Gartengrasmücke – Sylvia borin

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Deutscher Name: Gartengrasmücke
Wissensch. Name: Sylvia borin
(Boddaert, 1783)
Großgruppe: Vögel
Taxonomie: Ordnung Passeriformes / Familie Sylviidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Zugvogel

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • relativ kräftiger Körper
Die Gartengrasmücke ist relativ klein und unauffällig. Die Oberseite ist olivbraun-grau und die Unterseite hellbraun-weißlich. Sie hat einen kurzen Schnabel und dunkle Beine.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Gartengrasmücken haben eine Größe von 13-15 cm, eine Flügellänge von 8 cm, eine Schnabellänge von 1,5 cm und ein Gewicht von 15-29 g.

Kein Geschlechtsdimorphismus vorhanden.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Klappergrasmücke – Sylvia curruca Die Klappergrasmücke ist dunkler mit grauem Kopf und graubraunem Rücken. Klappergrasmücke – Sylvia curruca:  Steevie, CC BY-SA 3.0
Dorngrasmücke – Sylvia communis Die Dorngrasmücke hat helle Beine und einen längeren Schnabel. Dorngrasmücke – Sylvia communis:  GR3Z, CC0
Mönchsgrasmücke – Sylvia atricapilla Die Mönchgrasmücke hat eine schwarze (Männchen) bzw. rotbraune Kappe (Weibchen). Außerdem ist sie größer und hat einen längeren Schnabel. Mönchsgrasmücke – Sylvia atricapilla:

Laute: Der Lockruf besthet aus kurzen zweisilbigen tscharr- oder täck-Rufen, die mit großen Pausen vorgetragen werden. Der Gesang besteht aus lauten, klangvollen und stark variablen flötenähnlichen oder zwitschernden Rufen.

Datei „Sylvia_borin_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Sylvia_borin_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensweise und Fortpflanzung: Zugverhalten: Zugvogel, der Anfang September ins tropische Afrika, insbesondere Kamerun zieht und Anfang Mai wieder in Deutschland eintrifft. Lebensraum: Lebt in lichten Wäldern, feuchten Dickichten und Buschlandschaften.

Mensch und Stadt

Die Gartengrasmücke ist kein häufiger Stadtvogel. Sie kommt jedoch in vegetationsreichen Gärten, Parks und auf Friedhöfen vor.

Sie ist ein eher scheuer Vogel und wird selten gesichtet. Viel häufiger hört man ihren melodischen Gesang.

Wissenswertes

  • Name: Der Gattungsname "Sylvia" ist vom lateinischen Wort "silva" abgeleitet, was "Flur", "Park" oder "Wald" bedeutet. Das Artepitheton "borin" ist eine Abwandlung des lateinischen Wortes "bos" für "Rind" und bezieht sich auf das häufige Vorkommen dieser Art in der Nähe menschlicher Siedlungen.
  • Die Gartengrasmücke ist ein Zugvogel. Sie überwintert in Afrika und ist bei uns zwischen Anfang Mai und Anfang September zu beobachten.
  • Zur Brutzeit frisst sie vor allem Insekten, Spinnen und Raupen. Im Sommer ernährt sie sich von Holunderbeeren und anderen Früchten.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Witt, K. & Steiof, K. (2013): Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3.Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.): Berliner Ornithologischer Bericht, Berlin, 23: 1-23.
  • Wolfgang Fiedler (2015): Die Vögel Mitteleuropas sicher bestimmen - Schlüssel zur Art-, Alters- und Geschlechtsbestimmung: S.203, 419, Quelle & Meyer, Wiebelsheim.
  • Wolfgang Makatsch (1989): Wir bestimmen die Vögel Europas: S.411, Neumann Verlag, Leipzig.
  • Alwin Voigt (2006): Exkursionsbuch zum Studium der Vogelstimmen: S.217, Quelle & Meyer, Heidelberg.
  • Lars Svensson (2011): Der Kosmos Vogelführer - Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens: S.304, Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart.
  • Collin Harrison (1975): Jungvögel, Eier und Nester aller Vögel Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens - Ein Naturführer zur Fortpflanzungsbiologie: S.258, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin.
  • http://arten.deinfo.eu/elearning/voegel/speciesportrait/3115 (Abgerufen am 18. April 2016)
  • https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/vogelportraets/03725.html