Exkursions-Bestimmungsschlüssel der Sphagnen Mitteleuropas (Gerhard Ludwig)

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Quelle: Ludwig, G. 2005. Exkursions-Bestimmungsschlüssel der Sphagnen Mitteleuropas. – Landwirtschaftsverlag (Münster) 35 S. – [Zugleich Beilage zu: Naturschutz und Biologische Vielfalt 20]. Herausgeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN), Konstantinstr. 110, 53179 Bonn (http://www.bfn.de). (Autorisierte Zweitpublikation)
Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Gerhard Ludwig beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!

Hinweis der Editoren: Die Umsetzung (insbesondere im Hinblick auf die Unterschlüssel und Querverweise) konnte noch nicht endgültig überprüft werden. 9a/b Unterschlüssel gibt es z.B. zweimal.

Abkürzungen und Kurzerläuterungen

  • Astbl. = Astblättchen
  • Bl. = Blättchen
  • Pfl. = Pflanze
  • St. = Stämmchen
  • Stbl. = Stammblättchen
  • Millimeterangaben beziehen sich – wenn nicht anders vermerkt – auf die Länge der Astbl. oder Stbl.: zur Messung wird am besten ein Fadenzähler mit 1/10-mm-Teilung verwendet.
  • Anzahl der Ästchen pro Büschel: Die Angabe erfolgt in der Reihenfolge: Gesamtanzahl, Anzahl der abstehenden Ästchen plus Anzahl der hängenden Ästchen. Die Zahlen in Klammern weisen auf eine selten vorkommende Anzahl an Ästchen hin.
  • Stammblattflügel: Bezeichnung für den Bereich des basal verbreiterten und aus schmalen Zellen bestehenden Blattrandes. Um diese deutlicher hervortreten zu lassen, sollte man die Stbl. anfärben (z. B. mit einem dunkelfarbenen Tintenstift).
  • Rautenstruktur bzw. Längsstruktur: Astbl. mit kurzen und breiten bzw. langen und schmalen Hyalozyten. Mit der 20-fachen-Lupe ist nur die Struktur erkennbar.

Verbreitungsangaben (verändert nach DÜLL & MEINUNGER 1989):

  • alp. = alpin
  • arkt. = arktisch
  • atl. = atlantisch
  • bor. = boreal
  • kont. = kontinental
  • mt. = montan
  • N- = nördlich
  • NW- = nordwestlich
  • temp. = temperat

Die Verbreitungsangaben geben eine Tendenz innerhalb Europas wieder.


Einleitung

Bestimmungsschlüssel für die Gattung Sphagnum verweisen den Benutzer bisher weitgehend auf mikroskopische Merkmale. Im Feldschlüssel für Moose schreibt WATSON (1981), dass eine Unterscheidung der Torfmoose nicht möglich sei. Für eine effektive Feldarbeit ist hingegen ein Schlüssel notwendig, der dennoch eine erste Einordnung und in vielen Fällen auch eine exakte Bestimmung mit der Lupe erlaubt.

TUOMIKOSKI (1946) bemühte sich mit seinem Schlüssel „Finnische Torfmoose und ihre Bestimmung ohne Mikroskop“, diesem Bedürfnis als Erster entgegen zukommen. In der Übersetzung aus dem Finnischen von HUBER gab TUOMIKOSKI´s Arbeit die entscheidende Anregung zu diesem Schlüssel (LUDWIG 1986; HILL 1976 war damals übersehen worden). Die Erfahrungen aus der vegetationskundlichen Feldarbeit und kritische Rückmeldungen führten zu zwei weiteren Auflagen (LUDWIG 1987 und 1988). Mittlerweile sind einige weitere Schlüssel für den Gebrauch im Gelände erschienen (MCQUEEN 1990, HODGETTS & PAYNE 1992, FLATBERG 1994a und ZECHMEISTER 1995). Die Auswertung dieser Publikationen und die langjährige Erfahrung bildeten die Grundlage einer gründlichen Überarbeitung.

Der vorliegende Schlüssel behandelt alle 40 in Mitteleuropa nachgewiesenen Torfmoose ergänzt um die leichter kenntlichen aus ganz Europa. Auf die übrigen wird an geeigneter Stelle kurz mit einem Verweis auf die entsprechende Literatur hingewiesen.

Für Europa wurden bisher ca. 200 Arten und eine Unzahl infraspezifischer Sippen beschrieben (vgl. WARNSTORF 1911 und ISOVIITA 1966). Bei den meisten beschriebenen Sippen handelt es sich um Modifikationen. Mit der Feststellung ihrer taxonomischen Bedeutungslosigkeit geriet die Kenntnis über die morphologische Bandbreite häufig in Vergessenheit (z. B. rein grüne Formen von S. russowii, deren apikaler Stammblatteinschnitt fast die Größe von S. girgensohnii erreicht).

Der vorliegende Schlüssel versucht die sehr ausgeprägte Variabilität vieler Arten weitgehend zu berücksichtigen. Dies findet bereits in der groben Gliederung des Schlüssels seinen Niederschlag, die sich einerseits an leicht auffälligen Merkmalen (Färbung, abweichende Wuchsform) und andererseits an gut kenntlichen Sektionen (Sect. Sphagnum und Sect. Polyclada) ausrichtet. Da die meisten rötlichen oder bräunlichen Arten unter ökologisch nicht optimalen Bedingungen auch grünliche Modifikationen ausbilden können, sind diese dort nochmals aufgeschlüsselt.

Die Zeichnungen hat Frau E. Schodl (Bonn) angefertigt. Die Fotos haben Herr M. Lüth (Freiburg), Frau B. Dierßen (Kiel) und Herr P. Wolff (Saarbrücken) zur Verfügung gestellt; die Abbildungsreihenfolge richtet sich nach der Nennung im Bestimmungsschlüssel. Für die kritische Durchsicht danke ich Frau Dr. M. Koperski (Bremen).

Taxonomie und Namensgebung

Heute können 38–40 Sippen in Mitteleuropa (vgl. KOPERSKI & al. 2000, SCHNYDER & al. 2004 und GRIMS 1999) und 52–62 in Europa (FLATBERG 1994a und DANIELS & EDDY 1990) als nachgewiesen und anerkannt gelten. Nomenklatorisch folgt der Schlüssel für in Deutschland vorkommende Sippen KOPERSKI & al. (2000) sowie für die weiteren europäischen Sippen FLATBERG (1994a) und DANIELS & EDDY (1990) oder dort genannter Originalliteratur.

Bei den Pflanzennamen wird auf die Nennung der Autoren verzichtet.

Bemerkungen zur Bestimmung

Bevor man mit der Bestimmung im Gelände beginnt, sollte man sich zunächst mit einigen Sphagnen aus jeder großen Sektion durch mikroskopische Bestimmung vertraut machen. Zu verweisen ist hier insbesondere auf HUBER (1998), DIERSSEN (1996), HILL (2004), CRUM (1984), BOUMAN (2002), DANIELS & EDDY (1990) und NYHOLM (1969) sowie für einzelne Hinweise auf WEDDELING & al. (2005). Eine allgemeine, deutschsprachige Einführung geben PAUL (1931) und HUBER (1998). Sehr gute Fotos finden sich bei FLATBERG (1994a; alle europäische Arten außer S. skyense und S. lenense) und LÜTH (2004a, 2004b).

