Definition Unkräuter

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Kein Landwirt lässt sich davon abbringen, Unkraut zu sagen. Nur Leute ohne Acker und Wiese und auch ohne Garten – oder Idealisten – vermeiden dieses Wort und sprechen von Wildkräutern. Dabei ist etwas Wildes ja auch nicht gerade so sehr positiv! Was Unkräuter sind, ist nicht so einfach zu definieren. Peter Zwerger und Hans Ulrich Ammon haben in ihrem, mit 400 Seiten derzeit umfassendsten Buch „Unkraut - Ökologie und Bekämpfung“ gleich 21 Definitionen zusammengetragen.

Aber man kann sie ökonomisch eingrenzen, nämlich wenn Pflanzen der Begleitflora in solch großen Mengen auftreten, dass sie den Ertrag mindern. Auch der Raps vom Vorjahr kann in der neuen Kultur zum Unkraut werden. Wachsen nur wenige Kräuter auf dem Acker, so ist dies akzeptierbar, da sie nicht schaden. Schadensschwellen sind entwickelt worden, die dem Landwirt helfen, Herbizide und damit Kosten einzusparen. Das betrifft dann allerdings nicht Ziergärten. Viel aussamende und stark wuchernde Pflanzen sind dort ungünstig. Man will keinen Giersch wachsen sehen. Oder noch besser: Einen Topf mit wunderschönen Kuckuckslichtnelken schaute sich eine Nachbarin, die auf einem Bauernhof mit Wiesen und Weiden groß geworden war, auf meiner Terrasse an und sagte fast erschrocken: Das ist doch Unkraut!

Am Einfachsten man spricht nur von Kräutern und Gräsern. Hier Links zu einigen besonders schönen Unkräutern. Man muss nur auf den Namen klicken.

Verfasser, Wohlert Wohlers, JKI. April 2015.

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Definition Unkräuter (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
9 Mai 2015 05:14:05). Abgerufen am 20. Dezember 2018, 08:20 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Definition_Unkräuter