Gemeine Blutzikade – Cercopis vulnerata

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Deutscher Name: Gemeine Blutzikade
Wissensch. Name: Cercopis vulnerata
(LEACH, 1815)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Schnabelkerfe (Hemiptera) / Familie Blutzikaden (Cercopidae)
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale: Die Gemeine Blutzikade ist schwarz gefärbt mit roten Flecken auf der Flügeloberseite. Der Körperbau der Zikade ist dachförmig.
Die Gemeine Blutzikade ist schwarz gefärbt mit auffällig roten Flecken auf der Flügeloberseite, die die Giftigkeit der Art jedoch nur vortäuschen. Die Form der Zikade ist im Gegensatz zu flachen Wanzenarten dachförmig. Männchen und Weibchen sind für Laien kaum zu unterscheiden. Männchen und Weibchen sind für Laien kaum zu unterscheiden. Die aus den Eiern geschlüpften Larven saugen aus den bodennahen Pflanzenteilen Pflanzensaft ab.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Gemeine Blutzikade ist schwarz gefärbt mit auffällig roten Flecken auf der Flügeloberseite, die die Giftigkeit der Art jedoch nur vortäuschen. Die Form der Zikade ist im Gegensatz zu flachen Wanzenarten dachförmig. Sie kann eine Größe von bis zu 11 mm erreichen. Gemeine Blutzikaden ernähren sich von den Säften ihrer Wirtspflanzen durch ihren Stechrüssel. Dabei sind sie wenig wählerisch. Die Männchen der Blutzikaden sind in der Lage Gesänge durch das Vibrieren ihrer Flügel und Hinterleibe zu erzeugen. Ein Ruf dauert 5 Sekunden. Die Paarung geschieht durch eine Verankerung an den Hinterleiben in Form eines V. Das Weibchen legt ihre Eier in den Boden nahe der Wirtspflanzen ab.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Verwechslungsart 1 NAME FEHLT! Es existieren mehrere Arten der Blutzikaden, die sich in ihren roten Musterungen auf den Flügeln unterscheiden.

Verhalten: Die Männchen der Blutzikaden sind in der Lage Gesänge durch das Vibrieren ihrer Flügel und Hinterleibe zu erzeugen. Ein Ruf dauert 5 Sekunden.

Lebensweise und Fortpflanzung: Gemeine Blutzikaden ernähren sich von den Säften ihrer Wirtspflanzen. Dabei sind sie wenig wählerisch. Die Paarung geschieht durch eine Verankerung an den Hinterleiben in Form eines V. Das Weibchen legt ihre Eier in den Boden nahe der Wirtspflanzen ab.

Lebensraum: Die Gemeine Blutzikade lebt vorzugsweise auf Wiesen und Weiden, in Grabenrändern oder lichten Wäldern. Ihre Wirtspflanzen sind Glatthafer, Lupinen oder Brennnesseln.

Verbreitung: Die Gemeine Blutzikade ist in Höhen von bis zu 1500 m nachzuweisen. Im Norden Mitteleuropas ist sie besonders häufig aufzufinden.

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Solange Wiesen oder Grabenränder den Gemeinen Blutzikaden ihre benötigten Wirtspflanzen bereitstellen, sind sie auch in der Stadt anzufinden.

Wissenswertes

  • Name: Das lateinische Wort vulnerata bedeutet ins Deutsche übersetzt verletzt und deutet auf die rote Färbung der Blutzikade hin.
  • Eselsbrücken: Die rote Färbung sieht aus wie frische Blutflecken.
  • Kunst: Aufgrund der auffälligen roten Färbung der Blutzikaden sind sie gern gewählte Motive für Verzierungen von Alltagsgegenständen oder Briefmarken.

Quellen, Literatur, Weblinks

Zikaden : kennenlernen und beobachten. Reinhard Remane, Ekkehard Wachmann. Naturbuch-Verlag. 1993

Pareys Buch der Insekten : ein Feldführer der europäischen Insekten. Michael Chinery. Blackwell Verlag. 2002

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Nicole und Philipp