Krautige Fabaceae

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Krautige Fabaceae (Fabaceae)
Von: Sabine von Mering
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Daten nach Oberdorfer (1983), Schmeil-Fitschen (2009), Rothmaler (2005), Fischer et al. (2008), Rothmaler (2007), Weymar (1988a), Weymar (1988b), Weymar (1966), Haeupler & Muer (2000)Zielgruppe: Allgemein — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendet
1
Blätter einfach, ungeteilt oder 3- bis mehrzählig   ► 2
Blätter gefiedert   ► 13
2
Blätter einfach oder ungeteilt   ► 3
Blätter 3- bis mehrzählig   ► 5
3
Blätter zu einfachen Ranken umgebildet, diese am Grund mit 2 laubigen Nebenblättern 
 Ranken-Platterbse  –  Lathyrus aphaca L.
Blätter anders gestaltet   ► 4
4
Stängel breit geflügelt, gegliedert; Blätter einfach, 2-zeilig, hinfällig 
 Flügelginster  –  Chamaespartium
Stängel nicht breit geflügelt 
 Gras-Platterbse  –  Lathyrus nissolia L.
5 (2)
Kelch 2-lippig oder 2-teilig   ► 6
Kelch 5-zähnig oder 5-spaltig   ► 7
6
Blätter 5- bis mehrzählig gefingert 
 Lupine  –  Lupinus
Blätter 3-zählig   ► 7
7 (5)
Blättchen mindestens 3 cm lang und 2 cm breit, am Grund mit sehr kleinen Nebenblättchen (Stipellen, nicht Nebenblätter!)   ► 8
Blättchen kürzer als 3 cm und schmaler als 2 cm breit, an ihrem Grund ohne "Nebenblättchen"   ► 9
8
Griffel und Schiffchenschnabel spiralförmig eingedreht; Hülse glatt oder rau; Blüten scharlachrot oder weiß 
 Bohne  –  Phaseolus
Griffel und Schiffchenschnabel gerade; Hülse dicht gehaart; Blüte weißlichviolett 
 Sojabohne  –  Glycine
9 (7)
Schiffchen zugespitzt, geschnäbelt 
 Hornklee  –  Lotus (inkl. Tetragonolobus)
Schiffchen nicht geschnäbelt   ► 10
10
Kronblätter miteinander und ± mit den Staubblättern verwachsen, meist nach dem Blühen bleibend, die Frucht einschließend 
 Klee  –  Trifolium
Frucht so lang oder nur wenig länger als der Kelch
Kronblätter frei, weder miteinander noch mit den Staubblättern verwachsen, nach dem Blühen abfallend   ► 11
Frucht den Kelch stets überragend
11
Blüten klein, hängend, in langen, sehr schmalen Trauben, weiß oder gelb 
 Steinklee  –  Melilotus
Pflanze (vor allem getrocknet) stark nach Waldmeister (Cumarin) riechend
Blüten in kopfigen, kurzen Trauben oder zu 1-2 in den Blattachseln   ► 12
12
Hülsen nieren-, sichel- oder schneckenförmig eingerollt; Pflanze geruchlos 
 Schneckenklee, Luzerne  –  Medicago
Blüten gelb oder bunt mit Gelbtönen
Hülsen gerade oder nur schwach gebogen; Pflanze (besonders getrocknet) stark riechend 
 Schabzigerklee  –  Trigonella
13 (1)
Blätter paarig gefiedert, mit Ranken   ► 14
Blätter unpaarig gefiedert, ohne Ranken   ► 17
14
Staubblattröhre schief abgeschnitten   ► 15
Staubblattröhre rechtwinklich abgeschnitten   ► 16
15
Kelch 5-zähnig oder 5-spaltig, d. h. Kelchzähne höchstens so lang wie die Kelchröhre 
 Wicke  –  Vicia
Hülsen 2- bis mehrsamig
Kelch 5-teilig, d. h. Kelchzähne deutlich länger als die Kelchröhre 
 Linse  –  Lens
Stängel scharfkantig bis fast geflügelt; Hülsen 1-2-samig
16 (14)
Nebenblätter deutlich größer als die Blättchen 
 Erbse  –  Pisum
Nebenblätter höchstens so groß wie die Blättchen 
 Platterbse  –  Lathyrus
17 (13)
Blüten in 2- bis mehrblütigen Köpfchen oder Dolden   ► 18
Blüten in verlängerten Trauben oder Ähren   ► 22
18
Schiffchen ungeschnäbelt   ► 19
Schiffchen geschnäbelt; Gliederhülsen   ► 20
19
Blüten gelb; Blütenstand von fingerförmig zerschlitzten Hüllblättern umgeben 
 Wundklee  –  Anthyllis vulneraria agg.
Alle Staubfäden zu einer Röhre verwachsen. Grundblätter zuweilen ungeteilt.
Blüten rosa; Blütenstand nicht von solch einem Hüllblatt umgeben; Fruchtstand vogelfußähnlich 
 Vogelfuß, Serradella  –  Ornithopus
Oberstes Staubblatt frei.
20 (18)
Hülsenglieder flach und hufeisenförmig gekrümmt 
 Hufeisenklee  –  Hippocrepis comosa
Hülsenglieder gerade oder nur leicht gekrümmt   ► 21
21
Blüten gelb 
 Kronwicke  –  Coronilla
Blüten weiß, mit rötlicher Fahne und violetter Schiffchenspitze 
 Beilwicke  –  Securigera
22 (17)
Blüten rosa, meist dunkler geadert; Früchte 1-samige Nüsse, mit dornartigen Zähnen besetzt, reif steinhart 
 Esparsette  –  Onobrychis
Blüten nicht rosa, zuweilen purpurn; Früchte mehrsamige Hülsen oder Balgfrüchte   ► 23
23
Gliederhülsen, in 1-samige Teilfrüchte zerfallend 
 Spitzkiel  –  Hedysarum
Früchte anders   ► 24
24
Alle Staubfäden zu einer Röhre verwachsen; Blüten bläulichweiß 
 Geißraute  –  Galega
Oberes Staubblatt frei; Blüten gelb oder violett   ► 25
25
Schiffchen mit aufgesetzter Stachelspitze 
 Spitzkiel  –  Oxytropis
Schiffchen ohne Stachelspitze 
 Tragant  –  Astragalus

Weiterführende Literatur

Fischer, M. A., Oswald, K. & Adler, W. 2008: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterr. Landesmuseen, Linz.
Haeupler, H. & Muer, T. 2000: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Ulmer, Stuttgart.
Jäger, E. J. & Werner, K. (Hrsg.) 2005: Exkursionsflora von Deutschland. ─ Kritischer Band. 10. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg (Begründet von Werner Rothmaler).
Jäger, E. J. (Hrsg.) 2007: Exkursionsflora von Deutschland. ─ Atlasband. 11. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg (Begründet von Werner Rothmaler).
Oberdorfer, E. 1983: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Ulmer, Stuttgart.
Schmeil, O. & Fitschen, J. 2009: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. 94. Auflage. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim.
Weymar, H. 1966: Buch der Schmetterlingsblütler. Neumann Verlag, Radebeul.
Weymar, H. 1988: Lernt Pflanzen kennen. 5. Auflage. Neumann Verlag, Radebeul.
Weymar, H. 1988: Buch der Kreuzblütler. Neumann Verlag, Radebeul.
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Krautige Fabaceae (Deutschland) (Zuletzt geändert:
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4 November 2010 01:52:49). Abgerufen am 25. September 2017, 13:15 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Krautige_Fabaceae_(Deutschland)