Hedera helix L. in Mitteleuropa (Holger Zetzsche)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Holger Zetzsche beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Hedera helix L. in Mitteleuropa (Efeu; Araliaceae)
Von: Holger Zetzsche
Geographischer Geltungsbereich: Mitteleuropa — Zielgruppe: Experten • Interessierte — Mitarbeit begrenzt auf: Holger Zetzsche
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Laubblätter der Kriechtriebe bis maximal 8 cm lang und breit, 3- bis 5-lappig und bis zur Hälfte eingeschnitten. Mittlere Internodienlänge der Kriechtriebe 4 bis 6 cm. Lange Blattstiele nur selten über 12 cm. Behaarung weißlich. 
  Hedera helix subsp. helix
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Laubblätter der Kriechtriebe 5 bis 9 cm lang und 8 bis 14 cm breit. Meist gebuchtet, maximal bis 1/3 gespalten. Lappen der Laubblätter breitdreieckig, Mittellappen dominant. Mittlere Internodienlänge (Kriechtriebe) 5 bis 7 cm. Lange Blattstiele bis 20 cm lang. Sternhaare meist gelblich bis bräunlich. 
  Hedera helix subsp. hibernica

Anmerkung: Die Unterschiede zwischen den Unterarten werden im direkten Vergleich der Laubblätter der Kriechtriebe besonders deutlich. Da besonders Hedera helix subsp. helix aber sehr variabel ist, weist der Schlüssel in der Praxis gewisse Schwächen auf. Zudem sollten immer mehrere Laubblätter eines Individuums zur Bestimmung untersucht werden.

Hedera helix subsp. helix L.

Arealformel: m/mo-temp • oz 1-2 EUR

Angaben zur Höhenverbreitung, pflanzensoziologische Bindung, Standort:

  • Charakterart der Querco-Fagetea
  • pH-Wert schwach basisch bis neutral, auf sauren Substraten seltener
  • Bayrischer Wald bis 830 m, Vogesen bis 1000 m, südliches Frankreich bis 1200 m, Bayrische Alpen bis 1230 m, Südtirol bis 1350 m, Slowakei bis 1260 m
  • in Belorussland regressiv, nicht blühend, auch in Birken-Fichtenwäldern verbreitet
  • Wuchshöhe an Trägerbäumen: Britische Inseln bis 30 m; Belgien, Nordfrankreich bis 30 m; Deutschland bis 25 m; Polen (geschützte Stellen) bis 20 m; Ostpolen außer an geschützten Stellen nicht über 2 m, dort auch in 1 m blühend Höhe, selten fruchtend

Anatomische und morphologische Besonderheiten:

  • Laubblätter kleiner als 8 cm lang und breit, sehr variabel
    • meist 3- bis 5-lappig und bis 1/2 gespalten
    • dunkelgrün; Blattnervatur grünlich bis weiß
  • Äste der Sternhaare 4-9; Behaarung weiß
  • mittlere Internodienlänge der Kriechtriebe 4-6cm
  • Beeren 7-10 mm, reif blauschwarz
  • Chromosomenzahl 2n = 48

Hedera helix subsp. hibernica (G.Kirchn.) D.C.McClint.

Arealformel: temp • oz1 EUR

Angaben zur Höhenverbreitung, pflanzensoziologische Bindung, Standort:

  • innerhalb des Verbreitungsgebietes Charakterart der Querco-Fagetea, im euhumiden Bereich auch häufig auf sauren Substraten (Blechno-Fagetum)
  • europaweit synanthrop verbreitet; gärtnerisch als Bodendecker stark propagiert (Gärten, Friedhöfe, Parks, an Ruinen)
  • weniger frosthart als subsp. helix

Anatomische und morphologische Besonderheiten:

  • Laubblätter 5 – 9 cm lang, 8 – 14 cm breit
    • 3- bis 5-lappig, Lappen breitdreieckig, Mittellappen dominant; Laubblatt meist gelappt, maximal bis 1/3 gespalten
    • matt, mittel- bis dunkelgrün; Nervatur hellgrüngrau nur wenig erhaben
    • Blattstiel bis 20 cm
  • Äste der Sternhaare 4-12, Behaarung oft gelblich-braun
  • mittlere Internodienlänge der Kriechtriebe 5 - 7cm
  • umfangreiche Synfloreszenz; Beeren 7 bis 12mm, reif schwarz
  • etwas schlechter an Bäumen und Mauern haftend als subsp. helix
  • Chromosomenzahl 2n = 96
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Hedera helix L. in Mitteleuropa (Holger Zetzsche) (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
21 Februar 2012 22:32:40). Abgerufen am 14. November 2017, 19:14 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Hedera_helix_L._in_Mitteleuropa_(Holger_Zetzsche)