Khaprakäfer (Trogoderma granarium)

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Khaprakäfer

Biologie

Das Weibchen legt bis 125 0,8 mm x 0,3 mm große, längliche Eier lose in das Nahrungssubstrat, aus denen nach etwa 14 Tagen die Larven schlüpfen. Mit den Widerhaken an den Spitzen der Borsten bleiben die Larven an Verpackungsmaterialien hängen und werden verschleppt. Die gelblichweißen, feinbehaarten Puppen verbleiben in der letzten aufgeplatzten Larvenhaut. Die männliche Puppe misst etwa 4 mm und die weibliche 5 mm. Die Entwicklung verläuft zwischen 20 °C und 48 °C. Das Entwicklungsoptimum liegt bei etwa 35 °C und ist an ausgesprochen trockenes Milieu angepasst. Eine gute Entwicklung erfolgt selbst noch bei 3 % rel. Luftfeuchte, sogar bei 0 % rel. Luftfeuchte setzt sich die Entwicklung fort. Die Entwicklungsdauer beträgt bei optimalen Bedingungen etwa 24 Tage. Ein ungünstiges Mikroklima verlangsamt die Entwicklung um zwei bis drei Jahre. Unter dem Einfluss eines optimalen Mikroklimas kann sich eine Khaprakäfer-Population in jeder Woche verdoppeln. Der Khaprakäfer ist einer der wenigen polyphagen Käfer dieser Familie, der sich sowohl von pflanzlichen Produkten (phytophag) als auch Produkte tierischer Herkunft ernähren kann. Er befällt Getreide und Ölfrüchte, Produkte aus diesen Rohstoffen, Malzläger, aber auch Trockenmilch und Fischmehl. Die Larven nehmen zunächst Getreideteilchen an und fressen sich später in ein Getreidekorn ein. Sie sind sehr widerstandsfähig gegen widrige klimatische Bedingungen und chemische Bekämpfungsmittel. Ungünstige Umweltbedingungen können sie in einem Ruhe- bzw. Starrezustand überstehen (Diapause). Die Puppe liegt frei zwischen den Getreidekörnern. Die Larven lassen sich bei gesackter Ware meist in den sogenannten Sackohren, den Zipfeln an der Verschlussseite, äußerlich aufspüren, wo sie sich zum späteren Schlupf verpuppen.


(Siehe auch weitere Vorratsschädliche Speckkäfer)