Lentibulariaceae in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Andreas Fleischmann)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Andreas Fleischmann beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen! Direkte Verbesserungen und Illustrationen sind insbesondere in der frei veränderlichen Version in offener Zusammenarbeit erwünscht: Lentibulariaceae .
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Fleischmann, Andreas 2015. Schlüssel zu den Lentibulariaceae in Deutschland, Österreich und der Schweiz. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​wiki/​Lentibulariaceae_​in_​Deutschland,_​Österreich_​und_​der_​Schweiz_​(Andreas_​Fleischmann)

Lentibulariaceae – Wasserschlauchgewächse

Lentibulariaceae (Wasserschlauchgewächse; Lamiales)
Von: Andreas Fleischmann
Daten nach Casper (1965, 1969), Taylor (1972, 1989), Schmeil-Fitschen (2009), Rothmaler (2005), Fleischmann (2009: Unterschied U. vulgaris zu U. australis: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/26214-unterschied-u-vulgaris-zu-u-australis
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland, Österreich, deutschsprachige Schweiz — Mitarbeit begrenzt auf: Andreas Fleischmann
1
Landpflanzen, Blütenkrone violett oder weiß, Kelch 5-zählig, Blütenstiel immer einblütig, Blätter ganzrandig und in bodenständigen Rosetten, mit klebrigen Drüsenhaaren versehen (Fleisch fressende Pflanze; Klebefalle) 
 Fettkraut  –  Pinguicula
Bei Pinguicula sind die Blätter auf der Oberseite dicht mit Drüsenhaaren besetzt, die ein klebriges Sekret ausscheiden. Insekten bleiben daran kleben und werden von der Pflanze verdaut.
Genereller Habitus von Pinguicula
1*
Wasserpflanzen (selten emers), Blütenkrone gelb, Kelch 2-lippig, Blütenstiel wenig bis vielblütig, Blätter (bzw. blattartig geformte Sprosse) stark zerteilt, zumeist mit kleinen Fangblasen (Fleisch fressende Pflanze; Saugfalle) 
 Wasserschlauch  –  Utricularia
Bei den heimischen Arten von Utricularia finden sich keine Laubblätter im eigentlichen Sinne mehr; die Blätter sind bei diesen Pflanzen zu Fangblasen umgewandelt, mit welchen die Pflanzen in Sekundenschnelle kleine Wasserorganismen einsaugen können, die anschließend verdaut werden. Was wie zerteilte Wasserblätter aussieht, sind in Wirklichkeit blattartig umgewandelte Sprosse, welche die eigentlichen Blätter, die Fangblasen, tragen.
Blatt von von Utricularia
Genereller Habitus von Utricularia

Pinguicula – Fettkraut

Pinguicula (Fettkraut; Lentibulariaceae)
Von: Andreas Fleischmann
Daten nach Casper (1965, 1969), Schmeil-Fitschen (2009), Rothmaler (2005), IUCN Rote Liste (2002)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland, Österreich, Schweiz — Mitarbeit begrenzt auf: Andreas Fleischmann
1
Blütenkrone weiß, Unterlippe mit gelben Schlundflecken, Blütenstiel (nahezu) drüsenlos, Kapsel eilänglich zugespitzt, deutlich länger als der Kelch, Mittelrippe der Blätter ohne Drüsenhaare, nur mit einfachen (drüsenköpfchen-losen) Haaren 
 Alpen-Fettkraut  –  Pinguicula alpina Linné
Blätter 2-5 cm lang, bis 1,5 cm breit, gelblich-grün, bronzefarben bis dunkelrot, länglich eiförmig, Blattrand stark nach oben gekrümmt. Krone weiß, ca. 1-2 cm lang, zweilippig, kurz gespornt, Unterlippe mit 1-3 gelben Schlundflecken. Blütezeit (April)Mai-Juni(Juli).
Sickerfluren, Quellmoore, feuchte Rieselfluren und Felsritzen, in den Alpen auch in frischen, zeitweise etwas trockeneren, nährstoffarmen offenen Wiesen und an Wegrändern; auf Kalk und Urgestein; in den Alpen lokal häufig, im Alpenvorland rückläufig. Im Geltungsbereich in Süddeutschland, Österreich, Schweiz.
