Heidegrashüpfer – Stenobothrus lineatus

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Heidegrashüpfer
Wissensch. Name: Stenobothrus lineatus
(Panzer, 1796)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Orthoptera / Familie Gomphocerinae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: Vorwarnliste
Rote Liste Berlin: gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • zwei helle Seitenlinien auf dem Rücken bis zu den Flügeln
  • weißer Fleck auf dem hinteren Flügelteil
Der mittelgroße Heidegrashüpfer ist meist grün, seltener auch grau oder braun. Von den Kopfseiten führen zwei helle Seitenlinien über den Rücken bis zu den Flügeln. Die Fühler sind kurz und meist hell. Auf dem hinteren Flügelteil trägt er einen deutlichen weißen Fleck. Das Männchen ist kleiner als das Weibchen. Die Flügel sind so lang wie der Körper. Das Weibchen hat einen weißen Längsstreifen am Unterrand des Flügels. Die Flügel sind leicht verkürzt.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Schwarzfleckiger Grashüpfer Die Flügel des Schwarzgefleckten Grashüpfers sind schmaler als die Hinterschenkel und erreichen nur die Hinterknie. Schwarzfleckiger Grashüpfer:  Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0
Bunter Grashüpfer Die Flügel des Bunten Grashüpfers sind meist heller und mit einem weniger deutlichen Stigma gezeichnet. Bunter Grashüpfer:  Gilles San Martin, CC BY-SA 3.0


Mensch und Stadt

Der Heidegrashüpfer bevorzugt trockene, warme Standorte. Man findet ihn vor allem auf kurzgrasigen Wiesen, an Wegrändern und Böschungen. Er kann jedoch auch niedrige Temperaturen gut vertragen.

Er legt seine Eier an Wurzelballen oder niedrigen Halmen verschiedener Gräser ab. Hier sind sie besonders durch Beweidung oder intensive Bewirtschaftung gefährdet.

Wissenswertes

  • Beim Singen werden die Hinterschenkel nicht synchron, sondern zeitlich versetzt über die Vorderflügel geschoben.
  • Es kommen auch bunte (z.B. violette) Individuen vor.
  • Zum Schutz der oberirdisch abgelegten Eier werden diese mit Kot beschmiert.
  • Als Sitzpflanze bevorzugt er die Aufrechte Trespe.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • http://offene-naturfuehrer.de/web/Heuschreckenarten_nach_einfachen_Merkmalen_bestimmen_(Bayern)
  • http://www.orthoptera.ch/arten/item/stenobothrus-lineatus-lineatus
  • Baur, B., Baur, H., Rösti, C. & Roesti, D. (2006). Die Heuschrecken der Schweiz. Haupt, Bern, 352 S.
  • Schlumprecht, H. & Waber, G. (2003): Heuschrecken in Bayern. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart.
  • Maas, S., P. Detzel & A. Staudt (2002): Gefährdungsanalyse der Heuschrecken Deutschlands. Verbreitungsatlas, Gefährdungseinstufung und Schutzkonzepte. - BfN-Schriftenvertrieb im Landwirtschaftsverlag Münster.
  • Bellmann, H. 2006: Der Kosmos Heuschreckenführer. – Kosmos Verlag, Stuttgart. 350 S.
  • Fischer, J., D. Steinlechner, A. Zehm, D. Poniatowski, T. Fartmann, A. Beckmann & C. Stettmer 2016: Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols - Bestimmen - Beobachten – Schützen. – Quelle & Meyer, 368 S.
  • Machatzi, B., Ratsch, A., Prasse, R. & Ristow, M. 2005: Rote Liste und Gesamtartenliste der Heuschrecken und Grillen (Saltatoria: Ensifera et Caelifera) von Berlin. Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin. CD-ROM
  • Seite „Heidegrashüpfer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Dezember 2014, 22:58 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Heidegrash%C3%BCpfer&oldid=137135680 (Abgerufen: 27. März 2017, 13:18 UTC)