Glossar:Flora/E

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Eiförmig

eiförmig: Ein eiförmiges Blatt ist 1,5 bis 2,5 mal so lang wie breit und unterhalb der Mitte am breitesten.

In der Schemazeichnung ist diese Blattform mit D bezeichnet.

Blätter mit rundlichen, ganzen Spreiten


A kreisrund
B rundlich
C elliptisch oder oval
D eiförmig
E verkehrt-eiförmig
F spatelförmig

Eilanzettlich

eilanzettlich: Blätter sind 3 bis 8 mal so lang wie breit. Sie verschmälern sich zu beiden Seiten mit bogigen (konvexen) Blatträndern. Dabei ist die breiteste Stelle deutlich unterhalb der Mitte.

In der Schemazeichnung ist diese Blattform mit A bezeichnet.

Blätter mit länglichen, ganzen Spreiten

A eilanzettlich
B lanzettlich
C länglich
D linealisch, lineal oder bandförmig
E nadelförmig
F pfriemlich
G schwertförmig

Einährig (Carex)

einähriger Blütenstand: nicht zusammengesetzt, aus einer einzigen Ähre bestehend; diese kann rein männlich oder weiblich oder oben männlich und unten weiblich sein (seltene Arten). Quelle: Foerster (2008).

Elliptisch

elliptisch (oval): Eine Blattspreite wird als elliptisch (oder oval) bezeichnet, wenn es etwa 1,5 bis 2,5 mal so lang wie breit ist und sich die breiteste Stelle in der Mitte befindet.

In der Schemazeichnung ist diese Blattformmit C bezeichnet.

Blätter mit rundlichen, ganzen Spreiten

A kreisrund
B rundlich
C elliptisch oder oval
D eiförmig
E verkehrt-eiförmig
F spatelförmig

Epidermis (Pflanzen)

Epidermis (epí [griechisch] = über, auf, zu; dérma [griechisch] = Haut): Die Außenhaut oder Oberhaut der Pflanze — Siehe auch Spaltöffnungen

Erklärung botanischer Fachausdrücke (Heinrich Hofmeister & Eckhard Garve)