In Deutschland nach Bundesartenschutzverordnung geschützte Art! In der Schweiz zum Teil auf kantonaler Ebene geschützt!
Weiße Blütenkrone mit gelbem Schlundfleck auf der Unterlippe
Habitus von Pinguicula alpina
1*
Blütenkrone violett (selten rosa oder weiß), Unterlippe mit weißen Schlundflecken oder ohne Schlundflecken, Blütenstiel mit Drüsenhaaren, Kapsel eilänglich oder rund, reife Kapsel nur wenig länger als der Kelch, Mittelrippe der Blätter -wie die ganze Blattoberfläche- mit Drüsenhaaren versehen   ► 2
violette Blütenkrone
2 (1)
Blütenkrone relativ klein, mit Sporn 15-22 mm lang, die drei Lappen der Kronunterlippe deutlich länger als breit, einander überlappend, Sporn kurz, pfriemlich, zugespitzt, Krone hellviolett, seltener dunkel blauviolett (selten reinweiß blühende Exemplare), Blätter vorne zugespitzt, Im Geltungsbereich in Deutschland, Österreich und der Schweiz 
 Gemeines Fettkraut  –  Pinguicula vulgaris Linné
Blätter 2-5 cm lang, bis 2 cm breit, gelblich-grün, seltener bronzefarben, länglich eiförmig, Blattrand etwas nach oben gekrümmt, oft wellig. Krone hellviolett (selten dunkel blauviolett reinweiß), ca. 1.5-2 cm lang, zweilippig, kurz gespornt, Schlundbereich weißlich. Blütezeit Mai-Juni(August).
Sickerfluren, Quellmoore, Rieselfluren und feuchte Felsritzen, wechselfeuchte Wiesen, Flussufer; auf Kalk; auch in sauren Mooren und auf Torfböden (vor allem in Norddeutschland), seltener auf Gips; in den Alpen und im Alpenvorland lokal häufig, im Flachland rückläufig. Im Geltungsbereich in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.
In Deutschland nach Bundesartenschutzverordnung geschützte Art! In der Schweiz zum Teil auf kantonaler Ebene geschützt!
Blütenkrone von Pinguicula vulgaris, Seitenansicht. Die drei Kronlappen der Unterlippe sind länger als breit, der Sporn ist kurz und pfriemlich
Rosette von P. vulgaris
2*
Blütenkrone relativ groß, mit Sporn deutlich länger als 16 mm (20-35 mm), die drei Lappen der Kronunterlippe etwa so lang wie breit, ausgebreitet, sich berührend oder überlappend, Sporn relativ lang, walzlich, meist stumpf, seltener zugespitzt, Krone dunkel blauviolett (selten hellviolett oder reinweiß), Blätter vorne abgerundet. Im Geltungsbereich nur in Österreich und der Schweiz   ► 3
Kronlappen der Unterlippe in etwa so lang wie breit, der Sporn ist lang und walzlich
3 (2)
Blütenkrone mit Sporn 16-25 mm lang, Kronunterlippe länger als die Kronoberlippe, meist mit 1-3 weißen Schlundflecken, Sporn kürzer als oder gleichlang wie die Kronröhre. Im Geltungsbereich nur im westlichen Österreich und in der Schweiz 
 Dünnsporniges Fettkraut  –  Pinguicula leptoceras Reichenbach
Blätter 2-4 cm lang, bis 2 cm breit, gelblich-grün bis bronzefarben rötlich, länglich eiförmig, Blattrand etwas nach oben gekrümmt. Krone blauviolett (selten hell violett oder reinweiß), ca. 1,5-2,5 cm lang, zweilippig, gespornt, Unterlippe mit 1-3 weißen Schlundflecken, selten Schlundflecken fehlend. Blütezeit (Mai)Juni-Juli(August).
Sickerfluren, Bachufer, Flach- und Quellmoore, feuchte Rieselfluren und Felsritzen; nur auf Urgestein; subalpine bis alpine Höhenstufe, selten darunter. Im Geltungsbereich nur im westlichen Österreich und in der Schweiz
In der Schweiz zum Teil auf kantonaler Ebene geschützt!