Der vorliegende Schlüssel sollte zunächst nur dazu verwendet werden, die bereits durch mikroskopische Untersuchungen oder Vermittlung durch eine/n Spezialistin/en bekannten Arten im Gelände wieder zu erkennen. Jede Bestimmung im Gelände sollte nachträglich überprüft werden! Hat man so erst einmal genügend Erfahrung gesammelt, wird es, von einigen Ausnahmen abgesehen, möglich sein, mit diesem Schlüssel fast alle Arten – aber nicht jede Probe! – zu bestimmen.

Es sollten möglichst optimal entwickelte und gefärbte Pflanzen zur Bestimmung verwendet werden. Stammblättchen werden am besten unterhalb des zu entfernenden Schopfes untersucht. Um trockene Pflanzen zu erhalten reicht es eine kleine Probe in die Hosentasche zu stecken und nach einigen Minuten wieder hervorzuholen.

Wasserformen bereiten oft große Bestimmungsschwierigkeiten, speziell bei S. fallax / cuspidatum / majus (vgl. z. B. ITJESHORST 1984) und den Varietäten von S. denticulatum (vgl. ÅBERG 1940). Hier und in allen Zweifelsfällen ist eine mikroskopische Untersuchung unumgänglich und führt auch dann nicht immer zum Ziel einer eindeutigen Bestimmung.

Notwendiges Material

  • 20fache-Lupe mit Messeinrichtung (Teilung 1/10 mm) oder 20fache-Lupe und Fadenzähler (Teilung 1/10 mm) mit mind. 10facher Lupe,
  • dunkler Tintenstift,
  • Pinzette (z. B. Dumont 5), Taschenmesser (sehr scharf!) und
  • Tropffläschchen mit KOH (oder anderer alkalischer Lösung).


Bestimmungsschlüssel:

