Gracillariidae

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Gracillariidae sind eine Familie der Lepidoptera. In Europa kennt man rund 250 Arten (Karsholt & Nieukerken 2011), weltweit dürften es weit über 1000 Arten sein. Die Tiere sind meist klein bis sehr klein. Ihre Spannweite reicht von 4-16 mm (De Prins & De Prins 2010). Manche Arten, wie die Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella) haben durch Massenauftreten auch breitere Aufmerksamkeit erlangt. Einige Arten wurden mit ihren Futterpflanzen weit verschleppt, haben aber auch selbst ein oft hohes Ausbreitungspotential (z.B. die Lindenminiermotte Phyllonorycter issikii). Die Raupen sind meist oligo- bis monophag, sodass der faunistische Nachweis der oft sehr ähnlichen Arten über die Fraßspuren meist einfacher zu führen ist. In manchen Fällen ist zur korrekten Bestimmung aber neben der Kenntnis der Futterpflanze auch die Zucht der Imago notwendig.

Die folgenden Schlüssel für die Minen behandeln die bisher im Land Salzburg, Österreich festgestellten Arten, berücksichtigen zusätzlich aber auch einige Arten aus den Nachbarfaunen, die in Salzburg eventuell noch gefunden werden können. Sie basieren weitgehend auf den Schlüsseln von Heath & Emmet (1985), sowie Hering (1957). Sofern eine Bestimmung danach nicht eindeutig ist, werden hier aber auch imaginale Merkmale ergänzt.

Gracillariidae, Land Salzburg, Österreich (Bestimmungsschlüssel für die Minen) (Lepidoptera)
Von: Michael Kurz
Gracillariidae (Insecta: Lepidoptera)
Geographischer Geltungsbereich: Land Salzburg, Österreich — Zusammenarbeit: offen — Stand: Diese Seite ist noch im Aufbau (30% bearbeitet)Bisherige Koautoren: Michael Kurz
Mine an Acer-Arten:
10
Durchsichtige, meist kleine Platzminen ohne Spinnfäden im Inneren; die Raupe miniert nur jung und frisst später unter einem umgeschlagenen oder eingerollten Blattzipfel. Eine sichere Unterscheidung der Arten ist nur bei Zucht der Imagines möglich. In vielen Fällen ist auch eine Genitaluntersuchung erforderlich.   ► 20
10*
Die Mine ist opak und nur auf einer Blattseite deutlich ausgebildet. Hier ist sie auch durch Spinnfäden zusammen gezogen und verformt das Blatt. Die Raupe miniert lebensland.   ► 50
20 (10)
Mine meist an Acer pseudoplatanus  ► 30
20*
Mine an Acer campestre, (aber auch anderen Acer-Arten).   ► 40
30 (20)
Vorderflügel der Imago bräunlich mit undeutlicher Fleckenzeichnung oder deutlich begrenztem, sehr großem, gelblichem Fleck am Vorderrand. Die Art miniert meist an Acer campestre, aber auch an mehreren anderen Ahorn-Arten. 
  Caloptilia hemidactylella
30*
Vorderflügel der Imago rotbraun bis ocker, mehr oder weniger dunkler gesprenkelt und ohne gelblichen Vorderrandsfleck. Die Raupen fressen in Mitteleuropa meist an Acer pseudoplatanus, gelegentlich aber auch an Acer platanoides
  Caloptilia rufipennella
30**
Vorderflügel der Imago bräunlich mit violettem Schimmer und zwei gelblichen dreieckigen Vorderrandsflecken. Die Raupen fressen in Mitteleuropa nach bisheriger Kenntnis nur an Acer pseudoplatanus, in Südeuropa aber auch an Acer monspessulanum
  Caloptilia fribergensis
40 (20)
Vorderflügel der Imago bräunlich mit undeutlicher Fleckenzeichnung oder deutlich begrenztem, sehr großem, gelblichem Fleck am Vorderrand. Die Art miniert meist an Acer campestre, aber auch an mehreren anderen Ahorn-Arten. 
  Caloptilia hemidactylella
40*
Vorderflügel der Imago dunkelbraun, meist nur mit einem gebogenen, weißlichen Querstrich, sonst mit einem kleineren, viereckigen, gelblichen Vorderrandsfleck. Die Art lebt monophag an Acer campestre, nur ausnahmsweise werden auch die beiden anderen heimischen Ahorn-Arten befallen. 
  Caloptilia semifascia
50 (10)
Mine an Acer campestre; Vorderflügel weiß, erste braune Binde nahe der Basis bildet innen einen spitzen bis rechten Winkel, außen einen rechten Winkel nach außen. 
  Phyllonorycter acerifoliella
50*
Mine an Acer platanoides; Vorderflügel weiß, erste braune Binde nahe der Basis bildet innen nur einen undeutlichen Winkel, außen ist sie gerundet. 
  Phyllonorycter joannisi
50**
Mine an Acer pseudoplatanus; Vorderflügel hellbraun mit weißen Strichelchen. 
  Phyllonorycter geniculella

Mine an Aesculus hippocastanum:

Mine von Cameraria ohridella im Durchlicht; im dunklen, mit Kot gefüllten Bereich befindet sich auch der Kokon zur Überwinterung: Österreich, Salzburg, St. Leonhard, 2000.10.07

An Aesculus hippocastanum findet sich nur die Platzmine von Cameraria ohridella.

