Lamiaceae (Deutschland)

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Die Bearbeitung der Familie Lamiaceae ist noch nicht abgeschlossen: Einige Gattungen sind noch nicht bearbeitet (siehe rote Links) und die meisten Schlüssel sind noch nicht kritisch durchgesehen und illustriert.

Lamiaceae (= Labiatae) (Lippenblütengewächse, Lippenblütler, Lamiales)
Von: Sabine von Mering
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Daten nach Oberdorfer (1983), Schmeil-Fitschen (2009), Rothmaler (2005), Rothmaler (2007), Weymar (1988a)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendet
1
Blüten zygomorph, 1- oder 2-lippig   ► 6
Blüten fast radiär, glockig oder trichterförmig, mit 4-5 ± regelmäßigen Zipfeln   ► 2
2
Blüten weiß, purpurn gepunktet; Staubblätter 2, aus den Blüten herausragend 
   Wolfstrapp –  Lycopus
Pflanze mit Ausläufern
Blüten rosa bis violett; Staubblätter 4   ► 3
3
Blüten in stark einseitswendigen Scheinähren vereinigt 
   Kammminze –  Elsholtzia
Blüten in allseitswendigen Scheinähren, Scheinquirlen, Rispen oder Doldenrispen vereinigt   ► 4
4
Pflanze mit Pfefferminzgeruch; Blüten in dichten Quirlen oder endständigen Scheinähren, meist (blass) violett 
   Minze –  Mentha
Pflanze ohne Pfefferminzgeruch   ► 5
5
Kelch scheinbar 1-blättrig; Tragblätter rundlich, graugrün behaart 
   Majoran –  Majorana
Blüten weiß oder blasslila; Pflanze mit aromatischem Duft
Kelch glockig, 5-zähnig; Hoch- und Tragblätter sowie Kelchzähne braunrot überlaufen 
   Dost –  Origanum
Blüten rosa, blasslila, selten weiß; Pflanze duftet erst beim Zerreiben
6 (1)
Blüten mit deutlicher Ober- und Unterlippe   ► 8
Blüten nur mit deutlicher Unterlippe, Oberlippe kurz, unscheinbar oder (scheinbar) fehlend   ► 7
7
Oberlippe scheinbar fehlend, tatsächlich aber tief 2-teilig und ihre Lappen zur Unterlippe herabgedrückt; Unterlippe deshalb scheinbar 5-lappig 
   Gamander –  Teucrium
Kronröhre innen ohne Haarring
Oberlippe sehr kurz, 2-lappig; Unterlippe groß 3-lappig, mit breitem Mittellappen 
   Günsel –  Ajuga
Kronröhre innen mit Haarring
8 (6)
Blüten zwittrig, wenigstens 2 Staubblätter mit Staubbeuteln vorhanden   ► 9
Alle Blüten eines Individuums weiblich (bei Gattungen mit Gynodiözie), Staubblätter völlig fehlend oder stark reduziert   ► 40
9
Staubblätter 2 (selten daneben noch 2 sehr kleine, reduzierte Staubblätter)   ► 10
Staubblätter 4 (2 längere und 2 kürzere)   ► 13
10
Blätter schmal linealisch, ledrig, immergrün, am Rand gerollt; Blattunterseite filzig behaart 
   Rosmarin –  Rosmarinus
Blätter nicht schmal linealisch, krautig   ► 11
11
Kelch länger als die Krone, 5-zähnig, mit stechenden Grannen; Blüten gelb, mit braunem Saum 
   Gliedkraut –  Sideritis
Kelch deutlich kürzer als die Krone, nicht stechend   ► 12
12
Kelch 2-lippig, zygomorph; Staubblätter unter helmförmiger Oberlippe verborgen 
   Salbei –  Salvia
Blüten gelb, violett bis hellblau, rosa oder weiß; Blüten in deutlich etagenförmig angeordneten Quirlen
Kelch ± radiär, 5-zähnig; Staubblätter aus der Blüte ragend 
   Monarde –  Monarda
Blüten scharlachrot; Blüten meist in nur 1 endständigen dichtblütigen Quirl
13 (9)
Blätter handförmig 3-7-spaltig 
   Herzgespann –  Leonurus
Blätter ungeteilt, gesägt oder gekerbt   ► 14
14
Staubblätter und Griffel nicht aus der Kronröhre herausragend, verborgen   ► 15
Staubblätter und Griffel aus der Kronröhre herausragend, sichtbar   ► 17
15
Stängelblätter linealisch; Blüten intensiv blau bis violett 
   Lavendel –  Lavandula
Stängelblätter elliptisch-lanzettlich bis eiförmig; Blüten weiß oder gelb   ► 16
16
Krone gelb, nicht länger als der Kelch; Pflanze dicht zottig behaart 
   Gliedkraut –  Sideritis
Krone weiß, deutlich länger als der Kelch; Pflanze filzig behaart 
   Andorn –  Marrubium
17 (14)
Unterlippe der Krone mit 2 hohlen, zahnförmigen Höckern 
   Hohlzahn –  Galeopsis
Unterlippe der Krone ohne Höcker   ► 18
18
Oberlippe des Kelches auf dem Rücken mit schildförmigem Höcker; Kelch 2-lippig, beide Lippen ungeteilt 
   Helmkraut –  Scutellaria
Oberlippe des Kelches ohne Höcker   ► 19
19
Blütenstände stark einseitswendig; alle Tragblätter der Blütenquirle in einer Ebene angeordnet, breit eiförmig, sich an den Rändern überdeckend; Krone nur schwach 2-lippig 
   Kammminze –  Elsholtzia
Blütenstand und Blüten anders gestaltet   ► 20
20
Staubblätter (wenigstens die beiden längeren) die Kronoberlippe überragend   ► 21
Alle Staubblätter höchstens so lang wie die Kronoberlippe   ► 23
21
Kelch deutlich 2-lippig; Krone purpurn bis rosa 
   Thymian –  Thymus
Kelch ± regelmäßig 5-zähnig   ► 22
22
Blätter schmal linealisch; Krone meist blau 
   Ysop –  Hyssopus
Blüten in stark einseitswendigen Scheinähren
Blätter eiförmig oder rundlich; Krone rosa, blasslila, zuweilen weiß 
   Dost –  Origanum
Blüten in Rispen oder Doldenrispen
23 (20)
Kelch deutlich 2-lippig, zygomorph, mit ungleich großen Zähnen, meist eine 3-zähnige Ober- und eine 2-zähnige Unterlippe bildend   ► 24
Kelch nicht 2-lippig, fast radiär, mit 5 gleichen oder fast gleichen Zähnen   ► 30
24
Blätter fast alle in einer grundständigen Rosette; Grundblätter lang gestielt, gekerbt 
   Drachenmaul –  Horminum
Blätter stängelständig, keine Rosette bildend   ► 25
25
Kelch glockig aufgeblasen; Blüten > 3 cm lang 
   Immenblatt –  Melittis
Kelch nicht glockig aufgeblasen; Blüten bis 2,5 cm lang   ► 26
26
Blütenquirle dicht gedrängt, in endständiger, kopfiger Scheinähre; ihre Tragblätter ganzrandig, breit herzförmig zugespitzt 
   Braunelle –  Prunella
Blütenquirle entfernt stehend, nicht kopfig vereint; ihre Tragblätter ± gekerbt   ► 27
Kelch glockig; Kronoberlippe etwas gewölbt; Pflanze mit starkem Zitronenduft 
   Melisse –  Melissa
Krone weiß, gelblich oder blassrosa
Kelch walzig; Kronoberlippe flach   ► 28
28
Hochblätter des dichten Blütenquirls länglich-pfriemlich, wie Stängel lang zottig behaart; Pflanze mit unangenehmem Geruch 
   Wirbeldost –  Clinopodium
Blüten in dichten 10-20-blütigen Scheinquirlen
Hochblätter des lockeren Blütenquirls kurz, nicht lang behaart; Pflanze mit Pfefferminzgeruch   ► 29
Blüten in lockeren 5-15-blütigen Scheinquirlen
29
Blütenquirle gestielt und deutlich verzweigt; Kronröhre gerade 
   Bergminze –  Calamintha
Blütenquirle sitzend, nicht (oder nur undeutlich) verzweigt; Kronröhre gebogen 
   Steinquendel –  Acinos
30 (21)
Blätter völlig ganzrandig, linealisch bis lanzettlich, bis 5 mm breit   ► 31
Blätter ± gesägt, gekerbt oder handförmig gespalten, breiter   ► 32
31
Krone blauviolett, > 2 cm lang; oberer Kelchzahn breiter als die anderen 
   Drachenkopf –  Dracocephalum
Pflanze nicht aromatisch
Krone weißlich bis blass purpurn, < 2 cm lang; alle Kelchzähne gleich 
   Bohnenkraut –  Satureja
Pflanze stark aromatisch
32 (30)
Kronunterlippe ungeteilt oder 2-lappig, meist mit 2 kleinen, spitzen Seitenlappen 
   Taubnessel –  Lamium
Kronunterlippe deutlich 3-lappig, ihre Seitenlappen meist kleiner als der Mittellappen, aber nicht spitz   ► 33
33
Krone meist goldgelb (selten blassgelb), Unterlippe mit bräunlicher Zeichnung und spitzen Seitenlappen 
   Goldnesseln –  Lamium (Untergattung Galeobdolon)
Krone weiß bis rot, violett oder blau, wenn hellgelb, dann Unterlippe ohne Zeichnung und mit stumpfen Seitenlappen   ► 34
34
Kronunterlippe muschelförmig vertieft, gekerbt; Krone weißlich bis rötlich oder blau 
   Katzenminze –  Nepeta
Pflanze mit herbem, aromatischem Geruch (wirkt anziehend auf Katzen)
Kronunterlippe nicht vertieft   ► 35
35
Blätter rundlich nierenförmig, gekerbt; Blüten blauviolett 
   Gundermann –  Glechoma
Blätter eiförmig oder lanzettlich bis linealisch   ► 36
36
Blätter überwiegend in Rosetten; Blütenkrone dicht filzig und sternhaarig 
   Brandkraut –  Phlomis
Blätter stängelständig   ► 37
37
Pflanze filzig 
   Ziest –  Stachys
Pflanze nicht filzig behaart   ► 38
38
Krone etwa so lang wie der Kelch; Blätter breit lanzettlich, grob gesägt 
   Herzgespann –  Leonurus
Krone deutlich länger als der Kelch; Blattform anders   ► 39
39
Blütenquirle kurz, aber deutlich gestielt; Blätter nesselartig; Kelch trichterförmig 
   Schwarznessel –  Ballota
Blütenquirle nicht gestielt; Blätter meist gedreht und nach außen gebogen; Kelch glockig 
   Ziest –  Stachys
40
Blattspreite < 1 cm lang, oval oder linealisch, ganzrandig 
   Thymian –  Thymus
Meist niederliegende Halbsträucher; Blüten meist kopfig gehäuft, Krone purpurn
Blattspreite > 1 cm lang   ► 41
41
Stängel niederliegend und kriechend; Blätter rundlich nierenförmig, gekerbt 
   Gundermann –  Glechoma
Krone blauviolett; Kelch schwach 2-lippig
Kriechsprosse fehlend   ► 42
42
Kelch ±, mit 5 fast gleichen Zähnen   ► 43
Kelch zygomorph, 2-lippig oder deutlich ungleich 5-zähnig   ► 45
43
Blätter unterseits fein drüsig punktiert; Krone hell purpurn, selten weiß 
   Dost –  Origanum
Blätter unterseits nicht punktiert   ► 44
44
Blätter linealisch bis schmal lanzettlich, ganzrandig, kahl 
   Bohnenkraut –  Satureja
Blätter lanzettlich oder breiter, ± gesägt oder gekerbt, meist behaart 
   Ziest –  Stachys
45 (42)
Tragblätter der Blütenquirle von den Laubblättern deutlich verschieden (Hochblätter)   ► 46
Zumindest untere Tragblätter der Blütenquirle den oberen Laubblättern gleichend   ► 47
46
Blütenquirle dicht gedrängt, in endständiger, kopfiger Scheinähre 
   Braunelle –  Prunella
Blütenquirle ± entfernt, in lockerer, gestreckter Scheinähre 
   Salbei –  Salvia
47
Blütenquirle gestielt und deutlich verzweigt; Kronröhre gerade 
   Bergminze –  Calamintha
Blütenquirle sitzend, nicht (oder nur undeutlich) verzweigt; Kronröhre gebogen 
   Steinquendel –  Acinos
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Inhaltsverzeichnis