Exkursions-Bestimmungsschlüssel der Sphagnen Mitteleuropas
Von: Gerhard Ludwig
Sphagnen aus jeder großen Sektion
Geographischer Geltungsbereich: Mitteleuropa — Quelle: Ludwig, G. (2005): Exkursions-Bestimmungsschlüssel der Sphagnen Mitteleuropas. – Landwirtschaftsverlag (Münster) 35 S. (Zugleich Beilage zu: Naturschutz und Biologische Vielfalt 20). — Zielgruppe: Studenten — Mitarbeit begrenzt auf: G. Ludwig — Stand: Eingabe beendet, Überprüfung ausstehend
1
Astbl. mit stumpfer kapuzenförmiger Spitze, hohl und 1–2 mm breit (½ bis ⅔ der Länge). Stbl. 1–2 mm, zungenförmig, etwa so lang wie Astbl., ohne Blattflügel. Asthyalodermiszellen mit Spiralfasern (Lupe! Im Gegenlicht sehen Zellen matt-weißlich aus, möglichst trockene Pflanzen). Ästchen dicklich und in Büscheln zu 3–6. St.hyalodermis sehr dick, trocken grau, leicht zu entfernen. St.zylinder dunkler.(Sect. Sphagnum  ► 6
1*
Astbl. spitz und meist ± schmal oder Pfl. kompakt und Stbl. viel kleiner. Asthyalodermiszellen ohne Spiralfasern. (Zellen durchsichtig, glänzend, besonders an den Astspitzen; vergleiche mit den matt aussehenden Astblattzellen). Pfl. und Ästchen schlanker; wenn dicklich St.hyalodermis kaum sichtbar bzw. andere Merkmale nicht zutreffend.   ► 2
2
Ästchen in Büscheln zu (6–)7–8(–13). Pfl. oft groß, dichtästig, gelb bis grau-grün oder z. T. rotscheckig (+KOH bläulich-braun). Schopfästchen gerade, sehr dicht gestellt, kurz und dicklich; Endknospe verdeckt. Die hängenden Ästchen verdecken dicht das St. Astbl. 1,0–1,2 mm, spitz, bei jungen oft die Spitzen zurückgekrümmt. Stbl. 0,8 mm. St. schwarzbraun. Fichtensumpfwälder und Seggenmoore. Bor./kont. Fennoskandien, Baltikum, Nordpolen und Russland. (Sect. Polyclada). 
  Sphagnum wulfianum
2*
Ästchen zu (0–)1–5(–7).   ► 3
3
Ästchen zu (2–)3–5(–7). Pfl. mit Schopf.   ► 4
Sphagnum_magellanicum_4.jpg
Bild aus FloraWeb
(Keine Creative Commons Lizenz; verwendet mit spezieller Lizenz vom Mitbetreiber FloraWeb)
3*
Ästchen zu (0–)1(–2). Pfl. ohne Schopf.   ► 52
Sphagnum_pylaisii_3.jpg
Bild aus FloraWeb
(Keine Creative Commons Lizenz; verwendet mit spezieller Lizenz vom Mitbetreiber FloraWeb)
4
St. und Bl. rötlich bis selten violett (zumindest z. T.).   ► 10
4*
St. und Bl. nicht rötlich (z. T. Ästchen rötlich).   ► 5
5
St. feucht mindestens stellenweise hellbraun, braun(rot) bis schwarz. (Vorsicht! Zum Teil sind Stämmchen und Pflanze durch Eisenoxide oder Gerbstoffe braun gefärbt – meist im unteren Teil.)   ► 20
5*
St. grün oder bleich bis hellgelblich.   ► 36
Pflanzen der Section Sphagnum
6
Pfl. deutlich sparrig beblättert und bleichgrün. Auffällige häufige Schattenmodifikation (aufgrund der Prüfung der Merkmale für die Sektion unter 1 nicht mit S. squarrosum verwechselbar). Siehe 9*a
  Sphagnum palustre
6*
Pfl. nicht deutlich sparrig.   ► 7
7
Pfl. mit braunrötlicher bis weinroter Färbung.   ► 8
7*
Pfl. ohne rötliche Färbung.   ► 9
8
St. rötlich, weinrot bis rotschwarz (Farbe ggf. im dünnen Querschnitt betrachten). Bl. karminrot (+KOH schmutzig blaubraun). Äußere Ästchen des Schopfes zur Spitze hin wenig dünner werdend, stumpf endend. In ± trockenen Hoch- und Zwischenmooren sowie Feuchtheiden, selten in Heidemooren; selten untergetaucht. Oligotroph. Bor. Vgl. 9*f
  Sphagnum magellanicum
8*
St. grün bis dunkelbraun. Bl. rotbraun (+KOH rötlich bleibend). Äußere Ästchen des Schopfes feiner und länger zugespitzt. Meist im Herbst deutlichste Färbung an Ästchen mit Antheridien. Siehe 9*a
  Sphagnum palustre
9
Pfl. braun und vorwiegend in intakten Hochmooren. Es kommen zwei mögliche Arten in Frage, die schwer zu unterscheiden sind (je bleicher, umso schwieriger ist die Unterscheidung). 
  ▼▼ a  –    
a
Untere Schopfästchen meist mit einigen abstehenden Astblattspitzen. Oft 2 hängende Ästchen pro Büschel. Pfl. meist gelb- bis schwarzbraun. Nasse Bereiche in Hoch-, Flach- Zwischen- und Heidemooren sowie Moorwäldern. (Meso-) oligotroph. Bor. (subatl.). (Vgl. 9*e
  Sphagnum papillosum var. papillosum (im bleichen Zustand)
b
Untere Schopfästchen sehr dicht beblättert (Astblattspitzen anliegend). Meist nur 1 hängendes Ästchen. St. dicht mit Astbüscheln besetzt. Sehr kompakte, meist haselnussbraune Polster bildend. Hoch-, Heide- und nasse Waldmoore. Oligotroph. Bor./subatl. (Vgl. 9*g
  Sphagnum austinii (im bleichen Zustand)
9*
Pfl. bzw. Bl. grün, gelb oder hellbraun. Folgende 5 Arten sind je grünlicher sie gefärbt sind desto unsicherer zu unterscheiden (S. magellanicum, S. papillosum und S. austinii zumindest in Teilen oft deutlicher gefärbt und dann unter 8, 9a und 9b aufgeführt). 
  ▼▼ a  –    
a
Schopf gewölbt. Äußere Ästchen des Schopfes lang zugespitzt (je bräunlicher desto stumpfer). Pfl. meist grün, hellbraun oder selten teilweise braun-rötlich, nie weinrot. (Vgl. 8*). Grüne Schattenformen bilden häufig sparrige Astbl. (vgl. 6, 39). Stbl. oval-zungenförmig. In Bruchwäldern Weidengebüschen, an Ufern etc. Meso- bis eutroph. Temp.-bor. (subatl.). Außer in Nordosteuropa die häufigste Sphagnum-Art. 
  Sphagnum palustre
b
Ästchen nicht lang zugespitzt. Pfl. leicht gelbbräunlich. Habituell zwischen S. papillosum und S. palustre. Minerotroph. Deutschland, sonstige Verbreitung unbekannt. (vgl. WARNSTORF 1911) (Zur Bestimmung vgl. LUDWIG 1992 und HUBER 1998, dort zeigt Abb. 8 innerhalb von S. palustre eine deutlich abgetrennte Gruppe mit einer äußeren Chloroytenwanddicke > 4,5 μm, Abb. 9 zeigt deutliche Überschneidungen zwischen S. palustre und S. papillosum; diese Bereiche entsprechen wahrscheinlich der var. laeve
  Sphagnum papillosum var. laeve
c
