Feldschwirl – Locustella naevia

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Deutscher Name: Feldschwirl
Wissensch. Name: Locustella naevia
(Boddaert, 1783)
Großgruppe: Vögel
Taxonomie: Ordnung Passeriformes / Familie Sylviidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: Vorwarnliste
Rote Liste Berlin: gefährdet
Status: Zugvogel

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • bewegt sich meist am Boden
  • an Heuschrecken erinnernder Gesang
Der Feldschwirl ist unscheinbar mit bräunlich, dunkelbraun geflecktem Gefieder. Die Unterseite ist gelblichweiß und die Beine rötlichbraun. Charakteristisch sind der verhältnismäßig große, keilförmige Schwanz und sein Gesang, der mit einer Heuschrecke verwechselt werden kann. Er bewegt sich vornehmlich auf dem Boden.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Feldschwirle haben eine Größe von 13 cm, eine Flügellänge von 6-7 cm, eine Schnabellänge von 1,5 cm und ein Gewicht von 11-17 g. Kein Geschlechtsdimorphismus vorhanden.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Sumpfrohrsänger – Acrocephalus palustris Der Sumpfrohrsänger hat eine hellere Kehle und einen dünnen, weißen Augenring. Sumpfrohrsänger – Acrocephalus palustris:  Marek Szczepanek, CC BY-SA 3.0
Teichrohrsänger – Acrocephalus scirpaceus Der Teichrohrsänger hat eine hellere Kehle und dunkle Beine. Teichrohrsänger – Acrocephalus scirpaceus:  Jürgen Freisinger, CC BY-3.0

Laute: Der Lockruf des Feldschwirls ist ein schnelles, zweisilbiges und hohes tze-tze, welches mit kurzen Pausen häufig vorgetragen wird. Der Gesang ist insbesondere in den Morgen- und Abendstunden zu hören und besteht aus hohen, gedehnten und langangehaltenen, schwirrenden sirrrr-Rufen.

Datei „Locustella_naevia_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Locustella_naevia_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensweise und Fortpflanzung: Zur Brutzeit Ende Mai wird von beiden Elterntieren ein längliches, napfförmiges Nest in dichter bodennaher Vegetation aus trockenen Grashalmen und Stengeln gebaut. Das Weibchen legt 3-6 weiß oder gräulich getönte Eier mit feiner Fleckung und Zeichnung und bebrütet diese 12 Tage lang. Die Jungtiere werden nur vom Weibchen gefüttert, nur sehr selten vom Männchen, nach 14 Tagen sind sie flügge. Feldschwirle sind Zugvögel, die Anfang September nach Südwesteuropa und Nordafrika ziehen und Anfang Mai wieder in Deutschland eintreffen. Lebensraum: Lebt an den Rändern von Feuchtgebieten, bevorzugt Seen und Schilfrohr und anderes Dickicht.

Mensch und Stadt

Der Feldschwirl ist auf offenen Flächen mit Büschen oder weiteren Pflanzen wie Brennnesseln zu finden. Er bevorzugt Feuchtwiesen und Flussniederungen. Daher sieht man ihn vor allem am Stadtrand.

Wissenswertes

  • Der Feldschwirl ist ein Zugvogel. Er ist von April bis September in Deutschland zu beobachten. Anfang September zieht er in den Süden zum Überwintern.

Quellen, Literatur, Weblinks