Gattungen der Lamiaceae in Deutschland

Familienmerkmale: Meist vierkantiger Stängel
Familienmerkmale: Vierteilige "Klausenfrüchte" (mit vier einsamigen Teilfrüchten)
  • Unterfamilie Scutellarioideae




Gattungsschlüssel

(Die Gattungsschlüssel werden hier nur eingebunden und angezeigt. Wird die Gattungsseite aktualisiert, ist automatisch auch dieser Text aktuell.)

Acinos

Acinos (Steinquendel, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blütenkrone 7-10 mm lang, hellviolett oder blau-lila, Kelch zur Fruchtreife durch zusammenneigende Zähne geschlossen; Blattnerven unterseits stark hervortretend 
   Gewöhnlicher Steinquendel –  Acinos arvensis
(= Calamintha acinos)
Pflanze 10-30 cm, Blüte Juni-September. Zerstreut in sonnigen, lückigen Magerrasen, auf Dünen und Felsköpfen, an Mauern, Dämmen, oder Erdanrissen.
Blütenkrone 14-20 mm lang, intensiv rotviolett, Kelch auch zuletzt offen; Blattnerven unterseits nur schwach ausgeprägt 
   Alpen-Steinquendel –  Acinos alpinus
(= Calamintha alpina)
Stängel schwach behaart. Pflanze 10-30 cm, Blüte Juli-September. Ziemlich häufig in mageren Steinrasen und Halbtrockenrasen der Alpen und Voralpen.
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Ajuga

Ajuga (Günsel, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blüten gelb, zu 1 (-2) blattachselständig; Blätter dreispaltig mit linealischen Zipfeln 
   Gelber Günsel –  Ajuga chamaepitys
Blätter einfach oder dreiteilig. Pflanze 5-15 cm, Blüte Mai-Juli (-September). Selten in Getreidefeldern, an Weinbergmauern, auf Brachen.
Blüten blau oder rötlich, selten weiß, in endständiger, ährenartiger, 6-13-blütiger Thyrse; Grund- und Stängelblätter ungeteilt   ► 2
Blätter ungeteilt, gekerbt, oder breit dreilappig
2
Pflanzen meist mit oberirdischen Ausläufern; Stängel zweiseitig behaart 
   Kriechender Günsel –  Ajuga reptans
Grundblätter lang gestielt, zur Blütezeit noch vorhanden, spatelförmig, ± glänzend, unterseits auf dem Nerv fast kahl; Tragblätter der Blüten schwach gekerbt. Pflanze 15-30 cm, Blüte April-Juli. verbreitet auf Wiesen und Wäldern mit Krautschicht.
Pflanzen ohne Ausläufer, Stängel ringsherum ± gleichmäßig behaart (kurzhaarig oder zottig)   ► 3
3
Pflanze zottig behaart; oberste Tragblätter der Scheinquirle kürzer oder wenig länger als die Blüten, meist dreilappig bis tief gekerbt, Blüten meist dunkelblau 
   Genfer Günsel –  Ajuga genevensis
Grundblätter lang gestielt, zur Blütezeit hinfällig; Staubblätter am Grund behaart, aus der Kronröhre weit hervorragend. Pflanze 7-30 cm, Blüte April-Juni. Zerstreut in Kalk-Magerrasen, an Böschungen, Wegrainen, Erdanrissen, sandigen Feldern.
Pflanze kurzhaarig; oberste Tragblätter der Scheinquirle doppelt so lang wie Blüten, Blüten hellblau 
   Pyramiden-Günsel –  Ajuga pyramidalis
Grundblätter kurz gestielt, rosettig bleibend, unterseits auf dem Nerv behaart, Blütenstand dicht, vierkantig ("pyramidal"); Staubblätter kahl, aus der Kronröhre nicht oder wenig hervorragend. Pflanze 10-20 cm, Blüte Juni-Juli. Selten in Magerrasen auf Silikatgrund und an Waldrändern.
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Bastarde:

Ballota

Ballota (Schwarznesseln, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Einzige Art im Gebiet: Blätter weichhaarig, grob kerbig gesägt, Krone purpurn, Pflanze unangenehm riechend. Kelchzähne mit Granne (2,5-)4-6,5 mm lang, schmal dreieckig-pfriemlich, allmählich in eine 2-3 mm lange stechende Granne verjüngt; Blattspreite der Stängelblätter 4-8 cm lang und 3-6 cm breit 
   Schwarznessel –  Ballota nigra L.
  ▼▼ a
Pflanze 30-100 cm, Blüte Juni-September.
a
Kelchzähne mit Granne (2,5-)4-6,5 mm lang, schmal dreieckig-pfriemlich, allmählich in eine 2-3 mm lange stechende Granne verjüngt; Blattspreite der Stängelblätter 4-8 cm lang und 3-6 cm breit 
  ssp. nigra
(= Ballota ruderalis Sw.)
Kelchzähne mit Granne 1-2,5(-3) mm lang, abgerundet-eiförmig und kurz zugespitzt; Blattspreite der Stängelblätter 2-3(-5) cm lang und 2-3 cm breit 
  ssp. meridionalis (Bég.) Bég.
(= Ballota alba L.; Ballota nigra ssp. foetida (Vis.) Hayek)
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Siehe auch: Über die Verbreitung von Ballota nigra und Ballota alba in Württemberg (Seybold 1972)

Calamintha

Alle Arten des folgenden Schlüssels gehören zur Artengruppe der Wald-Bergminze (Calamintha menthifolia-Aggregat).