Mine an Alnus-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite   ► 20
10*
Mine auf der Blattunterseite   ► 30
20 (10)
Obere Blatthaut silbrig, durch Kot bräunlich gefleckt. Die Raupe frisst später in einer großen Blattrolle, die in der Längsrichtung des Blattes liegt. 
  Caloptilia elongella
20*
Obere Blatthaut grünlich, nur manchmal bräunlich verfärbt, aber nicht gefleckt. Die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter stettinensis
30 (10)
Mine mehr am Blattrand, klein (unter 10 mm); untere Blatthaut bräunlich oder silbrig. Die Raupe frisst später in einer Blattrolle (Blattumschlag), die mehr oder weniger quer zur Längsachse des Blattes angeordnet ist. 
  Caloptilia falconipennella
30*
Mine üblicherweise nicht am Blattrand, sondern zwischen zwei Adern und länger als 10 mm; untere Blatthaut grünlich. Die Raupe miniert lebenslang.   ► 40
40 (30)
Mine sehr groß, oft von der Mittelrippe bis gegen den Blattrand reichend; der Winkel an der Mittelrippe vollständig ausgefressen; nicht an Alnus alnobetula; Raupe grau. Die Puppe liegt in einem Kokon ohne Kotanlagerung im Zentrum der Mine, unter einem grünen, nicht minierten Fleck. Die hellen Häkchen am Vorderflügel der Imago bilden basal eine durchgehende Querbinde. 
  Phyllonorycter froehlichiella
40*
Mine kleiner, meist unter 30 mm lang; Raupe grünlich bis weißlich.   ► 50
50 (40)
Mine an Alnus alnobetula   ► 60
50*
Mine an anderen Alnus-Arten   ► 70
60 (50)
Die Art kommt normalerweise nur oberhalb von etwa 1200 m Höhe vor und lebt ausschließlich an Alnus alnobetula. Der Grundfarbe des Vorderflügels der Imago ist beim Männchen braungrau, beim Weibchen kontrastierend braun. 
  Phyllonorycter alpina
60*
Die Art kommt normalerweise unter etwa 900 m Höhe vor und nur ausnahmsweise an Alnus alnobetula. Die Grundfarbe des Vorderflügels der Imgao ist beim Männchen heller braun, beim Weibchen gegen die Basis weißlich aufgehellt. 
  Phyllonorycter rajella
70 (50)
Mine mit einer stärkeren Längsfalte in der Mitte, meist an Alnus glutinosa. Der Kot ist meist in zwei Längsreihen angeordnet, zwischen denen auch der Kokon der Puppe liegt. Die Häkchenpaare am Vorderflügel der Imago bilden keine durchgehende Querbinde. 
  Phyllonorycter rajella
70*
Mine ohne auffallende Längsfalte in der Mitte; Kokon der Puppe nicht in Verbindung zum Kot stehend, der mehr unregelmäßig angeordnet ist   ► 80
80 (70)
Mine immer an Alnus incana, schmal und mehr langgestreckt; Puppe üblicherweise in der Mitte der Mine. Die Häkchenpaare am Vorderflügel der Imago bilden keine durchgehende Querbinde. 
  Phyllonorycter strigulatella
80*
Mine üblicherweise an anderen Alnus-Arten, breiter und mehr oval; Puppe üblicherweise an einem Ende der Mine. Die Häkchenpaare am Vorderflügel der Imago bilden basal eine durchgehende Querbinde. 
  Phyllonorycter kleemannella

Mine an Betula-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite   ► 20
10*
Mine auf der Blattunterseite   ► 30
20 (10)
Die Mine nimmt einen großen Teil des Blattes ein, welches sich öfter über der Mine nach oben rollt. Die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter corylifoliella
20*
Die Mine ist klein (bis 12 mm lang). Die Raupe frisst später in einem Blattumschlag, danach in einer Blattrolle, die oft das ganze Blatt einnimmt und quer zur Längsachse des Blattes orientiert ist. 
  Caloptilia betulicola
30 (10)
Die untere Blatthaut der Mine ist braun. Die Raupe frisst später unter dem umgeschlagenen Blattrand oder in einer Blattrolle.   ► 40
30*
Die untere Blatthaut ist bei der frischen Mine grünlich. Die Raupe miniert lebenslang.   ► 60
40 (30)
Die Raupe frisst zuletzt unter dem umgeschlagenen Blattrand, besonders unter der umgeschlagenen Blattspitze. Hier erfolgt auch die Verpuppung. 
  Parornix betulae
40*
Die Raupe frisst zuletzt in einer Blattrolle, die oft das ganze Blatt einnimmt.   ► 50
50 (40)
Die Blattrolle ist in Längsrichtung des Blattes orientiert. 
  Caloptilia populetorum
50*
Die Blattrolle ist quer zur Längsachse des Blattes orientiert. 
  Caloptilia betulicola
60 (30)
Mine groß, 15-20 mm lang; untere Epidermis mit 7-12 Längsfalten; Vorderflügel der Imago graubraun, die basale weiße Querbinde stark gewinkelt. 
  Phyllonorycter cavella
60*
Mine kleiner, nur 10-15 mm lang; untere Epidermis nur mit 1-6 deutlichen Längsfalten; Vorderflügel der Imago dunkel goldbraun, die basale weiße Querbinde nur schwach gewinkelt bis gerundet.   ► 70
70 (60)
Die Mine befindet sich fast immer an Keimlingen oder kleinen Birkenschößlingen. Die Puppe liegt frei in der Mine (ohne Kokon). Die Spannweite der Imago beträgt nur 5,5-6,5 mm. 
  Phyllonorycter anderidae
70*
Die Mine befindet sich auf Schößlingen, wie auch auf ausgewachsenen Bäumen. Die Puppe ruht in einem Kokon in der Mine. Die Spannweite der Imago beträgt 7-9 mm. 
  Phyllonorycter ulmifoliella

