Grüne Stinkwanze – Palomena prasina

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Deutscher Name: Grüne Stinkwanze
Wissensch. Name: Palomena prasina
(LINNEAUS, 1761)
Weitere deutsche Namen: Gemeine Stinkwanze, Gemeiner Grünling
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Wanzen (Heteroptera) / Familie Baumwanzen (Pentatomidae)
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: heimisch

Merkmale

Besondere Merkmale: grüne Färbung von Frühjahr bis Herbst, ab Herbst braun bis braunrote Färbung (Überwinterung)
Von Frühjahr bis Herbst haben die Grünen Stinkwanzen eine grüne Grundfarbe. Diese ändert sich ab Herbst zur Überwinterung in einen Braunton. Die Nymphen haben ebenfalls eine grüne Grundfarbe, allerdings sind sie in den unterschiedlichen Stadien unterschiedlich schwarz und weiss gemustert.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Grüne Stinkwanze ist eine der häufigsten und bekanntesten Baumwanzenarten. Im Herbst sind die Tiere meist bräunlich bis braunrot gefärbt. Nach der Überwinterung (Frühjahr) färbt sich ihr Grundfarbe in einen Grünton. Ihre Flügelmembran ist dunkel. Die grüne Stinkwanze hat eine ovale bis wappenförmige Körperform. Ihre Körperlänge beträgt 12 bis 14mm.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Palomena viridissima Unterschiede: Halsschildrand ist nach außen konvex gewölbt Palomena viridissima:  User: Beentree - Eigenes Werl
Chlorochroa juniperina Unterschiede: Halsschildrand und Spitze des Schildchen am Hinterleib sind gelblich gefärbt. Chlorochroa juniperina:  User: Kleine Halle - Eigenes Werk

Verhalten: Bei Gefahr sondert die Grüne Stinkwanze ein übel-riechendes und lange anhaltendes Sekret aus ihren Stinkdrüsen am Hinterleib ab.

Lebensweise und Fortpflanzung: Die Grüne Stinkwanze ist polyphag. Nymphen ernähren sich, indem sie an vegetativen Teilen der Nahrungspflazen saugen. Adulte Wanzen hingegen saugen überwiegend an reifen Samen oder Früchten. Die Wanzen überwintern an trockenen, geschützten und hölzernen Stellen. Die Paarung und Eiablage der Grünen Stinkwanze findet im Frühsommer bis Sommer statt. Die Weibchen kleben hierbei ihre Eier (bis zu 28 Stück) an Nahrungspflanzen.

Lebensraum: Der Lebensraum der Grünen Stinkwanze erstreckt sich über viele trockene bis hin zu feuchten Stellen in der Krautschicht und an Laubgehölzen. Bevorzugt lebt sie auf Laubbäumen wie z.B. Erlen und Linden, allerdings ist sie auch auf Disteln und Brennnesseln, in Gärten, an Wald- und Wiesenrändern zu finden.

Verbreitung: Diese Art der Baumwanzen ist von Nordafrika über ganz Europa bis nach Zentralasien verbreitet.

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Die Grüne Stinkwanze kommt in der Stadt häufig auf Wiesen sowie in Gärten vor. Durch ihre Färbung kann sie sich auf Grünflächen besonders gut tarnen.

Fühlt sie sich durch den Menschen bedroht oder angegriffen, sondert sie jedoch ein übel-riechendes Sekret über ihre Stinkdrüsen ab.

Wissenswertes

  • Name: Der Name „Grüne Stinkwanze“ kommt durch die Absonderung eines übel-riechenden Sekrets aus ihren Stinkdrüsen.
  • Giftigkeit: ungiftig

Quellen, Literatur, Weblinks

Wanzen beobachten – kennenlernen, E.Wachmann, Melsungen 1989

Wanzen. Band 3, E.Wachmann, A.Melber, J.Deckert, Keltern 2007

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Nicole und Philipp