Calamintha (Bergminzen, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer 1983 und Rothmaler 2005 — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blütenquirl (Zyme) je 3-9-blütig; Kelch 6-10 mm lang, seine unteren Zähne 3-4 mm lang, mindestens doppelt so lang wie die oberen, Kelchschlund ohne oder mit kaum herausragenden Haaren, Blüten bis zur mittleren Blüte 0,7-2 cm lang gestielt 
   Wald-Bergminze –  Calamintha menthifolia
(= Calamintha sylvatica)
Blätter kräftig gezähnt, 3-7 cm lang; Blütenkrone (von zwittrige Blüten) 15-20 mm lang, lebhaft violett. Pflanze 40-60 cm, Blüte Juli-September. Ziemlich selten in sonnigen Eichenbusch- und Flaumeichenwäldern, in Waldverlichtungen und an Wegrändern.
Blütenquirl (Zyme) je 10-20-blütig; Kelch 3-7 mm lang, seine unteren Zähne 1-2 mm lang, nur wenig länger als die oberen, Kelchschlund mit deutlich herausragenden Haaren, Blüten bis zur mittleren Blüte 2-5 cm lang gestielt   ► 2
2
Blütenkrone (von zwittrige Blüten) 8-12 mm lang, Blütenquirle (Zymen) ihre Tragblätter meist weit überragend, Blüten bis zur mittleren Blüte 3-5 cm lang gestielt, Kelch 5-7 mm lang 
   Kleinblütige Bergminze –  Calamintha nepeta
(= Calamintha nepetoides)
Blätter schwach gekerbt-gezähnt, bis 3,5 cm lang; Blüten blaßviolett. Pflanze 30-80 cm, Blüte Juli-September. Selten in warm-sonnigen Steinschutt-Fluren, auch an Felsen und Mauern.
Blütenkrone (von zwittrige Blüten) 12-15 mm lang, Blütenquirle (Zymen) ihre Tragblätter kaum überragend, Blüten bis zur mittleren Blüte 2-3 cm lang gestielt, Kelch 3-5 mm lang 
   Österreichische Bergminze –  Calamintha einseleana
(= Calamintha subisodonta; Calamintha brauneana)
; Pflanze 30-80 cm, Blüte Juli-September. Felsgebüsche: Selten in Bayern (Berchtesgaden)
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Clinopodium

Die Gattung Clinopodium (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Gewöhnlicher Wirbeldost    Clinopodium vulgare
(= Satureja vulgaris, Calamintha clinopodium)
Krautige Pflanze Pflanze zottig behaart, Blatt/Blätter Blätter eiförmig, kleingekerbt oder ganzrandig, nicht drüsig punktiert; Blüte Blüten in dichten 10-20-blütigen Scheinquirlen, Blütenkrone 12-22 mm lang, purpurrot, Juli-Oktober; Kelchzähne stechend begrannt. Pflanze 20–60 cm. Ziemlich häufig im Saum und in lichten grasigen Eichen- und Kiefernwäldern, an Weg- und Heckenrändern.

Siehe auch den Vergleich der Gattungen Acinos, Calamintha und Clinopodium.

Dracocephalum

Die Gattung Dracocephalum (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Drachenkopf    Dracocephalum ruyschiana
Blüte Blüten in Scheinähren, blau. Blatt/Blätter Blätter linealisch, ganzrandig. Pflanze 10–60 cm, Blüte Juli-August. Früher in alpinen Wildgrashängen oder in Kiefern-Trockenwäldern und ihren Säumen. Ausgestorben in Bayern (Garchinger Heide, Kitzingen, Schweinfurt) und Sachsen-Anhalt (Halle, Oranienbaum); nur noch: Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin.

Elsholtzia

Die Gattung Elsholtzia (Kammminze, Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Echte Kammminze    Elsholtzia ciliata
Blüte Blüten in dichten einseitswendigen Scheinquirlen (Thyrsen), rötlich-lila. Pflanze 30–50 cm, Blüte Juli-September. Ruderalstellen (Schuttplatze, Lagerplätze); unbeständiger Neophyt.

Elsholtzia

Glechoma (Gundermann, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Kelch 5-6,5 mm lang, Kelchzähne dreieckig spitz, < 2 mm lang, etwa ¼-⅓ so lang wie die Kelchröhre, Blütenkrone 10-22 mm lang, blau bis violett; 
   Gewöhnlicher Gundermann –  Glechoma hederacea s. str.
(= Glechoma hederacea ssp. hederacea)
Blätter rundlich nierenförmig, gekerbt, Blütenstiel etwa 1 mm lang; Stängel niederliegend-kriechend, Blüten blattachselständig; Stängel und Blätter kahl oder fast kahl (var. hederacea) oder dicht behaart (var. villosa). Pflanze 10-40 cm, Blüte März-Juni.
Kelch 7-11 mm lang, Kelchzähne lineal-lanzettlich, > 2 mm lang, etwa ½ so lang wie die Kelchröhre; Blütenkrone 20-30 mm lang, hellviolett 
   Behaarter Gundermann –  Glechoma hirsuta W. & K.
(= Glechoma hederacea ssp. hirsuta)
Blätter rundlich nierenförmig, gekerbt, Blütenstiel 2-4 mm lang; Stängel niederliegend-kriechend, Blüten blattachselständig; Stängel und Blätter ± dicht behaart. Pflanze 10-40 cm, Blüte März-Juni.
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Horminum

Die Gattung Horminum (Drachenmaul, Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Pyrenäen-Drachenmaul    Horminum pyrenaicum
Blatt/Blätter Blätter in grundständiger Rosette, gestielt, ± eiförmig; Blüte Blüte blauviolett. Pflanze 10–35 cm, Blüte Juni-September. Stein- und Magerrasen der subalpinen Stufe, kalkliebend.

Hyssopus

Die Gattung Hyssopus (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Ysop    Hyssopus officinalis
Blatt/Blätter Blätter linealisch-lanzettlich, ganzrandig; Blüte Blüten in dichten, einseitswendigen Scheinähren; Krone 7-12 mm lang, dunkelblau, selten rosa oder weiß. Pflanze 30–50 cm, Blüte Juli-Oktober. Ruderale Felsfluren und Trockenrasen, Neophyt (seit 1829).

Lamium

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Der Schlüssel enthält ergänzende Informationen (nach Klick auf „(mehr...)“) und Bilder in der rechten Spalte, die durch anklicken vergrößert werden. Es ist auch möglich, kompaktere Schlüssel ganz ohne Bilder zu erstellen (siehe z. B. einen zweiten Schlüssel zu „Lamium, Zierpflanzen“ am Ende der Seite).