Quelle: Heinrich Hofmeister & Eckhard Garve (2006). Lebensraum Acker. Verlag N. Kessel, ISBN-13: 978-3-935638-61-6; ISBN-10: 3-935638-61-2. Die vorliegende Zweitpublikation erfolgt mit ausdrücklicher Genehmigung der Autoren und des Verlages. (Autorisierte Zweitpublikation)
Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit den Autorennamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Heinrich Hofmeister, Eckhard Garve beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Achäne: kleine einsamige Schließfrucht (z. B. Korbblütengewächse), bei der die Samenschale eng der Fruchtwand anliegt und die aus unterständigem Fruchtknoten hervorgegangen ist — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Ährchen: Teilblütenstand der Süßgräser, bestehend aus Ährchenachse, Hüllspelze(n), Deckspelze(n) und Blüte(n) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Ähre: Blütenstand mit ungestielten Blüten, die längs einer Hauptachse angeordnet sind — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
annuell: ↗ einjährig
Anökophyt: Pflanze ohne ursprüngliche Vorkommen auf Naturstandorten (obligatorisches Unkraut) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Anthere (Staubbeutel): oberer, den Pollen enthaltender Teil des Staubblattes — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Archäophyt: ursprünglich nicht einheimische Pflanzenart, die durch die Mithilfe des Menschen von der Jungsteinzeit bis zum Ende des Mittelalters nach Mitteleuropa gelangt ist (viele Ackerwildkräuter) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
ausdauernd (perennierend): Pflanze, die mehr als zwei Jahre lebt und mehrfach blüht und fruchtet; ausdauernde Pflanzen sind fest im Boden verankert und lassen sich meist nur schwer mit der Wurzel herausziehen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Ausläufer: horizontaler, ober- oder unterirdisch kriechender Seitenspross zur vegetativen Vermehrung — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Außenkelch: zusätzliche kelchblattartige Hochblätter, die den Kelch am Grund umgeben (z. B. Malvengewächse) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Balgfrucht: Streufrucht, die von einem Fruchtblatt gebildet wird und sich nur an der Bauchnaht öffnet — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Bastard: ↗ Hybride
Beere: Schließfrucht, bei der die gesamte Fruchtwand aus Fruchtfleisch besteht, in das die Samen eingebettet sind — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
bewimpert: am Rand mit kurzen, steif abstehenden Haaren — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
bienn: ↗ zweijährig
Blättchen: Teilblatt eines zusammengesetzten Blattes — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Blatthäutchen: ↗ Ligula
Blattscheide: scheidenförmig den Stängel umgebender Blattgrund (z. B. Süßgräser) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Blattspreite (z. B. Süßgräser): — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Blütenhülle (Perianth): Kelch-, Kron- oder Perigonblätter — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Brutzwiebel (Bulbille): oberirdische, zwiebelförmige Brutknospe, die abfällt, sich bewurzelt und vegetativ eine Tochterpflanze bildet (z. B. im Blütenstand von Lauch-Arten) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Bulbille: ↗ Brutzwiebel
Chamaephyt: Staude oder Zwergstrauch, deren Erneuerungsknospen im Winter etwa 10–30 cm über der Erdoberfläche liegen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Cyathium: blütenähnlicher Teilblütenstand der Wolfsmilch-Arten — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Deckspelze (Lemma): spelzenförmiges Tragblatt der Einzelblüte am Ährchen der Süßgräser, begrannt oder unbegrannt — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Diaspore: Verbreitungseinheit der Pflanzen (z. B. Same, Frucht, Teil des Blütenstandes, Brutzwiebel) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
diözisch: s. zweihäusig — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
diözisch: ↗ zweihäusig
diploid: mit doppeltem Chromosomensatz (2 n) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Dorn: stechendes Gebilde, das aus der Umgestaltung eines Pflanzenteils (Spross, Blatt, Nebenblatt) entstanden ist — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Drüsenhaare: Haare, die Sekrete ausscheiden; meist als Köpfchenhaare ausgebildet — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
einhäusig (monözisch): ♂ und ♀ Blüten befinden sich auf einer Pflanze — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
