Kartoffelkäfer – Leptinotarsa decemlineata

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Deutscher Name: Kartoffelkäfer
Wissensch. Name: Leptinotarsa decemlineata
(Say, 1824)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Blattkäfer (Chrysomelidae)
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • 10 Längsstreifen auf den Flügeldecken
Der Kartoffelkäfer besitzt eine unverwechselbare Warntracht. Die Grundfarbe ist gelb mit insgesamt zehn schwarzen Längsstreifen auf den Flügeldecken. Auf dem Halsschild hat er schwarze Flecken. Die Larven sind rötlich und haben schwarze Flecken.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Der Kartoffelkäfer wird 7-15 mm lang.

Mensch und Stadt

Der Kartoffelkäffer tritt häufig auf Kartoffelfeldern auf. Man findet ihn auch an anderen Nutzpflanzen, wie Aubergine, Paprika, Tabak und Tomaten. Diese Pflanzen, sind auch seine Nahrung.

Er wurde früher mit verschiedenen Insektiziden vernichtet. Bis 1960 gab es auch größere Kartoffelkäfersammel-Aktionen um die Tiere per Hand zu entfernen.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Käfer wurde 1877 aus Nordamerika, vermutlich mit Schiffsladungen über Rhein und Elbe, eingeschleppt. Heute ist er weltweit verbreitet und tritt teilweise in Massenbeständen auf. Er gehört daher zu den nicht-einheimischen Tieren (Neozoa).
  • Der tagaktive Käfer ernährt sich von verschiedenen Nachtschattengewächsen, hauptsächlich von der Kartoffelpflanze. Kartoffelkäfer können innerhalb von kurzer Zeit ganze Felder kahl fressen.
  • Die Käfer paaren sich im Frühjahr und legen ab Juni die orangenen Eier auf Blätter ab. Sie verpuppen sich nach einigen Wochen im Boden und überwintern als ausgewachsene Käfer.
  • Aufgrund seiner ursprünglichen Heimat wird er im amerikanischen Raum auch als "Coloradokäfer" bezeichnet.

Quellen, Literatur, Weblinks