Mine an Carpinus betulus:

10
Mine auf der Blattoberseite 
  Phyllonorycter esperella
10*
Mine auf der Blattunterseite   ► 20
20 (10)
Die Mine ist mehr oder weniger rechteckig und verformt das Blatt nur wenig. Sowohl obere als auch untere Epidermis sind braun. Die Raupe frisst später unter einem Blattumschlag. 
  Parornix carpinella
20*
Die Mine ist länglich und meist zwischen zwei Blattadern. Durch Gespinst verformt sie das Blatt mehr oder weniger stark. Die untere Epidermis ist grün, die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter tenerella

Mine an Chenopodium-Arten:

An Chenopodium-Arten findet sich nur die Mine von Calybites phasianipennella. Die Art ist sehr polyphag und lebt oft an verschiedenen Polygonaceae, wird aber auch für Lythrum salicaria und Lysimachia-Arten angegeben. Die Raupe erzeugt zunächst eine blattoberseitige, unregelmäßige Gangmine, die auch platzartig werden kann. Später lebt sie in einer Blattrolle.

Mine an Corylus avellana:

10
Mine auf der Blattoberseite 
  Phyllonorycter coryli
10*
Mine auf der Blattunterseite   ► 20
20 (10)
Die Mine ist mehr oder weniger rechteckig, nur rund 10 mm lang und verformt das Blatt nur wenig. Die untere Epidermis ist braun. Die Raupe frisst später unter einem Blattumschlag. 
  Parornix devoniella
20*
Die Mine ist länglich und meist zwischen zwei Blattadern, 15-20 mm lnag. Durch Gespinst verformt sie das Blatt mehr oder weniger stark. Die untere Epidermis ist grün mit einer starken Mittelfalte, die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter nicellii


Mine an Crataegus-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite 
  Phyllonorycter corylifoliella
10*
Mine auf der Blattunterseite   ► 20
20 (10)
Mine klein, nur rund 5 mm lang; untere Epidermis graubraun. Die Raupe frisst später in einem aus einem Blattzipfel gebildeten Konus. 
  Parornix anglicella
20*
Mine größer, bis 9 mm lang; untere Epidermis grün. Die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter oxyacanthae

Mine an Cydonia-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite. 
  Phyllonorycter corylifoliella
10*
Mine auf der Blattunterseite.   ► 20
20 (10)
Mine ein epidermaler Gang, der zum Platz führt; die Raupe frisst später unter einem umgeschlagenen Blattrand. 
  Parornix anguliferella
20*
Mine ohne Anfangsgang; die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter cydoniella

Mine an Fabaceae-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite als opaker, bräunlicher Gang, von dem kurze, weiße Seitengänge abzweigen. Die Art ist bisher nur von Ononis und Trifolium-Arten bekannt. 
  Parectopa ononidis
10*
Mine auf der Blattunterseite, das Blatt stark zusammen ziehend.   ► 20
20 (10)
Bei der Imago sind die Tegulae innen weiß, außen braun. Die Art ist bisher von Ononis, Trifolium und Medicago lupulina bekannt. 
  Phyllonorycter insignitella
20*
Bei der Imago sind die Tegulae zur Gänze braun. Eine sichere Unterscheidung ist nur durch Genitaluntersuchung möglich.   ► 30
30 (20)
Der Innenrand des Vorderflügels weist nahe der Basis einen deutlichen weißen Fleck auf. Die Art lebt meist an Vicia sepium, aber auch an Medicago, Lathyrus, Ononis und Trifolium
  Phyllonorycter nigrescentella
30*
Der weiße Fleck am Innenrand des Vorderflügel ist nur sehr undeutlich oder fehlt ganz. Futterpflanzen sind Vicia, Lathyrus, Trifolium, Melilotus und Medicago
  Phyllonorycter medicaginella

Mine an Fagus sylvatica:

10
Mine auf der Blattoberseite (seltene Ausnahme) 
  Phyllonorycter maestingella
10*
Mine auf der Blattunterseite   ► 20
20 (10)
Mine mehr oder weniger rechteckig, weniger als 9 mm lang, das Blattt nur wenig verformend; obere und untere Epidermis durch die Blattadern gegittert erscheinend. Die Raupe frisst später unter dem umgeschlagenen Blattrand. 
  Parornix fagivora
20*
Mine länglich, zwischen zwei Blattadern, das Blatt durch Gespinst stärker zusammen ziehend; untere Epidermis grün, ohne Gitterung. Die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter maestingella

Mine an Fraxinus excelsior:

10
Obere Epidermis der Mine silbrigweiß. Die Raupe frisst später in einem regelmäßig konstruierten Blattkonus, in dem auch die Verpuppung erfolgt. 
  Caloptilia cuculipennella
10*
Obere Epidermis der Mine gelblich bis braun. Die Raupe frisst später in einem unregelmäßig gebauten Blattkonus, die Verpuppung erfolgt außerhalb des letzten Konus. 
  Gracillaria syringella

Mine an Hypericum-Arten:

An Hypericum-Arten findet sich nur die Mine von Eucalybites auroguttella. Die Raupe erzeugt hier zunächst eine kleine Faltenmine, später rollt sie ein Blatt konusförmig zusammen.

Mine an Ligustrum vulgare:

10
Obere Epidermis der Mine silbrigweiß. Die Raupe frisst später in einem regelmäßig konstruierten Blattkonus, in dem auch die Verpuppung erfolgt. 
  Caloptilia cuculipennella
10*
Obere Epidermis der Mine gelblich bis braun. Die Raupe frisst später in einem unregelmäßig gebauten Blattkonus, die Verpuppung erfolgt außerhalb des letzten Konus. 
  Gracillaria syringella

Mine an Lonicera-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite (seltene Ausnahme). 
  Phyllonorycter trifasciella
10*
Mine auf der Blattunterseite.   ► 20
20 (10)
Die Mine ist sehr groß und nimmt oft fast das ganze Blatt ein, wobei dieses stark verkrümmt wird. Vorderflügel der Imago braun mit deutlich kontrastierenden, weißen Zeichnungen, die inne nur wenig dunkel angelegt sind. 
  Phyllonorycter emberizaepenella
20*
Die Mine ist kleiner und nimmt nur einen Teil des Blattes ein. Dieses ist oft konusförmig eingerollt. Vorderflügel der Imago hellbraun mit schmalen, meist deutlichen weißen Zeichnungen, die innen breit dunkel angelegt sind. 
  Phyllonorycter trifasciella

Mine an Lysimachia-Arten:

An Lysimachia-Arten (meist Lysimachia vulgaris) findet sich nur die Mine von Calybites phasianipennella. Die Art ist sehr polyphag und lebt oft an verschiedenen Polygonaceae, wird aber auch für Lythrum salicaria und Chenopodium-Arten angegeben. Die Raupe erzeugt zunächst eine blattoberseitige, unregelmäßige Gangmine, die auch platzartig werden kann. Später lebt sie in einer Blattrolle.

Mine an Lythrum salicaria:

An Lythrum salicaria findet sich nur die Mine von Calybites phasianipennella. Die Art ist sehr polyphag und lebt oft an verschiedenen Polygonaceae, wird aber auch für Lysimachia- und Chenopodium-Arten angegeben. Die Raupe erzeugt zunächst eine blattoberseitige, unregelmäßige Gangmine, die auch platzartig werden kann. Später lebt sie in einer Blattrolle.

Mine an Malus-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite   ► 20
10*
Mine auf der Blattunterseite   ► 30
20 (10)
Mine beginnt als epidermaler, silberweißer Gang, der in einen bräunlichen Platz mündet. Die Raupe frisst später unter einem Blattumschlag. 
  Callisto denticulella
20*
Mine silberweiß, rundlich, später das Blatt so stark zusammen ziehend, dass nur ein schmaler weißer Streifen sichtbar bleibt. Die Raupe frisst später in ähnlichen Blattfaltungen und nur ausnahmsweise unter einem Blattumschlag. 
  Parornix petiolella
20**
Mine größer, ohne deutlichen Anfangsgang, bräunlich gesprenkelt; die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter corylifoliella
30 (10)
Untere Epidermis der Mine silbrigweiß; die Raupe frisst später unter einem Blattumschlag. 
  Callisto denticulella
30*
Untere Epidermis der Mine grün oder braun. Eine sichere Unterscheidung der Arten ist nur durch Zucht der Imagines möglich.   ► 40
40 (30)
Mine mehr oder weniger rechteckig, obere und untere Epidermis sind braun; die Raupe frisst später in einer sehr engen Faltenmine oder dem umgeschlagenen Blattrand. 
  Parornix scoticella
40*
Mine länglich, das Blatt mäßig zusammen ziehend, untere Epidermis grün; Die Raupe miniert lebenslang.   ► 50
50 (40)
Mine an Malus domestica
  Phyllonorycter blancardella
50*
Mine an Malus dasyphylla oder Malus sylvestris  ► 60
60 (50)
Mine groß (17-25 mm lang), untere Epidermis mit starker Mittelfalte. 
  Phyllonorycter cydoniella
60*
Mine kleiner (13-19 mm lang); untere Epidermis üblicherweise mit mehreren deutlichen Falten. 
  Phyllonorycter blancardella

Mine an Plantago lanceolata:

An Plantago lanceolata findet sich nur die Mine von Aspilapteryx tringipennella.