Lamium, einschließlich Goldnessel (syn. Galeobdolon) (Taubnessel, Bienensaug, Lamiaceae)
Piktogram für den Schlüssel
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland und Alpenländer — Quelle: Schlüssel modifiziert nach Rothmaler (zunächst Schubert & Vent (1982), später Jäger & Werner (2005)), Oberdorfer (1983) und Schmeil-Fitschen (1988). Goldnesseln nach Schönfelder & Wegmüller (1974); verwendet mit Erlaubnis von Prof. P. Schönfelder. — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blütenkrone weiß oder schwach gelblichweiß, Unterlippe ohne rötliche Zeichnung, Schlund mit olivfarbenen Flecken 
   Weiße Taubnessel –  Lamium album
Krone 20-25 mm lang, Kronröhre aufwärts gebogen, innen über dem Grund mit schrägem Haarring. Staubbeutel behaart. Tragblätter der Scheinquirle 2-3-mal so lang wie breit. Blätter lang, scharf gesägt, deutlich brennnesselartig. 20-50 cm. Blüte April-August. Ruderale Staudengesellschaften, Schuttplätze, Säume, Gebüsche; gemein. Nitrophil.
Blüte (mit gebogener Röhre)
Blüte (mit gebogener Röhre)
Tafel aus Deutschlands Flora, 1796
Tafel aus Deutschlands Flora, 1796
Habitus
Habitus
Blatt
Blatt
Blüte weiß oder schwach gelblichweiß
1
Blütenkrone blassgelb bis goldgelb, Unterlippe mit rötlicher Zeichnung (Goldnesseln)   ► 7
blassgelbe bis goldgelbe Blüte
1’’
Blütenkrone purpurn oder rosa (sehr selten einzelne Pflanzen reinweiß, dann Schlund ohne Flecken)   ► 2
Blüte purpurn oder rosa
2 (1)
Staubbeutel kahl, Pflanze groß (0,4-1 m) und großblütig (Krone 25-35 mm), Schluchtwälder in den Alpen, selten 
   Großblütige Taubnessel –  Lamium orvala
Blütenkrone schmutzig- bis karminrot, 25-35 mm lang, Kronröhre gerade, Oberlippe außen weiß zottig behaart; Blätter bis 10 cm lang gestielt und mit bis zu 15 cm langer Spreite. Pflanze 0,4-1 m, Blüte April-September. Schluchtwälder, selten. Nord-Italien, NW-Balkan; im Gebiet des Schmeil-Fitschens: „nur am Paß Lueg (Salzburg)“.
Blüten
Blüten
Blüten
Blüten
Habitus im Loibltal
Habitus im Loibltal
Habitus
Habitus
2
Staubbeutel bärtig behaart, Pflanze kleiner   ► 3
3 (2)
Kronröhre aufwärts gebogen, Krone 20-30 mm, Blätter bis 8 cm lang 
   Gefleckte Taubnessel –  Lamium maculatum
Kronröhre innen mit waagerechtem Haarring, Krone purpurn (selten weiß), mit dunkel gefleckter Unterlippe. Tragblätter der Blüten-Scheinquirle 1-2-mal so lang wie breit. Blätter bis 4 cm lang gestielt und mit bis zu 8 cm langer Spreite. Pflanze 15-60 cm. Blüte April-September. Frische bis feuchte Ruderalstellen und Gräben, Gebüsche, Säume, Laubmischwälder, Hochstaudenfluren bis 2000 m; meist verbreitet, im Norden selten.
Blütenstand
Blütenstand
Blüte
Blüte
Habitus
Habitus
Blüten fast weiß (selten)
Blüten fast weiß (selten)
Blütenstand
Blütenstand
Blüten
Blüten
Blüte
3
Kronröhre gerade, Krone kleiner, 10-20 (-23) mm, Blätter < 3 cm lang   ► 4
4 (3)
Tragblätter der Blüten-Scheinquirle alle sitzend mit herzförmigem Grund halbstängelumfassend, rundlich bis nierenförmig, oft breiter als lang; Scheinquirle vertikal überwiegend entfernt (oberste auch gedrängt) 
   Stängelumfassende Taubnessel –  Lamium amplexicaule
Kelch abstehend behaart, zur Blütezeit 5-7 mm lang, Zähne etwa so lang wie die Röhre. Krone oft knospenartig geschlossen bleibend, geöffnete Krone 14-22 mm, Röhre ohne Haarring. Pflanze 20-30 cm. Blüte April-August. Sandige bis lehmige Äcker, Gärten, Weinberge, mäßig frische Ruderalstellen wie Wegränder oder Schuttstellen. Alle Bundesländer verbreitet, Alpen und Alpenvorland und NW-Niedersachsen zerstreut, Mitteldeutsches Trockengebiet gemein.
Blütenstand
Blütenstand
Halbstängelumfassenden Blätter
Halbstängelumfassenden Blätter
Pflanze
Pflanze
Habitus
Habitus
Blüten
Blüten
Habitus mit halbstängelumfassenden Blättern
Habitus mit halbstängelumfassenden Blättern
Habitus mit halbstängelumfassenden Blättern
4
Tragblätter überwiegend kurz gestielt, obere teilweise sitzend aber nicht halbstängelumfassend; Scheinquirle überwiegend dicht gedrängt 
  Artengruppe Lamium purpureum-Aggregat
  ►► 5
5 (4)
Geöffnete Blütenkrone 16-23 mm, Mittelzipfel der Unterlippe 3-4 mm lang; Kelch zur Blütezeit 8-12 mm lang, Kelchzähne länger als die Röhre 
   Mittlere Taubnessel –  Lamium confertum
(= Lamium moluccellifolium , auct. Fr. et mult.; Lamium intermedium Fr.)
Spreite der Tragblätter rundlich-dreieckig, mit schwach nierenförmigem oder gestutzem Grund, grob gekerbt oder ungleich gelappt. Pflanze 20-40 cm. Blüte April-September Äcker, zerstreut in Schleswig-Holstein, selten im Rheinland, Hessen, nördlichen Sachen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg.
5
Geöffnete Blütenkrone 11-20 mm, Mittelzipfel der Unterlippe 1,5-2,5 mm lang; Kelch 5-10 mm, Kelchzähne höchstens so lang wie die Röhre   ► 6
6 (5)
Spreite der Tragblätter herzförmig bis länglich eiförmig, 1-2-mal so lang wie breit, am Rand regelmäßig gekerbt bis gesägt, die Randzähne dabei deutlich breiter als lang; Blütenkrone innen nahe dem Grund mit deutlichem Haarring, Oberlippe 4-6 mm lang 
   Purpurrote Taubnessel –  Lamium purpureum
Blütenkrone 10-20 mm lang. Pflanze 10-40 cm. Blüte März-Oktober. Sandige bis lehmige Äcker, frische Ruderalstellen (Wegränder, Schutt), Gärten, Weinberge. Alle Bundesländer gemein, Alpen und Alpenvorland zerstreut.
Blüten
Blüten
Infloreszenz
Infloreszenz
Habitus
Habitus
Habitus
Habitus
Blätter gekerbt bis gesägt
Blätter gekerbt bis gesägt
Blätter gekerbt bis gesägt
6
Spreite der Tragblätter unregelmäßig tief eingeschnitten bis gelappt, Zipfel meist länger als breit, Spreite dreieckig bis eiförmig, etwa so lang wie breit, gezähnt, Blütenkrone innen nahe dem Grund ohne oder mit undeutlichem Haarring, Oberlippe 3-4 mm lang 
   Eingeschnittene Taubnessel, Schlitzblatt- oder Bastard-Taubnessel –  Lamium purpureum var. incisum
(= Lamium hybridum (n. Wisskirchen/BiolFlor, Schmeil-Fitschen, Rothmaler 2005); Lamium incisum (Rothmaler 1982))
Blütenkrone 10-15 mm lang. Pflanze 10-30 cm. Blüte März-Oktober. Sandige bis lehmige Äcker, frische Ruderalstellen (Wegränder, Bahnanlagen), Gärten, Weinberge. Verbreitet in Mittel- und Ost-Westfalen, zerstreut im Rheinland, übrigen Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, selten in Bayern (Landshut) und Baden-Württemberg, (unvollständig, Rothmaler schwer interpretierbar für Sachsen etc.)
Habitus
Habitus
Blüten
Blüten
Blüten
Goldnesseln (syn. „Galeobdolon“ oder „Lamiastrum“)
7 (1)
Pflanzen mit auffällig silbrig gefleckten Blättern 
   Silber-Goldnessel –  Lamium argentatum
Verwilderte Zierpflanze, oft in großen Herden an Wald- und Wegrändern. Bestimmungshinweise zur Abgrenzung von Lamium argentatum und Lamium galeobdolon (Loos 1997: 45); Henker 1992: 24f; Smejkal 1975: 244); zitiert nach Christensen 2005):
  • L. argentatum: auf den Blättern meist zwei ± durchgehende, zickzackartig angeordnete silberfarbene Bänder die einen dunkelgrünen bis braungrünen Streifen beiderseits des Hauptnervs freilassen; Ausläufer bis 100 cm lang; Ausläuferblätter bis 8 × 6 cm breit; Blüten- und Fruchtstängel deutlich querrunzelig-gerippt.
  • Lamium galeobdolon: höchstens einzelne, über die Blattoberseite verteilte silberne Flecken, die auch bis an den Mittelnerv reichen können; Ausläufer bis 40 cm lang; Ausläuferblätter bis 4 × 3,5 cm breit; Blüten- und Fruchtstängel glatt.
    Typische Blattzeichnung
    Typische Blattzeichnung
    Habitus mit typischer Blattzeichnung
    Habitus mit typischer Blattzeichnung
Typische Blattzeichnung
7
Blätter höchstens schwach silbrig, Waldpflanze.   ► 8
8
Stängel an der Basis hauptsächlich auf den Kanten behaart, Zahl der Blüten je Halbquirl meist 3. 
   Gewöhnliche Goldnessel –  Lamium galeobdolon
(= Lamiastrum galeobdolon (L.) Ehrend. & Polatschek)
(Verbreitungsangaben sind noch nachzutragen)
Blüte
Blüte
Habitus
Habitus
Tafel aus Deutschlands Flora, 1796
Tafel aus Deutschlands Flora, 1796
Aus Schönfelder & Wegmüller (1974)
8
Stängel an der Basis ringsum ± behaart, Zahl der Blüten je Halbquirl meist 4–7, Längen : Breiten-Verhältnis der oberen Tragblätter größer als 2 : 1.   ► 9
9
Ausläufer vorhanden, Blüten groß (17-25 mm), kräftig-gelb, Stängel unverzweigt, seltener mit blattachselständigen, sterilen Ausläufertrieben. 
   Berg-Goldnessel –  Lamium montanum
(Verbreitungsangaben sind noch nachzutragen)
Aus Schönfelder & Wegmüller (1974)
9
Ausläufer fehlend, Stängel häufig mit blütentragenden Seitentrieben, Blüten kleiner (12-18 mm), blassgelb, nur Alpen und Vorland. 
   Blassgelbe Goldnessel –  Lamium flavidum
(Verbreitungsangaben sind noch nachzutragen)
Aus Schönfelder & Wegmüller (1974)
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Lamium endtmanii G. H. Loos, Endtmanns Goldnessel, 1997 von G. H. Loos als in in den Merkmalen zwischen L. galeobdolon und L. montanum stehend beschrieben, wird aufgrund der Arbeit von Rosenbaumová et al. (2004) zur Zeit nicht ausgeschlüsselt.