Pinguicula leptoceras flower (A.Fleischmann).JPG
Blütenkrone von Pinguicula leptoceras. Die Unterlippe der Krone ist länger als die Oberlippe, und trägt meist auffällige weiße Schlundflecken
Pinguicula leptoceras Habitat (A.Fleischmann).JPG
3*
Blütenkrone mit Sporn 25-35 mm lang, Kronunterlippe etwa so lang wie (oder nur wenig länger als) die Kronoberlippe, ohne Schlundflecken, Sporn länger als die Kronröhre, im Geltungsbereich nur in der südwestlichen Schweiz (Jura) 
 Großblütiges Fettkraut  –  Pinguicula grandiflora Lamarck
Blätter 3-6 cm lang, bis 2.5 cm breit, gelblich-grün, seltener bronzefarben rötlich, länglich eiförmig, Blattrand etwas nach oben gekrümmt. Krone blauviolett (selten hell violett, rosa, oder reinweiß), ca. 2,5-3,5 cm lang, zweilippig, lang gespornt, Kronunterlippe ohne Schlundflecken, Krone innen mit weißlicher Zeichnung. Blütezeit (Mai)Juni-August.
Sickerfluren, Bachufer, Quellmoore, feuchte nährstoffarme offene Wiesen; auf Kalk; nur in der alpinen Höhenstufe. Im Geltungsbereich nur im Schweizer Jura (in Deutschland gelegentlich angesalbt), gefährdet
Im Geltungsbereich nur P. grandiflora subsp. grandiflora. In der Schweiz geschützte Art der Roten Liste!
Blütenkrone von Pinguicula grandiflora. Die Unterlippe der Krone ist etwa gleich lang wie die Oberlippe, und weist keine andersfarbigen Schlundflecken auf


Utricularia – Wasserschlauch

Utricularia (Wasserschlauch; Lentibulariaceae)
Von: Andreas Fleischmann
Daten nach Casper (1965), Taylor (1972, 1989), Thor (1988), Schmeil-Fitschen (2009), Rothmaler (2005), IUCN Rote Liste (2002)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland, Österreich, Schweiz — Mitarbeit begrenzt auf: Andreas Fleischmann
1
Frei schwimmende Wasserpflanze; fein zerteilte Wasserblätter mit vielen (bis 200) Fangblasen, Sprosse lang, 20-150 cm   ► 2
Frei schwimmende Wasserpflanze mit vielen Fangblasen
1*
Pflanze mit grünen Wassersprossen und bleichen Schlammsprossen, meist im Substrat verankert, selten völlig fei schwimmend; wenig zerteilte Wasserblätter mit einzelnen (1-10) oder keinen Fangblasen (nur blühfähige Exemplare, da junge Exemplare von 2 und 2* ebenfalls wenige Fangblasen besitzen können), Sprosse in der Regel nicht länger als 10-40 cm   ► 3
Im Bodengrund verankerte Wasserpflanze mit bleichen Schlammsprossen und grünen Wassersprossen, letztere mit wenigen oder keinen Fangblasen
2 (1)
(vegetativ nicht von 2* zu unterscheiden) Unterlippe der Krone (bei Vorderansicht der Blüte) seitlich nach unten gekrümmt; Kronoberlippe bildet mit der Unterlippe zusammen einen spitzen Winkel; Blütenstiel relativ kurz, nur etwa 2-3 mal so lang wie das Tragblatt; Pflanze bildet regelmäßig Samenkapseln aus, Fruchtstiele leicht nach unten gebogen 
 Gemeiner Wasserschlauch  –  Utricularia vulgaris Linné
Frei schwimmende Wasserpflanze, Blütezeit Juni-August;
Mehr oder weniger nährstoffarme, stehende bis langsam fließende Gewässer (Tümpel, Teiche, Seen, Altarme von Flüssen, Gräben). Im gesamten Geltungsbereich, zerstreut, im Alpenraum fehlend; im Norden und Osten Deutschlands häufiger als 5*, im Süden und Mittelgebirgsraum durch 5* ersetzt, in Österreich vor allem im Osten, in der Schweiz nur im Westen.
In der Schweiz zum Teil auf kantonaler Ebene geschützt!