einjährig (annuell): Pflanze, die innerhalb eines Jahres (bei Winterannuellen nicht innerhalb eines Kalenderjahres!) keimt, blüht, fruchtet und abstirbt (Therophyt); einjährige Pflanzen lassen sich leicht mit der Wurzel aus der Erde ziehen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Fahne: oberes Kronblatt der Schmetterlingsblütengewächse — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Fiederblatt: Teilblatt 1. Ordnung eines gefiederten Blattes — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Flügel: 1. die beiden seitlichen Kronblätter der Schmetterlingsblütengewächse; 2. flache, hervorstehende Säume an Stängeln, Blattstielen, Früchten, Samen und a. — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Form (forma): systematische Rangstufe unterhalb der Varietät — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
forma: ↗ Form
freikronblättrig: mit freien, nicht miteinander verwachsenen Kronblättern — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Frucht: Blüte im Zustand der Samenreife — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Früchtchen: Teilfrucht, die aus einem Fruchtblatt besteht und sich einzeln ablöst; bei Blüten mit mehreren freien Fruchtknoten (z. B. Hahnenfuß-Arten) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Fruchtknoten (Ovar): unterer, meist verdickter Teil der Fruchtblätter, der die Samenanlagen enthält — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Gaumen: vorgewölbter Teil der Unterlippe bei Rachenblüten — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
geflügelt: Pflanzenteil (z. B. Stängel, Blattstiel, Frucht, Same) mit flachen, hervorstehenden Säumen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Geophyt: ausdauernde Pflanze, deren Überwinterungsorgane (Zwiebeln, Rhizome, Knollen) unter der Erdoberfläche liegen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
geschnäbelt: s. Schnabel — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Gluma: ↗ Hüllspelze
Granne: steife, verlängerte Borste, z. B. an Deckspelzen der Süßgräser — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
haploid: mit einfachem Chromosomensatz (n) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hemikryptophyt: ausdauernde Pflanze, deren Erneuerungsknospen im Winter unmittelbar an der Erdoberfläche liegen (z. B. Rosettenpflanzen) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hochblatt: einfach gestaltetes, oft verkleinertes Laubblatt in der Blütenregion, mitunter auffällig gefärbt — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Honigblatt (Nektarblatt): Blütenblatt, das Nektar absondert, verschieden gestaltet, teilweise kronblattähnlich — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hüllblatt (Involucralblatt): Hochblatt an der Basis von Blütenständen (z. B. Köpfchen), oft Teile des Blütenstandes einhüllend — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hüllchen: Hochblätter an der Basis eines Döldchens bei den Doldenblütengewächsen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hülle: Hochblätter an der Basis eines Blütenstandes, z. B. bei den Korbblütengewächsen und Doldenblütengewächsen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hüllspelze (Gluma): Spelze an der Ährchenbasis der Süßgräser, fast immer unbegrannt — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hülse (Legumen): Streufrucht, die aus einem Fruchtblatt hervorgegangen ist und sich an Bauch- und Rückennaht öffnet, z. B. Schmetterlingsblütengewächse — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hybride: Bastard, Mischling; durch Kreuzung von Eltern hervorgegangen, die verschiedenen Sippen (Arten, Unterarten usw.) angehören; Hybriden werden bei der wissenschaftlichen Benennung durch das Hybridzeichen "×" gekennzeichnet; z. B. Medicago x varia — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Hypocotyl: Stängelabschnitt zwischen Wurzelhals und Keimblättern — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Infloreszenz: Blütenstand — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Internodium: Sprossabschnitt zwischen zwei Knoten — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Involucralblatt: ↗ Hüllblatt
Kapsel: Streufrucht, die aus zwei oder mehr verwachsenen Fruchtblättern gebildet wird — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Karyopse: kleine einsamige Schließfrucht der Süßgräser, bei der die Samenschale mit der Fruchtwand verwachsen ist — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Klause: einsamige Teilfrucht eines mehrteiligen Fruchtknotens (z. B. Raublattgewächse, Lippenblütengewächse) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Knolle: kugel- oder spindelförmig verdicktes Speicherorgan von Spross oder Wurzel, meist unterirdisch — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Knoten: Blattansatzstelle am Stängel — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Köpfchen: Blütenstand, bei dem die meist zahlreichen Blüten ungestielt auf einem gemeinsamen Köpfchenboden sitzen (z. B. Korbblütengewächse) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Legumen: ↗ Hülse
