Die Gattung Puschkinia in Deutschland (Gregor Stolley)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Gregor Stolley beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen! Direkte Verbesserungen und Illustrationen sind insbesondere in der frei veränderlichen Version in offener Zusammenarbeit erwünscht: Puschkinia (Deutschland).
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Teil von: Stolley, Gregor 2010. Die wilden, verwildernden und das ökologische Potenzial zu verwildern besitzenden Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae) in Deutschland. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​wiki/​Die_​wilden,_​verwildernden_​und_​das_​ökologische_​Potenzial_​zu_​verwildern_​besitzenden_​Hyazinthengewächse_​(Hyacinthaceae)_​in_​Deutschland_​(Gregor_​Stolley)

Puschkinia scilloides Adams 1805 var. libanotica (Zuccarini) Boissier – Libanon-Puschkinie

[Basionym: Puschkinia libanotica Zuccarini 1843].

Diese Varietät wird bereits seit 1808 als Gartenpflanze kultiviert. Sie gehört im Gartenhandel zum gängigen Sortiment und erträgt problemlos Temperaturen bis zu –15 °C. Der deutschrussische Naturwissenschaftler Michael Friedrich Adams alias Johann Friedrich Adam (* 1780 in Moskau, † 1.3. 1838 in Wereja, Russland) benannte die Gattung zu Ehren des russischen Kaukasusexpeditionsleiters, Chemikers und Geologen Graf Apollos Apollosovič Mussin-Puschkin (1760–1805). Er begleitete dessen Expedition als Botaniker. Hierzu gehört die Sorte Puschkinia scilloides var. libanotica ‘Alba’ (Blüten rein weiß). Diese Sorte gehört im Gartenhandel ebenfalls zum gängigen Sortiment. Die Stammvarietät wird auch mit dem deutschen Namen Libanon-Kegelblume bezeichnet.

Puschkinia scilloides Adams 1805 var. scilloides – Puschkinie

[Synonym: Puschkinia hyacinthoides Baker 1871].

Diese Varietät wird zwar als Gartenpflanze kultiviert, zum gängigen Sortiment des Gartenhandels gehört sie heutzutage aber mit Sicherheit nicht mehr. Sie dürfte nur extrem selten angeboten werden, wenn man sie überhaupt noch bekommt. Diese Nominatvarietät wird auch mit den deutschen Namen Kegelblume, Hyazinthen-Puschkinie und Hyazinthen-Kegelblume bezeichnet. Da Christensen (2000) für diese Sippe keinen Abbildungsnachweis gibt, sei dies hier nachgeholt: Rosenfeld (2005): 251, das große Foto zeigt Puschkinia scilloides Adams 1805 var. scilloides, das kleine Foto in der Ecke rechts unten vergleichend Puschkinia scilloides Adams 1805 var. libanotica (Zuccarini) Boissier. Insbesondere der Unterschied zwischen Blütenröhre röhrig-glockenförmig und röhrig-trichterförmig und damit verbunden der unterschiedliche Verwachsungsgrad lässt sich auf den Fotos sehr gut erkennen.

Literatur

  • Christensen, E. (2000): Die verwilderten Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae) in Norddeutschland. – Berichte des Botanischen Vereins zu Hamburg 19: 53–94, Hamburg.
  • Rosenfeld, R. (2005): Knollen- und Zwiebelpflanzen. In der Reihe: Garten kompakt. – 319 S., Dorling Kindersley, Starnberg. [Übersetzt von Eva Sixt].
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Die Gattung Puschkinia in Deutschland (Gregor Stolley) (Zuletzt geändert:
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1 März 2011 09:00:32). Abgerufen am 23. September 2017, 07:30 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Die_Gattung_Puschkinia_in_Deutschland_(Gregor_Stolley)