Schopf flach. Äußere Ästchen des Schopfes zugespitzt. Bräunliche Pflanzen ähneln S. papillosum, grünliche meist beschattet wachsende Pfl. S. palustre. Stbl. oval-zungenförmig. Flach-, Zwischen- und Heidemoore sowie Feuchtheiden und Nasswälder. (Meso-) oligotroph. Bor. (subatl.). Seltene aber bisher wohl übersehene Art. 
  Sphagnum affine
d
Pfl. bleichgrün bis gelbbräunlich, meist sehr groß. Ästchen meist in längere und feinere Spitze ausgezogen als bei S. palustre. Im Schatten Astblattspitzen z. T. leicht zurückgebogen. Stbl. ovalzungenförmig. Standorte wie S. palustre. Bor./kont. (mt.). In Nordosteuropa S. palustre ersetzend. 
  Sphagnum centrale
e
Pfl. meist gelblichbraun bis grünlich. Ästchen relativ kurz und dicht gestellt. Siehe 9a
  Sphagnum papillosum var. papillosum
f
Schopf gewölbt. Stbl. zungenförmig. Pfl. meist graublau-grün, selten rein grünlich. Im Schatten an sumpfigen Stellen in Wäldern. Siehe 8
  Sphagnum magellanicum
g
Pfl. gewöhnlich kleiner als die anderen der Sect. Sphagnum. Äußerst selten derart grünlich und dann nur mikroskopisch bestimmbar. Siehe 9b
  Sphagnum austinii
h
Weitere Art der Section Sphagnum 
  Sphagnum denticulatum var. denticulatum
Pflanzen (St. und Bl.) rötlich
10
Stbl. 1,3–2,0(–2,7) mm, eiförmig, die meisten hängend, auch einige abstehend, selten z. T. aufrecht. Pfl. +KOH braunrötlich bleibend. Ästchen dicklich, abstehende hornförmig nach unten und ein wenig zur Seite gekrümmt. St. grünlich bis schwarz, nie rötlich. Siehe 35*
  Sphagnum denticulatum var. denticulatum
10*
Mindestens einige, meist alle Stbl. aufrecht. Die rötliche Farbe wird mit KOH bläulichbraun. Pfl. nicht dicklich oder Stbl. spitz. St. z. T. violett, aber nie schwärzlich. Vgl. 45. (Sect. Acutifolia p. p.)   ► 11
11
Stbl. in der Mitte am breitesten (wenn undeutlich, Pfl. kompakt), abgerundet oder gestutzt, ohne Blattflügel. Astbl. z. T. apikal gestutzt.   ► 12
11*
Stbl. basal am breitesten, mit Blattflügeln, spitz oder abgerundet. Pfl. nicht kompakt. Astbl. nicht gestutzt.   ► 14
12
Pfl. kompakt, mittelgroß, grünlich bis bleich oder rötlich, matt. Ästchen undeutlich differenziert. 2–3(–4) manchmal 1–2 hängend. Stbl. leicht gestutzt und gezähnt, 1,5–2,8 mm. Astbl. 1,4–2,3 mm. St. grün, bleich bis braun. Endknospe undeutlich. Feuchtheiden (Ericetum tetralicis) und Hochmoore. Oligotroph. (N-) subatl. Vgl. 26 α
  Sphagnum molle
12*
Pfl. nicht kompakt. Ästchen deutlich differenziert. Stbl. in der Mitte am breitesten (wenn Ästchen nicht differenziert, Schopf klein und Stbl. z. T. mit Blattflügeln: unbestimmbare „Jugendformen“ der Sect. Acutifolia p.p.).   ► 13
13
Astbl. spitz, 1,0–1,5 mm. Stbl. 1,0–1,7 mm, abgerundet. Schopf halbkugelig. Ästchen;1–2. Pfl. matt oft rötlich, nie violett. Meist nasse, lichte Wälder und Feuchtheiden. Meist mesotroph. Deutschland, sonstige Verbreitung unbekannt. Mikroskopische Bestimmung nach CRUM (1984) und ANDRUS (1980). 
  Sphagnum capillifolium var. tenerum
13*
Astbl. eiförmig, apikal abgeschnitten und gezähnt. 1–2 mm. Stbl. größer 1,5–2,5 mm Spitze breit und leicht gezähnt. Schopf flacher und kleiner. Pfl. mittelgroß, grünlich bis violett, meist bleich, trocken leicht glänzend. Endknospe ± deutlich. Hochmoore. Bor./ atl. Westmittelskandinavien. Vgl. 42 γ und 45 α
  Sphagnum angermanicum
14
Ästchen zu (3–)5(–6),(2–)3 + (1–)2(–3). Astbl. oft in 5 geraden Reihen, 0,9–1,4 mm. Schopf dicht und gewölbt. Pfl. oft grün und rot gescheckt. Ästchen eher an der Spitze rot, trocken blassgrau bis rosa. St. meist grün, bisweilen einige rote Flecken. Stbl. zungenförmig, durch die in der Spitze eingerollten Blattränder dreieckig zugespitzt. Bruchwälder, nasse Fichtenforste und feuchte Bergwälder, hier besonders an Böschungen und in Blockhalden. Oligo- bis mesotroph. Bor./mt. (subatl.). 
  Sphagnum quinquefarium
Ähnliche Art(en):
  • α: Schopf flach; Stbl. abgerundet oder leicht eingeschnitten; Astbl. nicht in 5 Reihen; Westnorwegen, N-Atl.; vgl. FLATBERG (1993a). Sphagnum rubiginosum.
14*
Ästchen zu 2 + 2 oder 2 + 1.   ► 15
15
Astbl. gerade, Spitze z. T. leicht gebogen, 1–1,4 mm. Äschen in Schopf gerade abstehende wurmförmig. Stbl. zungenförmig an der Spitze leicht gefranst, bei grünen Formen deutlich breiter, im Schopf fast immer rötlich. Schopf regelmäßig 5-strahlig. Endknospe undeutlich. Pfl. oft rot, grün und bleich gescheckt, selten gleichmäßiger rot. Hängende Ästchen und die fadenförmige Spitzen der abstehenden Ästchen fast farblos. Moor- und Bruchwälder, Fichtenforste und selten Heidemoore. (Oligo-) mesotroph. Bor./mt. Vgl. 42 α
  Sphagnum russowii
15*
Astbl. insgesamt leicht gebogen, abstehende Ästchen daher leicht fedrig oder Stbl. zugespitzt. Pfl. anders.   ► 16
Ähnliche Art(en):
  • α : Schopf halbkugelig; Astbl. z. T. im unteren Teil der Ästchen 5-reihig; Stbl. 1,4–1,8 mm, ⅔ so breit, spitz; Pfl. groß; bisher nur Großbritannien; vgl. FLATBERG (1988a). Sphagnum skyense.
  • β: Schopf innen braun und äußere Schopfästchen z. T. rötlich; bisher nur Spitzbergen; vgl. FLATBERG (1993b). Sphagnum olafii.
16
Astbl. abstehender Ästchen in 5 deutlichen fast geraden Reihen. Stbl. zungenförmig. Schopf flach.   ► 17
16*
Astbl. nicht deutlich in 5 geraden Reihen.   ► 18
17
Astblattspitzen abstehender Ästchen trocken zurückgebogen. Astbl. 0,9–1,4 mm. Ästchen unterhalb des Schopfes gerade. Pfl. an voll besonnten Wuchsorten gleichmäßig rotviolett. In mineralischen Mooren und quellwasserhaltigen Bruchmooren. Eu- bis mesotroph. Bor./kont./mt. 
  Sphagnum warnstorfii
17*
Astblattspitzen abstehender Ästchen trocken einseits gebogen. Schopf 5-strahlig, durch gebogene Ästchen oft von krausem Aussehen. Pfl. an voll besonnten Wuchsorten gleichmäßig rötlich, sehr selten violett. Stbl. zungenförmig. Schopf rot, in Norwegen auch bräunlich. Trockenere Stellen in Hoch- und Zwischenmooren, selten nasser. (Meso-) oligotroph. Bor. (subatl.). Vgl. 19* a
