Impatiens – Springkraut (Deutschland und Österreich)

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Impatiens (Springkraut; Balsaminaceae)
Von: Jürgen Klotz
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland und Österreich — Quelle: Abgeleitet vom Schlüssel zu Impatiens – Springkraut in Deutschland und Österreich (Jürgen Klotz); die hier vorliegende Fassung darf verändert und illustriert werden. Verwendete Literatur: Jäger et al. (2011), Fischer et al. (2008), Oberdorfer (1983). — Zusammenarbeit: offenBisherige Koautoren: Jürgen Klotz
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Pflanzen bis 350 cm hoch, Stängel an der Basis bis über 5 cm dick und oft mit zahlreichen roten Adventivwurzeln (Luftwurzeln), Stängel saftig-fleischig und weitlumig hohl, Blüten dunkel rosarot bis karminrot, selten weiß, 2,5–4,5 cm lang, in lang gestielten, 2–14-blütigen Trauben, Sporn dick, Blätter 5–20 cm lang, eiförmig-lanzettlich, an den unteren Zähnen und am Blattstiel mit Drüsen, gegenständig oder zu 3 quirlig. 
 Drüsiges Springkraut (Indisches Springkraut)  –  Impatiens glandulifera Royle
Höhe 50–350(–400) cm, Blüte Juli-Oktober.
Feuchte bis nasse Auenwälder und -gebüsche, Staudensäume an Flüssen, Bächen und Gräben, Schlagfluren in Forsten, feuchte Ruderalstellen, nährstoffanspruchsvoll; ehemals Zierpflanze, Neophyt (1854; Heimat Nordindien, Himalaja); eingebürgert, sehr stark invasiv.
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Pflanzen höchstens 120 cm hoch, Stängel an der Basis höchstens 1 cm dick, ohne auffällige Adventivwurzeln und nicht weitlumig hohl, Blüten gelb oder orange, höchstens 3,5 cm lang, Blätter nur bis 12 cm lang, wechselständig   ► 2
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Blüten aufrecht, 0,8–1,8 cm lang, mit geradem Sporn, gelb, Trauben mindestens so lang wie die Blätter, 4–10(–16)-blütig, Blätter spitz, gelbgrün, jederseits mit (13–)20–35 spitzen Zähnen, Blätter hellgrün bis gelbgrün. 
 Kleines Springkraut, Kleinblütiges Springkraut  –  Impatiens parviflora DC.
Höhe 30–60 cm, Blüte Juni-September.
Frische (bis feuchte) Waldsäume, Waldwege, Hecken, Gebüsche, Parkgehölze, Gärten, Laub- und Nadelholzforste, gestörte Laubmischwälder und deren Schlagfluren, nährstoffanspruchsvoll; Neophyt (1837; Heimat Zentralasien); eingebürgert, ehemals invasiv (aber konkurrenzschwach).
2*
Blüten hängend, 2–3(–3,5) cm lang, mit (abwärts) gekrümmtem Sporn, Trauben kürzer als die Blätter, 3–4(–6)-blütig, Blätter spitz oder stumpf, jederseits mit 5–16(–30) Zähnen oder stumpfen Kerbzähnen, beiderseits oder zumindest unterseits matt blaugrün.   ► 3
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Blüten sattgelb, innen mit roten Punkten, Sporn 6–12 mm lang, meist < 90° gekrümmt, sporntragendes Kelchblatt allmählich in den Sporn verschmälert, Blätter beiderseits matt blaugrün, stumpf, jederseits mit ca. 12 stumpfen Kerbzähnen. 
 Großes Springkraut (Rührmichnichtan)  –  Impatiens noli-tangere L.
Höhe 30–80(–120) cm, Blüte Juli–August.
Sickerfeuchte bis nasse Laubwälder (besonders in Schluchten und Bachauen), (luft-)feuchte Waldränder, Säume an Waldbächen, Ränder von Quellfluren.
3*
Blüten orange mit großen rotbraunen Flecken, Sporn 5–9 mm lang, um ca. 180° gekrümmt, sporntragendes Kelchblatt plötzlich in den Sporn verschmälert, Blätter oberseits grün, spitz, jederseits mit ca. 30 spitzen Zähnen. 
 Orangefarbenes Springkraut  –  Impatiens capensis Meerb.
Höhe 20–60 cm, Blüte Juli–Oktober.
Ufer, Erlensümpfe, Röhrichte; Neophyt (1987; Heimat Südafrika?); bisher nur regional eingebürgert.
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Impatiens – Springkraut (Deutschland und Österreich) (Zuletzt geändert:
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17 Januar 2017 00:31:12). Abgerufen am 24. September 2017, 15:47 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Impatiens_–_Springkraut_(Deutschland_und_Österreich)