Mine an Platanus × hispanica:

An Platanus × hispanica findet sich nur die Mine von Phyllonorycter platani. Die Raupe erzeugt hier große Faltenminen auf der Blattunterseite.

Mine an Polygonaceae-Arten:

An Polygonaceae-Arten (z.B. Rumex, Oxyria, Polygonum, Persicaria, Fallopia) findet sich nur die Mine von Calybites phasianipennella. Die Art ist sehr polyphag und lebt oft an Lysimachia-Arten, wird aber auch für Lythrum salicaria und Chenopodium-Arten angegeben. Die Raupe erzeugt zunächst eine blattoberseitige, unregelmäßige Gangmine, die auch platzartig werden kann. Später lebt sie in einer Blattrolle.

Mine an Populus-Arten:

10
Die Mine beginnt mit einem epidermalen, silbrigweißen Gang. Mine oft auch auf der Blattoberseite.   ► 20
10*
Ein epidermaler Gang ist normalerweise nicht sichtbar (höchstens sehr kurz, wenn die Mine noch nicht vollständig ausgebildet ist). Mine immer auf der Blattunterseite. Abgesehen von Minen an Populus alba muss zur sicheren Bestimmung die Imago gezüchtet werden, eine Genitaluntersuchung kann erforderlich sein.   ► 40
20 (10)
Der epidermale Gang ist nur mäßig lang und erweitert sich meist bald platzartig. Die Raupe frisst später in einer kleinen, beiderseitigen Platzmine (bis 10 mm lang), zum Schluß schließlich in einem Blattkonus am Blattrand. 
  Caloptilia stigmatella
20*
Der epidermale Gang ist sehr lang, vielfach gewunden und nie zum Platz erweitert (bleibt immer annähernd gleich breit). Bei frischen Minen ist eine feine, zentrale, schwarze Kotlinie sichtbar.   ► 30
30 (20)
Mine an Populus alba 
  Phyllocnistis xenia
30*
Mine an Populus tremula 
  Phyllocnistis labyrinthella
30**
Mine an Populus nigra und Varietäten 
  Phyllocnistis unipunctella
40 (10)
Mine an Populus alba oder Populus x canescens 
  Phyllonorycter comparella
40*
Mine an Populus tremula   ► 50
40**
Mine an Populus nigra und Varietäten   ► 60
50 (40)
Vorderflügel der Imago mit mehr weiß als braun; braune Zeichnungselemente außen schwarz angelegt und schwarz gesprenkelt; außen ohne auffallenden schwarzen Längsstrich in der Flügelmitte. 
  Phyllonorycter populifoliella
50*
Im Vorderflügel der Imago halten sich braun und weiß die Waage oder braun überwiegt; braune Zeichnungselemente nicht schwarz gesprenkelt; außen mit schwarzem Längsstrich in der Flügelmitte. 
  Phyllonorycter sagitella
60 (40)
Vorderflügel der Imago mit mehr weiß als braun; braune Zeichnungselemente außen schwarz angelegt und schwarz gesprenkelt; außen ohne auffallenden schwarzen Längsstrich in der Flügelmitte. 
  Phyllonorycter populifoliella
60*
Vorderflügel der Imago mit mehr weiß als braun; braune Zeichnungselemente außen schwarz angelegt und schwarz gesprenkelt; außen mit auffallendem schwarzen Längsstrich in der Flügelmitte. 
  Phyllonorycter comparella
60**
Im Vorderflügel der Imago überwiegt die braune Grundfarbe. Die weißen Häkchen weisen eine nach außen lang ausgezogene Spitze auf, vor allem nahe der Basis. 
  Phyllonorycter conexella

Mine an Prunus-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite (seltene Ausnahme an Prunus spinosa). 
  Phyllonorycter corylifoliella
10*
Mine auf der Blattunterseite.   ► 20
20 (10)
Mine an Prunus padus
  Phyllonorycter sorbi
20*
Mine an Prunus avium, Prunus cerasus und deren Varietäten (sichere Bestimmung nur durch Genitaluntersuchung der gezüchteten Imago). 
  Phyllonorycter cerasicolella
20**
Mine an Prunus mahaleb, Prunus armeniaca, Prunus persica und deren Varietäten (sichere Bestimmung nur durch Genitaluntersuchung der gezüchteten Imago). 
  Phyllonorycter spinicolella
20***
Mine an Prunus spinosa oder Prunus domestica; sichere Bestimmung nur durch Zucht der Imago.   ► 30
30 (20)
Mine größer, ca. 12 mm lang, untere Epidermis grün; die Raupe miniert lebenslang. 
  Phyllonorycter spinicolella
30*
Mine kleiner, nur rund 8 mm lang, untere Epidermis grau oder weißlich. Die Raupe frisst später unter dem eingeschlagenen Blattrand.   ► 40
40 (30)
Mine länglich, das Blatt stärker zusammmen ziehend; untere Epidermis grau, mehr opak; Raupe grau mit schwarzen Beinen. 
  Parornix finitimella
40*
Mine rechteckig oder dreieckig, das Blatt wenig zusammen ziehend; untere Epidermis weißlich und mehr transparent; Raupe weißlichgrün mit grünen Beinen. 
  Parornix torquillella

