Große Goldschrecke – Chrysochraon dispar

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Deutscher Name: Große Goldschrecke
Wissensch. Name: Chrysochraon dispar
(Germar, 1831)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Orthoptera / Familie Acrididae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Männchen schwarze Hinterknie
Die große Goldschrecke verdankt ihnen Namen ihrer metallisch glänzenden Färbung. Die Flügel sind etwas kürzer als der Körper. Die Fühler sind mittellang. Der Gesang besteht aus einer dichten Abfolge von kurzen, rasselnden "sisisisisi"-Lauten. Das Männchen ist metallisch-grün mit schwarzen Hinterknien. Die Hinterschienen sind gelb. Der Hinterleib ist am Ende zugespitzt. Das Weibchen ist unverwechselbar. Es ist fast doppelt so groß wie das Männchen und metallisch-goldbraun. Die Flügel verlaufen zum Ende hin spitz und sind deutlich verkürzt. Die Hinterschienen sind auffällig weinrot.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Kleine Goldschrecke Das Männchen der Kleinen Goldschrecke hat helle Hinterknie und kürzere Vorderflügel. Diese sind hinten eingebuchtet. Das Weibchen hat kürzere Flügel. Kleine Goldschrecke:  Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0


Mensch und Stadt

Die Große Goldschrecke kommt an dichtbewachsenen Standorten mit hohen, langen Gräsern vor. Sie besiedelt vor allem feuchte Wiesen, Grabenränder und Uferbereiche von Gewässer. Stillgelegte landwirtschaftliche Flächen und Waldrandgebiete bieten ebenfalls einen geeigneten Lebensraum.

Sie klettert senkrecht an Grashalmen umher und ist somit nicht einfach zu entdecken.

Wissenswertes

  • Sie legt als einzige heimische Schreckenart ihre Eier in holzige Pflanzenstängel ab. Manchmal werden auch Totholz oder Zaunpfahle zur Eiablage genutzt. Hierzu wird der Hinterleib des Weibchens wie ein Teleskop ausgefahren und dringt in das Substrat ein.
  • Da diese Art wenig mobil ist, geht man von einer passiven Ausbreitung entlang von Bahn- und Verkehrswegen aus.
  • Es kommen auch langflügelige Individuen vor. Diese flugfähigen Tiere tragen vermutlich zur aktiven Verbreitung der Art bei, da sie weitere Strecken zurücklegen und somit neue Habitate besiedeln können.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • http://www.orthoptera.ch/arten/item/chrysochraon-dispar-dispar
  • Seite „Große Goldschrecke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. November 2016, 18:46 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gro%C3%9Fe_Goldschrecke&oldid=159507463 (Abgerufen: 27. März 2017, 10:25 UTC)
  • http://offene-naturfuehrer.de/web/Heuschreckenarten_nach_einfachen_Merkmalen_bestimmen_(Bayern)
  • Baur, B., Baur, H., Rösti, C. & Roesti, D. (2006). Die Heuschrecken der Schweiz. Haupt, Bern, 352 S.
  • Schlumprecht, H. & Waber, G. (2003): Heuschrecken in Bayern. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart.
  • Maas, S., P. Detzel & A. Staudt (2002): Gefährdungsanalyse der Heuschrecken Deutschlands. Verbreitungsatlas, Gefährdungseinstufung und Schutzkonzepte. - BfN-Schriftenvertrieb im Landwirtschaftsverlag Münster.
  • Bellmann, H. 2006: Der Kosmos Heuschreckenführer. – Kosmos Verlag, Stuttgart. 350 S.
  • Fischer, J., D. Steinlechner, A. Zehm, D. Poniatowski, T. Fartmann, A. Beckmann & C. Stettmer 2016: Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols - Bestimmen - Beobachten – Schützen. – Quelle & Meyer, 368 S.
  • Machatzi, B., Ratsch, A., Prasse, R. & Ristow, M. 2005: Rote Liste und Gesamtartenliste der Heuschrecken und Grillen (Saltatoria: Ensifera et Caelifera) von Berlin. Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin. CD-ROM