Hirschkäfer – Lucanus cervus

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Deutscher Name: Hirschkäfer
Wissensch. Name: Lucanus cervus
(Linnaeus, 1758)
Weitere deutsche Namen: Hornschröter, Feuerschröter, Donnergugi
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Schröter (Lucanidae)
Rote Liste Deutschland: stark gefährdet
Rote Liste Berlin: vom Erlöschen bedroht

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • rotbraunes „Geweih“ bei Männchen
  • sehr groß
Die Flügeldecken des Hirschkäfers sind dunkel rotbraun. Der Kopf und das Halsschild sind schwarz. Er kann 2,5-7,5 cm groß werden. Die Männchen sind größer als die Weibchen. Sie besitzen einen stark verbreiteten Kopf mit mächtigen, hirschgeweihartigen Oberkieferzangen. Die Weibchen haben einen schmaleren Kopf und kein „Geweih“.Sie haben aber kräftige, kurze Mundwerkzeuge.

Bilder

Beschreibung


Lebensweise und Fortpflanzung: Hirschkäfer sind in der Regel dämmerungsaktiv. In ihrer Flugzeit zwischen Juni und Ende Juli kann man sie zuweilen auch am Tage bei ihrem unbeholfenen, trägen Flug beobachten. Verletzte Rindenstellen verströmen durch den ausgetretenen gärenden Saft ein Duftstoff, der Männchen anlockt und der Partnerfindung dient. Der Saft dient auch als Nahrung. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 20 Eier in den Boden in Nähe von Pilz befallenen Wurzeln. Die geschlüpften Larven ernähren sich von dem morschen verpilztem Holz und entwickeln sich 5-8 Jahre. Zur Verpuppung graben sie sich dann tiefer in die Erde und formen eine faustgroße Kammer. Bis September liegt der fertig entwickelte Käfer in der Puppenwiege, schlüpft aber erst im kommenden Frühjahr aus dem Boden.

Mensch und Stadt

Der Hirschkäfer kommt in alten Eichenwäldern in warmen Lagen, aber auch in lichten Auwäldern, Eichenalleen, Parks und Gärten mit altem Baumbestand oder in Streuobstwiesen vor. Er benötigt Altholzbestände mit einem hohen Anteil an Totholz.

Wissenswertes

  • Der Hirschkäfer ist wegen seiner Größe und imposanten Gestalt allgemein bekannt. Er zählt zu den größten Käfern in Europa.
  • Die Männchen nutzen das Geweih um Rivalen wegzuschleudern. Es wird gesagt, dass sie das 100-fachen ihres eigenen Körpergewichts stemmen können.
  • Verletzte Rindenstellen von Weibchen verströmen durch den ausgetretenen gärenden Saft ein Duftstoff, der Männchen anlockt und so der Partnerfindung dient.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Seite „Hirschkäfer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. Juli 2017, 21:34 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hirschk%C3%A4fer&oldid=167560126 (Abgerufen: 1. Dezember 2017, 09:44 UTC)
  • Steckbrief zur Art 1083 der FFH-Richtlinie - Hirschkäfer (Lucanus cervus)(Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) - Rheinland-Pfalz): http://www.natura2000.rlp.de/steckbriefe/index.php?a=s&b=a&c=ffh&pk=1083 (Abgerufen: 1.Dezember 2017)
  • Insektenbox - Steckbrief Hirschkäfer (W.Funk): http://www.insektenbox.de/kaefer/hirsch.htm (Abgerufen:1.Dezember 2017)
  • W. Dierl „Welcher Käfer ist das? – Die häufigsten Arten Mitteleuropas“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2001
  • W. Willner „Taschenlexikon der Käfer Mitteleuropas- die wichtigsten Arten im Portrait“, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co, 1. Auflage 2013
  • K.W. Harde, F. Severa „Der Kosmos Käferführer“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2014