Lamium, Taubnesseln (Zierpflanzen) (Lamiaceae)
Piktogram für den Schlüssel
Schlüssel verändert nach Jäger et al. (2008). Verglichen mit dem Wildschlüssel ist hier nur Lamium garganicum zusätzlich ausgeschlüsselt.
(Geltungsbereich nicht angegeben) — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung Text beendet, Bebilderung fehltMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Röhre der Blütenkrone mehr oder weniger gerade (zur Beobachtung Krone aus dem Kelch herauszupfen)   ► 2
1
Röhre der Blütenkrone deutlich aufwärts gebogen (zusammen mit Oberlippe an der Oberseite S-förmige Form bildend)   ► 3
2 (1)
Staubbeutel kahl, Oberlippe der Blütenkrone ganzrandig, ausgerandet, oder fein gezähnt; Krone rosa bis dunkelpurpurn, selten weiß; Blätter 4-15 × 3-9 (-12) cm; Pflanze 40-100 cm 
   Großblütige Taubnessel –  Lamium orvala
selten als Zierpflanze
2
Staubbeutel behaart, Oberlippe der Blütenkrone 2-mehrlappig, schwach ausgerandet, oder unregelmäßig gezähnt; Krone rosa, purpurn, selten weiß; Blätter 7 × 4 cm; Pflanze 10-40 cm 
   Gargano Taubnessel –  Lamium garganicum
selten als Zierpflanze
3 (1)
Krone weiß bis schwach gelblichweiß, Blütenkronröhre innen über dem Grund mit schrägem Haarring; Tragblätter der Scheinquirle 2-3-mal so lang wie breit 
   Weiße Taubnessel –  Lamium album
Verschiedene Sorten, z. B. Blätter hellgelb gestreift, Blattrand gekräuselt.
3
Krone purpurn, rosa, selten weiß, Blütenkronröhre innen über dem Grund mit waagerechtem Haarring; Tragblätter der Scheinquirle 1-2-mal so lang wie breit 
   Gefleckte Taubnessel –  Lamium maculatum
Viele Sorten, z. B. Blätter silbrig, silbrig oder weiß gefleckt, gelb gerandet, goldgelb mit weißer Mitte, hellgelb mit grünem Rand.
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(Falls die Goldnesseln in Lamium verbleiben, sollten diese noch im Zierpflanzenschlüssel ergänzt werden.)



Literatur

Christensen, E. 2005: Exkursion vom 11. September 2004 in Rehburg. In: Rundbrief zur botanischen Erfassung des Kreises Plön (Nord-Teil). 14, Nr. 1, S. 3-6 (http://www.flora-kreis-ploen.de/docs/Rbr2005-1.pdf, abgerufen am 16. September 2010).
Henker, H. 1992: Floristischer Jubiläums-Cocktail (2.Teil – Fortsetzung und Schluß). In: Botanischer Rundbrief für Mecklenburg-Vorpommern. 24, S. 21-30.
Jäger, E. J. (Hrsg.) 2007: Exkursionsflora von Deutschland. Atlasband. 11.  Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg (Begründet von Werner Rothmaler).
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. (Hrsg.) 2008: Exkursionsflora von Deutschland. Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Band 5, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, ISBN 978-3-8274-0918-8 (Begründet von Werner Rothmaler).
Jäger, E. J. & Werner, K. (Hrsg.) 2005: Exkursionsflora von Deutschland. Kritischer Band. 10.  Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg (Begründet von Werner Rothmaler).
Loos, G. H. 1997: Zur Taxonomie der Goldnesseln (Lamium L. subgenus Galeobdolon (Adans.) Aschers). In: Floristische Rundbriefe (Bochum). 31, Nr. 1, S. 39-50 (Merkmale: Stängel ringsum behaart, oben aber an den Kanten dichter, mit sterilen Ausläufern, diese aber absterbend. Blüten zu 4–7 je Halbquirl).
Oberdorfer, E. 1983: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. 5.  Auflage. Ulmer Verlag, Stuttgart.
Rosenbaumová, R., Plačková, I. & Suda, J. 2004: Variation in Lamium subg. Galeobdolon (Lamiaceae) – insights from ploidy levels, morphology and isozymes. In: Plant Systematics and Evolution. 244, S. 219–244, doi:10.1007/s00606-003-0071-5.
Schmeil, O. & Fitschen, J. 2009: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. 94.  Auflage. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim.
Schmeil, O. & Fitschen, J.; W. Rauh &  K. Senghas (Hrsg.) 1988: Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. 88.  Auflage. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim.
Schubert, R. & Vent, W. (Hrsg.) 1982: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und BRD. Kritischer Band. Band 4 (Begründet von Werner Rothmaler).
Schönfelder, P. & Wegmüller, S. 1974: Zur Unterscheidung und Verbreitung der Sippen von Lamiastrum galeobdolon agg. in Süddeutschland. In: Gött. Flor. Rundbr. 8, Nr. 1, S. 24-34 (bayernflora.de, abgerufen am 26. August 2010).
Smejkal, M. 1975: Galeobdolon argentatum sp. nova, ein neuer Vertreter der Kollektivart Galeobdolon luteum (Lamiaceae). In: Preslia. 47, S. 241-248 (Prag).
Weymar, H. 1988: Lernt Pflanzen kennen. 5.  Auflage. Neumann Verlag, Radebeul.

Lavandula

Die Gattung Lavandula (Lavendel, Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Echter Lavendel    Lavandula angustifolia
Blatt/Blätter Blätter linealisch, am Rand umgerollt; Blüte Blüten in unterbrochenen endständigen Scheinähren, Blüten dunkel blauviolett. Pflanze 20–60 cm, Blüte Juli-August. Häufig kultiviert, selten auch an Ruderalstellen (z. B. Steinbrüche).

Leonurus

Leonurus (Löwenschwanz, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer 1983 und Rothmaler 2005 — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Untere Blätter eiförmig-lanzettlich, obere lanzettlich, grob gezähnt, Blütenkrone von Kelchzähnen überragt 
   Andorn-Löwenschwanz –  Leonurus marrubiastrum
Blätter unterseits graufilzig; Blütenkrone 5-8 mm lang, Kelch 10-nervig. Pflanze 50-120 cm, Blüte Juli-August.
Untere Blätter handförmig 3-7-spaltig zerteilt, obere Blätter tief dreilappig, Blütenkrone länger als Kelchzähne 
   Echter Löwenschwanz –  Leonurus cardiaca
Blätter unterseits hellgrün; Blütenkrone 8-12 mm lang, erheblich länger als der 5-nervige Kelch. Pflanze 30-100 cm, Blüte Juli-August.
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Lycopus

Lycopus (Wolfstrapp, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer 1983 und Rothmaler 2005 — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Kelchzähne fast kahl, 1,3-2 mm lang, ungefähr so lang wie Kelchröhre; alle Blätter tief fiederspaltig, Abschnitte mit kurzen aufgesetzten Spitzen gezähnt 
   Hoher Wolfstrapp –  Lycopus exaltatus
Stängel oft unverzweigt einfach. Pflanze 60-120 cm, Blüte Juli-September. Selten, neuerdings meist verschwunden, an Ufer, Weidengebüschen, auf nassen, zeitweise überschwemmten Standorten.
Hoher Wolfstrapp.jpg
Kelchzähne behaart, 1,6-2,5 mm lang, doppelt so lang wie Kelchröhre; Blätter grob buchtig gezähnt, untere Blätter oft fiederspaltig 
   Ufer-Wolfstrapp –  Lycopus europaeus
  ▼▼ a
Stängel ästig. Pflanze 20-60 (-130) cm, Blüte Juli-September. Ziemlich häufig an Ufern und Gräben oder in Röhricht und Seggenbeständen, auf nassen, zeitweise überschwemmten Standorten.
Lycopus europaeus 001.jpg
Lycopus europaeus 003.jpg
Illustration Lycopus europaeus0.jpg
a
Stängel und Blätter kahl oder spärlich kurzhaarig, Blätter lanzettlich, etwa 3,5-mal so lang wie breit 
  Lycopus europaeus ssp. europaeus
Siehe Lycopus europaeus.
Stängel dicht kraushaarig-wollig. Blätter wenigstens unterseits lang weichhaarig, eiförmig, etwa 2,5-mal so lang wie breit 
  Lycopus europaeus ssp. mollis
Melleck bei Bad Reichenhall.
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Majorana

Die Gattung Majorana (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Garten-Majoran    Majorana hortensis
(= Origanum majorana)
Blatt/Blätter Blätter elliptisch, grau-filzig, Kelch nur aus einer ungeteilten Oberlippe bestehend; Blüte Blüten weiß oder hellrötlich. Pflanze 20–50 cm, Blüte Juli-September. Kulturpflanze (Gewürzpflanze).