  Sphagnum rubellum var. rubellum
18
Stbl. zungenförmig, durch apikal eingerollte Ränder kurz zugespitzt. 1,0–1,7 mm. Astbl. 1,5–2,5 mm, schmal und lang zugespitzt, trocken apikal röhrenförmig zu aufgesetzter und zurückgebogener Spitze eingerollt. Pfl. fast trocken leicht metallisch glänzend, grün, blaugrün, rot bis schmutzig violett. Schopf flach. St. hellbraun oder violett, nie gefleckt. Nasse Heide- und Waldmoore sowie über Felsen. Meso- bis eutroph. Bor./atl.-subatl. 
  Sphagnum subnitens
Makroskopisch nicht von der als
18*
Stbl. zungenförmig, apikal flach, abgerundet oder wenn zugespitzt, dann Schopf halbkugelig. Stbl. und Astbl. 0,8–1,4 mm. Astbl. trocken nicht in röhrenförmige Sitze lang ausgezogen. Pfl. fast trocken matt. Weitere Unterscheidung oft unsicher.   ► 19
19
Schopf oft halbkugelig, kurz- und vielästig (ca. 50 Ästchen), nicht 5-strahlig. Pfl. überwiegend grün, meist nur rot gefleckt, wenn ganz rot, dann Schopf deutlicher rot als restliche Pfl. Stbl. leicht zugespitzt. Feuchte Heiden, Bruchwälder und Heidemoore. (Meso-) oligotroph. Temp. (-bor.) 
  Sphagnum capillifolium var. capillifolium
19*
Schopf klein, flach. Unterscheidung zu S. capillifolium var. capillifolium nicht immer sicher. Mikroskopische Bestimmung nach MCQUEEN (1989) und CRUM (1984), vgl. Kommentare in BOUMAN (2002). 
  Sphagnum rubellum
Es treten 2 Variationen dieser Art auf:
Stämmchen bräunlich (oft gesamte Pfl.)
20
Stbl. sehr klein 0,3–0,7 mm, hängend. Astbl. groß, 2–3 mm. Vgl. 36.(Sect.Rigida  ► 21
20*
Stbl. und Astbl. nicht derart verschieden groß.   ► 22
21
Astbl. schmal, Spitze kapuzenförmig (wie Arten der Sect. Sphagnum), Schattenmodifikationen oft sparrig. St. braun bis dunkelbraun. Stbl. breit zungenförmig. Pfl. sehr kompakt, hellgrün bis hellgelbbraun. Dichte flache Polster in Heiden, zeitweise trockenen Mooren und an Felsen; erträgt große Feuchtigkeitsschwankungen. (Arkt.-)bor.(-temp.). 
  Sphagnum compactum
21*
Astbl. sparrig zurückgebogen, zugespitzt und an der Spitze gezähnt (20fach-Lupe!). St. grünlich bis hellbraun. Stbl. dreieckig zugespitzt. Auf offener Erde und Rohhumus. Erica- und Callunaheiden sowie Nartheciumsümpfe. Bor./atl.-subatl. 
  Sphagnum strictum
22
Astbl. sparrig. Siehe 49
  Sphagnum squarrosum
22*
Astbl. nicht sparrig.   ► 23
23
Stbl. aufrecht oder Astbl. in der Mitte mit Rautenstruktur (20fach-Lupe).   ► 24
23*
Stbl. hängend, abstehend oder wenn einige aufrecht, dann Astbl. in der Mitte mit Längsstruktur. Pfl. nicht kompakt.   ► 27
24
Stbl. apikal deutlich ausgefranst oder tief eingeschnitten, zungen- oder spatelförmig. Deutliche Endknospe.   ► 25
24*
Stbl. ganzrandig (z. T. spitz). Ästchen in Büscheln zu 3(–4). Ohne deutliche Endknospe. (Sect. Acutifolia p. p.)   ► 26
25
Stbl. spatelförmig, etwa so lang wie breit, nur an der ab- bzw. eingeschnittenen Spitze ausgefranst, immer aufrecht, mit Blattflügeln. St. hellbraun. Abgesetzte Endknospe klein. Astbl. in der Mitte mit Längsstruktur. Pfl. grün oder hellbraun. Siehe 42
  Sphagnum girgensohnii
Ähnliche Art(en):
  • α: Stbl. länger als breit und apikal leicht gezähnt; nur Spitzbergen; vgl. FLATBERG & FRISVOLL (1984). Sphagnum arcticum .
  • β: Stbl. breiter als lang, fast rundherum ausgefranst; nur Spitzbergen; vgl. FLATBERG (1994a). S. fimbriatum subsp. concinnum.
25*
Stbl. breit abgerundet, zungenförmig, 1,2–2 mm, aufrecht, oft auch abstehend oder einzelne hängend, leicht gezähnt, ohne Blattflügel. Astbl. in der Mitte mit Rautenstruktur, in eine kurze Spitze zusammengezogen, diese trocken abstehend, 1,0–2.3 mm. St. (hell-)braun, unten oft rot- bis dunkelbraun. Pfl. hell- bis dunkelbraun (Schattenformen grün). Ästchen zu 4–5(–7), meist 2 hängende, deutl. differenziert. Basenreiche und kalkarme Sümpfe, Feuchtwiesen. Selten in Mooren. Bor.(-mt.).Vgl. 39*
  Sphagnum teres
Ähnliche Art(en):
  • α: Pfl. sehr groß; (sub-)arkt.-mt. Fennoskandien; siehe 39. S. squarrosum var. imbricatum (Von S. teres nur mikroskopisch zu unterscheiden; vgl. SCHIMPER (1876) und WEDDELING & al. (2005)).
  • β: Astbl. apikal abgeschnitten, gezähnt; Endknospe undeutlich; nur Spitzbergen; vgl. FLATBERG (1994b). Sphagnum tundrae.
26
Pfl. matt (hell- bis) dunkelbraun, klein, Stbl. zungen- bis spatelförmig, 0,8–1,3 mm. Astbl. 0,9–1,3 mm. Auch bei grünen Schattenformen ist das St. immer dunkelbraun. Ästchen zu 2 + 1(–2.) Zwischen- und Hochmoore. Oligotroph. Bor./kont./mt. 
  Sphagnum fuscum
Ähnliche Art(en):
  • α: Stbl. 1,5–2,8 mm. Pfl. bleicher und kompakt; Ästchen nicht differenziert; siehe 12. Sphagnum molle.
26*
Pfl. leicht glänzend, gelblich bis braun, trocken bläulich, mittelgroß. Stbl. leicht zugespitzt bis abgerundet, 1–1,5 mm. Astbl. 1–1,7 mm. St. braun, Schopfästchen gerade. Seggenmoore, Ufer und andere (eu-) mesotrophe Moore. Bor./alp. Fennoskandien und Alpen. 
  Sphagnum subfulvum
Makroskopisch nicht von der als:
27
Stbl. apikal breit ausgefranst oder tief eingeschnitten. Deutliche Endknospe. (Sect. Cuspidata p. p.)   ► 28
27*
Stbl. ganzrandig.   ► 29
28
Stbl. oberhalb der Basis verbreitert, gefranst, 1,2–1,6 mm, hängend. Astbl. oft in deutlichen Reihen, 1,5–3,0 mm. Abstehende und hängende Ästchen nicht deutlich differenziert. Pfl. groß, gelb bis dunkelbraun. Oligo- bis mesotroph. Flache reine Rasen in verschiedenen Hochmoortypen, auch untergetaucht. Subarkt.-bor. (alp.). Lappland häufig. In Nordwestdeutschland in altem Torfstich bzw. Schwingrasen. 
  Sphagnum lindbergii
28*
