Gemeine Sandbiene – Andrena flavipes

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Deutscher Name: Gemeine Sandbiene
Wissensch. Name: Andrena flavipes
(Panzer, 1799)
Weitere deutsche Namen: Gemeine Erdbiene
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Hymenoptera / Familie Andrenidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • hellbraune, behaarte Querstreifen
Die Gemeine Sandbiene ist schwarz und vorwiegend bräunlich gelb behaart. Sie hat deutliche, hellbraun behaarte Querstreifen. Im Alter kann sich jedoch fast die gesamte Behaarung abnutzen. Wie alle Sandbienen hat sie einen breiten und eckigen Kopf. Bei der Frühlingsgeneration ist der untere Gesichtsteil oft dunkel behaart. Das Männchen ist wesentlich kleiner als das Weibchen. Die Weibchen haben eine hell abgesetzte Rückenplatte.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Dicke Sandbiene Die Dicke Sandbiene hat helle Haare auf der Bauchseite. Das Gesicht ist weiß behaart. Sie kommt seltener vor und fliegt ausschließlich im Frühling.
Westliche Honigbiene Die Westliche Honigbiene ist größer. Die Weibchen haben deutlich dunklere Streifen am Hinterleib. Westliche Honigbiene:  Richard Bartz, Munich Makro Freak & Beemaster Hubert Seibring, CC BY-SA 2.5
Schwere Sandbiene Sie ist etwas größer. Das Gesicht und die Brust sind lang weißlich behaart. Sie hat keine Längskante am dritten Glied (Femur) des Hinterbeines. Für eine eindeutige Unterscheidung von älteren Männchen ist eine Genitalanalyse notwendig.


Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Gemeine Sandbienen leben an Waldrändern, Wiesen, Sand- und Kiesgruben sowie Brachflächen, Parks und Gärten. Ihr Nest bauen sie bevorzugt an nicht bewachsenen Stellen im Boden. Sie hat keine besonderen Ansprüche an ihren Lebensraum oder ihre Nahrungspflanzen und kann daher häufig beobachtet werden.

Wissenswertes

  • Sie fliegt in zwei Generationen pro Jahr. Die erste fliegt von Mitte März bis Ende Mai und die zweite von Ende Juli bis September.
  • Sie ist äußerst friedfertig und greift nicht einmal an wenn ihr Nest bedroht wird.
  • Die Männchen haben keinen Stachel. Der Stachel der Weibchen ist klein und dünn. Er könnte die menschliche Haut in der Regel nicht durchdringen.
  • Die Wespenbiene (Nomada fucata) legt ihre Eier in Nester der Gemeinen Sandbiene. Dort werden sie von den Arbeiterinnen der Gemeinen Sandbiene versorgt.
  • Die Verpuppung der Larven erfolgt in einem Kokon.
  • Die Flügelzellen und -adern sind ein gutes Merkmal um zu erkennen in welche Familie oder Gattung eine Wildbiene gehört. Bei fast allen Sandbienen ist die erste Cubitalzelle größer als die zweite und dritte. Die dritte Zelle ist größer als die zweite. Die Basalader ist gerade oder leicht gebogen.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • SAURE, C. 2005: Rote Liste und Gesamtartenliste der Bienen und Wespen(Hymenoptera part.) von Berlin mit Angaben zu den Ameisen. In: DER LANDESBEAUFTRAGTE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE/SENATSVERWALTUNG FÜR STADTENTWICKLUNG (Hrsg.): Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin.CD-ROM.
  • H. Bellmann „Der neue Kosmos-Insektenführer“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 1999
  • H. Bellmann „Bienen Wespen Ameisen – Hautflügler Mitteleuropas“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2005 (2. Auflage)
  • Seite „Gemeine Sandbiene“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Mai 2015, 17:04 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeine_Sandbiene&oldid=142511577 (Abgerufen: 8. Februar 2018, 12:02 UTC)
  • http://www.wildbienen.de/eb-aflav.htm
  • https://www.insekten-sachsen.de/Pages/TaxonomyBrowser.aspx?Id=231413
  • Bundesamt für Naturschutz (BfN) (2011): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 3, Wirbellose Tiere (Teil 1)Band 3.