Lysimachia – Gilbweiderich (Deutschland und Österreich)

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Lysimachia (Gilbweiderich; Felberich; Primulaceae s.l.)
Von: Jürgen Klotz
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland und Österreich — Quelle: Abgeleitet vom Schlüssel zu den Primulaceae – Schlüsselblumengewächsen in Deutschland_und_Österreich (Jürgen Klotz); die hier vorliegende Fassung darf verändert und illustriert werden. Verwendete Literatur: Jäger et al. (2011), Fischer et al. (2008), Oberdorfer (1983). — Zusammenarbeit: offenBisherige Koautoren: Jürgen Klotz
1
Blüten 6–7-zählig, klein, nur 0,6–0,8 cm breit, in dichten, achselständigen, fast ährenartigen Trauben, Stängel mit einem Blattschopf endend, Kron- und Kelchzipfel linealisch, höchstens 1 mm breit, Krone rotdrüsig punktiert, Blätter kreuzgegenständig, schmal lanzettlich (auch die oberen), Sumpf- oder Röhrichtpflanze. 
 Strauß-Gilbweiderich  –  Lysimachia thyrsiflora L.
Höhe (Länge) 30–80 cm, Blüte Mai–Juli.
Nasse, zeitweise überflutetet, mesotrophe Großseggenriede, Graben- und Teichränder, Säume und Gebüsche in Flachmooren, Schwingrasen, Bruchwälder, kalkmeidend; selten gepflanzt in „Biotoptümpeln“.
1*
Blüten 5-zählig, 2–3,5 cm breit, einzeln oder in lockeren Blütenständen, Stängel nicht mit einem Blattschopf endend, Kronzipfel elliptisch bis eilanzetlich, 3–9 mm breit, nicht rotdrüsig punktiert (wenn doch, dann Blätter rundlich), Kelchzipfel herzförmig bis linealisch, Blätter gegenständig oder zu 3–4 quirlig, kreisrund bis breit lanzettlich, höchstens untere (im Sommer hinfällige) Blätter schmal lanzettlich, Sumpfpflanze oder Landpflanze außerhalb von Feuchtgebieten   ► 2
2
Blüten einzeln achselständig, Krone am Grund nicht rötlich, Früchte oft fehlschlagend, Stängel weit oder wenigstens kurz kriechend, höchstens 15 cm hoch, Blätter gegenständig, kreisrund bis eiförmig, zugespitzt oder stumpf, nie lanzettlich, kahl   ► 3
2*
Blüten quirlig oder rispig, Krone am Grund rötlich, Stängel aufrecht, mindestens 50 cm hoch, Blätter meist quirlig, lanzettlich bis eilanzettlich, behaart   ► 4
3
Blätter rundlich oder breit elliptisch, stumpf oder mit undeutlichem Spitzchen, oft in einer Ebene ausgebreitet (oft waagrecht über dem Boden), Stängel weit kriechend, dem Boden locker angedrückt, Kelchzipfel herzförmig, Krone sattgelb, innen rotdrüsig, Kronzipfel 9–16 mm lang, Staubfäden am Grund zusammenhängend. 
 Pfennig-Gilbweiderich (Pfennigkraut)  –  Lysimachia nummularia L.
Höhe 1–2 cm, Länge 10–50 cm, Blüte Mai–Juli.
Frische bis feuchte, auch nasse oder zeitweise überflutete, lückige Wiesen und Weiden, Grabenränder, Gärten und Parks, Auenwälder, nährstoffanspruchsvoll; auch Zierpflanze (Bodendecker).
3*
Blätter eiförmig, spitz bis kurz stachelspitzig, (schwach) durchscheinend braun punktiert, nicht in einer Ebene ausgebreitet, Stängel kurz kriechend bis aufsteigend, Kelchzipfel lineal-pfriemlich, Krone hellgelb, Kronzipfel 5–9 mm lang, Staubfäden am Grund frei. 
 Hain-Gilbweiderich (Wald-Gilbweiderich)  –  Lysimachia nemorum L.
Höhe 8–15 cm, Länge 10–30 cm, Blüte Mai–August.
Sickerfeuchte bis frische Schluchtwälder, Auenwälder, schattige Waldquellen (oft gemeinsam mit Veronica montana), subalpine Gebüsche, Ränder von Waldwegen und Forststraßen, Waldschläge, nährstoffanspruchsvoll; keine Zierpflanze.
4
Krone ohne rote Pünktchen, Kronzipfel am Rand kahl, stumpflich, goldgelb, 8–12 mm lang, Kelchzipfel meist rötlich berandet, 3–5 mm lang, Blüten in unten beblätterter (frondoser) Rispe, Blätter (breit) lanzettlich, untere (später hinfällige) auch linealisch (daher junge Triebe vegetativ L. thyrsiflora ähnelnd). 
 Gemeiner Gilbweiderich (Rispen-Gilbweiderich)  –  Lysimachia vulgaris L.
Höhe 50–150 cm, Blüte Juni–August.
Bruch- und Auenwälder, Sumpfgebüsche, feuchte bis moorige, zeitweise überflutete Hochstaudenfluren und brachgefallene Nass- und Streuwiesen, Flachmoore, Röhrichte, Grabenränder, mäßig nährstoffanspruchsvoll; keine Zierpflanze.
4*
Krone mit roten Pünktchen, Kronzipfel fein drüsig bewimpert, spitz, zitronengelb, 10–16 mm lang, Kelchzipfel nur grün, nicht rötlich berandet, 5–8 mm lang, Blüten in bis zur Spitze beblätterter, quirliger Traube, Blätter breit lanzettlich bis eilanzettlich, beiderseits dicht (drüsig )flaumhaarig. 
 Drüsiger Gilbweiderich (Punktierter Gilbweiderich, Tüpfelstern)  –  Lysimachia punctata L.
Höhe (40–)50–100 cm, Blüte Juni–August.
Frische Waldränder und Gebüsche, Hochstaudenfluren, Feuchtwiesen, nährstoffanspruchsvoll; einheimisch nur in Österreich (bis über die Grenze bei Berchtesgaden?); häufige Zierpflanze, oft verwildert an frischen bis (sicker)feuchten Ruderalstellen (Wegränder, ruderale Staudenfluren) und in Auenwäldern.
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Lysimachia – Gilbweiderich (Deutschland und Österreich) (Zuletzt geändert:
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16 Januar 2017 23:55:59). Abgerufen am 19. November 2017, 02:30 von http://offene-naturfuehrer.de/web/Lysimachia_–_Gilbweiderich_(Deutschland_und_Österreich)