Stbl. spatelförmig, an der Spitze tief eingeschnitten, 1 mm, ± hängend. Astbl. 1,0–1,5 mm. Abstehende und hängende Ästchen differenziert. Pfl. klein und braun wie S. fuscum. In Mooren und auf nasser Erde. Bor.-arkt./kont. (mt.). Russland, Weißrussland, Ukraine und Kaukasus. 
  Sphagnum lenense
Ähnliche Art(en):
  • α: Astbl. 1,5–3,0 mm, St. hellbraun, nie dunkler; Stbl. tief eingeschnitten und Pfl. groß; siehe 41. Sphagnum riparium.
29
Astbl. trocken leicht bis stark wellig (oft Blattspitze zurückgebogen), spitz, feucht nicht nach oben gebogen. Stbl. dreieckig bis zungenförmig, 0,9–1,3 mm, wenn größer, Astbl. in geraden Reihen, oder sehr schmal. Pfl. ohne deutl. Endknospe.(Sect. Cuspidata p.p.)   ► 30
29*
Astbl. trocken wie feucht glatt, eiförmig, ± zugespitzt. Stbl. oft eiförmig (ansonsten Astbl. nach oben gebogen), 0,4–2,0(–2,7) mm, ohne Blattflügel. Ästchen dicklich, deutlich differenziert, abstehende oft hornförmig gekrümmt. Nicht in Hochmooren.(Sect. Subsecunda  ► 32
30
Astbl. in 5 geraden Reihen, oval, breit (trocken Blattrand umgebogen), 1,2–2,2 mm. Stbl. dreieckig, spitz, Blattrand eingerollt, hängend oder abstehend, 0,8–1,0 mm. St. gelblich, hell- bis dunkelbraun, dunkler als die Bl. Pfl. groß, hell-, orange- bis dunkelbraun, z. T. gescheckt. Ästchen zu 4,2 + 2, abstehende bis 17 mm, hängende bis 13 mm lang. Sehr nasse Hoch-, Zwischen- und Heidemoore. Meso- bis oligotroph. N-atl.-subatl. Vgl. 48
  Sphagnum pulchrum
30*
Astbl. nicht in Reihen, ± schmal. St. hellbraun oder Stbl. abgerundet, wenn Astbl. trocken stark wellig, hängende Ästchen deutlich länger. Pfl. anders.   ► 31
31
Ästchen in Büscheln zu (4–)5(–6),2(–3) + (2–)3(–4), hängende vom Ansatz an dem St. anliegend und dieses völlig verdeckend. Stbl. hängend, kleiner 1 mm, dreieckig spitz oder abgerundet.   ► 49*
31*
Ästchen zu 3–4,2 + 1–2, hängende unterhalb des Ansatzes dem St. nicht anliegend. Stbl. abstehend, zungenförmig, 0,9–1,3 mm.   ► 50
32
Stbl. 0,4–0,9 mm, zungenförmig oder dreieckig, 0,7–1,3 mm. Astbl. abstehender Ästchen oft einseitswendig. Untere Schopfästchen seitlich gebogen (von oben betrachtet).   ► 33
32*
Stbl. zungen- bis eiförmig, größer, 0,9–2,0(–2,7) mm. Astbl. gerade, höchstens leicht gebogen. Ästchen gerade oder nur von der Seite betrachtet gebogen.   ► 34
33
Astbl. hohl, eiförmig, kurz zugespitzt, nur in der Spitze eingerollt, 0,8–1,5 mm. Pfl. meist gelblich bis ockerfarben. St. (hell-) braun bis dunkelbraun, dunkler als Astbl., selten grün. Stbl. 0,4–0,9 mm, zungenförmig. Flach-, Heide-, Wald- und Quellmoore. Mesotroph. Bor. 
  Sphagnum subsecundum
33*
Astbl. schmal, lang zugespitzt, da fast auf der ganzen Länge mit eingerolltem Blattrand, sichelförmig meist nach oben gekrümmt, 1–2 mm. Pfl. und St. meist einheitlich ocker, grün, gelb oder hellbraun. St. nie dunkelbraun. Stbl. dreieckig, 0,7–1,3 mm. Basenreiche Flach- und Zwischenmoore, Moorwiesen. Bor./kont. (mt.). 
  Sphagnum contortum
34
Endknospe deutlich. Stbl. hohl und eiförmig, aufrecht oder abstehend, 1–2 mm. Ästchen zu 1–2(–4),1–2 + 0–1 undeutlich differenziert, wurmförmig. St. grün oder bräunlich, dünn und verdeckt. Pfl. grünlich bis gelblich. Schopf klein und armästig. Schopfästchen gekrümmt. Astbl. 1–2 mm. Sehr nasse Stellen auf Torf oder Mineralboden, in Mooren und an Teichufern. Mesotroph. Bor. (kont.). 
  Sphagnum platyphyllum
34*
Endknospe undeutlich. Stbl. zungen- oder eiförmig, die meisten hängend, einige abstehend, selten wenige aufrecht. Ästchen zu 3–7, meist differenziert, hängende das St. verdeckend, abstehende hornförmig, zugespitzt. St. grün bis dunkelbraun, ± dick. Schopfästchen ± gerade. (Wasserformen oder kleine und bräunliche Pfl. nur mikroskopisch bestimmbar).   ► 35
35
Stbl. zungenförmig, leicht zugespitzt, 0,9–1,3 mm deutlich kleiner als Astbl. (Stbl.hyalozyten auf 20–40% der Länge des Bl. mit Fibrillen, unter der Lupe matt–weißlich). Astbl. 1,0–2,2 mm. Ästchen zu 4–6(–7),2–3;2–4, deutlich differenziert. Pfl. grünlich bis gelblich. Nasse und quellige Senken in Heiden, Mooren und Waldmooren. Mesotroph. Bor. (subatl.). 
  Sphagnum denticulatum var. inundatum
35*
Stbl. eiförmig, 1,3–2,0(–2,7) mm. (Stbl.hyalozyten auf 40–100% der Länge des Bl. mit Fibrillen.) Astbl.1,3–2,5(–5,5) mm. Ästchen zu 3–5,2–3 + 1–2(–3), ± differenziert. Pfl. grün, gelblich, bräunlich oder rötlich. In feuchten Heiden, Wald-, Heidemooren und Quellsümpfen, auch Sekundärstandorte (z. B. Entwässerungsgräben, Teichufer); auch untergetaucht. Mestroph. Subatl. Vgl. 10, 38 u. 52*
  Sphagnum denticulatum var. denticulatum
Pflanzen insgesamt grünlich
36
Stbl. sehr klein, 0,3–0,7 mm, hängend. Astbl. groß, 2–3 mm. (Sect. Rigida  ► 21
36*
Stbl. und Astbl. nicht derart verschieden groß.   ► 37
37
Astbl. sparrig, trocken nicht wellig.   ► 38
37*
Astbl. nicht sparrig.   ► 40
38
Astbl. in der Mitte mit Längsstruktur. St.hyalodermis einschichtig, in dünnem Querschnitt (Taschenmesser!) kaum sichtbar (20fache-Lupe). Pfl. ohne deutl. Endknospe. Sparrige Schattenform. Siehe 35*
  Sphagnum denticulatum var. denticulatum
38*
Astbl. mit Rautenstruktur, St.hyalodermis 2–4-schichtig, mit der Lupe deutlich erkennbar. Abstehend Ästchen gerade bis gekrümmt. Pfl. mit ± deutlicher Endknospe. (Sect. Squarrosa, zur mikroskopischen Bestimmung vgl. CRUM 1984, HUBER 1998 und WEDDELING & al. 2005)   ► 39
39
Astbl. in lange, zurückgebogene Spitze zusammengezogen. 1,7–3,1 mm. St. grün bis braun. St.durchmesser 0,7–1,2 mm. Stbl. 1,7–2,0 mm, zungenförmig, Pfl. groß und mit deutlicher Endknospe. Ästchen 4–6,2–3 + 2–3. Erlenbrücher und andere feuchtschattige Standorte. Mesotroph. Temp. Vgl. 22
  Sphagnum squarrosum
