Die Gattung Rubia (Rolf Wißkirchen)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Rolf Wißkirchen beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Teil von: Wißkirchen, Rolf 2018. Rubiaceae – Bestimmungsschlüssel der in Deutschland wachsenden Rötegewächse. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​web/​Rubiaceae_​–_​Bestimmungsschlüssel_​der_​in_​Deutschland_​und_​angrenzenden_​Regionen_​wachsenden_​Rötegewächse_​(Rolf_​Wißkirchen)

Rubia L. (Färberröte) Rubia ist eine mittelgroße Gattung mit etwa 80 Arten. Davon kommen 4 in Europa vor, aber nur 1 im Bezugsgebiet. Rubia ähnelt in vieler Hinsicht Galium, insbesondere in ihren kurzröhrigen Blüten und ihren scharf 4-kantigen, bestachelten Stängel (Spreizklimmer). Im Unterschied zu Galium sind bei ihr Krone und Staubblätter in der Regel 5-zählig, und die Früchte sind fleischige Beeren.

Die Gattung Rubia L. (Rubiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Echte Färberröte, Krapp    Rubia tinctorum (Wall. ex Meisn.) Small


Rubia tinctorum L.

Echte Färberröte, Krapp Die Pflanze ist im Ganzen sehr rau und stark klettend. Sie bildet kräftige Stängel, deren Kanten durch Leisten geflügelt und mit abwärts gerichteten kurzen Stacheln versehen sind. Aufrecht wachsend oder an anderen Pflanzen hochkletternd erreicht sie 50-80 cm Höhe. Die 1-nervigen Blätter stehen in Wirteln zu 4-6, sind eiförmig bis spitz lanzettlich und am Rand sowie blattunterseits auf der Mittelrippe mit rückwärts (zum Blattgrund) gerichteten Zähnchen versehen. Die gelblichen, nur 2-3 mm großen Blüten stehen im oberen Teil der Pflanze end- und blattachselständig in kurzen Doldenrispen. Frucht ist eine fast erbsengroße, zunächst rötliche glatte Beere, die sich später nach schwarz verfärbt und runzelig wird. Rubia tinctorum ist eine traditionelle Färberpflanze. Die Wurzeln und unterirdischen Sprosse lieferten früher einen rötlichen Farbstoff auf Alizarin-Basis: das Krapprot.