Graugans – Anser anser

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Deutscher Name: Graugans
Wissensch. Name: Anser anser
(Linnaeus, 1758)
Großgruppe: Vögel
Taxonomie: Ordnung Anseriformes / Familie Anatidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Zugvogel

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • im Vergleich helleres Gefieder
Die Graugans ist mit ihrem bräunlich-grauen Gefieder und der helleren Unterseite heller als andere graue Gänse. Der Schwanz ist weiß und der Schnabel orangegelb. Die Jungtiere sind zunächst olivgrün.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Graugänse haben eine Größe von 77-90 cm, eine Flügellänge von 45 cm, eine Schnabellänge von 7 cm und ein Gewicht von 2100-4600 g.

Kein Geschlechtsdimorphismus vorhanden.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Saatgans – Anser fabalis Die Saatgans ist dunkler graubraun. Besonders der dunkelbraune Kopf fällt auf. Saatgans – Anser fabalis:  Adrian Pingstone, CC0
Blässgans – Anser albifrons Die Blässgans ist kleiner und gut an der weißen Stirnblesse zu erkennen. Blässgans – Anser albifrons:  Ryanx7, CC BY-SA 4.0

Laute: Gleichtönig schnatternde gagagaga-Trompetenrufe mit einzelnen lauteren Rufen, die sowohl im Flug, als auch am Boden vorgetragen werden.

Datei „Anser_anser_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i) Kurz: Datei „Anser_anser_TSA-short.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensweise und Fortpflanzung: Zugverhalten: Zugvogel, der Mitte Oktober an das westliche Mittelmeer zieht, seltener auch an Nord- und Ostsee und Anfang März wieder eintrifft. Lebensraum: Lebt an Sümpfen, Seen, Flußmündungen, Feuchtwiesen und Feldern.

Mensch und Stadt

Graugänse kommen in der Stadt auf Seen und Teichen vor. Ihre Nahrung suchen sie auf teilweise weit entfernten Flächen. In der Stadt eignen sich dafür Parks mit ausgedehnten Wiesen und Gewässern.

Besonders in Parks können Hunde ein großer Störfaktor sein. Menschen fühlen sich immer wieder von den in Scharen auftretenden Tieren durch Kotverschmutzung oder Fraßschäden gestört.

Wissenswertes

  • Graugänse sind eine Stammform der als Nutztier gehaltenen Hausgänse.
  • Der Zugvogel ist von März bis Oktober zu beobachten. Ab Mitte Oktober fliegt er ans westliche Mittelmeer, wo er überwintert.
  • Die Wanderrouten der Graugans sind nicht genetisch festgelegt, sondern variieren.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Vladimir Bejcek (1988): Zugvögel: S.42, Verlag Werner Dausien, Hanau/Main.
  • Witt, K. & Steiof, K. (2013): Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3.Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.): Berliner Ornithologischer Bericht, Berlin, 23: 1-23.
  • Rote Liste der Brutvögel Deutschlands. Fünfte gesamtdeutsche Fassung, veröffentlicht im August 2016: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen/10221.html (Letzter Zugriff: 07.04.2017)
  • Seite „Graugans“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Oktober 2015, 16:25 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Graugans&oldid=147034731 (Abgerufen: 10. Februar 2016, 14:50 UTC)
  • Käßmann S, Woog F (2008): Winterliche Verbreitungsmuster und Habitatnutzung von Graugänsen Anser anser in einer süddeutschen Großstadt. Vogelwarte 46: 131- 138.