Mine an Pyracantha coccinea:

An Pyracantha coccinea wurde in Salzburg bisher nur die Mine von Phyllonorycter leucographella gefunden. Die Raupe erzeugt hier eine blattoberseitige, silberweiße Platzmine. Weitere der an Crataegus fressenden Arten könnten auch an dieser Pflanze noch gefunden werden.

Mine an Quercus-Arten:

10
Epidermale Gangmine auf der Blattunterseite, die zu einer recht- oder dreieckigen Platzmine von rund 5 mm Durchmessser führt; die Raupe frisst später in einem Blattkonus. Eine sichere Unterscheidung der Arten ist nur durch Genitaluntersuchung der gezüchteten Imagines möglich.   ► 20
10*
Mine anders.   ► 30
20 (10)
Vertex der Imago purpurn, dunkler als der Thorax gefärbt; Thorax goldgelb, Tegulae fahl purpurbraun; am Vorderflügel basaler Fleck scharf begrenzt, Costalfleck entlang der Costa bis fast zum Apex ausgezogen; ein winziger Tornalfleck ist meist vorhanden; der Aedoeadus im ♂-Genitalapparat mit vielen kleinen Cornuti; im ♀-Genitalapparat ist der Ductus bursae gleichmäßig dünn. 
  Caloptilia alchimiella
20*
Vertex der Imago ocker, gleich gefärbt wie Thorax und Tegulae; im Vorderflügel ist der basale Fleck unscharf begrenzt, der Costalfleck reicht entlang der Costa nur bis rund 5/8 der Vorderflügellänge; ein Tornalfleck ist nicht vorhanden; der Aedoeadus im ♂-Genitalapparat weist 6-7 Cornuti in zwei Reihen auf; im ♀-Genitalapparat ist der Ductus bursae breit, unregelmäßig und nahe dem Ostium eingeschnürt. 
  Caloptilia robustella
30 (10)
Mine auf der Blattoberseite, sehr groß, silbrigweiß (ähnlich, aber mehr bräunliche Minen ohne Gespinst im Inneren stammen von anderen Insekten !). 
  Acrocercops brongniardella
30*
Mine auf der Blattunterseite.   ► 40
40 (30)
Mine beginnt mit einem Gang, der zu einem ovalen Platz führt; die Raupe frisst später in einer Blattrolle; Vorderflügel der Imago unregelmäßig weiß und braun gezeichnet, ohne auffallende gelbe Flecken (siehe die beiden anderen Caloptilia-Arten an Eiche). 
  Caloptilia leucapennella
40*
Mine ohne längeren Anfangsgang; Raupe miniert lebenslang. Eine sichere Unterscheidung der Arten ist nur durch Zucht der Imagines möglich.   ► 50
50 (40)
Mine ohne deutliche Falten in der unteren Epidermis.   ► 60
50*
Mine mit deutlich sichtbaren Falten in der unteren Epidermis.   ► 70
60 (50)
Mine kürzer als 10 mm, üblicherweise an einem Blattzipfel oder am Blattrand (nur die Herbstgeneration). 
  Phyllonorycter heegeriella
60*
Mine länger als 17 mm (bis 20 mm). 
  Phyllonorycter roboris
70 (50)
Untere Epidermis mit zahlreichen kleinen Falten.   ► 80
70*
Untere Epidermis mit zumindest einer stärkeren Falte.   ► 90
80 (70)
Mine kürzer als 10 mm, üblicherweise an einem Blattzipfel oder am Blattrand (nur die Herbstgeneration). Der Kokon füllt die Mine fast aus. 
  Phyllonorycter heegeriella
80*
Mine üblicherweise am Blattrand; wenn dieser umgeschlagen ist, verdeckt er die Mine weitgehend. Puppe in einem lockeren, zarten Kokon, ähnlich einem Spitzengewebe. 
  Phyllonorycter saportella
90 (70)
In den Kokon ist kein Kot eingesponnen.   ► 100
90*
In den Kokon sind Kotkörnchen eingesponnen.   ► 110
100 (90)
Mine kürzer als 14 mm; der Kokon ist an oberer und unterer Epidermis angesponnen (nur die Sommergeneration). 
  Phyllonorycter harrisella
100*
Mine länger als 20 mm, fast immer von der Mittelrippe weg zwischen zwei Adern; oft befinden sich mehrere Minen in einem Blatt. 
  Phyllonorycter lautella
110 (90)
Mine mindestens 11 mm lang.   ► 120
110*
Mine höchstens 10 mm lang oder kürzer; Kokon an oberer und unterer Epidermis angesponnen (nur Sommergeneration). 
  Phyllonorycter heegeriella
120 (110)
Kokon nur an der oberen Epidermis befestigt.   ► 130
120*
Kokon an oberer und unterer Epidermis befestigt.   ► 140
130 (120)
Kokon bei der Sommergeneration vollständig von Kot eingehüllt; Mine unregelmäßig, an verschiedenen Stellen im Blatt. 
  Phyllonorycter quercifoliella
130*
Mine von Kot nur umrahmt; Mine länglich, zwischen zwei Adern von der Mittelrippe weg. 
  Phyllonorycter muelleriella
140 (120)
Parenchym der oberen Epidermis üblicherweise vollständig ausgefressen (nur Herbstgeneration). 
  Phyllonorycter quercifoliella
140*
Ein fleckartiger Teil des Parenchyms der oberen Epidermis wird nicht gefressen. 
  Phyllonorycter harrisella