Unterlippe der Krone meist nach unten umgebogen
Unterlippe der Krone meist nach unten umgebogen
Blütenstiel 2-3 mal so lang wie das Tragblatt (Tragblatt im Bild markiert durch die geschweifte Klammer)
Pflanze fertil, bildet Samenkapseln aus
Pflanze fertil, bildet Samenkapseln aus
Utricularia vulgaris01 (A.Fleischmann).JPG
Kronoberlippe mit der Unterlippe einen spitzen Winkel bildend
2*
(vegetativ nicht von 2 zu unterscheiden) Unterlippe der Krone (bei Vorderansicht der Blüte) flach ausgebreitet; Kronoberlippe bildet mit der Unterlippe zusammen einen rechten oder stumpfen Winkel; Blütenstiel relativ lang, mindestens 3-5 mal so lang wie das Tragblatt; Pflanze steril, bildet keine Samenkapseln aus, Blütenstiele bleiben nach dem Verblühen waagrecht bis aufrecht stehen 
 Südlicher Wasserschlauch  –  Utricularia australis R.Brown
(= Utricularia neglecta Lehmann)
Frei schwimmende Wasserpflanze, Blütezeit Juni-August;
Mehr oder weniger nährstoffarme, stehende bis langsam fließende Gewässer (Tümpel, Teiche, Seen, Gräben, Torfsticke, größere Moorschlenken), mehr sauere Gewässer bevorzugend als vorige Art. Im gesamten Geltungsbereich, auch im Alpenraum, zerstreut; im Süden und Westen Deutschlands, sowie im Mittelgebirgsraum häufiger als 5, im Nordosten fast vollständig fehlend, in Österreich im Nordosten fehlend, sonst zerstreut, in der Schweiz vor allem in den östlichen Teilen häufig.
In der Schweiz zum Teil auf kantonaler Ebene geschützt!
Unterlippe der Krone in etwa waagrecht ausgebreitet
Unterlippe der Krone in etwa waagrecht ausgebreitet
Blütenstiel 3-5 mal so lang wie das Tragblatt (Tragblatt im Bild markiert durch geschweifte Klammer)
Pflanze steril, bildet keine Samenkapseln aus
Utricularia australis01 (A.Fleischmann).JPG
Kronoberlippe mit der Unterlippe einen stumpfen Winkel bildend
3 (1)
Alle Wasserblätter mit je mindestens einer Fangblase, Wasserblätter ohne mikroskopische Borsten am seitlichen Rand, Gaumen der Kronunterlippe flach, die Kronröhre nicht völlig verschließend, Sporn sehr kurz, kegelförmig, Winterknospen (Turionen) völlig kahl   ► 4
3*
Grüne Wasserblätter ohne Fangblasen, oder nur vereinzelte Fangblasen an einigen wenigen Wasserblättern, große Fangblasen an den bleichen Schlammsprossen, Wasserblätter am Rand mit mikroskopische Wimperborsten auf kleinen Zähnchen, Gaumen der Kronunterlippe gewölbt und die Kronröhre verschließend, Sporn 3-4 mal so lang wie breit, zugespitzt oder stumpf, Winterknospen (Turionen) mit feinen Härchen   ► 5
4 (3)
Unterlippe der Krone am seitlichen Rand nach unten gebogen (selten nach oben gebogen oder ausgebreitet), länglich oval (immer länger als breit), ausgebreitet 5-8 mm breit; Infloreszenz mit (1)2-6 Blüten, Wasserblätter mit wenigen (ca. 5-20) Zipfeln; im gesamten Geltungsbereich 
 Kleiner Wasserschlauch  –  Utricularia minor Linné
Blütezeit Juni-August(September);
Moorschlenken (Hochmoore, Flach- und Übergangsmoore), Torfstichen, Gräben, Tümpeln, und Teichbuchten, auch in sehr flachem Wasser in Sickerfluren, meist in sauren Gewässern, aber auch in kalkigen Quell- und Sinterfluren. Im gesamten Geltungsbereich, auch im Alpenraum, lokal verbreitet.
In der Schweiz zum Teil auf kantonaler Ebene geschützt!
