Messingkäfer – Niptus hololeucus

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Messingkäfer
Wissensch. Name: Niptus hololeucus
(Faldermann, 1836)
Großgruppe: Insekten
Taxonomie: Ordnung Käfer (Coleoptera) / Familie Nagekäfer (Ptinidae)
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: stark gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • spinnenähnliche Gestalt
  • dichte goldgelbe Behaarung
Der Messingkäfer besitzt eine spinnenähnliche Gestalt. Charakteristisches Merkmal ist seine goldgelbe Behaarung, die den dunkelrotbraunen Körper bedeckt. Er hat keulenförmig verdickte Schenkel. Seine Fühler sind auffallend lang.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Der Messingkäfer besitzt eine spinnenähnliche Gestalt. Dies bestätigt die Tatsache, dass der Kopf kaum aus dem kugelförmigen Halsschild hervorragt und das Halsschild vom halbkugeligen Hinterleib deutlich abgeschnürt ist. Der Käfer ist flugunfähig, da er keine Hinterflügel besitzt. Sein kugelförmiger Körper wird 2,6-4,6 mm lang.

Lebensweise und Fortpflanzung: Zu seiner Nahrung zählen organische Stoffe wie z.B. Kot oder tote Insekten. Das Weibchen legt etwa hundert Eier. Die Larven vollziehen eine Verpuppung in einem Kokon. Der Schlüpfvorgang erfolgt nach 18 Tagen. Die Dauer der Gesamtentwicklung des Käfers, vom Ei zum Erscheinen der Käfer, beträgt etwa 4 Monate.

Mensch und Stadt

Die Käfer sind insbesondere in alten Häusern unter Dielen oder in Wänden anzutreffen.

Bei Ausbau- oder Sanierungsarbeiten kommt es zur Vertreibung des Messingkäfers aus seinen Schlupfwinkeln. Daran schließt folglich ein massenhaftes Auftreten des Käfers in Wohnräumen. Zwar ist der verursachte materielle Schaden begrenzt, allerdings können die Käfer für Hausbewohner als lästig befunden werden.

Wissenswertes

  • Herkunft: Die Käfer waren ursprünglich um das Schwarze Meer angesiedelt. 1837 trat die Käferart zum ersten Mal in Europa auf, als er in England an Schweinsborsten aus Südrussland gefunden wurde. Er gehört damit zu den nicht-einheimischen Tieren (Neozoa).
  • Der Messingkäfer ist nachtaktiv und frisst eine Vielzahl von organischen Stoffen wie z.B. Textilien, Federn, tote Insekten, Pelz, Knochen oder Leder.
  • Das Weibchen legt etwa hundert Eier.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Seite „Messingkäfer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. Februar 2016, 20:13 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Messingk%C3%A4fer&oldid=151077736 (Abgerufen: 8. Dezember 2017, 12:11 UTC)
  • W. Willner „Taschenlexikon der Käfer Mitteleuropas- die wichtigsten Arten im Portrait“, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co, 1. Auflage 2013
  • K.W. Harde, F. Severa „Der Kosmos Käferführer“, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 2014