Mine an Rhamnaceae-Arten:

An Rhamnaceae-Arten (vor allem Frangula alnus und Rhamnus catharticus) findet sich nur die Mine von Calybites quadrisignella. Die Raupe erzeugt hier zunächst eine blattunterseitige, epidermale Mine, durch Spinntätigkeit wird daraus eine Faltenmine. Später lebt sie in einer Blattrolle.

Mine an Robinia-Arten:

10
Mine meist blattunterseits, oval, ohne sternförmig verzweigte Fraßgänge. 
  Phyllonorycter robiniella
10*
Mine immer auf der Blattoberseite; vom Zentrum verzweigen sich sternförmig kurze Fraßgänge. 
  Parectopa robiniella

Mine an Salix-Arten:

10
Lange, vielfach gewundene, silberweiße Gangmine besonders an Salix purpurea, die über die Stengelrinde auch über mehrere Blätter reichen kann. 
  Phyllocnistis saligna
10*
Mine anders.   ► 20
20 (10)
Die Mine ist klein (nur rund 8 mm lang). Die Raupe frisst später unter dem umgeschlagenen Blattrand oder in einer Blattrolle.   ► 30
20*
Die Mine ist länger als 15 mm. Die Raupe miniert lebenslang.   ► 40
30 (20)
Die Raupe frisst später unter dem umgeschlagenen Blattrand. Die Art tritt nur in höheren Lagen auf. 
  Callisto coffeella
30*
Die Raupe frisst später in einer Blattrolle. 
  Caloptilia stigmatella
40 (20)
Mine an schmalblättrigen Weiden.   ► 50
40*
Mine an breitblätttrigen Weiden.   ► 70
50 (40)
Mine lang und schmal, nur an Salix viminalis; die Puppe liegt ohne Kokon in der Mine. 
  Phyllonorycter viminetorum
50*
Mine auch an anderen Weiden-Arten; die Puppe ruht in einem Kokon.   ► 60
60 (50)
Vorderflügeloberseite der Imago graubraun, gesprenkelt, die hellen Häkchen nur wenig kontrastierend, eine deutliche weiße Basalstrieme fehlt. 
  Phyllonorycter pastorella
60*
Vorderflügeloberseite der Imago in der Basalhälfte goldbraun mit deutlich kontrastierenden weißen Zeichnungen und einer langen weißen Basalstrieme. 
  Phyllonorycter salictella
70 (40)
Kokon weiß bis gelblich, nur locker gesponnen. 
  Phyllonorycter salicicolella
70*
Kokon goldbraun oder hellbraun und fest gesponnen.   ► 80
80 (70)
Umriss des Kokons in der Mine von außeren sichtbar; innere weiße Querbinde auf der Vorderflügeloberseite breit, mehr gerundet, ohne ausgeprägte Spitze nach außen. 
  Phyllonorycter hilarella
80*
Umriss des Kokons in der Mine von außeren nicht oder kaum sichtbar; innere weiße Querbinde auf der Vorderflügeloberseite mit ausgeprägter Spitze nach außen. 
  Phyllonorycter dubitella

