Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling – Phengaris teleius

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Deutscher Name: Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Wissensch. Name: Phengaris teleius
(Maculinea teleius, Glaucopsyche teleius)
Weitere deutsche Namen: Großer Moorbläuling
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Lepidoptera / Familie Lycaenidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: vom Erlöschen bedroht
Rote Liste Berlin: vom Erlöschen bedroht

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • hellbraune Unterseite mit schwarzen Punktereihen
Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist hellblau bis blaugrau mit deutlichen, dunkelbraunen Fleckenreihen und Flügelrändern. Die Flügelunterseite ist hellbraun bis cremefarben mit deutlichen, schwarzen Punkten. Diese sind hell umrandet und verlaufen in zwei Reihen parallel zum Flügelrand. Die Flügelränder sind weiß gefranst. In Ruhestellung sind die Flügel hochgeklappt. Beim Männchen ist die Blaufärbung der Flügeloberseite stärker ausgeprägt. Das Weibchen ist eher braun. Die Raupe ist rotbraun und behaart. Nach dem Schlüpfen ist sie im Blüteninneren des Großen Wiesenknopfes gut getarnt.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling Beim Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling sind die Flügelunterseiten dunkler braun. Die kontrastarme Punktreihe am Flügelaußenrand fehlt.


Mensch und Stadt

Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist keine typische Stadtart. Er kommt an feuchten Standorten wie blütenreichen Wiesen, Gräben, Bachläufen und Mooren vor. Wichtig ist hierbei das Vorkommen des Großen Wiesenknopfs.

Aufgrund von Lebensraumverlust durch menschliche Eingriffe ist er besonders gefährdet. Doch auch Witterungsbedingungen und die speziellen Anforderungen seiner Wirtspflanze bzw. Ameisenart bilden ein komplexes Zusammenspiel.

Wissenswertes

  • Die Raupe des Wiesenknopf-Ameisenbläulings ernährt sich zunächst ausschließlich vom Großen Wiesenkopf. Später lebt sie räuberisch von einer Ameisenart (myrmekophil).
  • Um ihrer Wirtsameise anzulocken, sondert die Raupe ein bestimmtes Sekret ab, das der Ameise als Nahrung dient. Auf diese Weise wird sie in das Ameisennest getragen. Dort ernährt sie sich von der Brut der Ameisenkolonie.
  • Der Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist europaweit als stark gefährdet eingestuft.
  • Man geht von einem vereinzelten Vorkommen im Norden Berlin aus. Zuletzt wurde eine stabile Population in der Nähe von Kreuzbruch (Brandenburg) nachgewiesen.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • J. Settele, R. Steiner, R. Reinhardt, R. Feldmann „Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands“, Ulmer 2005
  • D. Kolligs „Schmetterlinge Norddeutschlands – 100 Tagfalter“, Wachholtz Verlag 2014
  • E. Seggewiße, H.-P. Wyman „Schmetterlinge – entdecken, beobachten, bestimmen: die 160 häufigsten tagaktiven Arten Mitteleuropas“, Haupt Bern Verlag 2015
  • R. Gerstmaier „Schmetterlinge – Sicher bestimmen mit Foto und Zeichnung“, Kosmos Verlag, 2003
  • Reinhardt, R. & R. Bolz (2012 ["2011"]): Rote Liste und Gesamtartenliste der Tagfalter (Rhopalocera) (Lepidoptera: Papilionoidea et Hesperioidea) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3): 167–194.
  • Monitoring der Großschmetterlinge (Macrolepidoptera) in Berlin, ORION-Berlin. http://www.orion-berlin.de/schmetter/monitoring.php (Seite aufgerufen: 16.02.2017)
  • http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Maculinea_Teleius
  • Seite „Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. November 2016, 18:48 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Heller_Wiesenknopf-Ameisenbl%C3%A4uling&oldid=160132763 (Abgerufen: 16. Februar 2017, 09:52 UTC)
  • www.tagesspiegel.de/berlin/klaus-doerbandt-zum-fruehjahrsstart-der-schmetterlinge-die-falter-sind-wieder-da/8042818.html
  • http://www.ffh-anhang4.bfn.de/ffh-anhang4-heller-wiesenknopfbl.html