Lemma: ↗ Deckspelze
Ligula (Blatthäutchen): häutige Bildung am Übergang zwischen Blattscheide und — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Lodicula: ↗ Schwellkörper
monözisch: ↗ einhäusig
Nagel: stielförmige Verschmälerung am Grund eines Kronblattes — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Nebenblatt (Stipel): seitliche Auswüchse des Blattes an der Basis — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Nebenblattscheide: ↗ Ochrea
Nebenkrone: kronenartige Bildung innerhalb der Blüte, aus Auswüchsen der Kronblätter gebildet (z. B. bei einigen Nelkengewächsen) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Nektarblatt: ↗ Honigblatt
Neophyt: ursprünglich nicht einheimische Pflanzenart, die durch die Mithilfe des Menschen nach dem Ende des Mittelalters bzw. seit der Entdeckung Amerikas nach Mitteleuropa gelangt ist — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Niederblatt: schuppenförmiges Blatt an Rhizomen, Sprossknollen, Ausläufern und a. — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Nussfrucht: einsamige Schließfrucht mit verholzter Fruchtwand — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Ochrea (Tute, Nebenblattscheide): röhren- bzw. tütenförmige, stängelumfassende Verwachsung von Nebenblättern bei Knöterichgewächsen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Ovar: ↗ Fruchtknoten
Palea: ↗ Vorspelze
Pappus: Haare, Grannen, Borsten oder Schüppchen, die anstelle des Kelches stehen, und oft als Flugorgan ausgebildet sind, z. B. bei vielen Korbblütengewächsen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
perennierend: ↗ ausdauernd
Perianth: ↗ Blütenhülle
Perigon: gleichförmige Blütenhülle ohne Differenzierung in Kelch und Krone — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Platte: verbreiterter oberer Teil eines Kronblattes — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
radiär (radiärsymmetrisch): Blüte mit mehr als 2 Symmetrieachsen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
radiärsymmetrisch: ↗ radiär
Rhizom: unterirdischer, meist waagerecht wachsender, verdickter Speicherspross mit kurzen Internodien und Niederblättern — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Rispe: Blütenstand mit verzweigten, mehrblütigen Seitenästen, die längs einer Hauptachse entspringen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Rosette: Blattanordnung grundständiger Blätter, die dicht gedrängt an der Sprossbasis einer Pflanze stehen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Same: Verbreitungseinheit, die aus der Samenanlage im Fruchtknoten entstanden ist und meistens aus Keimling (Embryo), Nährgewebe (Albumen) und Samenschale (Testa) besteht — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Schiffchen: die beiden unteren verwachsenen Kronblätter der Schmetterlingsblütengewächse — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Schließfrucht: Frucht, die sich bei der Reife nicht öffnet, d. h. die Samen bleiben in der Frucht und werden mit ihr ausgebreitet, z. B. Nussfrucht — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Schnabel: schmale Verlängerung eines Pflanzenteils, z. B. Spitze einer Frucht (manche Kreuzblütengewächse) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Schötchen: s. Schote, aber weniger als 3-mal so lang wie breit — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Schote: zweiklappig aufspringende Streufrucht, meist mit falscher Scheidewand; Frucht mehr als 3-mal so lang wie breit (z. B. Kreuzblütengewächse) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Schwellkörper (Lodicula): kleines schwellfähiges Organ der Süßgräserblüte, das zur Blütezeit das Ährchen auseinanderspreizt — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
selten: als Häufigkeitsangabe: Pflanze kommt in Deutschland nur an wenigen Wuchsorten vor — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Sippe (Taxon): systematische Einheit beliebigen Ranges — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Spaltfrucht: Schließfrucht, die zur Reifezeit entsprechend den Fruchtblattgrenzen in einsamige Teilfrüchte zerfällt (z. B. Doldenblütengewächse) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Spelze: kleines schuppenförmiges und trockenhäutiges Blatt im Blütenstand von Süßgräsern und Sauergräsern — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Spirre: rispenartiger Blütenstand, bei dem die Seitenäste die Hauptachse so stark übergipfeln, dass eine Trichterform entsteht — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Sporangium: kapselähnlicher Behälter, in dem Sporen gebildet werden — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Spore: haploide, einzellige und einkernige Verbreitungseinheit — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Sporn: kegel-, keulen- oder sackförmige Ausstülpung von Blütenhüllblättern — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Sporophyll: sporangientragendes Blatt — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Spreublatt: unauffälliges, schuppen- oder borstenförmiges Tragblatt der Blüten auf dem Köpfchenboden, z. B. bei vielen Korbblütengewächsen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Stachel: stechendes Gebilde, durch Auswüchse der Epidermis (Oberhaut) und darunterliegender Gewebeschichten entstanden (z. B. Rose, Brombeere); im Gegensatz zu Dornen entsprechen sie nicht umgewandelten Sprossen oder Blättern — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Staubbeutel: ↗ Anthere
