Gelbspötter – Hippolais icterina

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Deutscher Name: Gelbspötter
Wissensch. Name: Hippolais icterina
(Vieillot, 1817)
Großgruppe: Vögel
Taxonomie: Ordnung Passeriformes / Familie Acrocephalidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Zugvogel

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • auffällige hellgelbe Körperunterseite
Charakteristisch für den relativ kleinen, schlanken Gelbspötter ist die auffallend hellgelbe Unterseite. Die Oberseite ist braun-olivgrün.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Gelbspötter haben eine Größe von 13 cm, eine Flügellänge von 7,5-8,5 cm, eine Schnabellänge von 1,5 cm und ein Gewicht von 10-15 g.

Kein Geschlechtsdimorphismus vorhanden.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Fitis Der Fitis hat einen deutlichen Überaugenstreif und einen gekerbten Schwanz. Einfacher sind sie jedoch am Gesang zu unterscheiden. Fitis:  Ken Billington, CC BY-SA 3.0
Waldlaubsänger Der Waldlaubsänger hat eine weißliche Brust und Bauchseite. Sein Gefieder ist gelbgrün. Waldlaubsänger:  Steve Garvie, CC BY-SA 2.0

Laute: Der Lockruf ist ein häufig wiederholter, mit kurzen Pausen unterbrochener dideroid-Ruf. Bei Störung warnen Gelbspötter mit einem gedehnten lauten errr-Ruf. Der Gesang wird sehr oft wiederholt und besteht aus einer Vielzahl an scharfen und lauten Rufen, teilweise mit kratzenden Geräuschen unterlegt, es werden zudem auch die Gesänge anderer Vögel imitiert.

Datei „Hippolais_icterina_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Hippolais_icterina_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensweise und Fortpflanzung: Zugverhalten: Zugvogel, der Anfang Oktober ins südliche Afrika und in das Urwaldgebiet des Kongos zieht und Anfang Mai wieder in Deutschland eintrifft. Lebensraum: Lebt in Dickichten und Heckenlandschaften.

Mensch und Stadt

Der Gelbspötter nistet in Hecken in Gärten, Parks oder auf Friedhöfen. Auch bewachsene Fassaden werden als Nistplatz genutzt.

Wissenswertes

  • Name: Der Gattungsname "Hippolais" ist von den altgriechischen Wörtern ὑπο (hupo) für "unter" und λαας (laas) für "Stein" oder "Felsen" abgeleitet. Da lange unbekannt war, wo diese Vögel brüten, nahm man an, dass sie ihre Nester "unter Steinen" verstecken. Das Artepitheton "icterina" ist die Lateinisierung des altgriechischen Wortes ικτερος (ikteros) für "gelb", was sich auf das gelbe Gefieder dieser Vögel bezieht.
  • Der Zugvogel ist in Deutschland von Anfang Mai bis Anfang Oktober zu beobachten. Von Berlin aus zieht er bereits Ende Juli in den Süden.
  • Er war früher ein weit verbreiteter Singvogel in Gärten aller Art. Er wurde auch als "Schreihals" bezeichnet.
  • Bei seinem Gesang imitiert er oft auch andere Vogelarten wie Drosseln oder Schwalben.
  • Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten. Gelegentlich frisst er auch Webspinnen und kleine Schneckentiere.

Quellen, Literatur, Weblinks