Marrubium

Marrubium (Andorn, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer 1983 und Rothmaler 2005 — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blätter rundlich-eiförmig; Kelchzähne 10, ab der Mitte kahl, hakig zurückgebogen 
   Gewöhnlicher Andorn –  Marrubium vulgare
Blätter filzig. Pflanze 30-50 cm, Blüte Juni-August. Sehr selten in wärmeliebenden Schutt- und Unkrautgesellschaften, an Wegen und Mauern, insbesondere in Dörfern. Heilpflanze.
Blätter elliptisch-lanzettlich, in den Blattstiel verschmälert; Kelchzähne 5, bis zur Spitze filzig 
   Ungarischer Andorn, Wander-Andorn, Kreta-Andorn –  Marrubium peregrinum
Blätter filzig. Pflanze 20-50 cm, Blüte Juli-August. Selten und unbeständig eingeschleppt und z. T. eingebürgert in wärmeliebenden Schutt- und Unkrautgesellschaften.
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Melissa

Die Gattung Melissa (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Melisse, Zitronen-Melisse    Melissa officinalis
Krautige Pflanze Pflanze stark nach Zitrone duftend (vergleiche auch Nepeta cataria), Blatt/Blätter Blätter eiförmig, gesägt, Blüte Blüten weiß, gelblich oder blassrosa. Pflanze 30–80 cm, Blüte Juni-August. Kulturpflanze, selten verwildert an Ruderalstellen (warme Wegränder, Schutt, Zäune).

Melittis

Die Gattung Melittis (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Immenblatt    Melittis melissophyllum
Krautige Pflanze Pflanze dicht weichhaarig, Blatt/Blätter Blätter grob gekerbt, Oberfläche runzelig; Blüte Blüten weiß, meist rötlich oder purpurn gefleckt. Pflanze 20–50 cm, Blüte Mai-Juni. Mäßig frische, lichte Laubmischwälder und Gebüsche, kalkliebend.

Monarda

Die Gattung Monarda (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Goldmelisse, Indianernessel    Monarda didyma
Blatt/Blätter Blätter eiförmig zugespitzt; Blüte Blüten scharlachrot, quirlig-kopfig gehäuft. Pflanze 50–90 cm, Blüte Juli-September. Öfter in Gärten als Zier- und Heilpflanze kultiviert, gelegentlich verwildert, Nachtfalterblume. In Gärten meist Hybriden angebaut.

Nepeta

Nepeta (Katzenminze, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Stängel und Blätter grauflaumig-filzig, Blattspreite rundlich eiförmig, mit herzförmigem Grund   ► 2
Stängel und Blätter grün, kahl oder feinflaumig, Blattspreite der Stängelblätter länglich-elliptisch mit eher gestutzem, kaum herzförmigem Grund   ► 3
2
Blütenkrone 7-10 mm lang, weiß oder blass rötlich, Mittelzipfel der Unterlippe purpurrot gepunktet, Kronröhre den Kelch kaum überragend 
   Gewöhnliche Katzenminze, Echte Katzenminze –  Nepeta cataria
Kelchzähne ungleich lang, Kelch etwas zurückgekrümmt; Stängel aufrecht, kräftig. Pflanzen zitronenartig-herb duftend. Pflanze 40-100 cm, Blüte Juni-September. Ziemlich selten in lückigen Schutt- und Unkrautfluren, an Wegen und Mauern, insbesondere in Dörfern
Blütenkrone 9-13 mm lang, blau, Unterlippe ohne Punkte, Kronröhre den Kelch deutlich überragend 
   Trauben-Katzenminze –  Nepeta racemosa
Stängel niederliegend-aufsteigend, dünn. Pflanze 15-40 cm, Blüte Juni-August.
3 (1)
Kelch 4-6 mm lang, gerade, Kelchzähne ± gleich lang; Blütenkrone 6-10 mm lang, hellviolett oder weiß, Mittelzipfel der Unterlippe purpurrot gepunktet 
   Kahle Katzenminze, Pannonische Katzenminze –  Nepeta pannonica
Klausen an der Spitze behaart, Blätter sitzend, nur untere kurz gestielt. Pflanzen nicht zitronenartig duftend. Pflanze 50-90 cm, Blüte Juli-August. Selten und unbeständig an Wegrändern, teilweise eingebürgert in Trockenrasen.
Kelch 9-12 mm lang, etwas gekrümmt, die oberen Kelchzähne die unteren überragend; Blütenkrone 14-18 mm lang, blau, Unterlippe nicht gepunktet 
   Großblütige Katzenminze –  Nepeta grandiflora
Klausen kahl, alle Blätter kurz gestielt. Pflanze 40-100 cm, Blüte Juli-August.
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Origanum

Die Gattung Origanum (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Dost    Origanum vulgare
Blatt/Blätter Blätter länglich-eiförmig bis eiförmig, unterseits fein drüsig punktiert, Blüte Blütenkrone 4-7 mm lang, hellpurpurn, selten weiß, Juli-September. Pflanze 20–60 cm. Lichte, trockene bis mäßig frische Eichen- und Kiefernwälder, Wald- und Gebüschränder, waldnahe Halbtrockenrasen, Ruderalplätze (Straßenränder, Schutt, Bahnanlagen).

Laut Rothmaler (2005) sind die im Folgenden ausgeschlüsselten Unterarten taxonomisch fragwürdig:

Unterarten von Origanum vulgare (Dost, Oregano)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Teilblütenstände fast kugelig, eine dichte bis lockere Rispe bildend 
   Gewöhnlicher Dost –  Origanum vulgare ssp. vulgare
Pflanze 20–60 cm, Blüte Juli-August. Lichte, trockene bis mäßig frische Eichen- und Kiefernwälder, Wald- und Gebüschränder, waldnahe Halbtrockenrasen, Ruderalplätze (Straßenränder, Schutt, Bahnanlagen).
Teilblütenstände verlängert ("prismatisch"), eine große lockere Rispe bildend 
   Wintermajoran, Oregano –  Origanum vulgare ssp. prismaticum
Pflanze 20–60 cm, Blüte August-September. Kulturpflanze, auch Trockenwälder, Wald- und Gebüschränder und Ruderalplätze. Gewürzpflanze: Oregano.
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Phlomis

Die Gattung Phlomis (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Knollen-Brandkraut    Phlomis tuberosa
Blatt/Blätter Blätter herz-eiförmig, untere Blätter rosettig, lang gestielt. Blüte Blütenkrone 15-20 mm lang, hellpurpurn, außen weiß-sternhaarig-filzig. Pflanze 60–150 cm, Blüte Juni-Juli. Trockenwälder und Trockengebüschsäume.

Prunella

Prunella (Braunelle, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blüten gelb-weißlich (selten blassviolett); obere Blätter fiederspaltig 
   Weiße Braunelle –  Prunella laciniata
Blütenkrone 14-18 mm lang; Pflanze grauhaarig. Pflanze 5-20(-30) cm, Blüte Juni-August.
Blüten blauviolett (selten rötlich oder rein weiß); alle Blätter ungeteilt   ► 2
2
Blütenkrone 7-15 mm lang, höchstens zweimal so lang wie der Kelch; oberstes Stängelblattpaar direkt am Grund des Blütenstandes 
   Kleine Braunelle –  Prunella vulgaris
Blütenröhre gerade; Blätter länglich-eiförmig. Pflanze 10-20(-30) cm, Blüte Juni-September.
Blütenkrone 20-25 mm lang, 2-3-mal so lang wie der Kelch; oberstes Stängelblattpaar vom Blütenstand abgerückt 
   Große Braunelle –  Prunella grandiflora
Blütenröhre gekrümmt; Blätter länglich-eiförmig, über 3 cm lang. Pflanze 10-30 cm, Blüte Juni-September.
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Rosmarinus

Die Gattung Rosmarinus (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Rosmarin    Rosmarinus officinalis
Blatt/Blätter Blätter schmal linealisch, ledrig, immergrün, am Rand gerollt, scheinbar quirlig stehend; Blüte Blüten blau-lila. Krautige Pflanze Pflanze 80–180 cm, Blüte März-Mai.
Blühender Zweig von Rosmarinus officinalis
Blühender Zweig von Rosmarinus officinalis 
Blüten von Rosmarinus officinalis
Blüten von Rosmarinus officinalis 
Gelegentlich als Gewürzpflanze kultiviert; wärmeliebend.