Sternhaar: Haar, das sternförmig verzweigt ist — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Stipel: ↗ Nebenblatt
Streufrucht: Frucht, die sich bei der Reife öffnet und die Samen freigibt (z. B. Kapselfrucht) — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Subspezies (Unterart): systematische Einheit unterhalb der Art, die neben morphologischen Unterschieden vor allem durch geographische oder ökologische Eigenständigkeit charakterisiert ist, verschiedene Subspezies sind in Kontaktzonen meist durch Übergangsformen verbunden — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Synonym: einer von zwei oder mehr Namen für dieselbe Sippe — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Taxon: ↗ Sippe
Therophyt: einjährige Pflanze — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Tragblatt: Blatt, aus dessen Achsel sich ein Blütenstand, eine Einzelblüte oder ein vegetativer Spross entwickelt — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Tute: ↗ Ochrea
Unterart: ↗ Subspezies
varietas: ↗ Varietät
Varietät (varietas): systematische Einheit unterhalb der Art bzw. der Subspezies, bei der die morphologischen Unterschiede nicht mit einer geographischen Eigenständigkeit der Sippe gekoppelt sind. — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
vegetative Vermehrung: ungeschlechtliche Vermehrung, z. B. durch Ableger, Sprossknollen, Brutzwiebeln — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
verbreitet: als Häufigkeitsangabe: Pflanze, die in Deutschland häufig ist und deren Verbreitungsgebiet höchstens kleine, regionale Lücken aufweist — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
verwachsenkronblättrig: mit ± miteinander verwachsenen Kronblättern — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Vorblatt: das erste Blatt (bei Zweikeimblättrigen meist 2) an Seitenachsen, z. B. Blütenstielen, meist durch besondere Form oder Stellung von den anderen Blättern unterschieden — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Vorspelze (Palea): schuppenförmige, oft zarte Spelze der Süßgräserblüte, die sich gegenüber der Deckspelze befindet — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Wickel: Blütenstand, bei dem die mit einer Endblüte abschließenden Äste jeweils nur von einem Seitenast fortgeführt und übergipfelt werden, wobei die Seitenäste abwechselnd links und rechts ausgebildet werden (z. B. Vergissmeinnicht); Wickel sind im Knospenzustand spiralig nach unten gekrümmt — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
zerstreut: als Häufigkeitsangabe: Pflanze, deren Verbreitungsgebiet in Deutschland größere Lücken aufweist — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
zweihäusig (diözisch): ♂ und ♀ Blüten befinden sich auf verschiedenen Pflanzen — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
zweijährig (bienne): Pflanze, die im Frühsommer des ersten Jahres keimt und Blätter hervorbringt und im Sommer des zweiten Jahres blüht, fruchtet und abstirbt — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
Zwiebel: Speicherorgan mit gestauchter Sprossachse und schuppenförmig verdickten Blättern — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
zwittrig: Blüten, die sowohl Staubblätter als auch Fruchtblätter enthalten — Quelle: Hofmeister & Garve 2006
zygomorph: Blüte mit nur einer Symmetrieebene — Quelle: Hofmeister & Garve 2006

Abbildungen


Extraflorale Nektarien (Fabaceae)

Extraflorale Nektarien: Nektardrüsen, die sich außerhalb der Blüte befinden.
Einige Vicia-Arten besitzen Nebenblatt-Nektarien, die anziehend für Ameisen, aber auch andere Insekten sind. Die Zaun-Wicke (Vicia sepium) ist ein schönes Beispiel hierfür.


Quellen

Foerster, E. 2008: Seggen, Binsen, Simsen und andere Scheingräser des Grünlandes. (http://www.lanuv.nrw.de, http://offene-naturfuehrer.de, abgerufen am 25. September 2020).
Hofmeister, H. & Garve, E. 2006: Lebensraum Acker. Verlag N. Kessel (ISBN-13: 978-3-935638-61-6; ISBN-10: 3-935638-61-2. — Siehe auch: Pflanzen der Äcker (Heinrich Hofmeister & Eckhard Garve)).


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