Lilienhähnchen – Lilioceris lilii

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Deutscher Name: Lilienhähnchen
Wissensch. Name: Lilioceris lilii
(Scopoli, 1763)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Blattkäfer (Chrysomelidae)
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • leuchtend rote Flügeldecken
Das Lilienhähnchen ist auf dem Halsschild und den Flügeldecken leuchtend rot. Der Kopf, die Beine, die Fühler und die Unterseite sind schwarz. Auf den Flügeldecken befinden sich Längsreihen mit kleinen Pünktchen.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Das Halsschild ist in der Mitte ringförmig eingeschnürt. Die Art wird 6-8 mm groß.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Scharlachroten Feuerkäfer – Pyrochroa coccinea Der Scharlachrote Feuerkäfer ist größer mit einem flachen, breiten Körper. Er besitzt kammartige Antennen und ernährt sich im Gegensatz zum Lilienhähnchen von geflügelten Insekten. Scharlachroten Feuerkäfer – Pyrochroa coccinea:  Jeffdelonge, ©entomart
Maiglöckchenhähnchen – Lilioceris merdigera Das Maiglöckchenhähnchen hat einen roten Kopf. Auch Teile der Beine sind rot gefärbt. Maiglöckchenhähnchen –  Lilioceris merdigera:  gbohne, CC-BY-SA-2.0


Lebensweise und Fortpflanzung: Die Weibchen legen bis zu 300 Eier auf den Pflanzen ab und bedecken sie mit Kot. Die Larven tragen ihren Kot als Tarnung auf dem Rücken. Die Verpuppung findet in einer angefertigten Kammer im Boden statt. Der Käfer überwintert dann.

Mensch und Stadt

Das Lilienhähnchen lebt bevorzugt in Wäldern, Wiesen, Parks und Gärten in denen Lilien, aber auch Kaiserkronen, Maiglöckchen oder Zwiebeln wachsen.

Der Käfer zählt zu der Kategorie der Schädlinge, da er Lilien und Schnittlauch frisst. Vor allem die Larven richten großen Schaden an. Absammeln oder das Bestäuben mit Algenkalk und Gesteinsmehl bieten eine Möglichkeit zur Bekämpfung.

Wissenswertes

  • Giftigkeit: Die Käfer sind nicht giftig, verbringen jedoch einen Großteil ihrer Larvenzeit in einem Sack aus ihren Exkrementen. Daher verzichten Jäger, wie beispielsweise Vögel auf den Verzehr.
  • Sie werden aufgrund ihrer "zirpenden" Geräusche "Hähnchen" genannt. Die zirpenden Töne werden mit dem Ende erzeugt.
  • Die erwachsenen Tiere tarnen sich bei Gefahr in dem sie sich mit der schwarzen Seite nach oben auf den Boden fallen lassen.
  • Die Larven tragen ihren Kot als Tarnung auf dem Rücken.

Quellen, Literatur, Weblinks