* α: Ohne deutliche Endknospe; Astbl.spitze kahnförmig; Merkmalen der Sect.Sphagnum. Vgl. 1; siehe 9a. Sparrige häufige Schattenmodifikation von Sphagnum palustre.
39*
Astbl. 1–2 mm. Grünliche (auch St.) sparrige Schattenform. Meist nicht alle Ästchen sparrig beblättert. St.durchmesser 0,5–0,7 mm. Selten. Siehe 25*
  Sphagnum teres
Unterscheidung zur sparrigen Schattenmodifikation. Siehe 42. Sphagnum girgensohnii.
40
Stbl. ausgefranst, eingeschnitten oder apikal breit gefranst, zungenförmig bis spatelförmig. Endknospe deutlich sichtbar.   ► 41
40*
Stbl. nicht gefranst oder nur die Spitze gezähnt und meist dreieckig. Pfl. nie mit Endknospe und Astbl. mit Rautenstruktur.   ► 43
41
Stbl. hängend, an der Spitze tief eingeschnitten, 1,2–1,6 mm. Pfl. groß und bleich. St. grün bis hellbraun, steif und zerbrechlich. Astbl. 1,3–3 mm, lang zugespitzt, schmal, Spitze trocken abstehend. Nasse Waldmoore und Bachufer. Mesotroph. Kont.-bor., mt. Vgl. 28*
  Sphagnum riparium
Ähnliche Art(en):
41*
Immer einige Stbl. aufrecht, nie tief eingeschnitten, gezähnt, 0,8–1,3 mm. (Sect. Acutifolia p. p.)   ► 42
42
Stbl. länger als breit, spatelförmig immer aufrecht, nur an der abgeschnittenen Spitze gefranst, <1,4 mm. Stbl.flügel oft deutlich braun. Astbl. 1–2 mm, spitz, Rautenstruktur nicht deutl. Endknospe klein. Schopf deutlich 5-strahlig und abgesetzt. St. grünlich bis hellbraun, sehr steif, Hyalodermis leicht ablösbar. Ästchen zu 3–4(–5),2(–3) + 1–2. Offene Standorte in Wiesen, Bruch- und Heidewäldern. Mesotroph. Bor./mt. Vgl. 25 und 39* α
  Sphagnum girgensohnii
Ähnliche Art(en):
  • α: Endknospe kaum sichtbar; St.hyalodermis schwer ablösbar; Stbl. nicht so breit gefranst; siehe 15. Sphagnum russowii.
  • β: Stbl. nur z. T. aufrecht, abgerundet, ohne Blattflügel; Astbl. mit sehr deutl. Rautenstruktur; siehe 25. Sphagnum teres.
  • γ: Astbl. abgeschnitten, eiförmig; Stbl. >1,5 mm; siehe 13*. Sphagnum angermanicum.
42*
Stbl. breiter als lang, oberhalb der Mitte am breitesten, fast rundherum ausgefranst. Stbl.flügel farblich nicht differenziert. Astbl. 1–1,6 mm Endknospe groß, zwiebelförmig. St. und Pfl. grünlich. Ästchen zu 3–4(–5),2(–3) + 1–2. Sporogone im Sommer häufig. Nasse Brüche, Sümpfe und Heidemoore. Oligo- bis mesotroph. Bor.-temp., planar bis submt. 
  Sphagnum fimbriatum
43
Astbl. breit eiförmig, apikal abgeschnitten (bei Schattenformen sehr deutlich), 1,6–2 mm. Stbl. zungenförmig, an der Spitze leicht gezähnt (nur in der Arktis Stbl. ähnlich S. girgensohnii und dann Pfl. bräunlich), unter dem Schopf aufrecht, weiter unten hängend, 1–2,4 mm. Ästchen zu 5,2–3 + 2–3, dicklich. St. grün bis bleich, durch hängende Ästchen verdeckt, mit deutlicher Hyalodermis (3–4 Zellreihen). Endknospe undeutlich. Pfl. grünlich bis hellgelblich. Feuchte Senken in Mooren, Brüchern und an Seeufern. Mesotroph. Arkt./alp. Fennoskandien und ehemalige UdSSR südlich bis Estland. (Sect. Insulosa
  Sphagnum aongstroemii
43*
Astbl. nicht abgeschnitten. Pfl. anders.   ► 44
44
Stbl. aufrecht. Astbl. spitz z. T. gestutzt, trocken nicht wellig. Pfl. ohne Endknospe, z. T. kompakt. Vgl. auch 10. (Sect. Acutifolia p.p.)   ► 11
44*
Stbl. hängend, abstehend oder Ästchen dicklich und Pfl. z. T. mit Endknospe aber nie kompakt. Astbl. z. T. trocken wellig   ► 45
45
Astbl. eiförmig spitz, sehr hohl, in der Mitte mit Rautenstruktur, 0,8–1,5 mm. Stbl. eirund, sehr hohl, 0,8–1,5 mm, apikal leicht gezähnt. Ästchen sehr kurz, 4–8(–10) mm lang, zu (2–)3(–4), meist 2 + 1, das hängende dem St. nicht anliegend. St. grünlich. Pfl. zart, oft hellgelbbraun, seltener grünlich bis hellbraun, Nasse Hochmoore auf Torf und in Feuchtheiden. Oligotroph. Bor./subatl. 
  Sphagnum tenellum
Ähnliche Art(en):
45*
Astbl. in der Mitte mit Längsstruktur. Pfl. anders.   ► 46
46
Astbl. trocken wie feucht glatt, eiförmig, ± zugespitzt. Stbl. oft eiförmig (ansonsten Astbl. nach oben gebogen), 0,4–2,0 (–2,7) mm, ohne Blattflügel. Ästchen dicklich, meist deutlich differenziert, abstehende oft hornförmig gekrümmt. (Sect. Subsecunda  ► 32
46*
Astbl. trocken leicht bis stark wellig (Blattrand teilweise nach außen gerollt und Blattspitze leicht zurückgebogen), lanzettlich, feucht nicht nach oben gebogen. Stbl. dreieckig bis zungenförmig, 0,9–1,3 mm, wenn größer, Astbl. in geraden Reihen, oder sehr schmal. (Sect.Cuspidata p.p.)   ► 47
47
Hängende Ästchen ± gerade dem St. anliegend und dieses verdeckend, nicht kürzer als abstehende (wenn länger vgl. 49, S. angustifolium), z. T. sehr kurz, deutlich differenziert. Astbl. z. T. trocken stark wellig.   ► 48
47*
Hängende Ästchen ± gekrümmt, unterhalb ihres Ansatzes dem St. nicht anliegend, meist länger als die abstehenden. Astbl. trocken kaum wellig.   ► 50
48
Astbl. oft deutlich in 5 geraden Reihen, eiförmig, plötzlich zugespitzt, trocken am Rand leicht wellig 1,2–1,8 mm. Stbl. dreieckig spitz, hängend oder abstehend, 0,8–1,0 mm. Ästchen zu 4,2 + 2, die hängenden bis 13 mm, die abstehenden bis 17 mm lang. Pfl. selten rein grün. Siehe 30
  Sphagnum pulchrum
48*
Astbl. in 5 spiraligen Reihen, schmäler, trocken z. T. stark wellig. Stbl. hängend, dreieckig zungenförmig (wenn spitz, dann Astbl. sehr schmal und hängende Ästchen länger als abstehende).   ► 49
49
Schopfästchen gerade und gestutzt. Hängende Ästchen länger als abstehende. Astbl. trocken wenig wellig, 0,8–1,2 mm. Oft Ästchen basal und St. rötlich gefleckt. Stbl. dreieckig abgerundet, etwa so lang wie breit, 0,5–0,9 mm. Pfl. zierlich. In nicht zu sauren Sümpfen und Mooren, z. T. recht trocken. Oligo- bis mesotroph. Temp.-bor. (kont.). (Kann leicht mit kleinen Formen von S. fallax verwechselt werden.) 
  Sphagnum angustifolium
49*
