Marderhund – Nyctereutes procyonoides

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Deutscher Name: Marderhund
Wissensch. Name: Nyctereutes procyonoides
((Gray, 1834))
Weitere deutsche Namen: Tanuki, Enok, Obstfuchs
Großgruppe: Säugetiere
Taxonomie: Ordnung Carnivora / Familie Canidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Neozoon

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • waschbärenähnliche Gestalt
Der Marderhund hat eine schwarze Gesichtsmaske. Er ist an den Seiten beigegrau. Der Rücken und der Kopf sind schwarzbraun. Seine Spuren sind rundlich mit einem großen und gut sichtbaren Hauptballen und vier Zehenballen mit kurzen, stumpfen Krallen.

Bilder

Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Waschbär Der Waschbär ist an seiner gekrümmten Haltung zu erkennen. Die Schnauze wirkt insgesamt schmaler. Außerdem ist die Gesichtsmaske oft durchgehend dunkel gefärbt. Waschbär:  D. Gordon E. Robertson, CC BY-SA 3.0


Mensch und Stadt

Der Marderhund bevorzugt Wälder und Lebensräume mit ausreichend Unterholz zur Deckung. Hierbei sucht er vor allem wassernahe Gebiete auf. Bei der Nahrungssuche klettert er auch auf Bäume um Obst oder Beeren zu ergattern.

Der Marderhund ist sehr scheu und kommt überwiegend nachts zum Vorschein.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Marderhund stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde wegen seines Fells nach Europa eingeführt. Er gehört zu den nicht-einheimischen Arten (Neozoa). Inzwischen fühlt er sich auch in Berlin und Brandenburg sehr wohl.
  • In Regionen mit besonders kalten Wintern hält der Marderhund Winterruhe.
  • Der Marderhund ist ein Allesfresser.
  • Anders als sein Name vermuten lässt ist der Marderhund eher mit dem Fuchs und dem Wolf verwandt als mit Mardern.
  • In der japanischen Folklore gelten Marderhunde als Glücksbringer.

Quellen, Literatur, Weblinks