Die Kronunterlippe von U. minor ist stets länger als breit, die Ränder sind meist nach unten gebogen
Utricularia minor flower02 (A.Fleischmann).JPG
Utricularia minor vegetativ (A.Fleischmann).JPG
4*
Unterlippe der Krone flach ausgebreitet, in etwa kreisrund (so lang wie breit), 8-9 mm breit; Infloreszenz mit 2-14 Blüten, Wasserblätter mit relativ vielen (ca. 10-50) Zipfeln; in allen Teilen etwas größer als vorige Art; nur Deutschland und Schweiz 
 Bremis Wasserschlauch, Zierlicher Wasserschlauch  –  Utricularia bremii Heer ex Koelliker
Blütezeit Juli-September(Oktober);
Hochmoorschlenken und –tümpeln, Verlandungszonen nährstoffarmer, saurer Teiche und Tümpel. Rezent nur noch an einem Fundort in Deutschland (in Nordbayern) und an wenigen Fundorten in der Schweiz, selten, gefährdet.
Im gesamten Geltungsbereich besonders geschützte Art!
Die Kronunterlippe von U. bremii ist kreisrund und flach ausgebreitet
Nahezu alle grünen Wasserblätter tragen Fangblasen
5 (3)
Grüne Wasserblätter immer ohne Fangblasen, Zipfel am Ende stumpf abgerundet mit aufgesetzter Spitze, am Rand mit vielen (4-12) mikroskopischen Borsten, Kronunterlippe flach ausgebreitet, Sporn meist der Kronunterlippe anliegend und 7-10 mm lang 
 Mittlerer Wasserschlauch  –  Utricularia intermedia Hayne
Blütezeit Juni-August(September);
Tümpel, Seen und Teichbuchten, Moorschlenken, Torfstichen (Übergangs- und Flachmoore, seltener Hochmoore), auch in kalkigen Quell- und Sinterfluren. Im gesamten Geltungsbereich lokal verbreitet.
In der Schweiz zum Teil auf kantonaler Ebene geschützt!
Die Kronunterlippe von U. intermedia ist meist flach ausgebreitet
Die grünen Wassersprosse von U. intermedia tragen keine Fangblasen, die Blattzipfel sind relativ breit mit stumpf abgerundeter Spitze
5*
Grüne Wasserblätter regelmäßig mit vereinzelten Fangblasen, Zipfel am Ende gleichmäßig zu einer feinen Spitze verschmälert, am Rand mit sehr wenigen (0-3, selten bis 5) mikroskopischen Borsten, Kronunterlippe am Rand meist leicht nach unten gebogen, Sporn in der Regel von der Kronunterlippe abstehend und 3-6 mm lang 
 Zitronengelber Wasserschlauch  –  Utricularia ochroleuca R.W.Hartman
Blütezeit Juni-August;
Tümpel, Moorschlenken, Torfstichen (Hoch- und Übergangsmoore). Sehr viel seltener als 5 und 5**, gefährdet.
In Deutschland nach Bundesartenschutzverordnung geschützte Art! In der Schweiz zum Teil auf kantonaler Ebene geschützt!
Utricularia ochroleuca flowers (A.Fleischmann).JPG
Die grünen Wassersprosse von U. ochroleuca tragen vereinzelte Fangblasen, die Blattzipfel sind relativ schmal und nach vorne gleichmäßig zugespitzt
5**
Grüne Wasserblätter fast nie mit Fangblasen, Zipfel am Ende gleichmäßig zu einer Spitze verschmälert, am Rand mit wenigen (3-7) mikroskopischen Borsten, Kronunterlippe am Rand meist nach oben gebogen, Sporn in der Regel von der Kronunterlippe abstehend und 4-7 mm lang 
 Dunkelgelber Wasserschlauch, Sumpf-Wasserschlauch  –  Utricularia stygia G.Thor
Blütezeit Juni-August;
Tümpel, Moorschlenken, Torfstichen, in flachen Sphagnum-Schlenken (Hochmoore, seltener Übergangsmoore). Im gesamten Geltungsbereich, lokal. Wohl zusammen mit U. minor und U. australis die häufigste Art der Hochmoore im Geltungsbereich.
Kronunterlippe von U. stygia ist am Rand meist leicht nach oben gebogen
Die grünen Wassersprosse von U. stygia tragen fast nie Fangblasen, die Blattzipfel sind relativ schmal und nach vorne gleichmäßig zugespitzt
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Lentibulariaceae in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Andreas Fleischmann) (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
31 Januar 2016 17:49:51). Abgerufen am 22. November 2017, 13:35 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Lentibulariaceae_in_Deutschland,_Österreich_und_der_Schweiz_(Andreas_Fleischmann)