Schopfästchen oft deutlich gekrümmt, nicht gestutzt, wenn gerade, dann Stbl. dreieckig spitz und Astbl. trocken stark wellig (vgl. S. fallax). Hängende Ästchen kürzer oder so lang wie abstehende. 
  ▼▼ a  –    
a
Stbl. dreieckig spitz, etwa so lang wie breit, 0,8–1,1 mm. St. grün bis hellbraun, selten rötlich, dann Ästchen in der unteren Hälfte deutlich rötlich. Astbl. 1–3 mm, trocken stark wellig. Innere Schopfästchen seitlich gebogen dünner als 1,8 mm. Pfl. groß, z. T. hellbraun. Eine sehr variable und vielgestaltige Art (z. B. sind S. cuspidatum ähnliche Wasserformen selbst mikroskopisch sehr schwer bestimmbar). Dauerfeuchte bis nasse Standorte auf Torf, in verschiedenen Moortypen und Bruchwäldern, z. T. untergetaucht. Meso- bis oligotroph. Temp.-bor. (subatl.). 
  Sphagnum fallax
Ähnliche Art(en):
  • α: Schopf flach, rötlich; Astbl. in 5 geraden Reihen, Stbl. spitz; nach FLATBERG 1992 unterscheidbare Art; Großbritannien und Norwegen. Sphagnum isoviitae
  • β: Schopf bräunlich; Stbl. spitz; Schopfästchen zugespitzt; nach FLATBERG (1993c) unterscheidbare Art; wird von CRUM (1984) und HUBER (1998) ausdrücklich mit S. fallax synonymisiert, im Gegensatz zu FREY & al. (1995) von KOPERSKI & al. (2000) nicht für Deutschland angegeben, laut GRIMS (1999) sich auf eine Bestimmung von Flatberg stützend in Österreich vorkommend. Sphagnum brevifolium.
b
Stbl. dreieckig zungenförmig, länger als breit, wenig eingeschnitten. 0,7–1,3 mm. St. grün bis gelblich. Astbl. 1,2–1,8 mm, trocken stark wellig. Schopfästchen kurz, dünner als 1,8 mm, innere gerade. Schopf 5-strahlig. Ästchen nicht rötlich, selten in der Spitze. Pfl. mittelgroß, z. T. hellbraun. Moore, Quellsümpfe u. Waldmoore, Meso- bis oligotroph. Temp.-bor. (subatl.). (Vgl. 31). 
  Sphagnum flexuosum
c
Stbl. zungenförmig, länger als breit, Spitze oft eingeschnitten, hängend 1,1–1,3 mm. Schopfästchen ca. 2 mm breit, meist deutlich seitlich gekrümmt, stumpf. Stbl. zungenförmig, länger als breit, Spitze oft eingeschnitten, hängend 1,1–1,3 mm. Astbl. trocken nur im oberen ⅓ leicht wellig, 2,0–2,5 (–3) mm. Schopf kompakt. Pfl. groß, grünlich bis bleich gelblich. St. bleich. Nasse Moore, oft in Schwingrasen; auch untergetaucht. Mesotroph. Bor./mt. (kont.). (Vgl. 41 α). 
  Sphagnum obtusum
50
Schopf klein (Ø 12 mm, max. 15), flach. Ästchen 4–8 mm, zu 3(–4),2 + 1(–2). Astbl. 1–2 mm, ± gerade. Pfl. gelblich, hellbraun bis braun. St. gelblich. Stbl. 0,9–1,2 mm. Endknospe undeutlich. Nasse Hochmoore. Kolke (nicht untergetaucht) und auf Felsen. Oligotroph. (N-)bor. (kont.). 
  Sphagnum balticum
Ähnliche Art(en):
  • α: Pfl. mittelgroß. Endknospe deutlich und klein. Astbl. 1,5–2,0 mm. Ästchen 8–14 mm, zu 3–4,2 + 1–2. Stbl. 1,0–1,2 mm. Nasse Moore, oft untergetaucht. Mesotroph. Bor. Fennoskandien, Russland und Weißrussland. Sphagnum annulatum.
  • β: Pfl. groß. Astbl. (1,5–)2–3 mm. Ästchen 8–20 mm, meist zu 4,2 + 2. Stbl. 1,0–1,3 mm. Nasse Moore, oft untergetaucht. Mesotroph. (N-)kont. Fennoskandien, Russland, Baltische Staaten, Weißrussland und Polen. Sphagnum jensenii.
  • γ: Stbl. und Astbl fast gleich lang; Pfl. halbtrocken mit metallischem Glanz; Ästchen entfernter beblättert; Norwegen; vgl. FLATBERG (1988). Sphagnum troendelagicum.
50*
Schopf größer, gewölbt. Ästchen länger. Astbl. 1,5–3,5 mm gebogen. Pfl. grün oder olivgrün. St. grün bis gelblich. Stbl. abgerundet oder spitz, hängend oder z. T. abstehend   ► 51
51
Pfl. grünlich bis gelblich. Stbl. viel länger als breit, spitz, 0,9–1,3 mm. Astbl. sehr schmal, an trockeneren Standorten mit eingerollter Spitze, 1,5–3,5 mm. Ästchen sehr schlaff, 3–5. Endknopse undeutlich. Unterscheidung zur folgenden Art manchmal unsicher. Schlenken und Kolke in Hochmooren, oft untergetaucht. Oligotroph. Bor.(-temp./ subatl.). 
  Sphagnum cuspidatum
Ähnliche Art(en):
  • α: Pfl. eher gelblich; abstehende Ästchen höchstens basal leicht rötlich; nach FLATBERG (1988) mikroskopisch unterscheidbare Art; NW-Europa, evtl. Polen. Sphagnum viride.
51*
Pfl. olivgrün und z. T. grünlich oder leicht bräunlich. Stbl. zungenförmig abgerundet, 0,9–1,4 mm. Astbl. schmal, abwärts gekrümmt, 1,7–3,0 mm. Ästchen nicht so schlaff, (2–)3(–4). Endknospe deutlich. Schlenken und Gräben in Mooren, meist halb untergetaucht. Oligo- bis mesotroph. N-bor. (kont./mt.). 
  Sphagnum majus
Kann in 2 Unterarten Unterteilt werden:
Pflanzen ohne Schopf, Ästchen zu 1(–2) oder fehlend
52
Pfl. dicht beblättert, rot bis schwarzbraun oder grün bis orange. Stbl. hohl und abgerundet, 1,5–2,0 (2,5) mm. Ästchen deutlich sichtbar, nicht sichtbar oder fehlend. Astbl. kleiner, 1,0–1,2 mm. St. braun bis rotbraun. Heidemoore und nasse Senken. Atl. Galicien und Bretagne (evtl. Slowakei, vgl. DEBECZY 1972, jedoch nicht KUBINSKÁ, & JANOVICOVÁ 1996).(Sect. Hemitheca). 
  Sphagnum pylaesii
52*
Pfl. entfernt beblättert. Stbl. 2–4 mm, mit gestutzter Spitze. Astbl. 2,5–4,5 mm, spitz. Pfl. grün. Flutende Wasserform (als fo. monocladum bezeichnet). Siehe 35
  Sphagnum denticulatum var. denticulatum

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Impressum

Autor: Gerhard Ludwig, FG I 1.2, Bundesamt für Naturschutz
Zeichnungen von Edith Schodl, Bonn
Fotos: Michael Lüth, Freiburg (30); Barbara Dierßen, Kiel (4); Peter Wolff, Saarbrücken (1) und Gerhard Ludwig, Duisburg (1)

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Exkursions-Bestimmungsschlüssel der Sphagnen Mitteleuropas (Gerhard Ludwig) (Zuletzt geändert:
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6 November 2012 15:40:25). Abgerufen am 12. September 2017, 06:49 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Exkursions-Bestimmungsschlüssel_der_Sphagnen_Mitteleuropas_(Gerhard_Ludwig)