Kleiner Eisvogel – Limenitis camilla

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Deutscher Name: Kleiner Eisvogel
Wissensch. Name: Limenitis camilla
(Linnaeus, 1764)
Weitere deutsche Namen: Kleiner Eisfalter
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Lepidoptera / Familie Limenitidinae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: Vorwarnliste
Rote Liste Berlin: stark gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Flug in Bodennähe
  • weiße Querbinde
Der Kleine Eisvogel ist dunkelbraun mit einer breiten weißen Binde an Flügelober- und -unterseite. Diese verläuft quer und ist am Vorderflügel leicht unterbrochen. Die Flügelunterseite ist orange bis rötlichbraun mit schwarzen, weißen und blaugrauen Flecken. Die Raupe ist leuchtend grün mit auffällig orangen, verzweigten Dornen.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Großer Eisvogel Der Große Eisvogel ist viel größer und deutlich seltener. Am Flügelrand ist er tiefblau mit roten Punkten. Er hält sich vor allem in den Baumkronen lichter Laubwälder auf. Großer Eisvogel:  fi:Käyttäjä:kompak
Blauschwarzer Eisvogel Der Blauschwarze Eisvogel schimmert deutlich blauschwarz. Die weiße Flügelbinde am Vorderflügel ist viel schwächer ausgebildet. Die Raupen sind braun. Blauschwarzer Eisvogel:  Michel TASSON, CC BY-SA 3.0
Landkärtchen Das Landkärtchen der Sommergeneration ist viel kleiner und hat orange Flecken an den Flügelrändern. Die weiße Flügelbinde ist stärker unterbrochen. Die Flügelunterseite ist mit einem netzartigen braunweißen Muster versehen. Landkärtchen:


Mensch und Stadt

Der Kleine Eisvogel ist ein typischer Waldbewohner. Er wird oft in Waldrandgebieten gesichtet. Er bevorzugt schattige, feuchte Standorte. Hierzu gehören auch Tümpel oder Bäche im Waldgebiet.

Er fliegt oft in Bodennähe und wird daher häufig übersehen.

Wissenswertes

  • Diese Falter sitzen eher selten an Blüten. Man sieht sie jedoch oft an Tierkot oder Wasserpfützen. Sie ernähren sich auch oft vom süßen Ausscheidungsprodukt von Blattläusen (Honigtau).
  • Die Raupen des Kleinen Eisvogels bevorzugen Pflanzen an schattigen Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit. Am häufigsten findet man sie an der Roten Heckenkirsche.

Quellen, Literatur, Weblinks