Europäischer Mufflon – Ovis orientalis musimon

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Deutscher Name: Europäischer Mufflon
Wissensch. Name: Ovis gmelini musimon
((Pallas, 1811))
Weitere deutsche Namen: Muffel
Wissensch. Synonyme: Ovis gmelini musimon, Ovis aries musimon
Großgruppe: Säugetiere
Taxonomie: Ordnung Artiodactyla / Familie Bovidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Neozoon

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • ganzjährig mit schneckenförmig gedrehten Hörnern (bei Männchen)
Der Mufflon hat ein glattes, rostbraunes Haarkleid. In der Trittspur erkennt man die beiden parallel angeordneten Zehen. Das Männchen ist im Sommer rotbraun und trägt stark gedrehte Hörner. In der Paarungszeit hört man seinen lauten Meckerruf. Das Weibchen ist bräunlicher und trägt keine Hörner.

Bilder

Beschreibung


Mensch und Stadt

Mufflons bevorzugen Laub- und Mischwälder mit trockenen, steinigen Böden. Im Stadtgebiet werden sie oft in Wildtiergehegen gehalten. Teilweise gibt es jedoch auch freilebende Herden.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Mufflon stammt ursprünglich aus Anatolien. Hier bewohnte er vor allem Gebirgsregionen. In Deutschland wurde die europäische Unterart als Jagdwild eingeführt. Es gehört zu den nicht-einheimischen Tieren (Neozoa).
  • In Berlin kann man eine freilebende Herde im Düppeler Forst beobachten. Diese wurde in den 50er Jahren dort freigesetzt.
  • Der Mufflon wird seit etwa 10.000 Jahren vom Menschen domestiziert. Er ist mit dem Hausschaf verwandt.
  • Auf den Cent-Münzen Zyperns ist der Kopf eines Mufflons abgebildet.
  • Die genaue Namensgebung bzw. Verwandtschaftsbeziehung des Mufflons ist nicht einheitlich geklärt.
  • Es ist umstritten, ob der Mufflon ein Vorfahr des Hausschafs ist oder ein verwilderter Nachkomme ursprünglicher Hausschafe.

Quellen, Literatur, Weblinks