Moorfrosch – Rana arvalis

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Deutscher Name: Moorfrosch
Wissensch. Name: Rana arvalis
(Nilsson, 1842)
Großgruppe: Amphibien
Taxonomie: Ordnung Anura / Familie Ranidae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: gefährdet
Rote Liste Berlin: gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Männchen während der Paarungszeit blau oder violett
Der Moorfrosch wirkt zierlich und hat eine zugespitzte Schnauze. Er ist hell- bis dunkelbraun mit dunklen Flecken. An den beiden Kopfseiten trägt er einen breiten, dunklen Schläfenfleck. Viele Tiere besitzen ein helles Rückenband, das von kleinen Wülsten abgegrenzt wird. Die Bauchseite ist weißlich und meist ungefleckt. Während der Paarungszeit ist das Männchen unverwechselbar blau oder violett gefärbt.

Bilder

Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Der Moorfrosch hat einen recht schlanken, zierlichen Körperbau und eine zugespitzte Schnauze. Die Die Pupillen stehen waagerecht, das Trommelfell ist klein aber deutlich sichtbar (Größe etwa 2/3 des Augendurchmessers). Der Fersenhöcker ist hoch gewölbt und fest. Die Oberseite der Tiere ist hell- bis dunkelbraun, wobei auch rötlichbraune oder stark schwarz gefleckte Variationen vorkommen. Der für Braunfrösche typische Schläfenfleck hinter dem Auge ist dunkelbraun. Über die Rückenmitte ist oft ein breites, helles Längsband mit dunklem Saum ausgeprägt, dieses kann aber auch fehlen. Die Drüsenleisten auf dem Rücken sind oft weiß gerandet und deutlich ausgeprägt. Die Flanken sind zum Teil auffällig schwarz marmoriert.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Grasfrosch Der Grasfrosch hat eine stumpfere Kopfform. Sofern der Rückenstreifen ausgebildet ist, verläuft dieser tiefer und ohne Wülste.

Laute:

Datei „Rana_arvalis_TSA-medium.mp3“ herunterladen (?/i)
Lebensraum: Der Moorfrosch besiedelt neben Randgebieten von Niedermooren auch Heidegebiete, Flussauen, feuchte Grünareale, Bruch- und Auenwälder sowie lichte Kieferforste. Als Laichplätze dienen Altwässer und Tümpel, Gräben und wenig genutzte Fischteiche. Verbreitung: In Deutschland kommt der Moorfrosch vor allem im norddeutschen Tiefland und Nordosten Bayerns vor. Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Der Moorfrosch ist keine typische Stadtart und kommt in nassen Lebensräumen wie z.B. Mooren am Stadtrand vor. Als Laichplätze dienen Altwässer und Tümpel, Gräben und wenig genutzte Fischteiche.

Die Tiere sind sehr scheu und meiden menschliche Begegnungen. Zur Beobachtung sind daher ein Fernglas und eine behutsame Annäherung empfehlenswert.

Wissenswertes

  • Trotz seines Namens meidet der Moorfrosch Hochmoore, da der hohe Säuregehalt für den Froschlaich giftig ist.
  • Die Blaufärbung der Männchen während der Paarungszeit ist unter den Braunfröschen einzigartig. Es ist unklar, ob dies der Anlockung von Weibchen oder Abschreckung von Rivalen dient.
  • Die Schläfenflecken sind typisch für Braunfrösche.
  • Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

Quellen, Literatur, Weblinks