Glebionis segetum – Saat-Wucherblume (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: Arno Littmann, JKI)

Glebionis segetum (= Chrysanthemum segetum), die Saat-Wucherblume gehört zur Familie der Asteraceae, früher Compositae (Korbblütler). Der englische Name ist Corn Marigold. EPPO-Code CHYSE.

Die Saat-Wucherblume kommt wohl aus dem Mittelmeerraum, ist aber schon lange in ganz Europa eingebürgert. Nach Nordamerika wurde sie verschleppt und wächst dort in einigen Landesteilen. Auch in Europa tritt sie wild wachsend nicht überall auf. So ist sie in Bayern und Baden-Württemberg kaum vorhanden. Sie liebt nährstoffreiche, auch staunasse Sand- und Sandlehmböden in feuchtem und wintermildem Klima und war früher vor allem in Getreide ein Unkraut. Als Zierpflanze wird sie für Gärtner mit der Bemerkung empfohlen: für Anfänger.

Die einjährige Pflanze wird bis 90 cm hoch. Sie ist unbehaart. Der Stängel wächst aufrecht, ist verzweigt und gut beblättert. Die Blätter sind blaugrün, glatt und lappig gefiedert, manchmal auch nur unregelmäßig gezähnt. Die leuchtend gelben Blüten erscheinen hauptsächlich Juni bis August, aber auch bis in den Oktober hinein. Die bis zu 12.000 Samen pro Pflanze, daher der deutsche Name, können lange im Boden überdauern.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Juni 2011