Helianthemum – Sonnenröschen (Deutschland und Österreich)

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Helianthemum (Sonnenröschen; Cistaceae)
Von: Jürgen Klotz
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland und Österreich — Quelle: Abgeleitet vom Schlüssel zu den Cistaceae – Zistrosengewächsen in Deutschland und Österreich (Jürgen Klotz); die hier vorliegende Fassung darf verändert und illustriert werden. Verwendete Literatur: Jäger et al. (2011), Fischer et al. (2008), Oberdorfer (1983). — Zusammenarbeit: offenBisherige Koautoren: Jürgen Klotz
1
Nebenblätter vorhanden, Drüsenhaare fehlend, wenn vorhanden, dann Blüten nicht rein gelb, Krone gelb oder weiß (bis hellrosa)   ► 2
1*
Nebenblätter fehlend (nur an den obersten Blättern selten vorhanden), Drüsenhaare oft vorhanden, Krone stets gelb   ► 3
2
Blätter oberseits (dunkel)grün, Nebenblätter lanzettlich, länger, als der Blattstiel, Krone gelb, selten gelblichweiß. 
  ▼▼ a  –   Gemeines Sonnenröschen  –  Helianthemum nummularium (L.) Mill.
(= Helianthemum chamaecistus Mill.)
Höhe 10–20(-30) cm, Blüte Mai–Oktober.
Trockenrasen, Hochgebirgsmatten, Felsfluren, Steinrasen, frische Magerrasen, Säume, lichte Trockengebüsche, trockene (Eichen-Kiefern-)Wälder.
a
Blätter unterseits von meist kurzen, feinen Sternhaaren weiß- bis graufilzig, die oberen lineal-lanzettlich. 
 Zweifarbiges Sonnenröschen  –  Helianthemum nummularium L. subsp. nummularium
Innere Kelchblätter 5–8 mm lang, zwischen den Nerven kurz sternhaarig, Kronblätter 8–13 mm lang, Blütenstand 6–9(–15)-blütig, Blattspreite 6–30 mm lang, 2–9 mm breit, Blüte Juni–Oktober.
Colline bis submontane Trockenrasen, Silikatmagerrasen, Trockensäume und gebüsche.
a*
Blätter unterseits von Borsten- und langen Sternhaaren locker behaart oder kahl, stets ohne kurze Sternhaare, eilanzettlich   ► b
b
Kronblätter 8–12 mm lang, innere Kelchblätter 5–8 mm lang, zwischen den Nerven kurz sternhaarig, Staubbeutel 0,4–0,6 mm lang, Blütenstand 5–9(–15)-blütig. 
 Dunkles Sonnenröschen  –  Helianthemum nummularium subsp. obscurum (Wahlenb.) Holub
(= H. ovatum (Viv.) Dunal, H. vulgare Gaertn.)
Blattspreite 6–30 mm lang, 2–10 mm breit, unterseits auf der Fläche mit Borsten- und langen Sternhaaren, innere Kelchblätter zwischen den Nerven kurz sternhaarig, Blüte Juni–Oktober.
Colline bis montane Trockenrasen, Silikatmagerrasen, lichte Trockengebüsche, trockene (Eichen-Kiefern-)Wälder.
b*
Kronblätter 10–18 mm lang, innere Kelchblätter 7–10 mm lang, Staubbeutel 0,5–0,8 mm lang, Blütenstand 2–6(–9)-blütig   ► c
c
Blätter unterseits auf der Fläche mit Borsten- und langen Sternhaaren, innere Kelchblätter zwischen den Nerven meist kahl, teils auch kurz sternhaarig und/oder mit borstenhaarig, Blütenknospen eiförmig. 
 Großblütiges Sonnenröschen  –  Helianthemum nummularium subsp. grandiflorum (Scop.) Schinz & Thell.
(= H. grandiflorum (Scop.) DC., H. obscurum Pers.)
Blattspreite 10–35 mm lang, 5–14 mm breit, Blüte Mai–September.
Montane bis alpine Felsfluren und Steinrasen, kalkstet; nur Alpen (und Vorland).
c*
Blätter untereseits auf der Fläche kahl, nur am Rand und auf den Mittelnerven bostenhaarig, innere Kelchblätter zwischen den Nerven stets kahl, Blütenknospen mit lang ausgezogener Spitze. 
 Kahles Sonnenröschen  –  Helianthemum nummularium subsp. glabrum (W. D. J. Koch) Wilczek
(= H. glabrum (W. D. J. Koch) A. Kern.)
Blattspreite 10–30 mm lang, 4–12 mm breit, Blüte Mai–September.
Alpine Steinrasen; nur Alpen.
2*
Blätter oberseits graufilzig, Nebenblätter pfriemlich bis fädlich, untere so lang wie der Blattstiel, obere länger, Krone weiß bis hellrosa, nur am Grund gelb. 
 Apenninen-Sonnenröschen  –  Helianthemum apenninum (L.) Mill.
Höhe 10–20 (–30)cm, Blüte April–Juli.
Submediterrane Kalkfelsrasen, (Halb-)Trockenrasen.
3
Blätter wenigstens unterseits von Sternhaaren dicht weiß- oder graufilzig, nichtblühende Triebe niederliegend bis aufsteigend, ohne Blattschopf, Blätter 5–20(–30) mm lang, 2–5 mm breit, die der vegetativen Triebe 1–8 mm lang gestielt, ihre Spreite lanzettlich bis länglich, die der Blütentriebe fast sitzend, elliptisch, Blütenstand 5–12-blütig, innere (größere) Kelchblätter 2–5,5 mm lang, Kronblätter 5–8 mm lang. 
 Graues Sonnenröschen  –  Helianthemum canum (L.) Baumg.
(= Helianthemum oelandicum subsp. canum (L.) Bonnier & Layens)
Höhe 3–10(–20) cm, Blüte (April–)Mai–Juni.
(Submediterrane) Kalkfelsrasen, Trockenrasen, Kieferntrockenwälder, kalkstet.
3*
Blätter beiderseits grün, anliegend und locker borstenhaarig bis kahl, nichtblühende Triebe aufsteigend, dichtrasig, meist mit Blattschopf abschließend, Blätter 6–22 mm lang, 2–5 mm breit, die der vegetativen Triebe am Grund verschmälert, sitzend oder undeutlich gestielt, ihre Spreite verkehrt-eilanzettlich, die der Blütentriebe verkehrt-eiförmig, Blütenstand 2–7-blütig, innere (größere) Kelchblätter 5–7 mm lang, Kronblätter 6–10 mm lang. 
 Alpen-Sonnenröschen  –  Helianthemum alpestre (Jacq.) DC.
(= Helianthemum oelandicum subsp. alpestre (Jacq.) Ces.)
Höhe 3–12 cm, Blüte Juni–August.
(Montane bis) alpine, mäßig frische Matten und Steinrasen, kalkstet; nur Alpen.
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Helianthemum – Sonnenröschen (Deutschland und Österreich) (Zuletzt geändert:
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16 Januar 2017 23:45:41). Abgerufen am 24. September 2017, 13:54 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Helianthemum_–_Sonnenröschen_(Deutschland_und_Österreich)