Gefährdete Ackerkräuter (Unkrautgarten des JKI)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: Arno Littmann, JKI)

Mehr als 100 Ackerkräuter werden in den Roten Listen der gefährdeten Pflanzenarten geführt. In deren Kultivierung liegt eine besondere Aufgabe der Sammlung. Die Portraitfotos zeigen eine Auswahl, von deren Bildunterschriften man zu den beschreibenden Seiten kommt.

Die Ursachen ihres Rückgangs sind vielfältig. Zum Einen waren es Herbizide, die in der modernen Landwirtschaft eingesetzt werden. Häufig wuchsen sie auch auf nährstoffarmen Böden. Heute sind die Kulturflächen aber gut gedüngt und der Pflanzenbestand, gerade bei Getreide, ist sehr eng und nimmt den Kräutern das Licht, es sei denn sie wachsen in die Höhe wie das Ackerstiefmütterchen (Viola arvensis). Aber in den Randbereichen eines Ackers könnten sie sich halten. Deswegen gibt es schon seit fast dreißig Jahren das Projekt Ackerrandstreifen, wo nicht gespritzt und gedüngt werden darf.

Die beliebte Kornblume und der Klatschmohn stehen nicht auf den Roten Listen. Sie sind noch relativ häufig, wenn auch seltener als früher. Einige Pflanzen der Begleitflora waren immer schon selten auf Äckern zu finden. Viele wachsen nur auf kalkreichen Böden. Nur wenn sie in der Lage sind, sich dort zu vermehren und nicht nur zufällig einmal angeflogen sind, dann werden sie zu Unkräutern.

Siehe auch Informationen zur Anlage des Unkrautgartens und zur Anzucht.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI, Februar 2015.