Salvia

Salvia (Salbei, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blüten gelb 
   Klebriger Salbei –  Salvia glutinosa
Blüten 3-4 cm lang, Blattgrund spießförmig, Stängel drüsig-klebrig, Kelchoberlippe ganzrandig. Ziemlich selten in krautreichen Bergwäldern, in Schlucht und Auenwäldern, an schattigen Böschungen und Waldrändern.
Blüten violett, blauviolett, hellblau, rosa oder weiß   ► 2
2
Stängel am Grund verholzend, Blattoberfläche netzrunzelig und filzig 
   Garten-Salbei –  Salvia officinalis
Blüten violett, mit gerader Oberlippe, Blätter lanzettlich, schwach gekerbt, Oberfläche netzrunzelig, filzig. Pflanze 20-80 cm, Blüte Juni-Juli. Gelegentlich als Heil- und Gewürzpflanzen kultiviert, selten verwildert.
Stängel auch am Grund krautig, Blattoberfläche nicht sowohl netzrunzelig als auch filzig   ► 3
Blattgrund meist spießförmig, herzförmig, oder abgerundet Mit schwach behaarter netzrunzeliger Blattoberfläche: vergleiche Salvia pratensis Salvia verbenacea; mit teilweise breit-lanzettlichen, graufilzigen, nicht netzrunzeligen Blättern: vergleiche Salvia nemorosa.
3
Blütenquirle 15-30-blütig, fast kugelig; Blütenkronröhre innen mit Haarring; Blätter herzförmig bis dreieckig, am Blattgrund meist mit zwei tief getrennten Blattlappen 
   Quirlblütiger Salbei –  Salvia verticillata
Blütenkronröhre ca. 10 mm lang, hell-blaulila, Oberlippe gerade; Staubblätter unbeweglich, ohne den für Salbei typischen Hebelmechanismus; Tragblätter mehr oder weniger trockenhäutig. Pflanze 30-60 cm, Blüte Juni-September. Zerstreut, teilweise eingebürgert in Unkrautgesellschaften und Halbtrockenrasen, an Wegen, Dämmen, Böschungen oder Verladeplätzen.
Blütenquirle 2-12-blütig, Blütenkronröhre innen ohne Haarring, Blätter ohne abgetrennte Lappen am Grund   ► 4
Alle folgenden Arten und vorige Salvia glutinosa haben Staubblätter mit typischem Hebelmechanismus.
4
Pflanze dicht grau- oder weißhaarig, Kelchzähne > 1 mm dornig begrannt, stechend   ► 5
Pflanze nur locker behaart, Kelchzähne kurz und spitz, aber nicht stechend   ► 6
5
Pflanze graufilzig, Stängel oberwärts zottig-drüsig behaart, Blüten gestielt, Krone 20-25 mm lang, hellblau bis lila 
   Muskateller-Salbei –  Salvia sclarea
Blätter eiförmig, unregelmäßig gezähnt. Pflanze mit starkem Muskatellergeruch. Pflanze 60-120 cm, Blüte Juni-Juli. Gelegentlich als Gewürz und Heilpflanze kultiviert, selten verwildert, wärmeliebend.
Pflanze weißwollig (Sternhaare), drüsenlos, Blüten sitzend, Krone 10-20 mm lang, weißlich 
   Ungarischer Salbei –  Salvia aethiopis
Blätter eiförmig, unregelmäßig gezähnt. Pflanze 50-100 cm, Blüte Juni-Juli. Selten als Gewürz und Heilpflanze kultiviert, selten und unbeständig verwildert, wärmeliebend.
6
Pflanze ohne deutliche Grundblattrosette, Stängel normal beblättert; Blätter feingezähnt, grauflaumig, nicht netzrunzelig 
   Hain-Salbei –  Salvia nemorosa
Stängel und Blätter beide grauflaumig, ohne Borsten und Drüsenhaare. Tragblätter der Blütenquirle meist violett; Blüten 8-15 mm lang. Pflanze 30-60 cm, Blüte Juni-Juli. Ruderal beeinflußte Halbtrocken- und Trockenrasen
6
Pflanze mit deutlicher Grundblattrosette, Stängel wenigblättrig; Blätter grün, netzrunzelig   ► 7
7
Blätter unregelmäßig gezähnt, wie der Stängel kurzborstig. Blütenkrone 20-25 mm lang, blau-violett (selten weiß) 
   Wiesen-Salbei –  Salvia pratensis
Stängel oberwärts drüsenhaarig; Tragblätter der Blütenquirle grün. Pflanze 30-60 cm, Blüte Juni-September.
Blätter mehr oder weniger fiederspaltig, doppelt gezähnt, Blütenkrone 8-15 mm lang, hellblau (selten violett) 
   Eisenkraut-Salbei –  Salvia verbenacea
Tragblätter der Blütenquirle grün. Pflanze 20-30 cm, Blüte April-August. Selten und unbeständig in lückigen Unkrautgesellschaften, an Verladeplätzen, wärmeliebend.
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Achtung: Bastardbildung, insbesondere:
S. x sylvestris = S. pratensis x S. nemorosa, zerstreut

Satureja

Satureja (Bohnenkraut, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer (1983) und Rothmaler (2005)Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blätter flaumig behaart, stumpf; Stängel nur unten verholzend; Blütenkrone 4-6 mm lang, bläulich 
   Sommer-Bohnenkraut, Garten-Bohnenkraut, Echtes Bohnenkraut, Kölle –  Satureja hortensis
Pflanze 10-25 cm, Blüte Juli-September. Kulturpflanze, auch Ruderalstellen (Schutt)
Blätter kahl, spitz; Stängel durchgehend verholzend; Blütenkrone 7-10 mm lang, weißlich-violett 
   Winter-Bohnenkraut –  Satureja montana
Pflanze 10-50 cm, Blüte August-Oktober.
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Scutellaria

Scutellaria (Helmkräuter, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer 1983 und Rothmaler 2005 — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Stängelblätter ringsum grob gekerbt-gezähnt, viel größer als die ganzrandigen Deckblätter der Einzelblüten; Pflanze meist über 60 cm hoch 
   Hohes Helmkraut –  Scutellaria altissima
Blütenkrone 15-19 mm lang, blauviolett mit weißer Unterlippe, in ährigen Blütenständen. Pflanze (40-) 60-100 cm, Blüte Juni-Juli. Als Zierpflanze kultiviert, gelegentlich verwildert und eingebürgert in warmen Carpinion oder Cephalanethero-Fagenion-Gesellschaften, in Südost-Europa auch in Quercetalia pubescens-Gesellschaften.
Blätter ganzrandig oder undeutlich gekerbt-gezähnt; Stängelblätter den Deckblätter der Einzelblüten ähnlich, allmählich nach oben hin kleiner werdend; Pflanze bis 50 cm hoch   ► 2
2
Blütenkrone 6-7 mm lang, rotviolett, Kronröhre gerade; Blütenkrone und Kelch flaumig behaart, drüsenlos 
   Kleines Helmkraut –  Scutellaria minor
Untere Blätter eiförmig-lanzettlich, am Grund der Blattspreite häufig mit 2 einzelnen Zähnen/Zipfelchen. Pflanze 5-20 cm, Blüte Juni-September. Selten in Binsenwiesen, Weiden- und Erlenbrüchen und an Gräben.
Blütenkrone 15-22 mm lang, blauviolett, selten rosa, Kronröhre aufwärts gekrümmt; Blütenkrone und Kelch kahl, kurzhaarig-drüsenlos, oder flaumig-drüsig behaart   ► 3
3
Blätter eiförmig- bis lineal-lanzettlich, jederseits mit 3-8 undeutlichen, seichten Zähnen; Blüten 12-19 mm lang, wie der Kelch kahl oder kurzhaarig-drüsenlos 
   Sumpf-Helmkraut –  Scutellaria galericulata
Pflanze 10-30 (-50) cm, Blüte Juni-September. Ziemlich häufig in Verlandungsgesellschaften, in Naßwiesen, an Gräben, Ufern, oder in Erlenbrüchen.
Untere Blätter spießförmig, obere ganzrandig; Blüten 20-22 mm lang, wie der Kelch flaumig-drüsig behaart 
   Spießblättriges Helmkraut –  Scutellaria hastifolia
Pflanze 10-40 cm, Blüte Juni-August. Selten, zum Teil unbeständig in Staudenfluren and Flußufern, in Moorwiesen und Verlandungsgesellschaften, zwischen Weidenbüschen und an Gräben.
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Sideritis

Die Gattung Sideritis (Lamiaceae) ist in Deutschland nur mit einer Art vertreten:
 →  Berg-Gliedkraut    Sideritis montana
Blatt/Blätter Blätter länglich-lanzettlich, 5-30 mm lang und 2-8 mm breit; Kelchzähne fast gleich, stechend begrannt. Blüte gelb, braun gesäumt. Pflanze 10–30 cm hoch, Blüte Juli-September. Trockene Ruderalstellen (Schutt, Wegränder, Bahnanlagen), unbeständig.

