Heldbock – Cerambyx cerdo

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Deutscher Name: Heldbock
Wissensch. Name: Cerambyx cerdo
Weitere deutsche Namen: Große Eichenbock, Spießbock
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Bockkäfer (Cerambycidae)
Rote Liste Deutschland: vom Erlöschen bedroht
Rote Liste Berlin: vom Erlöschen bedroht

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • 5-10 cm lange Fühler
Der Heldbock hat einen langen schmalen Körper. Er ist schwarz. An den Flügeldecken geht das Schwarz in ein rotbraun über. Er kann bis zu 5,3 cm lang werden und gehört zu den größten heimischen Käfern. Charakteristisch sind seine langen Fühler. Die Fühler können bei Männchen bis zu zehn Zentimeter lang werden.

Bilder

Beschreibung


Lebensweise und Fortpflanzung: Die Käfer sind nachtaktiv bei über 18°C. Tagsüber verkriechen sie sich in den Fraßgängen, die von den Larven angelegt worden sind. Heldböcke sind wenig mobil und bleiben größten Teils ihr ganzes Leben an ihrem Brutbaum. Die Eier werden von dem Weibchen in die Rinde des Baumes abgelegt. Die Larven entwickeln sich dort 3-5 Jahre und bohren sich bis ins Kernholz. Sie ernähren sich von den Vitaminen und Mineralstoffen aus dem Saftfluss des Baumes. Nach der Verpuppung im Herbst überwintern die Tiere. Mit Beginn der Flugzeit zwischen Mai-Juni fressen sich die Käfer durch die Rindenschicht nach draußen, wo sie für kurze Zeit ihren Brutbaum für die Paarung verlassen.

Lebensraum: Heldböcke bevorzugen eine warme Umgebung in alten, absterbenden oder kranken Stieleichen. Seltener auch Traubeneichen, Buchen oder Ulmen. Bevorzugt werden sonnenexponierte und durchfeuchtete Solitärstämme. Geeignete Alteichenbestände waren meist Hutewälder, natürliche Lebensräume sind Hartholz-Flussauenwälder.

Verbreitung: Ursprünglich war der Heldbock in Mitteleuropa weit verbreitet. Heute ist die Art, aufgrund des starken Rückgangs seines Lebensraums, sehr selten geworden und nur noch sporadisch anzutreffen.

Mensch und Stadt

In der Stadt findet man den Heldbock an alten Park- und teilweise auch Straßenbäumen. Heldböcke kommen vor allem in einer warmen Umgebung in alten, absterbenden oder kranken Stieleichen vor. Seltener findet man sie auch an Traubeneichen, Buchen oder Ulmen. Bevorzugt werden sonnenexponierte und durchfeuchtete Einzelbäume.

Die Intensivierung der Forstwirtschaft und der Verlust von alten und kranken Eichen führten zur Zerstörung der Lebensräume des Heldbock.

Wissenswertes

  • Ursprünglich war der Heldbock in Mitteleuropa weit verbreitet. Heute ist die Art, aufgrund des starken Rückgangs seines Lebensraums, sehr selten geworden und nur noch sporadisch anzutreffen.
  • Die Weibchen legen ihre Eier in die Rinde eines Baumes. Die Larven entwickeln sich dort drei bis fünf Jahre und bohren sich bis ins Kernholz. Sie ernähren sich von den Vitaminen und Mineralstoffen aus dem Saftfluss des Baumes.
  • Heldböcke sind wenig mobil und bleiben den größten Teils ihres Lebens an ihrem Brutbaum.
  • Die Brutbäume lassen sich oft an den fingerbreiten, ovalen Schlupflöchern erkennen.
  • Die Käfer sind nachtaktiv bei über 18°C. Tagsüber verkriechen sie sich in den Fraßgängen, die von den Larven angelegt worden sind.

Quellen, Literatur, Weblinks