Eremit – Osmoderma eremita

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Deutscher Name: Eremit
Wissensch. Name: Osmoderma eremita
(Scopoli, 1763)
Weitere deutsche Namen: Juchtenkäfer
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Rote Liste Deutschland: stark gefährdet
Rote Liste Berlin: stark gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Schulterbeulen auf den Flügeldecken
Der Eremit ist glänzend bräunlich-schwarz. Auf den Flügeldecken zeichnen sich kräftige Schulterbeulen ab. Die Fühler sind kurz und plump. Die Männchen haben tiefer eingewölbte Mittelrinnen auf dem Kopfschild. Die Weibchen sind etwas größer als die Männchen.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Der Käfer wird zwischen 24-35 mm lang.

Lebensweise und Fortpflanzung: Der Eremit lebt in Baumhöhlen, die er oft sein ganzes Leben lang nicht verlässt. Die Eier werden in Mulmansammlungen in den Höhlen abgelegt. Dort verzehren die geschlüpften Larven das faule, mit Pilzen durchsetzte Holz. Nach 3-4 Jahren findet die Verpuppung statt und die adulten Tiere schlüpfen ab Ende Mai, Anfang Juli. So gibt es auch Brutbäume, die schon jahrzehntelang bewohnt werden.

Mensch und Stadt

Der Eremit bevorzugt alte Bäume mit Faulstellen oder Spechthöhlen mit zerfallenen organischen Material (Mulm). Er bewohnt Eichen-Hainbuchenwälder, Laubwälder mit alten Laubbäumen, Auwälder, alte Allen, Parks, Friedhöfe, Streuobstwiesen und Solitärbäume in Forsten.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Eremit kommt nur in Europa vor. Sein immer seltener werdendes Vorkommen wird auf das Verschwinden seiner Lebensräume zurückgeführt.
  • Die Männchen produzieren einen Sexuallockstoff, der oft mit dem Duft von Juchtenleder assoziiert wird.
  • Der Eremit lebt in Baumhöhlen, die er oft sein ganzes Leben lang nicht verlässt. Die Eier werden in Mulmansammlungen in den Höhlen abgelegt.
  • Der Eremit ist eine prioritäre FFH-Art und wird europaweit geschützt.
  • Er wird auch Juchtenkäfer genannt.

Quellen, Literatur, Weblinks