Stachys

Stachys (Ziest, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer 1983 und Rothmaler 2005Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blätter überwiegend grundständig, rosettig, nur wenige, weit entfernt stehende Stängelblätter; Blüten mit kurzen Tragblättern in dichten, lang gestielten Scheinähren   ► 2
(= Betonica L.)
Blütenkronröhre innen ohne Haarring, Blätter stumpf gekerbt.
Stängel meist reich und gleichmäßig beblättert, Blüten meist von Tragblättern überragt, in lockerer Ähre   ► 3
(= Stachys L. s. str.)
Blütenkronröhre innen mit Haarring.
Subgenus Betonica
2
Blüten rot, selten weiß; Blätter länglich-eiförmig, etwa 3mal so lang wie breit; Stängel oben angedrückt behaart 
   Heil-Ziest –  Stachys officinalis
(= Betonica officinalis)
Pflanze 20-70 cm, Blüte Juni-August.
Blüten blaßgelb, selten weiß. Blätter breit herzförmig, höchstens 2mal so lang wie breit; Stängel abstehend rauhhaarig 
   Gelber Ziest –  Stachys alopecuros
(= Betonica alopecuros)
Pflanze 20-50 cm, Blüte Juni-Juli.
Subgenus Stachys s. str.
3
Blüten weiß oder blaßgelb   ► 4
Blüten rot, blaßrot, rosa oder schmutzig rot-violett   ► 5
4
Blätter rauhhaarig, Kelchzähne dreieckig, mit kahler Stachelspitze, Blütenquirl 6-10-blütig 
   Aufrechter Ziest –  Stachys recta
Blätter am Grunde verschmälert, Stängel liegend-aufsteigend. Pflanze 20-60 cm, Blüte Juni-Oktober
Blätter kahl oder weichhaarig, Kelchzähne schmal-lanzettlich, mit behaarter Spitze, Blütenquirl 4-6-blütig 
   Einjähriger Ziest –  Stachys annua
Blätter am Grunde verschmälert, Stängel liegend-aufsteigend. Pflanze 10-25(-30) cm, Blüte Juni-Oktober.
5
Blütenkrone 6-8 mm lang, kaum länger als der Kelch, Stängel niederliegend-aufsteigend 
   Acker-Ziest –  Stachys arvensis
Blütenkrone blaßrosa, Blütenstand meist 6-blütig, Blätter rundlich-eiförmig, Stängel zottig-drüsig behaart. Pflanze 5-20 (-30) cm, Blüte Juli-Oktober.
Blütenkrone 10-20 mm lang, doppelt so lang wie der Kelch, Stängel aufrecht   ► 6
Blüten rot, rosa, oder oder schmutzig rot-violett.
6
Blütenquirl 4-14-blütig, Tragblätter der Blüten kürzer als der Kelch   ► 7
Blütenquirl 12-40-blütig, zumindest untere Tragblätter so lang wie der Kelch   ► 8
7
Blätter länglich-lanzettlich, fein gekerbt, kurzhaarig, unten kurzgestielt, oben sitzend 
   Sumpf-Ziest –  Stachys palustris
Ausläufer z. T. knollig verdickt. Pflanze 30-100 cm, Blüte Juni-September.
Blätter nesselartig herzeiförmig zugepitzt und gesägt, dicht abstehend behaart, alle Blätter gestielt 
   Wald-Ziest –  Stachys sylvatica
Blütenstand wenig durchblättert. Pflanze 30-100 cm, Blüte Juni-September. Wenn Blütenstand stark durchblättert, vergleiche Stachys alpina!
8
Pflanze grün, weich zottig behaart, oberwärts drüsig 
   Alpen-Ziest –  Stachys alpina
Blätter herzeiförmig, Blüten schmutzig rot oder rot-violett, außen behaart, Kelchzähne weiß bespitzt. Blütenstand stark durchblättert. Pflanze 60-100 cm, Blüte Juni-August. Wenn Blütenstand wenig durchblättert, vergleiche Stachys sylvatica!
Pflanze weißwollig-filzig, drüsenlos   ► 9
9
Blätter eiförmig-länglich, gekerbt, vorne stumpflich, am Grunde gerundet 
   Deutscher Ziest –  Stachys germanica
Pflanze 60-120 cm, Blüte Juni-August.
Blätter breit-lanzettlich, ganzrandig oder undeutlich gekerbt, spitz, in den Stiel verschmälert 
   Woll-Ziest –  Stachys byzantina
Pflanze 40-80 cm, Blüte Juli-August.
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Teucrium

Teucrium (Gamander, Lamiaceae)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Schlüssel verändert nach Oberdorfer 1983 und Rothmaler 2005 — Zusammenarbeit: offen — Stand: Erstfassung beendetMitarbeiter: G. Hagedorn
1
Blüten gelblich oder weißlich   ► 2
Blüten rot oder rosa   ► 3
2
Kelch zweilippig, mit ungeteilter Oberlippe und 4-zähniger Unterlippe; Blätter gestielt, Spreite am Grund herzförmig, gekerbt, Oberfläche netzrunzelig (Salbei-artig) 
   Salbei-Gamander –  Teucrium scorodonia
Blüten gelblich (z. T. grünlich-gelb), in lockeren, schlanken Ähren. Pflanze 30-50 (-80) cm, Blüte Juni-September. Häufig in lichten, grasigen Eichen und Kiefernwäldern, in Heiden, an Wald- und Wegrändern. Zweilippiger Kelch nur bei dieser Art (T. montanum, T. botrys, T. chamaedrys und T. scordium alle mit ± gleichzähnigem Kelch).
Kelch ± regelmäßig fünfzähnig; Blätter sitzend, schmal-linealisch, am Rand gerollt, Oberfläche nicht runzelig 
   Berg-Gamander –  Teucrium montanum
Blüten hellgelb oder weiß, kopfig gehäuft; Blätter wintergrün, Unterseite graufilzig. Pflanze polsterbildend. Pflanze 5-35 cm, Blüte Juni-September. Selten in sonnigen Kalk-Magerrasen, an felsigen Hängen, in Schotter und Steinschutt-Fluren.
3
Blätter einfach bis doppelt fiederspaltig 
   Trauben-Gamander –  Teucrium botrys
Blätter drüsenhaarig; Blüten rötlich; Kelch mit Höcker. Pflanze 5-40 cm, Blüte Juni-September. Ziemlich selten in offenen Steinschutthalden, auf Lesesteinhaufen, in lückigen Trockenrasen oder Brachen.
Blätter oval-eiförmig, ungeteilt oder selten fiederlappig (nie fiederspaltig)   ► 4
4
Blätter mit keilförmig verschmälertem Blattgrund, sitzend oder kurz gestielt; Blüten in meist 6-blütigen endständigen, einseitswendigen Scheinquirlen, zumindest die oberen Tragblätter der Scheinquirle kürzer als die 10-15 mm lange Blütenkrone 
   Edel-Gamander –  Teucrium chamaedrys
Pflanze am Grund verholzend, mit unterirdischen Ausläufern; nicht riechend; Blätter tief gekerbt bis gelappt, wintergrün. Pflanze 15-30 cm, Blüte Juli-August. Zerstreut, meist gesellig, in sonnigen Kalk-Magerrasen, lichten Eichen oder Kiefernwäldern.
Blätter mit abgerundetem oder schwach herzförmigen Grund, sitzend; Blüten in meist 4-blütigen allseitswendigen Scheinquirlen, Tragblätter der Scheinquirle länger die 6-10 mm lange Blütenkrone 
   Knoblauch-Gamander –  Teucrium scordium
Pflanze krautig, mit oberirdischen Ausläufern; nach Knoblauch riechend; Blätter grob gekerbt-gesägt, nicht wintergrün. Pflanze 15-40 cm, Blüte Juli-August. Ziemlich selten in Verlandungs-Gesellschaften, in Moorwiesen, an Ufern und Gräben.
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Thymus

Ein eigener Thymianschlüssel existiert zur Zeit noch nicht. Vorhanden ist jedoch ein älterer Autorenschlüssel:

Einheimische Thymus-Sippen (P. Schönfelder 1975)

Quelle: http://offene-naturfuehrer.de/web/Lamiaceae_(Deutschland)
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