Mine an Sorbus-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite. 
  Phyllonorycter corylifoliella
10*
Mine auf der Blattunterseite.   ► 20
20 (10)
Die Mine ist nur 5-8 mm groß. Die untere Epidermis ist grau oder braun. Die Raupe lebt später in einem Blattkonus oder unter einem Blattumschlag.   ► 30
20*
Die Mine ist 20-30 mm lang und schmal. Die untere Epidermis ist grün. Die Raupe miniert lebenslang.   ► 40
30 (20)
Die Raupe frisst später in einem Konus am Blatrand, üblicherweise an Sorbus torminalis. Bei der Imago ist die Stirn bräunlich. Im Genitalapparat des Männchen sind die Valven dreieckig, bei den Weibchen sind die Postapophysen sehr kurz und der Ductus bursae ist gerade. 
  Parornix anglicella
30*
Die Raupe frisst später in einem Blattumschlag oder in einer eng zusammen gezogenen Blattfalte an verschiedenen Sorbus-Arten. Bei der Imago ist die Stirn weiß. Im Genitalapparat des Männchen sind die Valven tennisschlägerförmig, bei den Weibchen sind die Postapohysen etwas länger, der Ductis bursae ist gewunden. 
  Parornix scoticella
40 (20)
Mine an Sorbus aucuparia  ► 50
40*
Mine an Sorbus aria  ► 70
50 (40)
Die Puppe liegt in einer mit Seide ausgekleideten Kammer, ohne echten Kokon. Die Spannweite der Tiere beträgt meist unter 8 mm.   ► 60
50*
Die Puppe ruht in einem festen weißen Kokon. Der Kot wird in der Mitte der Mine der Mine angehäuft. Die Mine verläuft in Längsrichtung des Blattes und verformt dieses stark. Sehr häufige Art an Sorbus aucuparia
  Phyllonorycter sorbi
60 (50)
Auf der Vorderflügeloberseite der Imago verläuft die innerste Dorsalstrieme mehr schräg nach außen, die innerste Costalstrieme ist schmal und ebenfalls schräg. 
  Phyllonorycter mespilella
60*
Auf der Vorderflügeloberseite der Imago verläuft die innerste Dorsalstrieme weniger schräg nach außen und läuft in eine feine Spitze aus. Die innerste Costalstrieme ist breiter, keilförmig. Die Art lebt nur ausnahmsweise an Sorbus-Arten (normal an Viburnum-Arten). 
  Phyllonorycter lantanella
70 (40)
Vorherrschende Art an Sorbus aria; im Genitalapparat des Männchens sind die Valven asymmetrisch, die rechte Costa ist länger als die linke, der Endsporn ist deutlich gebogen; bei den Weibchen ist die Genitalplatte am Ende breit gerundet. 
  Phyllonorycter mespilella
70*
Nur ausnahmsweise an Sorbus aria; im Genitalapparat des Männchens sind die Valven fast symmetrisch; rechte und linke Costa sind gleich lang, der Endsporn ist gerade; die Genitalplatte der Weibchen ist mehr dreieckig und am Ende schmal gerundet. 
  Phyllonorycter sorbi

Mine an Symphoricarpos-Arten:

10
Mine auf der Blattoberseite (seltene Ausnahme). 
  Phyllonorycter trifasciella
10*
Mine auf der Blattunterseite.   ► 20
20 (10)
Die Mine ist sehr groß und nimmt oft fast das ganze Blatt ein, wobei dieses stark verkrümmt wird. Vorderflügel der Imago braun mit deutlich kontrastierenden, weißen Zeichnungen, die inne nur wenig dunkel angelegt sind. 
  Phyllonorycter emberizaepennella
20*
Die Mine ist kleiner und nimmt nur einen Teil des Blattes ein. Dieses ist oft konusförmig eingerollt. Vorderflügel der Imago hellbraun mit schmalen, meist deutlichen weißen Zeichnungen, die innen breit dunkel angelegt sind. 
  Phyllonorycter trifasciella

Mine an Syringa vulgaris:

An Syringa vulgaris finden sich nur die Minen und Blattrollen von Gracillaria syringella.

Mine an Tilia-Arten

An Tilia-Arten (meist Tilia cordata) findet sich nur die Mine von Phyllonorycter issikii.

Mine an Teucrium-Arten:

An Teucrium-Arten findet sich nur die Mine von Aspilapteryx limosella.

Mine an Ulmus-Arten:

10
Mine rundlich und aufgeblasen; Puppe in zigarrenförmigem Kokon, der an beiden Enden zugespitzt und nur lose an der oberen Epidermis angesponnen ist. 
  Phyllonorycter schreberella
10*
Mine langgestreckt und röhrenförmig zwischen zwei Adern; Puppe in zylindrischem Kokon, der an einem Ende gerundet und fest an der unteren Epidermis angesponnen ist. 
  Phyllonorycter tristrigella

Mine an Vaccinium vitis-idaea:

An Vaccinium vitis-idaea findet sich nur die Mine von Phyllonorycter junoniella.

Mine an Viburnum lantana:

An Viburnum lantana findet sich nur die Mine von Phyllonorycter lantanella.

Literatur

  • De Prins, J. & W. De Prins 2010. Global Taxonomic Database of Gracillariidae (Lepidoptera). (http://www.gracillariidae.net) [online 16 September 2011]
  • Heath, J. & A. M. Emmet 1985. The moths and butterflies of Great Britain and Ireland, Vol.II: Cossidae – Heliodinidae. – Harley Books, Martins, Great Horkesley, Colchester, Essex.
  • Hering, E. M. 1957. Bestimmungstabellen der Blattminen von Europa einschließlich des Mittelmeerbeckens und der Kanarischen Inseln. Band 1-2: Bestimmungsschlüssel, 1185 S.; Band 3: Zeichnungen, 211 S.; 's-Gravenhage (Uitgeverij Dr. W. Junk).
  • Karsholt, O. & E. J. van Nieukerken 2011. Gracillariidae. In - Karsholt, O. & E. J. van Nieukerken (eds.). Lepidoptera, Moths. – Fauna Europaea version 2.4., http://www.faunaeur.org [online 16 September 2011].
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Gracillariidae (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
22 August 2016 11:00:48). Abgerufen am 17. Februar 2019, 12:52 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Gracillariidae