Großes Mausohr – Myotis myotis

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Deutscher Name: Großes Mausohr
Wissensch. Name: Myotis myotis
(Borkhausen, 1797)
Großgruppe: Säugetiere
Taxonomie: Ordnung Chiroptera / Familie Vespertilionidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: gefährdet
Rote Liste Berlin: stark gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • größte einheimische Fledermaus
Das Große Mausohr ist die größte einheimische Fledermaus mit einer Flügelspannweite von 43 cm. Es ist an den Haarwurzeln schwarzbraun mit einer hell-braungrauen Oberseite. Die Unterseite ist weißgrau. Die Ohren sind lang und breit. Auf der Jagd nach bodenbewohnenden Insekten fliegt es meist tief.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Großer Abendsegler Der Große Abendsegler ist rotbraun. Großer Abendsegler:  Mnolf, CC BY-SA 3.0


Mensch und Stadt

Das Große Mausohr ist im Sommer auf offenem Gelände mit alten Bäumen, wie es sie in Parks gibt, zu finden. Ihr Winterquartier haben sie in Gebäuden. Oft werden dafür Dachböden genutzt.

Fassadenbeleuchtung vertreibt sie, da sie im Licht ungeschützt sind.

Wissenswertes

  • Bei der Jagd orientiert sich das Große Mausohr nicht nur mit Hilfe von Ultraschallwellen (Echoortung), sondern nutzt auch das Gehör. Es hört auf die Geräusche, die die Beute am Boden macht.
  • In Berlin haben sie im Wasserwerk Tegel ein Winterquartier.
  • In Deutschland verenden jedes Jahr ca. 300.000 Fledermäuse an Windkraftanlagen. Unterschiedliche Druckverhältnisse in der Nähe von Windrädern lassen die inneren Organe zerplatzen (Barotrauma).
  • Fledermäuse gebären ihre Jungen lebend. Hierbei krabbelt das Neugeborene kopfüber am Bauchfell seiner Mutter an die Zitze. Festgehalten wird es ansonsten nur von der Nabelschnur.
  • Sie ernähren sich hauptsächlich von Laufkäfern.

Quellen, Literatur, Weblinks