Hain-Bänderschnecke – Cepaea nemoralis

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Deutscher Name: Hain-Bänderschnecke
Wissensch. Name: Cepaea nemoralis
Weitere deutsche Namen: Schwarzmündige Bänderschnecke,Hain-Schnirkelschnecke
Großgruppe: Weichtiere
Taxonomie: Ordnung Pulmonata / Familie Helicidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • meist schwarzer oder brauner Rand der Gehäuseöffnung
Das Gehäuse der Hain-Bänderschnecke ist gedrückt rundlich. Die Gehäusegrundfarben variieren von knalligem gelb über braun und rot bis hin zu einem braunviolett. Meist verlaufen dunkelbraune oder fast schwarze spiralige Bänder auf dem Gehäuse. Die Bänder können auch zu breiten Flächen verschmolzen sein. Der verdickte Rand der Gehäuseöffnung (Lippe) ist fast immer schwarz oder braun.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Das gedrückt rundliche Gehäuse ist etwa 2 bis 2,5 cm breit und hoch.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Garten-Bänderschnecke Der Rand der Gehäuseöffnung ist meist weißlich. Sie ist in Berlin wesentlich seltener anzutreffen.


Lebensweise und Fortpflanzung: Sie ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen oder verrotteten Pflanzenteilen, aber auch von frischen Pflanzen und Pilzen. Sie sind wie alle Landlungenschnecken Zwitter, die sich gegenseitig befruchten.

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Die Hain-Bänderschnecke ist weit verbreitet und sehr charakteristisch für anthropogen beeinflusste Standtorte. Man findet sie in Gärten, Parks, auf Friedhöfen, aber auch in lichten Wäldern, Gebüschen oder Heckenreihen.

Wissenswertes

  • Die Hain-Bänderschnecke erreicht ein Alter von bis zu acht Jahren.
  • Sie ernährt sich hauptsächlich von abgestorbenen oder verrotteten Pflanzenteilen.
  • Die Jungschnecken schlüpfen als fertige kleine Tiere aus den Eiern. Das Gehäuse ist dann meist knapp drei Millimeter groß.
  • Oft findet man Trümmer ihres Gehäuses auf Steinen oder Baumstümpfen. Dies sind sogenannten Drosselschmieden, an denen Drosseln und andere Singvögel Schneckengehäuse zertrümmern, um an deren Inhalt zu gelangen.

Quellen, Literatur, Weblinks