Draba verna – Hungerblümchen (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Draba verna (= Erophila verna), das Frühlings-Hungerblümchen, auch Plattdeutsch Hungerkrud oder Witte Wäse genannt, gehört zur Familie der Brassicaceae oder Cruciferae (Kreuzblütler). Die englischen Namen sind Spring Draba, Shadflower, Vernal Whitlow, Whitlowwort, Whitlowgrass. EPPO-Code ERPVE.

Das Frühlings-Hungerblümchen ist viel auf mageren, sandigen Böden zu finden und wird dort nur 1 cm hoch. Es wirkt daher sehr kümmerlich und verhungert, es kann aber unter guten Bedingungen auch 25 cm hoch werden. In Deutschland ist es so gut wie überall zu finden, ebenso in ganz Europa und großen Teilen Asiens. Nach Amerika wurde es verschleppt und ist dort weit verbreitet, ebenso nach Australien, wo es auf Tasmanien und im Südosten vorkommt, sowie nach Neuseeland. Im Norden kommt es bis zum 62. Breitengrad vor, kaum darüber hinaus. Es ist eines der ersten blühenden, krautigen Pflanzen im Frühjahr. Meistens wächst es an Wegrändern, aber auch im Rasen und Acker und auf trockenen Weiden, wo es aber aufgrund seiner Kleinwüchsigkeit keinen Schaden anrichtet.

Die einjährige Pflanze bildet eine Rosette, aus der im Frühjahr die Stängel mit den Blüten sprießen. Stängel und Blätter sind mit Sternhaaren besetzt. Obwohl es nur wenige Centimeter groß wird, kann es doch auffallen, wenn es große Bestände bildet, zumal meistens viele Blüten gleichzeitig geöffnet sind.

Verfasser: Wohlert Wohlers. April 2019.

Fotos von Pollen des Hungerblümchens siehe bei PalDat, einer palynologischen Datenbank.

Eine detaillierte Beschreibung mit schönen Fotos gibt es beim finnischen NatureGate.